27.08.2010    „Roter Teufel“ wird zum Schängel

Manuel Hornig vom FCK nach Koblenz – Heute gegen Werder II

Koblenz. Die Rasselbande von Fußball-Drittligist TuS Koblenz ist um einen erfahrenen Kopf reicher: Vom 1. FC Kaiserslautern kommt Manuel Hornig, der der TuS-Defensive zusätzlichen Halt geben soll. Der 27-jährige Abwehrspieler spielte in den Planungen der Pfälzer keine Rolle mehr, bei den Schängeln wird er mit offenen Armen empfangen. „Wir waren schon länger an ihm dran und freuen uns, dass wir ihn verpflichten können“ so TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos. Hornig erhält in Koblenz einen Vertrag bis 2011 und soll schon heute im Spiel gegen Werder Bremen II (19 Uhr) im Kader stehen – sofern alle Formalitäten erledigt sind.

Gegen den bislang sieglosen Bundesliga-Nachwuchs der Hanseaten steht die TuS laut Trainer Petrik Sander vor einem richtungsweisenden Spiel: „Es wird sich zeigen, ob es uns gelingt, den Abstand nach unten zu wahren.“

Zudem wollen die Koblenzer mit einem positiven Gefühl in die folgende Länderspielpause gehen. Auf dem Weg dahin wartet indes viel Arbeit, der Coach lässt sich von der Tabelle nicht blenden: „Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir es schaffen, unser Potenzial auf den Platz zu bringen.“
(sab)


Hornig verstärkt die TuS-Abwehr

Drittligist nimmt Abwehrspieler vom 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag – 27-Jähriger ist vielseitig einsetzbar

Unmittelbar vor dem heutigen Heimspiel gegen Werder Bremen II hat Fußball-Drittligist TuS Koblenz noch eine Verstärkung verpflichten können: Vom 1. FC Kaiserslautern kommt Abwehrspieler Manuel Hornig.

Koblenz. Fünf Tage vor dem Ende der Transferfrist hat TuS Koblenz zumindest eine Sorge weniger. Die bislang gut funktionierende, aber zu dünn besetzte Abwehr ist seit gestern um einen Akteur reicher, der obendrein die Güte der Defensive um einiges aufwertet: Manuel Hornig wechselt vom 1. FC Kaiserslautern zum Fußball-Drittligisten, der 27-Jährige erhält in Koblenz einen Vertrag bis zum Saisonende.

Zu den Rahmenbedingungen hüllen sich die Verantwortlichen in Schweigen, möglich wurde der Transfer aber wohl erst durch den Weggang von Lucas Musculus und den dadurch frei gewordenen Gehaltsposten. TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos sagt lediglich: „Wir hatten sehr gute Gespräche mit FCK-Vorstands-Chef Stefan Kuntz.“

Petrik Sander hatte Hornig schon länger auf dem Zettel, entsprechend erleichtert ist der TuS-Trainer, dass es mit der Qualitätsverbesserung seines Kaders noch geklappt hat. „Er verkörpert alle Tugenden, auf die wir in dieser Saison Wert legen“, lobt der Coach die Vielseitigkeit und die charakterlichen Vorzüge des Neuzugangs. Der in der Südpfalz geborene Abwehrmann zählte bei Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern zwischenzeitlich zum Stammpersonal, wurde aber im Vorfeld dieser Saison ins zweite Glied versetzt. Hornig absolvierte gestern Vormittag die erste Einheit mit seinen neuen Kollegen. Wenn alles glatt läuft, wird er heute gegen Werder Bremen II zumindest im Kader stehen. „Er ist körperlich topfit, muss sich aber noch an unser System gewöhnen“, so Sander.

Die weniger erfreuliche Nachricht für den Coach: Auch nach der Verpflichtung des Abwehrspielers bleibt der TuS-Kader mit 19 Feldspielern überschaubar. Geschäftsführer Loos: „Unsere Transferaktivitäten sind damit beendet.“
Sven Sabock


Trainer Sander hat alle Mann an Bord

TuS will gelungenen Saisonauftakt abrunden

Koblenz. Die Perspektive ist reizvoll: Mit einem Heimsieg gegen Werder Bremen II kann TuS Koblenz den bislang gelungenen Saisonstart abrunden und sich erst einmal im Mittelfeld der Tabelle festsetzen. Nach den zuletzt starken Leistungen gegen Düsseldorf und in Stuttgart warnt Petrik Sander aber davor, dass die Partie gegen die noch sieglosen Hanseaten zum Selbstläufer wird: „Wir dürfen nicht glauben, dass 98 Prozent reichen.“

Ähnlich wie in den zurückliegenden Partien fordert der Trainer erneut ein dominantes Auftreten, das die Gäste zu Fehlern zwingt. Erfreulich für den Coach: Obwohl zuletzt Thomas Gentner und Massimo Cannizzaro angeschlagen waren, stehen wohl alle Akteure aus dem Kader zur Verfügung – vermutlich wird zum sechsten Mal in Folge die gleiche Startelf beginnen. In diesem Zusammenhang hat der Coach einen weiteren positiven Wesenszug seiner Schützlinge ausgemacht: „Jeder will sich in den Dienst der Mannschaft stellen und auch trotz mancher Wehwehchen auflaufen.“ Und: Durch die Verpflichtung von Manuel Hornig ist der Konkurrenzkampf gewachsen. Sander: „Jeder muss sich jetzt ein Stück weit neu beweisen.“

