Januar 2009   
Auftakt ohne Fernandez und Parmak

aktion-2008_98Zweitligist TuS Koblenz startet in die Vorbereitung auf die Rückrunde - Zwei Verträge aufgelöst - Sukalo und Ndjeng melden sich zurückaktion-2008_99

Am heutigen Samstag beginnt für Fußball-Zweitligist TuS Koblenz Teil zwei der Mission Klassenverbleib. Beim Trainingsauftakt zu der am 30. Januar beginnenden Rückrunde werden allerdings zwei Spieler nicht mehr erscheinen: Die Verträge mit Gabriel Fernandez und Mustafa Parmak wurden aufgelöst.

Nach drei Wochen Urlaub ist jetzt wieder Arbeit angesagt. Um 14.30 Uhr wird Trainer Uwe Rapolder im Stadion Oberwerth erstmals im neuen Jahr den Kader des Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz um sich versammeln und seine Schützlinge auf die nächsten Wochen und Monate vorbereiten, in denen es letztlich nur um eines geht: den Klassenverbleib. Und die Vorzeichen geben durchaus Grund zum Optimismus: Bis auf Lars Bender und Salvatore Gambino dürften sich so ziemlich alle Akteure zurückmelden. Zu Beginn der Rückrundenvorbereitung sieht es ganz danach aus, als sollte das Verletzungs-Pech der vergangenen sechs Monate überwunden sein - der Neustart kann beginnen.


Mit den Rückkehrern wächst der Konkurrenzkampf

aktion-2008_101Bei den Akteuren von Zweitligist TuS Koblenz macht sich zum Start der Rückrunden-Vorbereitung Optimismus breit

Es ist der x-te Anlauf und es soll nun endlich auch der letzte sein. Nach über einem Jahr Verletzungspause und etlichen Rückschlägen hat sich Goran Sukalo bei TuS Koblenz zurückgemeldet und steht damit fast sinnbildlich für den Neuanfang, den der Fußball-Zweitligist am Samstag im Stadion Oberwerth gestartet hat. An die 500 Zuschauer nahmen erfreut zur Kenntnis, dass die TuS im Jahr 2009 wieder fast vollzählig ist - zweifellos die wichtigste Voraussetzung, um das Klassenziel zu erreichen.

"Es wird jetzt klappen, ich merke, dass es Schritt für Schritt nach vorne geht", freute sich Sukalo nach dem Aufgalopp mit dem Kader, in dem er gleich die ihm angedachte Rolle zugeteilt bekam. Beim Trainingsspiel über das gesamte Feld nahm er in der vermeintlichen A-Elf den Platz im zentralen Mittelfeld ein, wo der Mannschaft zuletzt die benötigte Ballsicherheit abhanden gekommen war. "Ich kenne meinen Körper jetzt besser als je zuvor", glaubt der 27-Jährige, der zuletzt mit Co-Trainer Uwe Koschinat Sonderschichten absolviert hatte. Trotz aller Vorsicht, mit der Sukalo die nächsten Wochen angeht, ist er selbstbewusst genug zu sagen, "dass ich auch spiele, wenn ich fit bin."


Die TuS verliert nur gegen den FC

Zweitligist überrascht beim Rheinland-Cup in Köln - Kommt VfB-Stürmer Manuel Fischer nach Koblenz?

Das war ein ordentlicher Jahresauftakt für die TuS. Beim Rheinland-Cup in der KölnArena führte der Weg die Koblenzer bis ins Finale. Dort unterlag das Team von Trainer Uwe Rapolder dem 1. FC Köln mit 1:2.

Draußen Ski und Rodel gut - die Winterpause hat sich in dieser Spielzeit ihren Namen redlich verdient. Wer in diesen Tagen Fußball auf grünem Rasen praktizieren will, muss in die Halle gehen. Das tat auch Zweitligist TuS Koblenz gestern Abend beim 2. Rheinland-Cup in der Köln-Arena. Mit großem Erfolg im Übrigen. Die TuS war die Überraschung des Turniers, drang bis ins Finale vor, wo sie vor 14150 Zuschauern dem 1. FC Köln mit 1:2 unterlag.

Am Sonntag, einen Tag nach dem Trainingsauftakt im neuen Jahr, hatte TuS-Coach Uwe Rapolder seine Spieler neben einem Laktat-Test zu einer Übungseinheit auf den Kunstrasenplatz am Stadion Oberwerth gebeten. Mit Bedacht, gemeinsam sollten Personal und Taktik für den Auftritt in der Domstadt ausgetüftelt werden.

Die akribische Vorbereitung trug schon im ersten Gruppenspiel gegen den Drittligisten Fortuna Düsseldorf Früchte. Die TuS siegte durch Treffer von Verteidiger Matthias Franz, in der Saison noch ohne Spielminute in der Meisterschaft, und Du-Ri Cha mit 2:1.

In der zweiten Gruppen-Partie ging es gegen den 1. FC Köln bereits um den Gruppensieg, weil der Gastgeber zwischenzeitlich mit 5:1 gegen Düsseldorf gewonnen hatte und der TuS damit vorzeitig ins Halbfinale verhalf. Beim 0:0 gegen den Erstligisten spielten die Koblenzer gut mit und zogen sich achtbar aus der Affäre. Die TuS wurde damit Gruppenzweiter und musste in der Vorschlussrunde gegen das technisch beste Team des Abends ran - Bayer Leverkusen.

Die waren mit zwei Siegen locker ins Halbfinale gestürmt. Dort traf das Werks-Team auf eine taktisch diszipliniert agierende Koblenzer Mannschaft, die den Leverkusenern weder Raum noch Zeit für Spielereien erlaubte. 0:0 stand es nach 20 Minuten, es ging ins Neunmeterschießen. Hier parierte der erneut starke TuS-Torhüter David Yelldell gleich den ersten Neunmeter von Simon Rolfes. Bei den Koblenzern verwandelten Matej Mavric, Andreas Richter und Frank Wiblishauser sicher - der Finaleinzug war geschafft. "Ich habe vor zwei Jahren im Pokal gegen Leverkusen verschossen, heute wollte ich es besser machen", so Wiblishauser nach bestandener Nervenprobe mit einem Schmunzeln. Yelldell nahm den gelungenen Auftritt als gutes Omen: "Wir haben uns Selbstvertrauen für die Rückrunde geholt. Das war ein erster, gelungener Teil der Vorbereitung."

Im Endspiel, so viel war klar, würde es nicht erneut eine Nullnummer geben. Auch diesmal war die TuS für den Erstligisten eine harte Nuss. Cesar M"Boma brachte die Koblenzer kurz nach dem Wechsel in Führung. Erst jetzt kam der FC stärker auf und drei Minuten später durch Taner Yalcin zum 1:1. Köln hatte Oberwasser - und in Marvin Matip den Siegtorschützen in seinen Reihen.

Der Jahresauftakt bei der TuS verläuft also durchaus vielversprechend - auch hinter den Kulissen. Wie am Rande des Kölner Hallenkicks durchsickerte, sind die Koblenzer auf einem guten Weg, Manuel Fischer, 19-jähriger Stürmer des Bundesligisten VfB Stuttgart, auszuleihen. Fischer, Nummer vier im Sturm der Schwaben, ist mit seiner Situation beim VfB unzufrieden, möchte unbedingt spielen. Und unter Uwe Rapolder könnte sich das Talent zweifellos weiterentwickeln.

Ein anderer Wunschkandidat als "Knipser" ist dagegen wieder runter von der Liste. Massimo Cannizzaro von Drittligist RW Erfurt wird auch weiterhin bei den Thüringern spielen. Wie es hieß, wollten die Erfurter den torgefährlichen Spieler nur ungern abgeben. Da hätte die TuS schon mit Geld drohen müssen, das sie bekanntlich nicht hat.


Fischer will nur spielen

Zweitligist TuS Koblenz leiht Angreifer vom VfB Stuttgart bis zum Saisonende aus

Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat Verstärkung für den Angriff bekommen. Manuel Fischer (19) wurde vom VfB Stuttgart bis zum Saisonende ausgeliehen und soll mit seinen Toren zum Koblenzer Klassenverbleib beitragen.

Minus acht Grad, dazu ein schneebedeckter Kunstrasenplatz auf dem Oberwerth: Der erste Arbeitstag von Manuel Fischer in Diensten von TuS Koblenz war alles andere als gemütlich, aber der junge Mann deutete trotz der widrigen Bedingungen gleich schon mal an, was in ihm steckt. Keine Frage, der 19-Jährige, der bis 2011 beim VfB Stuttgart unter Vertrag steht und bis zum Saisonende an den Zweitligisten ausgeliehen wurde, weiß, wo das Tor steht. Egal ob mit dem Kopf oder dem Fuß, der Schwabe fackelt im Strafraum nicht lange. Weil er angesichts der namhaften Konkurrenz wie Mario Gomez, Ciprian Marica oder Cacau beim VfB sein Können zuletzt nur sporadisch zeigen durfte, hat er sich entschlossen, eine Liga tiefer sein Glück zu versuchen - in Koblenz.


Nur das Ergebnis stimmt

TuS Koblenz müht sich zu Testspiel-Sieg gegen FC Pristina - Kommt Maletic aus Belgrad?

Zweitligist TuS Koblenz ist mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet. Die Partie gegen den FC Pristina brachte fußballerisch allerdings wenig Aufschlüsse, weil der schneebedeckte Boden in Nörtershausen schwierig zu bespielen war. In der Begegnung wurde Darko Maletic von Partizan Belgrad getestet, an dem die TuS offenbar ernsthaft interessiert ist.

TuS Koblenz -  FC Pristina 1:0 (1:0)

Hohe Laufleistung, geringer Verschleiß, dazu gute Bremseigenschaften und keine Verletzten: TuS Koblenz hat das erste Testspiel der Rückrunden-Vorbereitung gegen den Spitzenklub FC Pristina aus dem Kosovo auf schneebedecktem Untergrund gut überstanden. Vor rund 800 Zuschauern - darunter knapp 500 kosovarische Anhänger - siegte der Zweitligist dank eines verwandelten Foulelfmeters von Matej Mavric (7.) glücklich mit 1:0. Dabei konnte TuS-Trainer Uwe Rapolder bis auf die beiden Verletzten Johannes Göderz (Nagelbettentzündung) und Tayfun Pektürk (Adduktorenprobleme) auf alle Akteure des Kaders zurückgreifen.

Ein gelungenes Debüt feierte Winter-Neuzugang Manuel Fischer, der wie Testspieler Darko Maletic (Partizan Belgrad) in der Startelf stand. Der Bosnier kam auf der rechten offensiven Außenbahn zum Einsatz und scheint ein Kandidat für eine Verpflichtung zu sein. Ein 77-minütiges Comeback gab Goran Sukalo, der im zentralen Mittelfeld neben Manuel Hartmann agierte. "Es war ein schönes Gefühl, wieder dabei zu sein. Ich bin überzeugt davon, dass mein Muskel jetzt hält und ich zum Start in die Rückrunde dabei sein kann", wächst bei Sukalo mit nahezu jedem Tag das Selbstvertrauen.


Koblenz muss sich mit Remis begnügen

Vier Treffer im recht munteren Fußball-Testspiel gegen Kickers Offenbach

In der vergangenen Saison trennten sich die TuS Koblenz und Kickers Offenbach im Kampf um Zweitliga-Punkte zweimal 1:1. Auch gestern Abend gab es im Testspiel vor 350 Zuschauern in Montabaur ein Unentschieden.

TuS Koblenz - Kickers Offenbach 2:2 (2:1)

Trainer Uwe Rapolder war nach dem 2:2 des Zweitligisten TuS Koblenz im Fußball-Testspiel gegen den Regionalligisten Kickers Offenbach nur bedingt zufrieden: "Die erste Halbzeit war auf dem schwer bespielbaren Boden okay, die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte auch noch, doch danach wurde es bei uns immer weniger."

Sein Offenbacher Kollege Hans-Jürgen Boysen meinte: "Wir hatten in den ersten 45 Minuten einige Probleme, haben aber nach der Pause besser ins Spiel gefunden." So sprang letztlich ein leistungsgerechtes 2:2 heraus.


Keine Tore, aber viele Erkenntnisse

aktion-2008_107Ordentlicher Auftritt von TuS Koblenz im Test gegen Frankfurt

Knapp zwei Wochen vor dem Rückrunden-Auftakt der Zweiten Fußball-Bundesliga scheint TuS Koblenz auf einem guten Weg zu sein. Beim Unentschieden im Test gegen Eintracht Frankfurt wurde in erster Linie deutlich, dass in allen Mannschaftsteilen das Gedränge um die Stammplätze zunimmt.

TuS Koblenz - Eintracht Frankfurt 0:0

Auf den ersten Blick war es eines jener Spiele, bei denen man sich zwischendurch fragt, warum man denn ins Stadion gekommen ist. Hier zwei Chancen und ein Lattentreffer, dort zwei vertane Möglichkeiten, dazu ein überschaubares Tempo - das 0:0 zwischen TuS Koblenz und Bundesligist Eintracht Frankfurt war wahrlich kein Spiel, von dem man noch lange sprechen wird. Aber es liegt in der Natur der Sache, dass die Vorbereitungs-Partien unter besonderen Aspekten betrachtet werden müssen. Aus Sicht des Koblenzer Zweitligisten fielen drei Dinge ins Auge. Erstens: Die Mannschaft steht defensiv gut. Zweitens: Die Torausbeute bleibt das Problem. Drittens: Trainer Uwe Rapolder hat wieder etliche taktische und personelle Alternativen.

"Es war ganz ordentlich", fasste der Coach später den Auftritt zusammen. Dass sein Urteil so gedämpft ausfiel, lag zuvorderst daran, dass auch im neuen Jahr eine Herausforderung bleibt, das grundlegende Manko zu beheben: aus den sich bietenden Möglichkeiten mehr Treffer zu erzielen.


Niederlage gibt Selbstvertrauen

aktion-2008_109Zweitligist TuS Koblenz verliert gegen Leverkusen, zeigt aber eine ordentliche Leistung - Zwei Testspieler im Einsatz

Diese Niederlage wird TuS Koblenz verschmerzen können: Neun Tage vor dem Rückrunden-Auftakt verlor der Fußball-Zweitligist den Härtetest gegen Bayer Leverkusen, präsentierte sich dabei aber als homogene Einheit.

TuS Koblenz - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)

TuS Koblenz kann dem Gegner das Toreschießen ganz schön schwer machen. Nach dem 0:0 am Samstag gegen Eintracht Frankfurt hätte die Elf von Trainer Uwe Rapolder gestern Abend auch im zweiten Test gegen einen Bundesligisten fast die Null gehalten - aber eben nur fast. In der Partie gegen Bayer Leverkusen musste TuS-Torwart David Yelldell erst fünf Minuten vor dem Ende hinter sich greifen, das Ergebnis von 0:1 gegen die in Bestbesetzung angetretene Werkself kann sich durchaus sehen lassen.

"Das meiste hat mir gut gefallen", war Rapolder anschließend auch durchaus angetan von der Leistung seiner Schützlinge, die dank einer guten Raumaufteilung und eines ordentlichen Zweikampfverhaltens wenig zwingende Chancen zuließen. Die Partie zeigte auch: In weiten Teilen hat der Coach seine Stammelf im Kopf.


