23.08.2010    Vertrag von Lucas Musculus aufgelöst

Am heutigen Tag hat die TuS Koblenz den Vertrag von Lucas Musculus in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Im Sommer 2009 war der Stürmer vom 1. FC Köln zur TuS Koblenz gewechselt.


Die TuS überrascht sogar ihren Trainer

3. Liga: Koblenzer setzen Vorgabe perfekt um

Koblenz. Die TuS steht in diesen Tagen für eine Mischung aus Spaßfußball und abgezockter Souveränität. Obwohl der Drittligist beim 2:1 beim VfB Stuttgart II nicht weniger als sechs Akteure auf dem Platz hatte, wirkten die Koblenzer erstaunlich abgeklärt und hatten letztlich keinerlei Mühe, den Dreier einzufahren. „Wenn es eine Beschreibung für einen verdienten Auswärtssieg gibt, dann trifft sie in diesem Fall wohl zu“, fasste Trainer Petrik Sander den gelungenen Auftritt seiner Elf zusammen, „wir waren ja in allen Belangen überlegen.“

Wohl wahr. Wobei der Coach sogar ein bisschen erstaunt darüber war, wie gut es seiner Mannschaft gelungen war, die taktischen Anweisungen praktisch eins zu eins umzusetzen. Dominante Zweikampfführung und eine Körpersprache, die unbedingten Siegeswillen dokumentierte, zeichneten die TuS aus – die sich mit zwei Treffern durch Massimo Cannizzaro und Stefan Haben belohnte. Letztlich drückte das Ergebnis nur unzureichend die Kräfteverhältnisse während der 90 Minuten aus.

„Mit dem Dreier ist es uns auch gelungen, ein bisschen den Druck von dem nächsten Heimspiel gegen Bremen zu nehmen“, so der Coach weiter, der mit der TuS derzeit absolut im Soll liegt. Und auch in der Stunde des Erfolgs verlor Sander nicht den Blick für die Realitäten: „Für uns geht es einzig darum, uns in der Liga zu stabilisieren.“
(sab)


Teamgeist und Taktik als gute Mischung

Die Gründe für den starken Auftritt der TuS Koblenz beim VfB Stuttgart II – Zwischen Trainer Sander und der Mannschaft stimmt die Chemie

Im Lager von TuS Koblenz könnte die Stimmung derzeit nicht besser sein. Nach dem 2:1 beim VfB Stuttgart II sehen sich alle Beteiligten auf dem richtigen Weg.

Stuttgart. Solche Glücksmomente hat man als Fußball-Lehrer dann doch eher selten. Ein Auswärtssieg, gut und schön – aber das 2:1 beim VfB Stuttgart II dürfte auch für Petrik Sanders etwas Besonderes gewesen sein. Was noch nicht einmal an dem gelungenen Auftritt der TuS-Profis gelegen hat, vielmehr beeindruckte das Drumherum. Angesichts der Jubel-Arie drohte in der TuS-Kabine der Putz von den Wänden zu bröckeln, immer wieder riefen die Spieler: „Wir wollen den Trainer sehen.“

Paucken: Es passt einfach

Eine Randnotiz, die die aktuelle Situation bei der TuS nicht besser beschreiben könnte. Binnen kürzester Zeit hat sich da eine homogene Gruppe gebildet, die sich im besten Wortsinn als Mannschaft versteht. „Es macht einfach unheimlich Spaß“, findet Angreifer Johannes Rahn und ergänzt: „Einer läuft für den anderen.“ Ähnlich sieht Torwart Dieter Paucken die Dinge: „Es stimmt einfach im Team, es passt alles zusammen.“

Das persönliche Wohlbefinden der Akteure ist fraglos das Verdienst des Trainers, dem es gelungen ist, jedem einzelnen Spieler im Kader das Gefühl zu vermitteln, das er ein Teil des Ganzen ist. Der ausgeprägte Teamgeist ist denn auch die Basis dafür, dass Kapitän Dennis Brinkmann nach den 90 Minuten festhielt, „dass wir mit dem Saisonbeginn sehr zufrieden sein können“. Acht Punkte nach fünf Runden stehen derzeit zu Buche, das kann sich in der Tat sehen lassen.

Eine erste Zwischenbilanz, die aber nicht allein das Ergebnis von Teamgeist und guter Stimmung ist. Vielmehr dokumentierte das 2:1 in Stuttgart einmal mehr, dass Sander offenkundig ein System gefunden hat, das zu seinen Spielern passt.

Zum Beispiel in der Defensive, wo sich Dennis Brinkmann je nach Spielsituation aus dem Mittelfeld immer wieder nach hinten in die Viererkette absetzt. In Stuttgart wurde daraus ein undurchdringlicher Wall für die Gastgeber, die es zu gerade mal drei mickrigen Schüssen aufs Tor brachten. „Dennis hält den Laden prima zusammen“, findet Rahn. Neben dem Kapitän als ordnende Hand bilden Michael Stahl und Lukas Nottbeck derzeit ein solides Mittelfeldpaar. Hinzu kommt, dass in Dennis Riemer ein Außenverteidiger im Team steht, dem es fast egal ist, ob er rechts oder links eingesetzt wird. Als Thomas Gentner nach einem üblen Foul schon nach einer halben Stunde vom Feld musste, wechselte Riemer kurzerhand die Seite und agierte auch links souverän. Gentners Verletzung ist im Übrigen wohl „nur“ eine Prellung, sodass er wohl am Freitag gegen Bremen wieder mitmischen kann.