Vielleicht hilft ja auch das Wetter etwas mit. „Ich hoffe insgeheim ein bisschen auf Regen“, so Sander schmunzelnd, „auch wenn das für die Zuschauer wohl nicht so toll wäre.“ Wenn am Ende der erste Liga-Heimsieg steht, dürfte allerdings auch das zu verschmerzen sein.
(sab)


Bremer reisen mit Sorgen an

Bremen. Vor dem Spiel in Koblenz ist die Lage bei den Gästen aus Bremen alles andere als rosig. Nach fünf Spielen wartet Trainer Thomas Wolter mit seiner Elf nach wie vor auf den ersten Sieg, mit nur zwei Unentschieden stecken die Hanseaten im Tabellenkeller fest. Eine Situation, die für Wolter nicht neu ist – ebenso wie die Tatsache, dass er fast alljährlich eine neue Mannschaft formen muss. Ein Unterfangen, das in dieser Spielzeit besonders schwierig erscheint. Etliche Leistungsträger haben den Verein verlassen, zudem sind die Bremer schon früh vom Verletzungspech geplagt. Ex-Profi Wolter wenig optimistisch: „Unsere Sorgen sind nicht kleiner geworden.“


Kilic kennt Bell ganz genau

Am Sonntag steigt auf dem Oberwerth das Derby zwischen der TuS II und Lahnstein

Die erste Saisonniederlage im dritten Spiel ist analysiert und abgehakt, nun will die U23 der TuS Koblenz eine neue Erfolgsserie in der Fußball-Rheinlandliga starten.

Koblenz. Am Sonntag (14.30 Uhr) trifft Koblenz II im Rheinlandliga-Derby auf die SG Eintracht Lahnstein. TuS-Trainer Colin Bell hofft, die Fehler aus der 1:2-Auswärtspleite in der Vorwoche bei der SG Kyllburg abstellen zu können: „Die Niederlage tat weh, weil sie unnötig war. Wir haben zu nachlässig agiert und zu viele individuelle Unkonzentriertheiten gezeigt, die eiskalt bestraft wurden. Doch das Ergebnis war schnell vergessen und wir haben uns gut auf Lahnstein vorbereitet.“

Den Trainingsschwerpunkt legte der Engländer unter der Woche auf die Verbesserung des Defensivverhaltens. Aus gutem Grund, denn die TuS geriet bislang in allen drei Saisonspielen in Rückstand und musste Woche für Woche viel Kraft investieren, um in die Spiele zurückzukommen. „Wir müssen gegen Lahnstein zu unserer einstigen Stärke zurückfinden und endlich mal zu Null spielen. Dafür müssen wir aber direkt Gas geben, um auch selbst in Führung gehen zu können.“

Damit das Team vom Anpfiff weg konzentriert agiert und die zuletzt zu vielen individuellen Fehler vermeidet, hat Bell in den Trainingseinheiten viele Einzelgespräche geführt. „Die Jungs haben ja oft genug gezeigt, dass sie es können. Sie müssen nur daran glauben.“ Gegen Lahnstein erwartet Bell ein schweres Spiel, auch wenn der Gegner nach den ersten drei Spielen noch sieglos ist. „Viele Spieler haben früher bei der TuS gespielt. Sie werden schon seit Wochen auf diese Partie hinfiebern und wollen gegen uns unbedingt gewinnen.“ Daher verlangt der Engländer von seiner Mannschaft, dass sie komplett an ihre Leistungsgrenze geht, weil man sonst auch gegen Lahnstein am Ende mit leeren Händen dastehen könnte.

Der neue Lahnsteiner Trainer Akin Kilic und Bell sind zwei, die sich schon oft in ihrem Fußballerleben über den Weg gelaufen sind. „Ich war Spieler und er Trainer bei den Mainzer Amateuren. Ich kenne ihn als Trainer, als Nachwuchs-Abteilungsleiter, ich habe sein Buch gelesen und ich weiß, wie er tickt“, sagt Kilic, der auch bei der TuS noch mit Bell zusammengearbeitet hatte. „Colin ist ein verdammt guter Trainer, aber ich werde versuchen, ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.“ Dafür benötigt sein Team jedoch in erster Linie die nötige Portion „Abgezocktheit“ – wie es der Lahnsteiner Coach selbst formuliert.

Von der TuS kennt Kilic fast zwangsläufig alle Spieler, mit den meisten hat er sogar selbst noch zusammengespielt. „Das wird eine interessante und schöne Partie“, freut sich der Lahnsteiner Trainer auf die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. „Für mich ist das natürlich ein besonderes Spiel, dennoch gehe ich nicht übermotiviert an die Sache heran. Wir bereiten uns gut vor und wollen bei der TuS eine Überraschung schaffen.“
(tok, tn)

Quelle Rhein-Zeitung 27.08.2010  http://rhein-zeitung.de