Personalfragen bei der TuS vor der Entscheidung

Loos_02Koblenzer Zweitligist hat noch eine Woche Zeit, um den Kader zu verkleinern - Trainingslager vorzeitig beendet

Parallel dazu wird die nächste Woche auch außerhalb des Platzes eine interessante werden, bis zum Ende der Transferfrist am 31. Januar dürfen die Vereine bekanntlich letzte Korrekturen am Personal vornehmen. Aus Sicht der TuS geht es dabei wohl zuvorderst darum, den einen oder anderen Kicker aus dem inzwischen fast schon überdimensionierten Kader von der Gehaltsliste streichen zu können. Fünf bis sechs Spieler wollte die TuS eigentlich im Winter abgeben, von dreien (Mustafa Parmak, Gabriel Fernandez, Fabrice Begeorgi) hat man sich bereits getrennt. Kein Geheimnis ist mittlerweile mehr, dass neben Alassane Ouedraogo auch Sommerneuzugang Matthias Franz ein weiterer Kandidat ist. Während der flinke Außenspieler aus Burkina Faso nach eigenen Angaben noch keine Angebote möglicher Interessenten hat, könnte für Linksverteidiger Franz in der nächsten Woche das Kapitel TuS Koblenz beendet sein. Der 23-Jährige, der nach einer langen Verletzungspause bislang nicht den Anschluss geschafft hat, spielt derzeit andernorts vor.

Entschieden ist freilich bei allen offenen Personalien noch nichts, weshalb sich Wolfgang Loos auch ziemlich unverbindlich gibt. "So lange der Transfermarkt offen ist, kann eine ganze Menge passieren", sagt der TuS-Geschäftsführer, der aus einem wesentlichen Sachverhalt aber keinen Hehl macht: "Aus wirtschaftlichen Gründen haben wir ohnehin nicht die Voraussetzungen, um noch Spieler zu holen." Im Jahr der Konsolidierung muss nach wie vor der Gürtel enger geschnallt werden, "wir haben schon einiges geschafft, können aber noch nicht durchatmen", ergänzt Loos. Wohl auch deshalb sind in Sachen Darko Maletic noch keine Fakten nach außen gedrungen, obwohl der Probespieler von Partizan Belgrad gefallen konnte. Pech für den Bosnier: Nach einem Zehenbruch ist er ohnehin für vier Wochen außer Gefecht gesetzt. Der Grundsatz für Loos: "Wir müssen uns an die Vorgaben aus der Lizenzierung halten."


Rama überzeugt Rapolder

aktion-2008_111Beim Koblenzer Erfolg gegen Roßbach in Andernach fallen drei Testspieler besonders auf

Eine Woche vor dem Rückrundenauftakt hat Fußball-Zweitligist TuS Koblenz mit einem standesgemäßen Erfolg gegen Oberligist SV Roßbach Selbstvertrauen getankt. In der Partie durften sich etliche Akteure aus der zweiten Reihe empfehlen, zudem überzeugten in Andernach drei Testspieler.

TuS Koblenz - SV Roßbach/Verscheid 5:0 (2:0)

Zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage - so lautet die Testspiel-Bilanz der TuS Koblenz vor dem Rückrundenstart in der Zweiten Bundesliga am Freitag (18 Uhr) bei Rot-Weiß Oberhausen. In der letzten Vorbereitungspartie kam die Elf von Uwe Rapolder vor 700 Zuschauern in Andernach zu einem souveränen 5:0 über den Oberligisten SV Roßbach/Verscheid.

Dabei drückten vor allem drei Testspieler dem TuS-Spiel ihren Stempel auf: Renaldo Rama (Olympiakos Piräus U-19), Zoltan Stieber (Aston Villa Reserve) und Michael Stahl (vereinslos, zuletzt VfR Aalen). Der 18-jährige Stürmer Rama konnte sich mit zwei Toren und einer Vorlage empfehlen, Stieber kam zunächst im linken offensiven Mittelfeld zum Einsatz und trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein. Der 21-jährige Ex-Koblenzer Stahl - er spielte bereits von 2003 bis 2005 für die U 17 und U 19 der TuS - kam im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Tayfun Pektürk und Manuel Fischer fehlten mit leichten Muskelfaserrissen.


TuS: Rückkehrer als Hoffnungsträger

aktion-2008_112In Koblenz hat Trainer Uwe Rapolder vor dem Rückrundenstart wieder Alternativen

Mit dem Ende des Verletzungspechs hält bei TuS Koblenz der Optimismus wieder Einzug. Vorbei scheint die Zeit, in der Trainer Uwe Rapolder nahezu Woche für Woche vor allem in der Offensive improvisieren musste und in der mehrfach auf dem Spielberichtsbogen manche Zeile frei blieb. Vor dem Rückrundenauftakt der Zweiten Fußball-Bundesliga bei Rot-Weiß Oberhausen (Fr., 18 Uhr) hat die TuS wieder einen Kader beisammen, der dieser Bezeichnung auch gerecht wird.

Das liegt in erster Linie daran, dass etliche der Langzeitverletzten zwischenzeitlich ihre Rückstände aufgeholt haben. Allen voran Goran Sukalo, der so etwas wie der Kopf der Mannschaft ist. "Ich habe ganz schön Muskelkater", kann der 27-Jährige mittlerweile wieder schmunzeln, nachdem ihm ein Jahr gar nicht zum Lachen zumute war. Eine Oberschenkelverletzung wollte einfach nicht ausheilen, ein Rückschlag folgte dem nächsten. Inzwischen hat der Slowene wieder Vertrauen in seinen Körper, was dem TuS-Spiel sichtbar neue Impulse verleiht. Mit Sukalo kommt mehr Struktur in die Aktionen, nimmt die Ballsicherheit im Mittelfeld zu.


TuS startet mit einem 0:0

aktion-2008_115Koblenzer holen in Oberhausen verdient einen Punkt - Abwehrspieler Branimir Bajic sieht Gelb-Rot

Punkt gewonnen, Branimir Bajic wegen einer Gelb-Roten Karte verloren: Zweitligist TuS Koblenz kann zum Rückrundenstart mit dem 0:0 bei Rot-Weiß Oberhausen leben.

RW Oberhausen - TuS Koblenz 0:0

Zugegeben, es gab schon weitaus bessere Fußballspiele als das 0:0 von Rot-Weiß Oberhausen gegen die TuS Koblenz. Doch was am Ende aus TuS-Sicht zählte, war der gewonnene Zähler auf des Gegners Platz - auf dem die TuS in dieser Spielzeit bekanntlich noch keine größeren Bäume ausgerissen hat. Der Punkt passte, zumal Koblenz die letzten zehn Minuten nach einer Gelb-Roten Karte für Branimir Bajic in Unterzahl absolvieren musste.

Der Start ins neue Fußballjahr war für beide Mannschaften ein recht holpriger. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Niederrhein-Stadion, dem beim Wettbewerb "Trostlose Arenen dieser Republik" ein Spitzenplatz sicher ist, wurde den Zuschauern wenig Erwärmendes geboten.

Die TuS war zweifellos die Mannschaft mit der reiferen Spielanlage. Dies nicht zuletzt dank des Mitwirkens des lange verletzten Goran Sukalo. Der Slowene lenkte das Koblenzer Spiel, sorgte für Stabilität und ein Übergewicht der Gäste im Mittelfeld.


Stieber unterschreibt bis 2011

Am 13.15 Uhr kam die Freigabe vom englischen Verband, die Verpflichtung von Zoltan Stieber ist perfekt: Nachdem Ungar bereits mit der Mannschaft nach Oberhausen gereist war, kam der Linksfuß in den letzten 30 Minuten in Oberhausen sogar zu seinem Zweitligadebüt. Der 20-Jährige, zuletzt bei Aston Villa angestellt, hat bis 2011 unterschrieben. "Er ist ein vielversprechender Mann", sagte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos, der betont, "dass uns der Transfer nicht über Gebühr belastet." Daneben sollen am Wochenende noch Michael Stahl (21) und Renaldo Rama (18) verpflichtet werden, die als Perspektivspieler gelten.


l_st02
Februar 2009

Tausch zwischen Ziehl und Bick geplatzt

Erst überschlugen sich am Wochenende die Ereignisse, am Ende war es dann doch falscher Alarm: Der kurzfristig angedachte Tausch zwischen TuS-Mittelfeldspieler Rüdiger Ziehl und Wehens Patrick Bick ist gestern Abend geplatzt. Beide Spieler waren sich eigentlich mit den Klubs über die Modalitäten einig, ehe die Wiesbadener einen unerwarteten Rückzieher machten. Offizielle Begründung: Eine weitere Verpflichtung neben dem Georgier Levan Tskitishvili würde für unnötige Unruhe im Kader sorgen. "Das ist natürlich ärgerlich", so Ziehl, der bei der TuS nur noch Reservist ist und sich neu orientieren wollte.


TuS: Lomic-Wechsel geplatzt

Kein Blitz-Transfer zu 1860 München - Darko Maletic kommt

Eher unerwartet wurde im Laufe des Tages das Thema Marko Lomic noch akut. Der Serbe stand eigentlich schon im Sommer zum Verkauf, arbeitete sich dann aber zurück in die Mannschaft, ehe er kurz vor der Winterpause in der Partie beim FC St. Pauli die Rote Karte kassierte und derzeit gesperrt ist. Zwischenzeitlich wurden ihm Kontakte zum russischen Erstligisten Saturn Ramenskoje nachgesagt, ein konkretes Angebot gab es aber wohl nicht. Dem Vernehmen nach hatte aber nun Liga-Konkurrent 1860 München die Fühler nach dem Koblenzer Linksverteidiger ausgestreckt, der ungeachtet seiner technischen Möglichkeiten als nicht ganz pflegeleicht gilt. Nach stundenlangen Verhandlungen scheiterte allerdings am späten Abend der kurzfristig angedachte Wechsel. "Wir haben vertraglich nicht zueinander gefunden", so Loos, der stets betont hatte, "dass es wirtschaftlich passen muss". Sprich: Die Koblenzer wollten einen ihrer talentiertesten Akteure nicht zum Nulltarif ziehen lassen.

Während in Sachen Lomic fast bis um Mitternacht die Telefone und Faxe glühten, ging die angedachte Vertragsauflösung mit Matthias Franz bereits am Nachmittag über die Bühne. Es war der Abschluss eines sechsmonatigen Missverständnisses, das in "beiderseitigem Einvernehmen" ein Ende fand. Der 24-Jährige war zum Saisonbeginn vom Hamburger SV II zur TuS gekommen, blieb aber hinter den Erwartungen zurück und wurde obendrein immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Zuletzt stellte sich Franz bei einem zyprischen Erstligisten vor. "Wir wissen aber nicht, wohin er wechselt", so Loos am Abend.

Zu diesem Zeitpunkt arbeitete er auch noch fieberhaft an der Verpflichtung von Darko Maletic, die zwischenzeitlich fraglich gewesen war. Grund: Der Bosnier in Diensten von Partizan Belgrad konnte Trainer Uwe Rapolder zwar überzeugen, zog sich aber einen Zehenbruch zu und musste aussetzen. Der 29-jährige Außenbahnspieler ist nicht zuletzt aufgrund seiner aggressiven Spielweise eine Verstärkung für die Koblenzer, letztlich einigte man sich auf einen Vertrag bis 2011.

Vergleichsweise einfach gestaltete sich die Verpflichtung von Michael Stahl. Der 21-Jährige kommt als Vertragsamateur bis zum 30. Juni und gilt als Perspektivspieler. "Er kommt für ganz kleines Geld", so Loos. Gleiches gilt auch für den 19-jährigen Renaldo Rama. Im Fall des jungen Albaners musste in erster Linie ein vertragstechnisches Gewirr entzerrt werden. Der Angreifer hatte nach seiner Vertragsauflösung bei Olympiakos Piräus anschließend einen Kontrakt in seiner Heimat unterschrieben, was dessen Verpflichtung in Koblenz bis 2010 erheblich verkomplizierte.


TuS verliert im Kellerduell

aktion-2008_118Gute 45 Minuten reichen Koblenz gegen selbstbewusste Frankfurter nicht - Schwache zweite Hälfte

Im Kampf um den Klassenverbleib muss Zweitligist TuS Koblenz einen herben Dämpfer verkraften. Das 1:3 gegen den FSV Frankfurt verschärft die Situation beim Tabellenletzten.

TuS Koblenz - FSV Frankfurt 1:3 (1:2)

Die TuS ließ nun wirklich nichts unversucht, um den ersten, so wichtigen Dreier im neuen Jahr einzufahren. "Born in the USA" dröhnte es vor Spielbeginn aus den Boxen - erstmals auf dem Oberwerth. Der Spring-steen-Hit sollte wohl so etwas wie ein "Yes-we-can"-Gefühl verströmen. Doch die Koblenzer konnten eben nicht. Das 1:3 im Kellerduell mit dem FSV Frankfurt mehrt die Probleme bei der TuS, die Mission Klassenverbleib hat nicht eben an Fahrt gewonnen. Zumal die Elf von Trainer Uwe Rapolder im zweiten Durchgang das Aufbäumen vermissen ließ und einer ansehnlichen ersten Halbzeit ganz schwache zweite 45 Minuten folgen ließ.

"Wir haben uns defensiv zu doof angestellt. In Halbzeit zwei ging gar nichts mehr, erklären kann ich das nicht", gab sich TuS-Torschütze Emmanuel Krontiris nach dem Schlusspfiff ratlos.

 


Mehr Kampfgeist in Koblenz

aktion-2008_123TuS-Trainer Uwe Rapolder setzt vor allem auf die einfachen Dinge

Ein Sieg aus den letzten zwölf Spielen, Tabellenplatz 18 - und obendrein der Genickschlag in Form des 1:3 gegen den FSV Frankfurt: Die Lage und folglich auch die Stimmung bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz war schon mal besser. "Das war ein richtiger Niederschlag", weiß Trainer Uwe Rapolder, der sich mit seinen Schützlingen aber nicht lange an der traurigen Pleite aufhalten darf. "So eine Situation birgt immer auch eine Chance", richtet der Trainer bereits den Blick nach vorn - was bleibt ihm auch anderes übrig?

Und der Spielplan will es, dass den Koblenzern bereits in dieser Woche die Möglichkeit eingeräumt wird, sich zurückzumelden. Weil die Konkurrenten aus Rostock (3:3 in Aachen) und Wehen Wiesbaden (1:2 in Duisburg) nicht dreifach punkten konnten, ist die Konstellation im Tabellenkeller längst nicht aussichtslos für die TuS. Am Freitag geht"s für Rapolder und Co. eben zu den Wehenern, die zwei Zähler vor den Koblenzern rangieren. Ein Sieg in Wiesbaden, und die Blau-Schwarzen sind wieder im Geschäft.


Selbst die TuS-Techniker kämpfen

aktion-2008_131Die Gründe für den Koblenzer Erfolg beim SV Wehen Wiesbaden - Doppeltorschütze Njazi Kuqi: Das kann nur der Anfang sein

Es war ein sogenanntes "Sechs-Punkte-Spiel" für TuS Koblenz. Entsprechend groß ist die Erleichterung nach dem 3:1 beim SV Wehen Wiesbaden. Für Euphorie besteht aber längst kein Grund, die TuS-Kicker wollen nun gegen Fürth den Auswärtssieg abrunden.

Warm eingepackt saß Manuel Hartmann neben seiner Freundin und seinem Vater auf der Tribüne der Brita-Arena und verfolgte von dort aus den ansehnlichen Auftritt seiner Mannschaft. "Nicht mithelfen zu können, ist viel schlimmer als die Kälte", beantwortete der 24-Jährige die Frage, aus welchem Grund er mehr zittern musste. Dabei hätte es für beides Anlass geben können. Denn der frühere Stuttgarter war nicht nur wegen seiner fünften Gelben Karte aus dem Spiel gegen Frankfurt gesperrt. Wegen einer Grippe hätte Hartmann ohnehin in Wiesbaden nicht mitwirken können. "Ich bin krankgeschrieben. Besser jetzt als später. So fehle ich hoffentlich nur dieses eine Spiel."