System funktioniert

Aber auch in der Offensive ist eine Weiterentwicklung unverkennbar. Selbst gegen einen spielstarken Gegner wie die VfB-Bubis hielt Sander an seinem mutigen System mit praktisch drei Spitzen fest. „Voraussetzung dafür ist, dass alle körperlich topfit sind“, weiß Sander, dass gerade Rahn und Marcus Steegmann auf den Außenpositionen verstärkt Defensivaufgaben übernehmen müssen. „Beide fühlen sich eigentlich in der Mitte wohler“, so der Coach, „aber sie stellen sich in den Dienst der Mannschaft und erledigen ihre Aufgaben.“

Wobei sich Rahn bereits mit der ungewohnten Position auf der linken Seite angefreundet hat. „Das kommt mir eigentlich sogar entgegen, weil ich dann eher mal nach innen ziehen kann“, so der 24-Jährige. Gegen Stuttgart kamen indes wie schon in der Vorwoche gegen Düsseldorf mehr seine Qualitäten im Kopfballspiel zum Tragen. Vor dem 0:1 legte er nach einem Freistoß von Nottbeck perfekt auf, in der Mitte musste Cannizzaro nur noch einschieben. „Das war so geplant“, berichtete der 24-Jährige. Ob geflunkert oder nicht: Es passte ins Bild eines herrlichen Sommerabends, an dem der TuS ziemlich viel gelang.
Sven Sabock


Vorfreude auf Hertha

Pokal: Berlin kommt

Koblenz. Mit diesem Gegner können die Verantwortlichen von TuS Koblenz gut leben: In der zweiten Runde des DFB-Pokals bekommt es die Elf von Trainer Petrik Sander mit Zweitligist Hertha BSC zu tun. Die Partie wird am 26. oder 27. Oktober ausgetragen, der genaue Termin soll in dieser Woche festgezurrt werden.

„Das ist ein sehr attraktiver Gegner“, findet Sander, der sich noch gern an die Derbys aus seiner Zeit bei Energie Cottbus erinnert, „meine Bilanz gegen die Hertha ist ganz gut.“ Zufriedenheit auch bei Geschäftsführer Wolfgang Loos, der natürlich auf ein volles Stadion hofft. „Das ist ein sehr schwieriges Los, aber wir wollen unsere Mini-Chance nutzen.“ 2005 war die Hertha schon einmal Pokal-Gegner der TuS, damals gab's ein 2:3 nach Verlängerung.
(sab)


Koblenz II geht in Kyllburg leer aus

Rheinlandliga: TuS unterliegt mit 1:2

Kyllburg. Die Siegesserie der TuS Koblenz II in der Rheinlandliga ist gerissen. Der Aufsteiger verlor bei der SG Kyllburg/Badem/Gindorf mit 1:2 (1:1) und kassierte nach den beiden Auftakterfolgen die erste Niederlage im dritten Saisonspiel. Doch nicht allein das unerfreuliche Ergebnis löste bei Trainer Colin Bell Enttäuschung aus: „Es ärgert mich, dass wir ausgerechnet gegen den bisher schwächsten Gegner die drei Punkte haben liegen lassen.“

Von Beginn an fand sein Team nicht in die Partie und konnte zu keiner Zeit die Vorgabe umsetzen, das Spieltempo selbst zu bestimmen. „Kyllburg hat sehr passiv gespielt. Dem haben wir uns leider angepasst“, kritisierte Bell.

Dabei geriet sein Team nach einer halben Stunde durch einen perfekten Distanzschuss von Kyllburgs Timo Heinz im dritten Spiel zum dritten Mal in Rückstand.

Zwar zeigte die TuS erneut Moral und kam nach einem Eckball von Tobias Bauer durch den aufgerückten Sebastian Hahn zum 1:1 (42.), doch nach der Halbzeitpause wurde das Koblenzer Spiel nicht effektiver. Genau in eine Druckphase zu Beginn des zweiten Abschnitts erzielte erneut Heinz nach einem Ballverlust der Koblenzer etwas überraschend sogar das 2:1 (55.).

Fortan versuchte die TuS noch einmal alles und suchte ihr Heil in der Offensive. Doch viele unnötige Stürmerfouls ließen gegen einen kämpferischen Gegner nur wenige Chancen zu, die allesamt ungenutzt blieben. „Es gibt einfach so Tage, wo man besser im Bett geblieben wäre. Samstag war genau so ein Tag“, sagte Bell, der aus der Niederlage aber auch Positives herauszuziehen hofft: „In der letzten Saison war es immer so, dass die Mannschaft aus Niederlagen unheimlich viel gelernt hat. Gegen Kyllburg mussten wir Lehrgeld für einige Unkonzentriertheiten bezahlen.“
(tok)

Koblenz: Weis, Tan, Mund, Hahn, Dahm (30. S. Breitbach), Göcer (75. Lauer), Bauer, T. Breitbach (72. Rausch), Lang, Klappert, Hawel.

Quelle Rhein-Zeitung 23.08.2010  http://rhein-zeitung.de