Auf dem Spielfeld wurde Hartmann auf einer der beiden Sechser-Positionen im taktischen System von Trainer Uwe Rapolder derweil glänzend vertreten. Von Rüdiger Ziehl, der vor zwei Wochen selbst fast zum SV Wehen Wiesbaden zurückgekehrt wäre, von wo er 2004 nach Koblenz gewechselt war. "Ja, es gab eine Idee", sagte der 31-Jährige. "Ich wohne noch in Frankfurt, und wir haben gerade Nachwuchs bekommen", erklärte er kurz, ohne näher auf das angedachte Tauschgeschäft mit Wehens Patrick Bick einzugehen. "Ich wusste, dass irgendwann wieder meine Chance kommen wird. Dass das jetzt in Wehen war, ist umso schöner, dass wir gewonnen haben, umso besser", berichtete Ziehl spürbar gelöst.


Wandel zum Guten bei der TuS

aktion-2008_132Starke Koblenzer fahren beim klasse herausgespielten 3:0 gegen Fürth zweiten Sieg in Serie ein - Die Abstiegsränge verlassen

TuS Koblenz ist wieder da. Beim 3:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth bot die Rapolder-Elf eine beeindruckende Vorstellung und verließ überdies die Abstiegsplätze.

TuS Koblenz - SpVgg Greuther Fürth 3:0 (2:0)

Vor zwei Wochen, nach dem 1:3 gegen FSV Frankfurt, waren die Fans der TuS Koblenz zu Tode betrübt. Gestern, nach dem toll herausgespielten 3:0 über die SpVgg Greuther Fürth, herrschte plötzlich ein ganz anderes Stimmungsbild. Himmelhoch jauchzend und mit "Oh wie ist das schön"- Gesängen feierten die Fans ihre Mannschaft. Nahezu im Zeitraffer hat sich auf dem Oberwerth Fußball-Geschichte zum Guten gewandelt.

Sechs Punkte, 6:1 Tore, die Bilanz der beiden Partien nach dem Frankfurt-Desaster kann sich wahrlich sehen lassen. Schönes Nebenprodukt dieses energischen Zwischenspurts: Die TuS hat im Sauseschritt die Abstiegsplätze verlassen. So soll es jetzt weitergehen und in Augsburg die Erfolgsserie fortgeschrieben werden.

Dass dies ein durchaus realistisches Unterfangen ist, davon ist TuS-Trainer Uwe Rapolder vollauf überzeugt. "Jetzt haben wir hoffentlich die Kurve gekriegt. Wir können endlich in Ruhe arbeiten, die Mannschaft hat sich gefunden", konstatierte der Coach nach der fußballerisch beeindruckenden Vorstellung sichtlich gelöst.

Die Rückkehr von Goran Sukalo, der mit zwei Treffern gegen die Franken zum Mann des Tages avancierte, die stabile Defensive mit den Säulen Matej Mavric und Branimir Bajic, die Rückkehr des geläuterten Marko Lomic und der Gewinn fußballerischer Potenz durch die Neuzugänge Zoltan Stieber und Darko Maletic - all diese Mosaiksteinchen ergeben auf einmal ein harmonisches, weitaus hoffnungsvolleres TuS-Bild. Auch für den Trainer, der allerdings bemüht war, die Geschehnisse zu relativieren: "Nach dem Frankfurt-Spiel haben einige hier schon alles infrage gestellt. Heute aber hat man gesehen, wie wichtig es ist, wenn alle Leistungsträger wieder an Bord sind."


Rapolders Hunger ist noch nicht gestillt

aktion-2008_137TuS Koblenz plant beim FC Augsburg, den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortzusetzen - Gastgeber dienen als Vorbild im Abstiegskampf

Nach zuletzt zwei Siegen reist TuS Koblenz selbstbewusst zum FC Augsburg. Die Rapolder-Elf will die Gunst der Stunde nutzen und die Mini-Serie weiter ausbauen.

Aus Sicht von TuS Koblenz lohnt der Blick auf den FC Augsburg gleich aus zweierlei Gründen. Da ist natürlich zuerst einmal die Tatsache, dass die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder am Sonntag um 14 Uhr in der weitläufigen Schüssel des Rosenau-Stadions antreten muss. Einem Ort, an dem die Koblenzer schon einiges erlebt haben, Demütigungen und Triumphe.


l_st02
März 2009

TuS Koblenz erzwingt das Glück

Zweiter Auswärtssieg für den Zweitligisten beim FC Augsburg - Drei Schlüsselszenen vor der Pause entscheiden das Spiel

Die Koblenzer Trostlosigkeit in den Auswärtsspielen ist endgültig Vergangenheit. Der Sieg beim FC Augsburg war der zweite in Folge auf des Gegners Platz, noch dazu ein hochverdienter. Grundlage dafür ist die stabile Defensive, die auch gestern über 90 Minuten kaum zwingende Chancen zuließ.

FC Augsburg - TuS Koblenz 0:2 (0:2)

Spiele werden oft in wenigen Situationen entschieden. Umso mehr dann, wenn eine Mannschaft so stabil in der Abwehr agiert wie die TuS aus Koblenz in diesen Tagen. So brachten 8:1 Tore aus den jüngsten drei Spielen nicht nur die maximale Punktausbeute ein, sondern schufen bei den TuS-Kickern ein völlig neues Selbstwertgefühl. Das 2:0 beim FC Augsburg lieferte dafür gleich mehrere Belege.

"Wir können gegen jeden Gegner gewinnen. Ich hatte nach der Pause nicht das Gefühl, dass hier noch etwas schiefgehen könnte", sagte Torschütze Fatmir Vata.

Dass man für den Erfolg auch etwas investieren muss, ist für Vata der Schlüssel: "Zoltan Stieber hat beim 1:0 Druck gemacht und Augsburg den Fehler, der zum Eigentor führte. Manchmal muss man das Glück halt erzwingen."


TuS landet vierten Sieg in Serie

Gegen den VfL Osnabrück weiß die Rapolder-Elf erneut mit einer überzeugenden Vorstellung zu gefallen - Wieder trifft Stieber

Die Serie hält, der Erfolg beflügelt. Mit dem 3:0 gegen den VfL Osnabrück gelingt TuS Koblenz der vierte Sieg in Folge. Besser noch: Die TuS gewinnt nicht nur ihre Spiele, sondern immer mehr auch an spielerischer Klasse.

TuS Koblenz - VfL Osnabrück 3:0 (2:0)

Ein Sieg macht im unteren Tabellendrittel der Zweiten Bundesliga, wo es nach wie vor eng zugeht, noch lange keinen Sommer. Nach vier Siegen in Serie ist die Tendenz aber eindeutig und die These nicht mehr allzu kühn: TuS Koblenz marschiert nach dem 3:0 (gegen den VfL Osnabrück unbeirrt Richtung Mittelfeld. Und kommt dem angestrebten Ziel Klassenverbleib damit immer näher.

"Wir haben einfach einen guten Lauf zurzeit. Es war ein verdienter Sieg", meinte TuS-Torsteher David Yeldell, der nur in Halbzeit zwei ab und an gefordert wurde. Dagegen avancierte Zoltan Stieber erneut zum Mann des Tages. Der Ungar steht vielleicht stellvertretend für den energischen Zwischenspurt der Koblenzer, der mit dem Sieg in Wehen seinen Anfang nahm. In jenem Spiel glänzte Stieber mit einem Treffer und einer Torvorlage. Und auch gestern Abend durfte der technisch versierte Linksfuß getrost zu den spielbestimmenden Figuren gezählt werden.

In einer Partie auf schwer bespielbaren Untergrund war den TuS-Akteuren die Leichtigkeit des Seins nach den jüngsten Erfolgen deutlich anzumerken. Druckvoll und mit einer gehörigen Portion Spielfreude ausgestattet, suchten die Koblenzer das nächste Erfolgserlebnis.


Dzakas Siegtor gegen den Ex-Klub

Koblenzer verlieren das Derby gegen einen kämpferisch starken FCK

Die Serie von TuS Koblenz ist gerissen. Nach vier Siegen in Folge gab es gegen einen vor allem kämpferisch starken 1. FC Kaiserslautern eine 1:2-Derbyniederlage.

1. FC Kaiserslautern - TuS Koblenz 2:1 (1:1)

Ausgerechnet Anel Dzaka, werden sich die TuS-Fans gedacht haben. Der Lauterer erzielte im Spiel gegen seinen Ex-Klub den Siegtreffer zum 2:1 und lehrte die Koblenzer nach vier siegreichen Spielen mal wieder, was es heißt, als Verlierer vom Platz zu gehen. In einem Derby auf spielerisch schwachem Niveau behielt der 1. FC Kaiserslautern am Ende die Oberhand, weil die Pfälzer den Sieg vielleicht einen Tick mehr wollten als die vornehmlich auf ihre spielerischen Fähigkeiten bedachten Koblenzer.


Der Weg der TuS bleibt steinig

aktion-2008_151Nach dem 1:1 gegen Hansa Rostock: Die Koblenzer Akteure wissen, dass der Klassenverbleib kein Selbstläufer wird

Drei Punkte waren möglich, am Ende ist es nur einer geworden. Mit dem 1:1 gegen Hansa Rostock hat TuS Koblenz zwar den erhofften Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenverbleib verpasst, hält aber immerhin einen direkten Konkurrenten auf Distanz.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegen dann eben doch immer 90 Minuten, in denen es anders kommt, als man denkt. Ein Sieg gegen Hansa Rostock, das wär"s gewesen, dann hätte TuS Koblenz etwas entspannter in die entscheidenden Wochen der Saison gehen können. So weit die blau-schwarzen Rechenspiele, die aber letztlich für die Katz waren. Die Botschaft nach dem 1:1: Der Abstiegskampf bleibt eine zähe Angelegenheit.

"Wir haben nicht gut gespielt, aber wir hatten genug Chancen, um das Spiel für uns zu entscheiden", brachte Angreifer Ardijan Djokaj die allgemeine Gemütslage auf den Punkt. Der Montenegriner selbst hatte nach der Pause zwei Möglichkeiten, dem 29-Jährigen fehlte aber nach seiner Verletzungspause die Sicherheit im Abschluss. "Es war nicht mein Tag", zeigte sich Djokaj selbstkritisch, versuchte aber, die Dinge positiv zu sehen. "Wenn wir verloren hätten, wäre Rostock auf vier Punkte rangewesen", rechnete der TuS-Angreifer andersherum und kam zu dem Ergebnis, "dass ein Punkt besser ist als keiner."


TuS sendet positive Signale an die DFL

Zweitligist treibt Planungen voran - Stadion bleibt Problem

Während sich die Fußballer von TuS Koblenz auf das wichtige Duell am Freitag gegen Hansa Rostock vorbereiten, hat der Zweitligist abseits des Rasens die Weichen für die nächste Zweitliga-Saison gestellt.

KOBLENZ. Im letzten Jahr war TuS Koblenz nicht sonderlich gut gelitten bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL), vielleicht gibt"s aber dafür anno 2009 ein Fleißkärtchen von den Liga-Bossen in Frankfurt. Bereits drei Tage vor dem Ablauf der Frist hat Wolfgang Loos die Lizenzierungs-Unterlagen bei den Bundesliga-Bossen in Frankfurt abgeliefert. Das Zahlenwerk für die kommende Saison steht, jetzt müssen nur noch die Fußballer von Trainer Uwe Rapolder ihre Hausaufgaben machen und den Klassenverbleib schaffen.

"Wir haben eine Lizenzierung eingereicht, die in allen Punkten schlüssig und nachvollziehbar ist", hält Loos fest und ist davon überzeugt, dass die TuS in diesem Jahr keine unangenehme Überraschung erleben wird. Vor allem deshalb, so Loos weiter, "weil wir ein deutliches Signal gesetzt haben, dass wir die Altlasten aufarbeiten". Mitte April wird die DFL ihre Bescheide an die Klubs verschicken, erforderliche Nachbesserungen müssen bis Anfang Juni erledigt sein. Die wesentlichen Eckpunkte der TuS-Planungen:

Etat: In diesem Jahr liegt das Gesamt-Budget bei etwa elf Millionen Euro, in einem ähnlichen Rahmen dürften sich auch die Zahlen der Saison 2009/2010 bewegen. Loos gibt sich in diesem Punkt eher unverbindlich: "Ich nenne in der Öffentlichkeit nicht gerne Zahlen."

Altlasten: Die TuS hat sich zwischenzeitlich mit Partizan Belgrad geeinigt, die Ablöseforderungen für Marko Lomic und Branimir Bajic sind vom Tisch. Auch die offenen Sozialabgaben aus den Jahren 2003 bis 2006 werden beglichen. "Wir sind ingesamt auf einem guten Weg", sagt Loos, schränkt aber ein: "Wir können auch im nächsten Jahr noch nicht aus dem Vollen schöpfen." Gern hätten die Koblenzer Verantwortlichen auch den "Gläsner-Prozess" schon hinter sich, der Ex-Geschäftsführer hat aber zwischenzeitlich schon den zweiten Befangenheitsantrag gestellt und spielt offenbar auf Zeit - ein Ende des Verfahrens ist noch nicht absehbar.

TV-Gelder: Insgesamt werden in dieser Saison 410 Millionen Euro an die 36 Profi-Klubs ausgeschüttet, in der nächsten Spielzeit gibt es 386 Millionen. "Die Vereine sind angehalten, fünf Prozent weniger anzusetzen", erklärt Loos. Die TuS dürfte in dieser Spielzeit auf etwa vier Millionen Euro an Fernseh-Einnahmen kommen. Dabei wirkt sich der Abzug von drei Punkten negativ aus. Weil die TuS dadurch stets ein bis zwei Plätze schlechter in der Tabelle dasteht, rutscht sie auch im "TV-Ranking" ab.

Personal: Bei neun Akteuren laufen die Verträge aus, erste Gespräche haben dem Vernehmen nach begonnen. Kniffligste Personalie wird sein, Du-Ri Cha zum Bleiben zu bewegen. Die guten Leistungen des Koreaners haben sich auch andernorts herumgesprochen. "Wir geben keine Wasserstandsmeldungen ab", hält sich Loos bedeckt. Bei der Verpflichtung von Neuzugängen sind keine spektakulären Transfers zu erwarten, "wir werden wohl nur ablösefreie Spieler holen", sagt Loos.

Stadion: Das Stadion Oberwerth bleibt für die TuS ein Wettbewerbsnachteil. Der Kasten aus dem Jahr 1936 ist schlicht nicht zweitligatauglich. Ob bei den Arbeitsbedingungen für die Medien, ob bei den fehlenden Sitzschalen auf der Haupttribüne - die Mängelliste ist in vielerlei Hinsicht lang. "Die DFL will von uns ein konkretes Schreiben, wie es in der Stadionfrage weitergeht", sieht Loos in absehbarer Zeit Probleme auf die TuS zukommen.

Dritte Liga: Wie zwölf andere Vereine ist die TuS von der DFL angehalten, auch für die Dritte Liga ihre Unterlagen einzureichen. Ein Abstieg würde in finanzieller Hinsicht dramatische Einschnitte mit sich bringen, wie Wolfgang Loos mit einer einfachen Rechnung erklärt: "Wenn ich an TV-Geldern statt vier Millionen nur 800 000 Euro einplanen kann, ist eigentlich alles gesagt." Ein Sieg am Freitag gegen Hansa Rostock würde diese Rechnung um einiges unwahrscheinlicher werden lassen.

 

 


l_st02
April 2009

TuS ist in Nürnberg vom Pech verfolgt

aktion-2008_159Dezimierte Koblenzer können am Ende nur Schadensbegrenzung betreiben

Die Fahrt zum Auswärtsspiel nach Nürnberg hätte sich TuS Koblenz getrost sparen können. Neben der Niederlage verlor die personell ohnehin geschwächte Mannschaft zwei weitere Spieler wegen Verletzungen.

1. FC Nürnberg - TuS Koblenz 2:0 (1:0)

Nichts war"s mit der Rolle des Spielverderbers. Eigentlich wollte TuS Koblenz dem 1. FC Nürnberg bei dessen Aufholjagd einen empfindlichen Dämpfer versetzen, am Ende mutierten die Schützlinge von Trainer Uwe Rapolder aber lediglich zum Punktelieferanten. Nach dem 0:2 gegen den "Club" bleibt festzuhalten: Um Zähler im Kampf um den Klassenverbleib zu sammeln, war die Partie im ehemaligen Franken-Stadion gänzlich ungeeignet. "So ein Spiel muss man einfach mal akzeptieren", wusste Rapolder, dass dies nicht der Abend war, um Großtaten zu vollbringen.

Der Hauptgrund dafür liegt in einem Dilemma, das man bei der TuS schon überwunden geglaubt hatte: die Verletztenmisere. Nachdem Emmanuel Krontiris und Ardijan Djokaj ohnehin passen mussten, winkte kurzfristig auch Fatmir Vata ab. Die Schmerzen im lädierten Oberschenkel wollten einfach nicht weichen. Ohne seine Premium-Offensivkräfte blieb Rapolder nichts anderes übrig, als einen taktischen Kniff anzuwenden. Neben Manuel Hartmann und Rüdiger Ziehl als "Doppelsechs" agierte auch Goran Sukalo im zentralen Mittelfeld, im defensiv ausgerichteten 4-2-3-1-System wirkte Njazi Kuqi als einzige Spitze. Umgangssprachlich würde man sagen: Der TuS-Trainer ließ auf dem grünen Rasen Beton anrühren.


Kollektive Erleichterung in Koblenz

aktion-2008_163TuS trotzt beim Heimsieg gegen 1860 München allen Widrigkeiten - Taylor trifft doppelt - Trainer Uwe Rapolder ist sich sicher: Wir bleiben in der Liga

Die Improvisation wird bei TuS Koblenz zum Programm: Mit einer einmal mehr aus der Not geborenen Mannschaft verbuchten die Koblenzer gegen 1860 München drei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.

TuS Koblenz - TSV 1860 München 3:2 (2:0)

Es ist wohl inzwischen so eine Art Schicksalsgemeinschaft, die sich da in Koblenz gebildet hat. Immer dann, wenn"s richtig eng wird, zeigt die TuS, was in ihr steckt und werden auch die Zuschauer ihrer Rolle als "zwölfter Mann" gerecht. Am Ostersonntag war so ein Tag, an dem eine Niederlage das Unternehmen Klassenverbleib um ein Vielfaches erschwert hätte. Dieses Schreckensszenario ist um einiges unwahrscheinlicher geworden, weil die Elf von Trainer Uwe Rapolder gegen den TSV 1860 München allen Widrigkeiten getrotzt und einen Sieg eingefahren hat. Einziger Haken aus Sicht der Koblenzer: Auch für das 3:2 gegen 1860 München gibt"s nur drei Punkte.


Göderz genießt den Moment

aktion-2008_166TuS-Nachwuchsmann freut sich über sein Debüt in der Zweitliga-Elf

Als Uwe Rapolder irgendwann am Sonntagmorgen den jungen Johannes Göderz zur Seite nahm und ihn über seine Pläne unterrichtete, dürfte der Puls des Nachwuchsmannes enorm in die Höhe geschnellt sein. "Ich war ja bis jetzt immer froh, wenn ich überhaupt im Kader stand", erinnerte sich Göderz an die letzten Wochen, bei denen er zwar mittendrin im Geschehen rund um die TuS Koblenz war - aber so richtig dabei dann doch nicht, wenn es am Wochenende um Tore und Punkte ging.

In diesem richtungsweisenden Spiel gegen 1860 München sollte sich dies nun erstmals ändern. Göderz, der bis dahin gerade einmal 16 Minuten Zweitliga-Luft geschnuppert hatte, stand plötzlich in der Startelf, wo er in die großen Fußstapfen des verletzten Goran Sukalo zu treten hatte. Der Slowene hatte kurzfristig aufgrund einer Muskelverletzung passen müssen, ebenso spontan hatte sich nun der 20-jährige Mann, der als A-Jugendlicher vom TuS Mayen gekommen war, an den Gedanken des aktiven Mitwirkens zu gewöhnen.


Maletic ergänzt die lange Verletztenliste

aktion-2008_164Weiterhin zahlreiche Ausfälle im Koblenzer Kader - Sukalo ereilt das Aus im Abschlusstraining

TuS Koblenz bleibt vom Verletzungspech verfolgt. Jüngster Zugang auf der üppigen Liste der angeschlagenen Akteure ist Darko Maletic, der in der Partie gegen 1860 München nach einer halben Stunde vom Platz humpelte. Die Diagnose von TuS-Mannschaftsarzt Gerd Blaumeiser: Muskelfaserriss im Oberschenkel, zwei Wochen Pause.

Goran Sukalo, der im Abschlusstraining einen Schmerz im Oberschenkel verspürt hatte und gegen die "Löwen" passen musste, wird vermutlich in dieser Woche wieder ins Training einsteigen und könnte damit in der anstehenden Partie beim MSV Duisburg (Sonntag, 14 Uhr) mitwirken. Gleiches gilt für Emmanuel Krontiris, der nach seiner Wadenverletzung inzwischen aber schon fast seit drei Wochen nicht am Mannschaftstraining teilgenommen hat und sich auf Laufeinheiten beschränken musste.

Lediglich in Zivil erschien auch Rüdiger Ziehl. Den Mittelfeldabräumer plagten nach seinem verletzungsbedingten Aus in Nürnberg immer wieder Kopfschmerzen. Am Mittwoch will der 31-Jährige einen neuen Versuch unternehmen, ins Training einzusteigen.


TuS zwingt in Duisburg das Glück

Koblenzer schaffen mit Auswärtssieg beim MSV Duisburg einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf - Entscheidung durch Cha

TuS Koblenz hat im Abstiegskampf einen Befreiungsschlag gelandet. Durch den verdienten Auswärtssieg beim MSV Duisburg beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz 16 bereits sechs Punkte.

MSV Duisburg - TuS Koblenz 2:3 (1:1)

Die Anzeichen verdichten sich, dass für TuS Koblenz das Thema Abstieg bald keines mehr ist. Sechs Spieltage vor dem Saisonende hat es die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder beim MSV Duisburg geschafft, aus einem zunächst nur gefühlten Sieg unmittelbar vor dem Abpfiff einen realen zu machen. Bis zur Nachspielzeit hatten sich die Koblenzer ein 2:2 redlich verdient, ehe Du-Ri Cha goldrichtig stand und das Leder zum 2:3 über die Linie drückte. Ein Treffer, der für den Verein so etwas wie ein Meilenstein auf dem Weg zum abermaligen Klassenverbleib bedeutet.

"Wir haben natürlich alle strahlende Gesichter", freute sich Rapolder über den starken Auftritt gerade in der zweiten Halbzeit, um dann die Dimension des Dreiers zu verdeutlichen: "Wenn wir es jetzt schaffen, gegen Aachen zu gewinnen, wird der Monat Mai hoffentlich nicht ganz so hektisch wie im Vorjahr."

Dass sich die TuS-Akteure nach den 90 Minuten von den völlig entrückten Fans feiern lassen durften, lag auch ein Stück weit an Rapolders taktischer Marschroute. Der Coach hatte nach den Ausfällen von Kapitän Branimir Bajic und Matthew Taylor einmal mehr aus der Not eine Tugend gemacht und seine Elf mit einem 3-4-3-System ins Rennen geschickt. Eine Variante, die an diesem Nachmittag perfekt passte. Grund: Vor drei Abräumern in der Abwehr, von denen Dominique Ndjeng seine ersten Minuten im TuS-Trikot absolvierte, konnten vor allem Du-Ri Cha und Marko Lomic auf den Außenbahnen immer wieder für Entlastung sorgen, die dann fast zwangsläufig in Toren mündete. Nach schwachem Beginn und etlichen Ballverlusten war spätestens nach einer halben Stunde nur noch schwer zu erkennen, wer die Heimelf ist.

 


DFL bemängelt TuS-Stadion

Koblenzer müssen bei der Lizenzierung noch nachbessern

Die erste Hürde auf dem Weg zur Lizenz für die kommende Saison ist genommen, frei von Sorgen ist Wolfgang Loos aber noch nicht. "Wir haben bis zum 3. Juni noch einiges zu tun", sagt der Geschäftsführer der TuS Koblenz nach dem Bescheid der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Wie zahlreiche andere der 36 Erst- und Zweitligisten muss die TuS noch diverse Auflagen erfüllen. Unter anderem, so Loos, müssen bereits vorgelegte Sponsorenverträge nochmals eingereicht werden, weil zum Teil die Abschlüsse noch nicht unterschrieben sind. Was in Teilen zwar nur eine Formalie ist, für den TuS-Geschäftsführer steht aber auch fest, "dass wir jetzt nochmals im Marketing-Bereich tätig werden müssen".

Problemfall Nummer eins ist und bleibt das Stadion Oberwerth. Die Arena aus dem Jahr 1936 ist trotz einiger kosmetischer Maßnahmen nicht zeitgemäß und erfüllt in etlichen Punkten nicht die Zweitliga-Standards. Nur ein Beispiel sind die Holzbänke auf der Haupttribüne. Bereits seit Jahren drückt die DFL ein Auge zu, drängt den Verein aber nun verstärkt zum Handeln. Sogar die Frage eines Ausweich-Stadions ist zum Thema geworden. "Die DFL will nun von uns einen detaillierten zeitlichen und wirtschaftlichen Plan haben, wie es um einen möglichen Stadion-Bau steht", sagt Loos und fügt an: "Ein unverbindliches Schreiben wird die Herren nicht mehr zufriedenstellen." Das Problem der TuS: Die Standortfrage der geplanten Arena ist noch nicht abschließend geklärt, der Klub fühlt sich von der Stadt hingehalten. "Wir spielen seit Jahren in einem Provisorium", so Loos, "das Oberwerth ist einfach nicht zweitliga-tauglich." Schwacher Trost für den Geschäftsführer: "Das beste am Stadion ist der Rasen."


TuS-Teilerfolg vor Gericht

Im Zivilprozess gegen den ehemaligen Geschäftsführer Hermann Gläsner hat TuS Koblenz vor dem Landgericht einen Teilerfolg erzielt. Der Verein wirft Gläsner vor, eigenmächtig und ohne Wissen des Aufsichtsrats Verträge unterschrieben zu haben. Inzwischen hat dessen Anwältin bereits zwei Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter Ulrich Weiland gestellt, die beide abgelehnt wurden. Nun muss das Oberlandesgericht über diese Anträge entscheiden. Die von der Gläsner-Seite ebenfalls vorgeschlagene Einstellung des Verfahrens kommt für die TuS nicht infrage.


TuS: Mehr Personal

aktion-2008_174Verletzte melden sich im Training zurück

Rechtzeitig vor den entscheidenden Wochen scheint sich die Personallage bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz zu entspannen. Mit zwei Einheiten hat die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder gestern mit der Vorbereitung auf das Heimspiel am Sonntag (14 Uhr, Stadion Oberwerth) gegen Alemannia Aachen begonnen. Nach Gymnastik- und Kraftübungen am Vormittag versammelte der Coach am Nachmittag seinen inzwischen wieder besser bestückten Kader auf dem Südplatz um sich.

Mit im Einsatz waren auch Goran Sukalo, Branimir Bajic, Matthew Taylor oder auch Fatmir Vata, die beim jüngsten 3:2 in Duisburg noch verletzungsbedingt gefehlt hatten. Auch Matej Mavric, der am Sonntag mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vorzeitig aus der Partie genommen werden musste, war mit von der Partie. "Man muss jetzt abwarten, wie die Rückkehrer auf die Belastung reagieren", wagte Rapolder noch keine Prognose, wer gegen die Alemannia einsatzbereit ist.


Eine gute Halbzeit reicht nicht

aktion-2008_179TuS Koblenz gestaltet gegen Alemannia Aachen nur die ersten 45 Minuten offen - Klarer Elfmeter für die Gäste

Ein ansprechender zweiter Durchgang reichte Aachen, um drei Zähler aus Koblenz zu entführen. Die TuS hat es verpasst, sich sehr deutlich von den verschmähten Abstiegsrängen zu distanzieren.

TuS Koblenz - Alemannia Aachen 0:2 (0:0)

Auf die Halbzeitpause hätten sie besser verzichtet - aus Sicht des Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz. Im Anschluss an die Unterbrechung verriet die Leistung der Alemannia aus Aachen, dass sie noch auf den Bundesliga-Aufstieg hofft - sie gewann auf dem Oberwerth verdient mit 2:0.


Stadionneubau jetzt greifbar nah

Investorengruppe informiert Stadtrat - Große Fraktionen äußern sich positiv - Grundsatzentscheidung am 7. Mai erwartet

19 000 Zuschauer soll es fassen - das neue Stadion an der Autobahn 61, das derzeit mit einer (privaten) Investitionssumme von etwa 25 Millionen Euro kalkuliert ist. In den Planungen ist es nicht der erste Standort für die Arena von TuS Koblenz - aber er erweist sich jetzt als der aussichtsreichste.

KOBLENZ. Das neue Stadion westlich der A 61 in Nähe der Anschlussstelle Metternich ist einen großen Schritt weitergekommen: Nach einer Infoveranstaltung, zu der die Investorengruppe eingeladen hatte, haben sich beide großen Fraktionen positiv zu den Planungen geäußert. Am 7. Mai könnte es danach im Stadtrat grundsätzlich grünes Licht für die Pläne geben. Die Vorlage war vom Amt für Wirtschaftsförderung erarbeitet worden.

"Wir können einer solchen Beschlussvorlage zustimmen", kündigt die SPD-Fraktionschefin Marion Lipinski-Naumann im Gespräch mit der RZ an. Für die CDU haben sich die Grundvoraussetzungen mit diesem Standort und dem vorgelegten Konzept klar verbessert. "Wenn nicht jetzt, wann dann?", fragt Fraktionsvize Harry Wiesemüller.

Gutachten präsentiert

Und so sahen das die Fachleute und TuS-Vertreter auch. Die Investorengruppe, vertreten durch Walter Thul, hatte die Ratsmitglieder eingeladen, um sie auf den Stand der Planungen zu bringen und ihnen die Ergebnisse der vorliegenden Gutachten zu präsentieren. Wichtige Punkte waren die Lage, Verkehrsanbindung und Konzeption der Arena, die Auflagen der DFL, mit denen sich die TuS derzeit auseinandersetzen muss, die sportliche Zukunft aus Sicht des Vereins und die wirtschaftliche Planung für Verein und Stadionbetreibergesellschaft.

6100 Autos sollen auf vier Parkplätzen abgestellt werden können, wie Wolfgang Schmidt von Kocks Consult erläuterte. Diese sind um das Stadion herum geplant, so dass dieses von jedem zu Fuß erreicht werden kann.

Der Weg mit dem Auto zum Parkplatz und vom Parkplatz zurück vor und nach den Spielen und Veranstaltungen wird eine Herausforderung, das weiß auch Verkehrsplaner Klaus Kohm von Vertec. Im Mittelpunkt der Entzerrungsmaßnahmen steht ein so genannter Turbokreisel, in den zwei Spuren hinein- und zwei herausführen und der den Verkehr gleich auf die verschiedenen Parkplätze lenkt. Zudem sollen Besucher auf die Ostparkplätze frühzeitig umgeleitet werden - über die K 21. Viele der geplanten Verkehrsänderungen, so Kohm, werden ohnehin, also auch ohne Stadionneubau, notwendig - etwa wegen des Güterverkehrszentrums. Der Durchgangsverkehr, zum Beispiel in Rübenach, werde sich nicht erhöhen, langfristig sogar entschärfen, gibt Kohm auf Nachfrage Entwarnung. Das Verkehrskonzept sollte so bald wie möglich in den Stadtteilen vorgestellt werden, so Lipinski-Naumann.

So bald wie möglich: Das gilt aus Sicht von TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos und Trainer Uwe Rapolder für das ganze Projekt. "Wir brauchen das neue Stadion unbedingt", betonte Rapolder. Die TuS werde sich nur damit in der Bundesliga halten können. Zu schlecht seien die Voraussetzungen auf dem Oberwerth. "Man kann trotzdem arbeiten, auch recht erfolgreich." Aber: In ein bis zwei Jahren werde es richtig bröckeln. Vorher aber gilt es bereits die hohen Hürden der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu überwinden. Mit diesen muss sich TuS-Geschäftsführer Loos derzeit auseinandersetzen.

Und er sieht vor allem ein gravierendes Problem, das ihm so bislang noch nicht untergekommen ist: "Wir müssen bis zum 15. Juni ein bundesligataugliches Ausweichstadion anbieten." Heißt konkret: Eine Unterschrift der Konkurrenten aus Kaiserslautern, Mainz oder Wehen wird benötigt. Für Loos der sprichwörtliche "Gang nach Canossa".

Die DFL macht Druck

Zudem muss bis zum 1. August die Konformitätserklärung, also das Handbuch für das Stadion, vorgelegt werden. Und: Der Stadionneubau soll mit zeitlichem Ablauf, einzelnen Bauphasen und Finanzierung bis zum selben Termin dargestellt werden. Zu lange, so Loos, sei nichts passiert, jetzt drohen Strafen.

Dabei wird die wirtschaftliche Planung für das Projekt von den Wirtschaftsprüfern von Dornbach positiv bewertet. "Die Betriebskosten sind plausibel und nachvollziehbar von der Investorengruppe geplant", betonte Klaus Schmidt. Dasselbe gelte für die Instandhaltungsmaßnahmen. Und: Die Kosten des Stadions seien im Wesentlichen durch zusätzliche Zuschauer- und Werbeeinnahmen gedeckt. Mit Kosten von 1320 Euro pro Sitzplatz bewegt sich die Arena im Übrigen in guter Gesellschaft - in Gladbach waren es 1300, in Aachen 1500 und in Frankfurt 2600 Euro.

Stadionneubau2

 


l_st02
Mai 2009

TuS fehlt in Mainz die Konsequenz

Koblenzer schaffen es am Bruchweg nicht, sich für ein ordentliches Spiel zu belohnen - Rapolder: Eine unnötige Niederlage

Ein ordentlicher Auftritt, aber keine Punkte: So lässt sich der Auftritt von TuS Koblenz beim FSV Mainz 05 zusammenfassen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder ging als Verlierer vom Platz, weil sie die Konsequenz im Abschluss vermissen ließ.

FSV Mainz 05 - TuS Koblenz 2:0 (1:0)

Uwe Rapolder lächelte, als er mit 05-Präsident Harald Strutz und dem Mainzer Trainer Jörn Andersen ein paar nette Worte im Presseraum austauschte. Aber man konnte es deutlich erkennen: Der Trainer von TuS Koblenz hatte gestern nach dem 0:2 seiner Mannschaft am Mainzer Bruchweg einen richtig dicken Hals. Die meisten Niederlagen im Fußball sind bekanntlich vermeidbar - und diese war es allemal. "Das war komplett unnötig. Wir hätten hier nie und nimmer verlieren dürfen", ärgerte sich der Koblenzer Chefcoach, "das Ergebnis spiegelt in keiner Weise den Spielverlauf wider."

Eigentlich konnte der Coach seinem Team noch nicht einmal viel vorwerfen, einen gravierenden und letztlich entscheidenden Mangel gab es dann doch: Die Chancenauswertung war mangelhaft. "Wir haben da einfach nicht entschlossen genug agiert." In erster Linie war damit wohl Keilstürmer Njazi Kuqi gemeint, der einmal mehr ein enormes Pensum abspulte, aber ebenso unterstrich, dass er beileibe kein Torjäger ist. Weil ihm obendrein mehrfach die beherzte Unterstützung aus dem Mittelfeld fehlte, versandeten etliche Angriffe kurz vor dem Strafraum. Immerhin: Zwei zwingende Chancen gab"s dann doch: In der 31. Minute musste sich 05-Torwart Dimo Wache nach einem Kopfball von Zoltan Stieber mächtig strecken, kurz vor der Pause kratzte Chadli Amri einen Kopfball von TuS-Verteidiger Dominique Ndjeng von der Linie.


Gambino abgestraft

Unmissverständliche Worte von Uwe Rapolder

Uwe Rapolder steht im kommenden Jahr das zwanzigjährige Dienstjubiläum als Fußballlehrer ins Haus - man sollte also meinen, dass der Trainer der TuS Koblenz bereits alles erlebt hat, was man an der Seitenlinie eben so erleben kann.

Und doch brachte das Spiel in Mainz auch für Rapolder eine Premiere der unerfreulichen Art mit sich: "Das war das erste Mal in meiner Karriere, normalerweise mache ich solche Aktionen nicht", erläuterte der 50-Jährige die Turbulenzen rund um Salvatore Gambino, der nur zwanzig Minuten nach seiner Einwechslung auf Geheiß des Trainers wieder duschen gehen durfte. In seinem erst zweiten Pflichtspiel für Koblenz war der kleine Italiener "vom schnellen und aggressiven Spiel überrollt" worden, wie Rapolder es umschrieb - tatsächlich hatte Gambino zwischen der 58. und 78. Minute nicht einen Zweikampf gewinnen können. "Ich habe mit ihm mitgefühlt", begründete Rapolder - ausdrücklich ohne Ironie - seine Entscheidung und kündigte unmissverständlich an: "Von weiteren solcher Situationen werde ich Gambino in dieser Saison verschonen."

Bezeichnend: Für den zu Saisonbeginn vom 1. FC Köln gekommenen Flügelspieler wurde Jan Hawel eingewechselt. "Eigentlich hätte ich heute in Pfaffendorf gespielt", sagte der wackere Akteur der zweiten Mannschaft.


TuS Koblenz geht in Klausur

aktion-2008_186Zweitligist absolviert Trainingslager in Bad Bertrich - Torwart Yelldell droht Saison-Aus

Um vor den abschließenden vier Partien in der Zweiten Fußball-Bundesliga noch einmal die Kräfte zu bündeln, zieht sich TuS Koblenz für drei Tage in ein Trainingslager zurück. Dabei wird David Yelldell fehlen, dem Torwart droht nach einer Handgelenksverletzung das vorzeitige Saisonende.

Es ist inzwischen schon fast ein festes Ritual bei TuS Koblenz geworden. Vor englischen Wochen versammelt Uwe Rapolder schon mal gerne seinen Kader mehrere Tage um sich, um die Sinne zu schärfen und optimal auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet zu sein. Wenn heute um 14 Uhr der Fußball-Zweitligist einmal mehr ins Trainingslager nach Bad Bertrich aufbricht, ist die Traditionspflege für den Chefcoach jedoch ziemlich nebensächlich. Vielmehr haben die Ereignisse des Wochenendes den Klub in eine Situation gebracht, in der es geboten ist, sich im Abstiegskampf noch einmal neu zu sammeln.


Yelldell fällt drei Wochen aus

aktion-2008_187Torwart von TuS Koblenz muss nicht nur gegen Freiburg passen

Während der Kader von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz heute noch in Bad Bertrich weilt und im Rahmen des Trainingslagers seine letzte Übungseinheit absolviert, steht im Vorfeld der Partie gegen den SC Freiburg (Sonntag, 14 Uhr) eine wichtige Personalie bereits fest: Wie sich zu Beginn der Woche angedeutet hat, wird Torwart David Yelldell gegen die Breisgauer definitiv nicht zur Verfügung stehen. Nach weiteren Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass der 27-Jährige zwar nicht operiert werden muss, aber rund drei Wochen ausfällt. Somit besteht zumindest eine minimale Chance, dass er zum Saison-Finale in Ingolstadt wieder zwischen den Pfosten stehen könnte. Neben Yelldell wird gegen Freiburg auch Matthew Taylor erneut ausfallen. Der US-Amerikaner laboriert nach wie vor an Problemen am Knie und ist gar nicht erst mit in die Eifel gefahren.


Stadtrat: Klares Ja zum neuen Stadion

Grundsatzentscheidung in der gestrigen Sitzung - Planungen für das Projekt an der A 61 können in Angriff genommen werden

Der Weg für die weiteren Planungen der neuen TuS-Arena ist frei. Der Koblenzer Stadtrat stellte sich gestern mit großer Mehrheit hinter das Projekt, das eine Investorengruppe mit eigenen Mitteln realisieren will.

Der Koblenzer Stadtrat stärkt die Investorengruppe unter Führung des Mittelrhein-Verlags, die nahe der Anschlussstelle Metternich der A 61 für insgesamt 25 Millionen Euro ein neues Stadion errichten will. Lediglich die Freie Bürgergruppe und die Grünen lehnten die gestrige Grundsatzentscheidung ab. Gegenstimmen kamen auch von der SPD.

Das Votum des Rates ist psychologisch und strategisch wichtig: Es ist ein deutliches Signal an die TuS und die Investorengruppe. Letztere ist daran interessiert, eine Fußball-Infrastruktur zu schaffen, die auch Erstligaansprüchen genügen soll. Alle Beteiligten sind sich aber darüber im Klaren, dass noch viel Arbeit geleistet werden muss. OB Dr. Eberhard Schulte-Wissermann sprach von einem "Weg zum Ziel, der steinig ist".


Aufsteiger ist zu stark für die TuS

aktion-2008_191Koblenzer stehen nach Heimpleite gegen den SC Freiburg unter Zugzwang - Rapolder-Elf mit zu vielen Fehler in der Defensive

Triumph für den SC Freiburg, Trauer und Trotz bei TuS Koblenz: Während die Badener auf dem Oberwerth den Bundesliga-Aufstieg feierten, steht die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder in den abschließenden drei Partien unter Zugzwang, um den Klassenverbleib auf direktem Weg zu schaffen.

TuS Koblenz - SC Freiburg 2:5 (2:2)

Die Szenerie mutete fast schon unwirklich an. Fans, die den Rasen stürmen; Fußballer, die außer Rand und Band in den Katakomben mit Sekt und Bier um sich spritzen - all das hat man in den vergangenen Jahren schon mehrfach im Stadion Oberwerth erlebt. Gestern allerdings wurde die altehrwürdige Arena nicht von Spielern und Anhängern der TuS zur Party-Zone umfunktioniert, sondern von den Gästen. Nach dem 2:5 der Koblenzer gegen den SC Freiburg gab"s für die Breisgauer kein Halten mehr, die durch das Remis im Fürther Frankenderby vorzeitig den Bundesliga-Aufstieg unter Dach und Fach gebracht haben.

Die Koblenzer werden sich mächtig strecken müssen, um in spätestens zwei Wochen ebenfalls eine große Sause steigen lassen zu können. Nach den Siegen der Konkurrenz ist die TuS auf den Relegationsplatz 16 abgerutscht. Die Hoffnung, den großen Favoriten ärgern zu können und im Abstiegskampf ein Zeichen zu setzen, ist dahin. "Wir haben noch drei Spiele", rechnet Trainer Uwe Rapolder vor, "und davon müssen wir zwei gewinnen." Überflüssig zu erwähnen, dass er die nächsten beiden Partien in Ahlen und gegen den FC St. Pauli meint, um wie schon in den vergangenen beiden Spielzeiten vor der finalen Begegnung (in Ingolstadt) aller Sorgen ledig zu sein.


TuS zeigt starke Nerven

aktion-2008_196Koblenzer Zweitligist erkämpft spätes Unentschieden bei Rot Weiss Ahlen - Mavric trifft

Aus dem erhofften Auswärtssieg bei RW Ahlen ist nichts geworden, aber Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat nach einem hart erkämpfen Unentschieden seine Position im Abstiegskampf gestärkt.

Rot Weiss Ahlen - TuS Koblenz 1:1 (0:0)

Die TuS hat in dieser Saison wahrlich schon bessere Spiele abgeliefert. Aber das 1:1 desKoblenzer Fußball-Zweitligisten bei Rot Weiss Ahlen bringt vor allem eine Botschaft mit sich: Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder hat gestern Abend unter Beweis gestellt, dass sie sich mit Macht gegen den Abstieg stemmt und die beiden drohenden Relegationsspiele vermeiden will.

Zumindest für fünf Minuten schien dieses Szenario ganz nah. Es war die 80. Minute, als die Gastgeber erst zum zweiten Mal gefährlich vor das Tor von TuS Koblenz kamen. Deniz Naki traf, 1:0 für Ahlen. Mancher der mitgereisten Fans dachte wohl schon über eine mögliche Fahrt zu Drittligist Paderborn oder Unterhaching nach, als Matej Mavric fünf Minuten vor dem Abpfiff den Ausgleich für die Koblenzer regelrecht erzwang. Nach einer Ecke von Marko Lomic wuchtete er den Ball zum 1:1 ins Netz. "Wir haben uns damit für unsere Mühsal belohnt", merkte Rapolder erleichtert an.


Für die TuS zählt nur ein Sieg

Demo_50Koblenzer müssen das letzte Heimspiel der Saison gegen St. Pauli gewinnen, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten

Das letzte Heimspiel der Saison wird für TuS Koblenz das wichtigste: Im Idealfall kann die Mannschaft mit einem Erfolg gegen St. Pauli den Klassenverbleib praktisch unter Dach und Fach bringen. Andernfalls bleibt die Relegation ein Thema.

Der Worte sind genug gewechselt, auch die Trainingsarbeit ist im Prinzip getan. Jetzt gilt"s für die Profis von TuS Koblenz, die Ärmel hochzukrempeln und die Saison zu einem guten Ende zu bringen. Die Konstellation vor der Partie gegen den FC St. Pauli ist denkbar einfach: Gewinnt die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder und verliert zeitgleich der VfL Osnabrück gegen RW Ahlen, wäre der Klassenverbleib aufgrund des um neun Treffer besseren Torverhältnisses praktisch geschafft. Bei allen anderen Ergebnissen kommt es am kommenden Wochenende zu einem Fernduell um den ungeliebten 16. Platz.


Wechsel-Fehler trübt die Freude bei der TuS

aktion-2008_199Koblenzer benötigen nach Heimsieg gegen St. Pauli noch einen Zähler zum Klassenverbleib - Eingewechselter Kuqi nicht auf dem Spielberichtsbogen

Für TuS Koblenz ist der direkte Klassenverbleib greifbar nah. Nach dem Sieg gegen den FC St. Pauli fehlt der Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder im abschließenden Spiel beim FC Ingolstadt noch ein Punkt, um endgültig feiern zu können. Getrübt wurde der Koblenzer Jubel durch einen Wechselfehler, dessen Konsequenzen noch nicht absehbar sind.

TuS Koblenz - FC St. Pauli 2:1 (2:1)

Immer wieder der Blick zur Uhr. Und dann der Blick zum Schiedsrichter. Anspannung pur auf der Koblenzer Ersatzbank. Minuten können im Fußball manchmal zu Ewigkeiten werden. Und selbst der Schlusspfiff brachte noch nicht die erhoffte Erlösung. 2:1 hatte die TuS Koblenz gegen den FC St. Pauli gewonnen und damit ihren Teil dazu beigetragen, wieder einmal den Klassenverbleib zu schaffen. Was folgte, waren bange Blicke auf die Anzeigetafel im Stadion Oberwerth, ehe feststand: Durch das Unentschieden des VfL Osnabrück kann die TuS am letzten Spieltag beim FC Ingolstadt mit einem Remis aus eigener Kraft den Abstieg verhindern.


Schiris retten TuS vor Punktabzug

Warum Zweitligist TuS Koblenz nach einem Wechselfehler gegen den St. Pauli mit einer Geldstrafe davonkommt

aktion-2008_199Glimpfliches Ende eines Wechselfehlers bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz. Weil das Schiedsrichter-Gespann Trainer Uwe Rapolder auf ein Missgeschick im Spielberichtsbogen aufmerksam gemacht hat, kommt der Verein mit einer Geldstrafe statt einem Punktabzug davon.

Am Nachmittag um 17.05 Uhr kam aus Frankfurt die erwartete und für TuS Koblenz dennoch erlösende Nachricht. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) belegt den Fußball-Zweitligisten nach einem Regelverstoß in der Partie gegen den FC St. Pauli (2:1) mit einer Geldstrafe von 3000 Euro. In der 69. Minute war Njazi Kuqi für Fatmir Vata auf den Platz gekommen, der Finne hatte jedoch nicht auf dem Spielberichtsbogen gestanden. Die Aberkennung der drei Punkte, die kurzzeitig im Raum gestanden hatte, war für den DFB kein Thema, nicht zuletzt, weil die Partie nach dem Patzer nicht fortgesetzt worden war. In dem Urteil der DFB-Richter wurde den Koblenzern "nur eine leichte Fahrlässigkeit" nachgewiesen. "Ich bin froh, dass dieses Thema vom Tisch ist", sagte ein erleichterter TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos.


Dienstreise wird kein Betriebsausflug

aktion-2008_203Zweitligist TuS Koblenz will sich vor der abschließenden Partie in Ingolstadt nicht mit Rechenspielen beschäftigen

Ein Punkt muss her, egal wie: Dies ist die Ausgangslage für TuS Koblenz vor dem abschließenden Zweitliga-Spieltag beim FC Ingolstadt. Andernfalls benötigt die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder Schützenhilfe, um die Relegation zu vermeiden.

Die Konkurrenten haben den Koblenzern sozusagen einen Steilpass maßgerecht serviert, jetzt müssen die TuS-Fußballer den Ball nur noch über die Linie drücken. Nach dem 2:1 gegen den FC St. Pauli wäre in der allgemeinen Diskussion um die missglückte Einwechslung von Njazi Kuqi fast untergegangen, dass die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder zum großen Gewinner des 33. Spieltags geworden ist. Der Dreier wurde dadurch veredelt, dass sowohl Osnabrück, als auch Frankfurt und Rostock nicht mehr als einen Punkt einfahren konnten. Das heißt: Ein Unentschieden beim FC Ingolstadt würde reichen, um am Sonntag definitiv die Korken knallen zu lassen. Es gibt auch diverse Konstellationen, nach denen eine Niederlage reicht, um gesichert zu sein.


Desolat zum Klassenverbleib

TuS Koblenz ist nach dem peinlichen Auftritt beim FC Ingolstadt nicht zum Feiern zumute

TuS Koblenz hat zum Abschluss der Saison einen schlimmen Eindruck hinterlassen. Die Mannschaft von Uwe Rapolder lieferte beim FC Ingolstadt einen blutleeren Auftritt ab und muss nur deshalb nicht in die Relegation, weil die Konkurrenz ebenfalls verlor.

FC Ingolstadt - TuS Koblenz 4:0 (2:0)

Spöttisch könnte man sagen, dass Wolfgang Loos gestern mehr Meter zurückgelegt hat als das Koblenzer Personal auf dem Rasen. Während die Kicker einen Schreckens-Auftritt zeigten, fungierte der TuS-Geschäftsführer in Ingolstadt als Ergebnis-Informant und pendelte ständig zwischen Fernsehschirm und Ersatzbank.

Was Loos an Zwischenständen von den anderen Plätzen übermittelte, machte schnell klar: Die TuS wird am Ende einer turbulenten Saison mit einem blauen Auge davonkommen - trotz eines 0:4 bei den bereits abgestiegenen Bayern. Kaum zu glauben, aber wahr. Höchste Zeit, dass diese Spielzeit nun endlich vorbei ist.

Kurioserweise war nach den 90 Minuten nur den Fans der bereits als Absteiger feststehenden Bayern nach Feiern zumute, die sich auf die vom Verein ausgelobten 1100 Liter Freibier stürzten. Die rund 500 mitgereisten Koblenzer waren indes restlos bedient. Nach dem Abpfiff gab"s Schmährufe für die Profis, die sich der Kurve näherten, vereinzelt flogen sogar Bierbecher.

Pfeifkonzert nach der Rettung

Akteure von TuS Koblenz enttäuschen zum Saison-Abschluss auf der ganzen Linie - Keine Freude über Klassenverbleib

Rund 500 Fans waren TuS Koblenz hoffnungsfroh nach Ingolstadt gefolgt, aber am Ende blieb bei Anhängern und Akteuren trotz des Klassenverbleibs nur Frust.

Es war ein charmantes Spiel mit der Ironie, als die Anhänger des FC Ingolstadt eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie gegen TuS Koblenz ein Lied über den Stand der Dinge anstimmten. "Wir steigen ab, und ihr bleibt drin", höhnte es den rund 500 mitgereisten Koblenzer Fans entgegen, die neben einer indiskutablen Leistung ihrer Mannschaft auch noch den Spott des Gegners hinnehmen mussten.


Viele offene Fragen bei der TuS

Nach dem Klassenverbleib beginnt beim Koblenzer Zweitligisten die schwierige Planung für die neue Saison

TuS Koblenz hat dem Punktabzug und den Personalnöten getrotzt und auch das dritte Jahr in der Zweiten Liga erfolgreich beendet. So weit die guten Nachrichten, die allerdings von dem peinlichen 0:4 in Ingolstadt überschattet werden. Eine Pleite, die sich vermutlich auf die anstehenden Planungen auswirkt.

Am Tag danach haben die ersten Aufräumarbeiten begonnen. Einige Spieler von TuS Koblenz holten ihre persönlichen Sachen aus den Spinden, die Betreuer machten im Kabinentrakt des Stadions Oberwerth klar Schiff, ehe es in die Sommerpause geht. Tagesgeschäft sozusagen, beim Fußball-Zweitligisten wickelt man die Saison 2008/2009 ab. Am Ende des Ganzen steht Tabellenplatz 14, rein sportlich wären die Koblenzer mit 41 Punkten Zehnter geworden. Eine solide Bilanz, zumal schon zu Beginn der Saison klar war, dass es angesichts des Abzugs von drei Punkten einzig um den Klassenverbleib gehen würde.

Offizielle Verlautbarungen über Personalien gibt es indes noch nicht, zumal die Gespräche mit den Profis noch ausstehen. Gleichwohl deutet einiges darauf hin, dass die TuS-Elf in der kommenden Saison ein anderes Gesicht erhalten wird. Offen scheint zum Beispiel, ob die auslaufenden Verträge mit den Akteuren aus der zweiten Reihe verlängert werden. Zum Beispiel Andreas Richter, Martin Forkel oder auch Frank Wiblishauser, die in der Rückrunde die meisten Partien von der Bank aus verfolgen mussten. Offen ist auch, ob Angreifer Fatmir Vata ("Ich würde gerne bleiben") noch ein Jahr dranhängen darf, auch die Zukunft von Du-Ri Cha ist ungeklärt. Die TuS würde den Koreaner gerne halten, dessen Ja-Wort steht aber aus.

Und dann ist da auch noch die Frage, ob möglicherweise der eine oder andere Leistungsträger für gutes Geld der TuS den Rücken kehrt. Liga-Konkurrent TSV 1860 München denkt offenbar über eine Verpflichtung von Mittelfeldmann Goran Sukalo nach, auch Marko Lomic gilt dort als Kandidat. Fraglich allerdings, ob die klammen "Löwen" eine Ablöse am Rande der Millionen-Grenze stemmen könnten.

Bis zum Trainingsauftakt am 25. Juni bleiben dann erst einmal die Bälle im Schrank, werden die Rasenflächen geschont. Dass die Zeit bis dahin ereignisarm wird, ist jedoch nicht zu erwarten.


TuS: Loos spekuliert nicht über Rapolder

 aktion-2008_182Koblenzer Geschäftsführer hat keine Anfragen für den Trainer - Taylor zum FSV Frankfurt

Drei Tage nach dem Ende der Saison ist bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz eine erste Personalentscheidung gefallen. Unmittelbar vor dem Abflug in seine Heimat Kalifornien hat der US-Amerikaner Matthew Taylor den Verein gewechselt und beim Liga-Konkurrenten FSV Frankfurt einen Zweijahres-Vertrag bis 2011 unterschrieben.

Eine Entscheidung, die TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos nicht überrascht, der aber irritiert darüber ist, dass der 27-Jährige den Verein nicht über seinen Schritt informiert hat. "Er war vertragsfrei, insofern haben wir das zu akzeptieren", so Loos. Hintergrund: Taylor, der vor der Saison vom Amateur-Klub Hollywood United nach Koblenz gewechselt war und in 22 Partien sieben Treffer erzielt hat, hatte in seinem Vertrag eine Klausel, wonach sich das Engagement in Koblenz bei einer gewissen Zahl von Einsätzen automatisch um ein Jahr verlängert hätte. Dazu kam es nicht, Taylor stürmt künftig am Bornheimer Hang in Frankfurt.


l_st02
Juni 2009

Bei der TuS herrscht nicht nur im Angriff Handlungsbedarf

aktion-2008_210Koblenzer Zweitligist wird auch in der kommenden Saison sparsam haushalten müssen - Trainer Uwe Rapolder auf Spielersuche in Tschechien

Während die Spieler von TuS Koblenz über den halben Erdball verstreut sind und ihren Urlaub genießen, müssen sich die Verantwortlichen des Zweitligisten auch in der fußballlosen Zeit nicht über mangelnde Arbeit beklagen.

Geschäftsführer Wolfgang Loos ist in diesen Tagen dabei, letzte Nachbesserungen in Sachen Lizenzierung auf den Weg zu bringen, am Mittwoch um 15.30 Uhr müssen die letzten Unterlagen bei der DFL in Frankfurt auf dem Tisch liegen. Zu den Details wollte sich Loos nicht äußern, seine Anmerkung, "dass wir uns in der kommenden Saison nach der Decke strecken müssen", lässt indes die Vermutung zu, dass die Bundesliga-Bosse letzte Klarheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der kommenden Saison haben wollen.


Neues Stadion für TuS Koblenz: Bagger rollen 2010

Auch in Koblenz rückt der Stadionneubau näher. Nach einer Grundsatzentscheidung des Stadtrats ist der Weg frei für eine Investorengruppe unter Führung des Mittelrhein-Verlags, die die Arena für insgesamt 25 Millionen Euro an der A 61 nahe der Anschlussstelle Metternich bauen will. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2010 geplant, die Fertigstellung im August 2011. Das Stadion soll 19 000 Zuschauer fassen, darunter 10 000 Sitzplätze und 880 sogenannte Business-Seats. Neben den Spielen der TuS Koblenz sind dort auch Kulturveranstaltungen in der Sommerpause vorgesehen, in den Innenbereichen können zudem Tagungen ausgerichtet werden. Ein Neubau ist erforderlich, weil das Stadion Oberwerth nicht den Richtlinien der Deutschen Fußball Liga entspricht.


Koblenz bald mit K&K-Sturm?

Planungen der TuS nehmen Formen an - Shefki Kuqi ein Thema

Die Unterschriften möglicher Neuzugänge stehen noch aus, aber die Personalplanungen haben bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz deutlich an Fahrt gewonnen. "Ich bin mit etlichen Akteuren, die zu uns kommen würden, weitgehend einig", sagt Trainer Uwe Rapolder, der derzeit nahezu pausenlos telefoniert. Mit Namen möglicher Neuzugänge ist der Coach noch sehr zurückhaltend, zu zwei Akteuren gibt es indes eine heiße Spur.

Einer davon dürfte Shefki Kuqi sein, älterer Bruder von TuS-Angreifer Njazi Kuqi. Der Finne mit Wurzeln im Kosovo hat eine durchaus beachtliche sportliche Vita vorzuweisen, neben rund 100 Zweitliga-Partien in England hat der nunmehr 32-Jährige auch 44 Mal in der Premier League gespielt. Zudem ist Kuqi aktueller finnischer Nationalspieler. Sein bestes Jahr hatte er 2004, als er bei Ipswich Town in 42 Spielen 20 Treffer markierte. Zuletzt war er bei Zweitligist Crystal Palace aktiv, wo sein Vertrag ausläuft. In englischen Medien hat er bereits mehrfach durchblicken lassen, dass er noch einmal gemeinsam mit seinem Bruder auf Torejagd gehen würde - in Koblenz gäbe es jetzt die Gelegenheit dazu. "Er ist ein Kandidat für uns", räumt Rapolder ein.

Fakt ist: In nahezu allen Mannschaftsteilen ist bei der TuS eine Blutauffrischung geplant, Rapolder spricht von einem "kleinen Umbruch", den er einleiten will. Dazu gehört auch, verstärkt deutsche Akteure in den Kader einzubauen. Johannes Rahn würde nahezu perfekt in dieses Raster passen. Das 23-jährige Koblenzer Eigengewächs war vor zwei Jahren zum VfB Stuttgart II gewechselt, wo er sich zu einer der tragenden Säulen in der Drittliga-Elf entwickelt hat. Eine Rückholaktion des aus dem Westerwald stammenden Rahn nimmt derzeit offenbar Formen an. "Wir haben uns lange unterhalten, es kann für die TuS nur von Vorteil sein, wenn junge Leute aus der Region integriert sind", hofft Rapolder auf ein Ja-Wort des groß gewachsenen Angreifers, der auch auf der Außenbahn eingesetzt werden kann.


TuS-Profis in neuem Gewand

Koblenzer Zweitligist wechselt den Ausrüster - Vertragsangebote für Richter, Forkel und Wiblishauser

In Sachen Personal gibt's bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz noch diverse offene Fragen, die Ausrüstung für die nächsten Jahre ist indes gesichert. Der gesamte Verein wird fortan von der Firma Saller ausgestattet.

Es ist gleichermaßen traditionell wie modern, und wer genau hinschaut, entdeckt einen besonderen Clou in Form von zwei Toren. Die Rede ist vom Trikot, in dem TuS Koblenz in der kommenden Saison auflaufen wird. Natürlich ist das Ganze in blau-schwarz gehalten, natürlich bestimmen wie seit jeher die Längsstreifen die Optik. Als Ergänzung zu den vergangenen Jahren gibt's nun auch noch Gelb-Anteile, um die Vereinsfarben des Klubs komplett zur Geltung bringen zu können. Gestern wurde das Leibchen vorgestellt, zu kaufen sein wird es erstmals am 6. Juli im Rahmen des TuS-Testspiels gegen den 1. FC Köln. Zuvor ist es bereits auf den Dauerkarten zu sehen.

Ebenfalls noch nicht bekannt ist, welche Spieler künftig in die schicke Arbeitskleidung schlüpfen werden. Bevor Trainer Uwe Rapolder am Sonntag in seinen Kuba-Urlaub aufbricht, stehen noch etliche Gespräche an - im TuS-Kader ist derzeit vieles im Fluss. Inzwischen scheint klar, dass es für Angreifer Ardijan Djokaj kein neues Vertragsangebot geben wird, während den altgedienten Haudegen Andreas Richter, Martin Forkel und Frank Wiblishauser eine weitere Zusammenarbeit für ein Jahr vorgeschlagen wurde. "Es sind charakterstarke Typen, die man in einer Mannschaft braucht", sagt Rapolder.

Wobei Richter das Angebot der TuS nicht eben als einen Vertrauensbeweis ansieht. "Mit meinen 31 Jahren würde ich mir schon eine längere Laufzeit wünschen", hält sich die Begeisterung beim Innenverteidiger in Grenzen, "auch finanziell bin ich nicht ganz zufrieden." Ob sich sein Engagement nach vier Jahren in Koblenz dem Ende entgegenneigt, ist noch nicht abschließend entschieden.


Du-Ri Cha verlässt TuS Koblenz in Richtung Freiburg

aktion-2008_211TuS Koblenz muss künftig auf einen der Leistungsträger verzichten: Du-Ri Cha, dessen Vertrag beim Fußball-Zweitligisten ausläuft, hat sich gegen die Offerte der TuS entschieden und wechselt ablösefrei zum Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg. "Ich denke, wir hatten ihm ein gutes Angebot unterbreitet", sagte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos, "wir müssen aber akzeptieren, dass er sich anders orientiert." Cha zählte zuletzt zu den konstantesten Koblenzer Akteuren, in 33 Partien brachte er es auf sechs Vorlagen und zwei Tore. In mehreren Gesprächen hatte ihm Trainer Uwe Rapolder einen Verbleib schmackhaft gemacht, zwischenzeitlich war die Vertragsverlängerung bei der TuS fast schon fix. Letztlich lockt den Koreaner aber wohl die Perspektive, sich noch einmal eine Etage höher beweisen zu können. Beim SC Freiburg ist er allerdings zunächst nicht als erste Wahl auf der rechten Seite vorgesehen, sondern soll den zu Hansa Rostock abwandernden Kevin Schlitte ersetzen. Neben Cha wollen die Badener noch einen weiteren Rechtsverteidiger verpflichten.


TuS kommt allen Forderungen nach

Gute Nachricht der DFL für Koblenzer Zweitligisten - Loos: "Alle Spiele werden im Stadion Oberwerth stattfinden"

Fußball-Zweitligist TuS Koblenz kann aufatmen: Die Deutsche Fußball-Liga hat dem Verein die Lizenz für die kommende Saison erteilt.

Um 13.42 Uhr am gestrigen Nachmittag durfte Wolfgang Loos die gleichermaßen ersehnte wie beruhigende Nachricht der Deutschen Fußball-Liga (DFL) aus seinem Faxgerät ziehen.

Der Inhalt des Schreibens bestätigte dem Geschäftsführer der TuS Koblenz, dass seinem Verein die Lizenz für die kommende Saison erteilt wurde - "alle von der DFL aufgelegten Bedingungen wurden erfüllt", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Koblenzer. Damit hat die TuS nach dem sportlichen Klassenverbleib, der am letzten Spieltag der vergangenen Saison erreicht wurde, nun auch die wirtschaftliche Qualifikation für das nunmehr vierte Spieljahr in der Zweiten Fußball-Bundesliga vollzogen.


Viele Fragezeichen bei der TuS

Bislang steht nur Verpflichtung von Rahn fest - Gerüchte um Lense, Geißler und Musculus - Skela umworben

Bis auf die Verpflichtung von Johannes Rahn gibt es beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz noch keine neuen Fakten zu vermelden. Allerdings sind einige Namen bei der TuS im Gespräch.

Neben den beiden bekannten Personalien sind offenbar auch zwei weitere Spieler in die Verlosung geraten, denen die Prädikate deutsch und bissig zugeschrieben werden können. So kursieren im Umfeld des Vereins Gerüchte über ein Interesse der Koblenzer an den Spielern Benjamin Lense (Hansa Rostock) und Tom Geißler (VfL Osnabrück). Lense war noch in der Vorrunde der vergangenen Saison als Rechts- oder Innenverteidiger Stammkraft beim Bundesliga-Absteiger und steuerte unter anderem einen Treffer zum geschichtsträchtigen 9:0-Sieg über die TuS bei. In der Rückrunde wurde er vom neuen Hansa-Trainer Andreas Zachhuber aus dem Kader suspendiert und befindet sich nun auf Vereinssuche. Bei früheren Stationen in Bochum, Nürnberg und Bielefeld brachte er es insgesamt auf 64 Bundesliga-Einsätze (1 Tor).

Geißlers eigentlich bis 2010 datierter Vertrag wurde mit dem Abstieg des VfL Osnabrück unwirksam. Der offensive Mittelfeldspieler hat zwar ein unbefriedigendes Spieljahr mit nur acht Einsätzen hinter sich, gilt aber als brauchbarer Vorlagengeber. In 92 Zweitliga-Einsätzen erzielte Geißler neun Tore.

Ein noch größeres Fragezeichen steht hinter der Verpflichtung von Erwin Skela: Beim albanischen Routinier, der gerade mit Energie Cottbus abgestiegen ist und nicht allzu billig sein dürfte, haben dem Vernehmen nach neben der TuS noch weitere Vereine ihre Hüte in den Ring geworfen.
 


Andreas Richter verlässt die TuS

Aktuell-2009_03Verteidiger wechselt von Koblenz nach Chemnitz - Kommt der brasilianische Spielmacher Melinho?

Andreas Richter kehrt dem Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz den Rücken. Der 31 Jahre alte Verteidiger hat einen Vertrag beim Regionalligisten Chemnitzer FC unterschrieben.

So hat Verteidiger Andreas Richter nach vier Jahren und 95 Pflichtspielen, in denen er das TuS-Trikot trug, ein neuerliches Vertragsangebot ausgeschlagen und wird zur kommenden Saison zum Nord-Regionalligisten Chemnitzer FC wechseln. Damit kehrt der in Cottbus geborene Verteidiger aus dem rheinischen Exil zurück in heimische Gefilde - die Entscheidung Richters ist vor allem eine perspektivische mit Blick auf das nicht mehr allzu ferne Karriereende des 31-Jährigen. "Ich habe mir meinen Entschluss wirklich nicht leicht gemacht, weil wir uns in Koblenz sehr wohlgefühlt haben", sagt Richter, "aber natürlich fange ich langsam an, mir Gedanken darüber zu machen, was nach dem Fußball ist." In diesem Zusammenhang hat Richter aus Chemnitz ein "richtig schmackhaftes" Angebot erhalten, dem der stets bodenständige Spielertyp nicht widerstehen mochte: Richter unterschreibt beim letztjährigen Regionalliga-Siebten für zwei Jahre, wobei eine Option auf ein weiteres Jahr als Spieler sowie ein Anschlussvertrag für eine Funktion im Vereinsmanagement bestehen. "Natürlich - wer will schon von der zweiten in die vierte Liga absteigen?" sagt Richter, schildert aber, dass der frühere Zweitligist und DDR-Meister von 1967 ein Konzept für einen sportlichen Neuaufbau erarbeitet hat, in dem er selbst eine tragende Rolle spielen soll. Die Stadt Koblenz und ihren führenden Fußballverein verlässt er in der Gewissheit, "dass es vier erfolgreiche Jahre waren - wir sind aufgestiegen und haben dreimal trotz erheblicher Probleme den Klassenerhalt geschafft". Schließlich fügt er mit einem Schmunzeln hinzu: "Mehr Auf und Ab als in den letzten Jahren in Koblenz geht ja gar nicht."

Anders als bei Andreas Richter deutet bei Martin Forkel alles auf eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr hin, die in einem abschließenden Gespräch noch besiegelt werden muss. Wahrscheinlich ist dabei, dass der kleine Rechtsverteidiger in der kommenden Saison auf neue Kollegen treffen wird, die ihre Sporen zuletzt in der ersten tschechischen Liga verdient haben. Dabei handelt es sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge um den brasilianischen Spielmacher Melinho (29) sowie um Verteidiger Martin Hudec (25), beide zuletzt beim Meisterschaftsvierten und Europa-League-Teilnehmer Sigma Olmütz tätig.


Werner Hecker ist neuer Präsident von TuS Koblenz

Die Führungsspitze von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ist nach sechsmonatiger Vakanz wieder komplett. Auf der Mitgliederversammlung wurde Werner Hecker ohne Gegenstimme zum Präsidenten gewählt, neuer Vize-Präsident ist Gerd Kohns (59). Als Vorstand Sport wurde Hans Dill für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Hecker, 58-jähriger Professor an der Fachhochschule Koblenz, tritt ein schwieriges Amt an: Die TuS Koblenz e.V. kämpft laut Finanzvorstand Rolf Schmitz nach wie vor gegen eine "prekäre Liquiditätslage" an. Hecker freut sich allerdings auf die Herausforderung. "Ich habe die Vision, dass wir 2011 wirtschaftlich gesundet sind und in einem neuen Stadion spielen können", sagte Hecker, der seit seiner Kindheit TuS-Mitglied ist. Weiterhin will sich der neue Präsident dafür einsetzen, "dass sich der Verein mit den Fans als wirkliche Einheit versteht". Anders als in den Vorjahren verlief die Versammlung der 339 anwesenden Mitglieder harmonisch.

Werner Hecker    Gerd Kohns


Kein Platz mehr für Fußball-Touristen

TuS-Chef Walterpeter Twer setzt auf Profis mit Herz - Lense verpflichtet, Langen soll kommen

Passend dazu nimmt die geplante Ausleihe von Philipp Langen konkrete Formen an, das Koblenzer Eigengewächs soll für ein Jahr von Greuther Fürth losgeeist werden. Während hier noch letzte Verhandlungen anstehen, wurde gestern die Verpflichtung von Benjamin Lense unter Dach und Fach gebracht. Der Ex-Rostocker erhält einen Vertrag bis 2011.


Langen freut sich auf den Neustart

Aktuell-2009_04TuS Koblenz leiht Eigengewächs von Greuther Fürth aus - Käufer für Lomic gesucht - Sukalo in Kontakt mit Cottbus?

Drei Tage vor dem Trainingsauftakt nimmt der Kader von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz erste Konturen an. Nach den Verpflichtungen von Benjamin Lense und Philipp Langen ist zumindest die Defensiv-Abteilung bereits ordentlich besetzt.

Die Vorfreude ist Philipp Langen anzuhören. Die Freude darauf, endlich wieder Fußballspielen zu können. Und weil es in einer vertrauten Umgebung zumeist leichter fällt, seine Fähigkeiten zu demonstrieren, soll die Rückkehr zu TuS Koblenz für den 22-Jährigen ein Schritt nach vorn in seiner schon nicht mehr ganz jungen Profi-Karriere werden. Langen, der aus St. Sebastian stammt, war vor der Saison zu Greuther Fürth gewechselt, wo er aus verschiedenen Gründen aber bislang nicht den Durchbruch geschafft hat. Der Linksfuß steht dort noch bis 2011 unter Vertrag, die Franken haben nun der schon länger im Raum stehenden Ausleihe nach Koblenz zugestimmt.

"Für mich ist es jetzt einfach wichtig, wieder spielen zu können", so Langen, der es in der abgelaufenen Saison gerade mal auf drei Einsätze gebracht hatte. "Ich hatte anfangs immer wieder mit den Nachwirkungen meines Kreuzbandrisses zu kämpfen", so Langen. Als dann in der Winterpause Ex-Nationalspieler Christian Rahn für seine Position nachverpflichtet wurde, war klar, dass der Weg zurück ins Team schwer werden würde. Zumal die Fürther lange Zeit ein ernsthafter Aufstiegs-Kandidat waren und deshalb auf bewährte Kräfte setzten. "Der Schritt nach Fürth war dennoch richtig", sagt Langen.

 


Das Knie von Nessos spielt nicht mit

Aktuell-2009_05Verletzung zwingt den Profi von TuS Koblenz zum Karriereende - Grieche will dem Verein erhalten bleiben

Über zwei Jahre hat Evangelos Nessos gekämpft, aber der Körper spielt einfach nicht mehr mit. Nach einer Knieverletzung muss der einstige Publikumsliebling und Leistungsträger bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz seine Profi-Karriere beenden.

Wenn Trainer Uwe Rapolder am Donnerstag um 14 Uhr den Kader von Zweitligist TuS Koblenz zum Aufgalopp für die anstehende Saison bittet, wird es wieder einer jener Momente sein, die Evangelos Nessos mächtig aufs Gemüt schlagen. Den Duft des frisch gemähten Rasens zu spüren, dem Ball hinterherzujagen und womöglich sogar ein Tor zu schießen, diese für einen Vollblut-Fußballer durch nahezu nichts zu ersetzenden Gefühle sind für den fast 31-Jährigen inzwischen nicht mehr als eine Erinnerung.

Und Nessos ist Vollblut-Fußballer, sonst hätte er den Kampf gegen seinen Körper wohl schon viel früher aufgegeben. Über zwei Jahre hat sich der Mann mit der Trikot-Nummer 26 dagegen gewehrt, nun ist in ihm die Erkenntnis gereift, dass es keinen Sinn mehr macht. Den Fußballprofi Evangelos Nessos wird es nicht mehr geben.

"Den Alltag kann ich ganz gut bewältigen, aber größere Belastungen verträgt das Knie einfach nicht mehr", erzählt Nessos. Seine Patellasehne ist zur Achillesferse geworden. Es ist der (zu) teure Preis für seinen Einsatzwillen und den Ehrgeiz, der Mannschaft helfen zu wollen. "Heute weiß ich, dass ich zu lange mit Schmerzen gespielt habe", blickt der Grieche zurück. Im Frühjahr 2007 hatte er im tobenden Abstiegskampf mit der TuS die Signale beiseite geschoben oder mit Schmerzmitteln betäubt. Ehe das Knie vollends streikte. Nach 91 Spielen für die TuS, in denen Nessos dank seiner mitreißenden Spielweise auf der Außenbahn Kult-Status bei den Fans erlangt hatte. Zusammen mit Brenny Evers bildete er ein Duo, das maßgeblichen Anteil am Zweitliga-Aufstieg hatte.


TuS baut ihren Kader kräftig um

Aktuell-2009_06Zweitligist Koblenz trennt sich von 18 Spielern - Kommt Kuqi?

Wer kennt sie nicht, "Die drei ???", die Kultnummer unter den Detektivserien des Jugendstils. Mysteriöse Fälle, von drei Nachwuchsschnüfflern im Handumdrehen gelöst. Doch was sind drei Fragezeichen gegen all die offenen Fragen, all die Mysterien, die beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz zum Saisonauftakt noch einer Antwort und einer Lösung harren.

Nur eines steht fest: Was als kleiner Umbruch zur Spielzeit 2009/2010 geplant war, entpuppte sich gestern beim offiziellen TuS-Saisonauftakt als veritables Stühlerücken. 18 Spieler hat die TuS aussortiert - und noch längst nicht jeder der frei gewordenen Stühle ist wieder besetzt. Die Fragezeichen sind gegenüber den Gewissheiten noch deutlich in der Überzahl. Vier neue Akteure indes konnte Trainer Uwe Rapolder schon einmal präsentieren. Benjamin Lense (von Hansa Rostock), Tom Geißler (VfL Osnabrück) und die Heimkehrer Philipp Langen (Fürth) und Johannes Rahn (Stuttgart) tummelten sich mit einer Reihe von Testspielern, möglichen und wahrscheinlichen Neuzugängen auf dem Rasen.

Während dort 23 Feldspieler ihrer Arbeit nachgingen, drehte die vom Coach aussortierte "Jugo-Fraktion" (Branimir Bajic, Marko Lomic, Goran Sukalo, Darko Maletic, dazu der nicht mehr gelittene Rüdiger Ziehl) ihre Laufrunden ums Wasserwerk. So bald wie möglich sollen für dieses Quintett möglichst potente Abnehmer gefunden werden. Erst dann kann der endgültige Kader festgezurrt werden. Nur so viel: In den nächsten Tagen soll der Vertrag mit Shefki Kuqi, torgefährlicher Bruder von TuS-Stürmer Njazi, fix gemacht werden. Der Rest sind Fragezeichen.


Viele neue Gesichter zum Aufgalopp

Aktuell-2009_07TuS Koblenz startet mit runderneuertem Kader in die Saisonvorbereitung - Keine Verträge für Vata und Pektürk

Aufgalopp bei TuS Koblenz: Mit einem runderneuerten Kader hat der Fußball-Zweitligist die Saison-Vorbereitung begonnen, die Fans werden sich an diverse neue Gesichter gewöhnen müssen.

13.58 Uhr, Stadion Oberwerth. Es ist nicht nur das Ende des Urlaubs für die Spieler von TuS Koblenz und der Auftakt in die Saison-Vorbereitung. Mit dem ersten Training vor der Spielzeit 2009/2010 wurde gestern auch offenkundig, was sich in den letzten Wochen abgezeichnet hatte: Beim Fußball-Zweitligisten wird in diesem Sommer ein kräftiger Umbruch vollzogen. Nicht nur die schmucken Leibchen sind neu, auch der Inhalt. Und so fiel es dann beim Elf gegen Elf auf dem Rasen gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. 23 Feldspieler und zwei Torleute haben ihren Dienst angetreten, wobei im TuS-Kader noch zahlreiche Personalien offen sind.

Fest steht inzwischen, dass der auslaufende Vertrag von Fatmir Vata nicht verlängert wird. Der Angreifer hatte gehofft, noch ein Jährchen bei der TuS dranzuhängen, fand aber bei den Koblenzer Verantwortlichen kein Gehör. Ebenso wird allem Anschein nach Tayfun Pektürk den Verein verlassen. Der 21-Jährige war in der vergangenen Saison immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen worden und hatte demnach wenig Argumente für eine Vertragsverlängerung. Nachdem das Arbeitsverhältnis mit Salvatore Gambino vorzeitig aufgelöst wurde, sind bislang 13 Abgänge zu verzeichnen.

Geht es nach Trainer Rapolder, sollen noch fünf Akteure hinzukommen. Goran Sukalo, Branimir Bajic, Marko Lomic, Darko Maletic und auch Rüdiger Ziehl spielen in den sportlichen Planungen keine Rolle mehr. Über die Gründe schwieg sich der Coach gestern aus, das Verhältnis zu diesen Spielern gilt aber als zerrüttet. Das Quintett trainierte gar nicht erst mit dem Rest der Mannschaft, sondern wurde zum Laufen rund ums Stadion abkommandiert. Ein Szenario, das sich in den kommenden Tagen wiederholen dürfte, nicht zuletzt um den Druck auf Sukalo und Co. zu erhöhen, sich nach einem neuen Arbeitgeber umzusehen.

Entsprechend viele neue Gesichter galt es im Trainingsspiel zu identifizieren. Was bei Johannes Rahn und Philipp langen noch am einfachsten war. Während die beiden Rückkehrer in Koblenz einen neuen Anlauf starten, um ihre Profi-Karriere voranzutreiben, darf sich Benjamin Lense berechtigte Hoffnungen machen, als etablierter Akteur von Beginn an zum Stammpersonal zu zählen. "Es darf nicht unser Anspruch sein, nur gegen den Abstieg zu spielen", sagt der 30-Jährige, den Uwe Rapolder noch bestens aus der gemeinsamen Zeit bei Arminia Bielefeld kennt. Neben Tom Geißler als weiterem festen Neuzugang mischten auch der Brasilianer Melinho und Martin Houdec mit. Das Duo von Sigma Olmütz soll kommen, im Fall von Melinho ist dem Vernehmen nach eine Ausleihe mit Kaufoption geplant, um die im Raum stehende Ablöse von 400 000 Euro zu umgehen. Mittelfeldmann Melinho jedenfalls deutete mit einem feinen Tor schon mal seine Qualität an.

Ebenfalls zur Probe kickte Außenspieler Christian Müller mit, der bei Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus zuletzt überwiegend in der Regionalliga-Elf aktiv war. Ob der 24-Jährige kommt, ist ebenso offen wie eine Verpflichtung von Aljmir Murati, der im internen Duell an der Seite von Shefki Kuqi stürmte. Der Schweizer mit Wurzeln im Kosovo fiel zunächst nur durch seine gelben Schuhe auf, hat aber eine ordentliche Vita vorzuweisen. Der 23-Jährige verdiente zuletzt sein Geld beim Schweizer Zweitligisten La Chaux-de-Fonds, wo ihm in 24 Spielen acht Tore gelangen.

Zudem hat die TuS offenbar einen Perspektivspieler an der Angel. Angreifer Lucas Musculus von den A-Junioren des 1. FC Köln will bei der TuS den Sprung in den Profi-Fußball schaffen, in den nächsten Tagen sollen Fakten geschaffen werden. Von den 250 Kiebitzen gab"s nach der 75-minütigen Einheit jedenfalls schon mal aufmunternden Applaus für alle Akteure - auch wenn es noch eine Zeit dauern wird, ehe die Fans alle Gesichter der "neuen TuS" kennen.


Pokal-Los führt TuS nach Hamburg

Koblenzer bekommen es in der ersten Runde mit Oberligist Concordia zu tun - Everson soll zum Kader stoßen

Mit diesem Los kann TuS Koblenz durchaus leben: Der Fußball-Zweitligist muss in der ersten Runde des DFB-Pokals zum Oberligisten SC Concordia Hamburg reisen.

Renate Lingor hat es gut gemeint mit der TuS: Die ehemalige Fußball-Nationalspielerin, die jetzt als Botschafterin für die Frauen-WM 2011 in Deutschland aktiv ist, bescherte dem Koblenzer Zweitligisten bei der Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal den SC Concordia Hamburg - ein Kontrahent, gegen den ein Weiterkommen praktisch Pflicht ist.

Aber: Nachdem sich die TuS vor Jahresfrist beim Bremer Vorort-Klub FC Oberneuland bis auf die Knochen blamiert hat, hob TuS-Trainer Uwe Rapolder gleich warnend den Finger: "Es gibt für uns keinen Grund, die Hamburger zu unterschätzen. Es ist aber eine Aufgabe, die wir lösen müssen." Eine Forderung, die nicht zuletzt aus finanzieller Sicht vonnöten ist. Wie im Vorjahr bekommt jeder der 64 Teilnehmer 97 942 Euro an Fernsehgeld, in der zweiten Runde wären es schon 227 133.


Lense hat ehrgeizige Ziele in Koblenz

Aktuell-2009_09TuS-Neuzugang bringt reichlich Erfahrung mit - 30-Jähriger spielte schon in Bielefeld unter Trainer Uwe Rapolder

Er soll eine der Stützen bei TuS Koblenz werden: Neuzugang Benjamin Lense darf sich beim Fußball-Zweitligisten berechtigte Hoffnungen auf einen Stammplatz machen.

Noch gibt's diverse Vakanzen bei der TuS. Während zum Beispiel der Angriff noch ziemlich überschaubar besetzt ist, kann der Fußball-Zweitligist zumindest auf einer Position guten Gewissens in die Saison gehen: Auf der rechten Abwehrseite stehen auch nach dem Weggang von Du-Ri Cha zwei routinierte Kräfte zur Verfügung: Martin Forkel, der seinen Vertrag verlängert hat, gilt als verlässlicher Arbeiter in der Defensive. Dazu gesellt sich mit Benjamin Lense ein Kandidat, den Trainer Uwe Rapolder aus seiner Zeit bei Arminia Bielefeld bestens kennt.


l_st02
Juli 2009

TuS steckt in einer verzwickten Situation

Mannschaftsfoto_2009-10_03Koblenzer Zweitligist muss zweimal zum Mannschaftsfoto antreten - Igor Lazic und Thomas Klimmeck komplettieren das Trainerteam

Neue Saison, neues Foto: 23 Feldspieler und drei Torleute haben sich im Trikot von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ablichten lassen. Ob alle auch in der anstehenden Saison zum Kader zählen werden, ist allerdings noch nicht klar.

Beinahe wäre auch noch der zweite Termin ins Wasser gefallen. Kaum waren die letzten Bilder geschossen, öffnete der Himmel über Bad Ems wieder seine Pforten. Wolkenbruch, wie schon am Tag zuvor. Improvisation war angesagt beim Shooting des Mannschaftsfotos von TuS Koblenz - das ist beim Fußball-Zweitligisten aber praktisch Alltag.

Und so passte es fast schon ins Bild, dass von den 26 auf dem Foto postierten Kickern bislang nur 18 mit einem Vertrag ausgestattet sind. In der strahlenden Menge fehlte Emmanuel Krontiris, der in der Nacht Vater geworden war und deshalb seiner Frau zur Seite stand. Nachwuchs-Angreifer Renaldo Rama war nach einer Knöchel-OP ebenso nicht vor Ort wie die fünf von Uwe Rapolder aussortierten Akteure.

"Es gibt einen einstimmigen Beschluss im Verein, dass wir uns von den Spielern trennen wollen", begründet der Trainer seinen Verzicht auf die Dienste von Goran Sukalo, Marko Lomic, Branimir Bajic, Darko Maletic und Rüdiger Ziehl vor allem mit wirtschaftlichen Aspekten - offenbar hat ihm aber auch die Einstellung der Verbannten am Ende der abgelaufenen Saison nicht gefallen. "Wir müssen unseren Personal-Etat von 7,5 auf 6,5 Millionen Euro herunterfahren", ergänzt der Coach, "wir sind deshalb zum Handeln gezwungen."

Immerhin: Drei Personalien sind schon mal aus der Welt. Zum einen wurde der Vertrag mit Nachwuchsstürmer Lucas Musculus fixiert. Der 18-Jährige kommt von der U19 des 1. FC Köln und hat in Koblenz einen Vertrag bis 2012 unterschrieben. Zudem hat sich auch im Betreuerstab etwas getan. Für Colin Bell, der sich künftig verstärkt der U23 widmen wird, übernimmt Igor Lazic neben Uwe Koschinat den Posten als Co-Trainer. Der 42-jährige Lazic kennt Rapolder aus Bielefelder Zeiten und soll ihm nun bei der TuS zur Seite stehen. Als Konditionstrainer komplettiert Thomas Klimmeck das Team rund um die Profis.


TuS freut sich mit neuem Partner

Bit_01Bitburger Brauerei steigt für sechs Jahre beim Koblenzer Zweitligisten ein - Suche nach Trikot-Sponsor geht weiter

TuS Koblenz hat einen neuen Groß-Sponsor für sich gewonnen. Die Bitburger Brauerei steigt in den kommenden sechs Jahren als sogenannter Premium-Partner bei dem Fußball-Zweitligisten ein.

Am Ende durfte ein "kühles Blondes" natürlich nicht fehlen, um die künftige Zusammenarbeit noch einmal symbolisch zu dokumentieren. Und TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos schmeckte das Bier nicht nur aufgrund der Hitze besonders gut. Der Koblenzer Zweitligist hat mit der Bitburger Brauerei einen renommierten Partner für sich gewinnen können, zumal die Zusammenarbeit langfristig fixiert ist: Der Konzern aus der Eifel wird in den kommenden sechs Jahren als Sponsor die TuS unterstützen.

Es gehört wohl auch zu den Gepflogenheiten bei derlei Anlässen, dass man nur ungern über Geld spricht. "Wir haben vereinbart, dass wir uns zu den Modalitäten nicht äußern", sagte Bitburger Vertriebsdirektor Heinrich Wurster im Rahmen der Präsentation auf der Festung Ehrenbreitstein. Folglich kann über die Höhe der Zuwendungen nur spekuliert werden. Branchenüblich dürfte es sich vermutlich um eine jährliche Summe im unteren sechsstelligen Bereich handeln.

 


TuS: Kuqi trifft auch ohne Vertrag

Aktuell-2009_10Designierter Koblenzer Neuzugang erzielt das erste Tor der Vorbereitung - Solider Auftritt gegen Polizei-Nationalmannschaft

Ein Neuzugang sowie ein Fast-Neuzugang erzielten die Treffer beim ersten Auftritt der TuS Koblenz in der neuen Saison. Heute steht für den Zweitligisten um 19 Uhr vor vollem Haus die Partie gegen den 1. FC Köln auf dem Programm.

TuS Koblenz - Polizei-Nationalelf 2:0 (1:0)

In der 35. Minute dieses Testspiels bekam der Finne Shefki Kuqi erstmals eine Ahnung davon, was den Unterschied zwischen internationaler Härte und den Gepflogenheiten im deutschen Fußballwesen ausmacht. Der Angreifer mit der bulligen Statur hat seine letzten Berufsjahre in England verbracht, wo Fußball bekanntlich als eine in erster Linie körperbetonte Sportart verstanden wird - und wollte nun, in seiner ersten Partie im Trikot der TuS Koblenz, eine Flanke von Johannes Rahn mit dem Kopf erreichen. Mit allem, was er hatte - aber keineswegs unfair -, warf sich Kuqi in Ball und Gegenspieler und drückte das Leder eindrucksvoll in den Tor-Winkel. Was folgte, war ein Pfiff des Unparteiischen, der ein Stürmerfoul anzeigte - und ein Gesichtsausdruck Kuqis, der nicht anders ausgesehen hätte, wäre er gerade Michael Jackson begegnet.

Neun Minuten später kam der 32-Jährige dann doch noch zum Torerfolg, den er sich redlich erarbeitet hatte. Nach schönem Pass in die Tiefe und einem Querpass von Lense erzielte Kuqi das erste Tor der TuS Koblenz (44.) in der Saison 2009/10. Ansonsten dürfte es an diesem Nachmittag nicht nur für den möglichen Neuzugang vom englischen Zweitligisten Crystal Palace Anlass gegeben haben, sich umzustellen - auch die 1953 Zuschauer, die ins Polcher Maifeldstadion gelockt worden waren, mussten sich angesichts der Flut neuer Gesichter im TuS-Trikot mit einigen Veränderungen anvertrauen. Von den 22 eingesetzten Spielern gehörte sage und schreibe die Hälfte im letzten Jahr noch nicht zum Koblenzer Kader. Daneben wurden auf der Bank der angeschlagene Neuzugang Philipp Langen sowie Testspieler Christian Müller von Energie Cottbus geschont.

Ehe zur Pause fast komplett durchgetauscht wurde, präsentierte Trainer Uwe Rapolder vor allem in der ersten Halbzeit eine TuS-Elf mit völlig neuem Gesicht. Neben den feststehenden Neuzugängen Benjamin Lense und Johannes Rahn, die auf der rechten Seite schon ordentlich zusammenspielten und im Verbund einige Angriffe einleiteten, versuchte sich der aus Osnabrück gekommene Tom Geißler als Kreativkraft hinter den Spitzen. Dahinter agierte im zentralen Mittelfeld der Brasilianer Everson.

Außerdem boten die Koblenzer die Testspieler Martin Houdec, Melinho, Aljmir Murati sowie eben Kuqi auf. Bemerkenswert: Alle Akteure liefen bereits mit zugewiesener Rückennummer sowie Namensschriftzug in den neuen TuS-Trikots auf. Allerdings "müssen wir noch sehen, ob es zu Verträgen kommt", wie Trainer Uwe Rapolder erklärte - "Namen auf Trikots kann man ja noch schnell ändern."

 


Everson bis 2011 bei der TuSAktuell-2009_11

Bei TuS Koblenz ist die Verpflichtung von Neuzugang Nummer sechs perfekt. Am Samstag unterschrieb der Brasilianer Everson einen Zweijahres-Vertrag bis 2011. Der 33-Jährige kommt ablösefrei vom tunesischen Klub Etoile de Sousse und ist für einen Platz im zentralen Mittelfeld vorgesehen. Everson hat in seiner Profi-Karriere bereits etliche Stationen hinter sich. Unter anderem war er bereits für Benfica Lissabon aktiv, in Deutschland schnürte er für Eintracht Braunschweig, den VfL Osnabrück und Arminia Bielefeld die Schuhe.
 


TuS fährt die ersten Sympathiepunkte ein

Aktuell-2009_13Koblenzer überzeugen auf ausverkauftem Oberwerth gegen Köln

Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat den ersten Härtetest der Vorbereitung erfolgreich bestanden. Und wie: Die Elf von Trainer Uwe Rapolder gewann im ausverkauften Stadion Oberwerth (!) gegen den 1. FC Köln.

TuS Koblenz - 1. FC Köln 3:1 (2:0)

Noch hat die TuS nichts gewonnen, aber die ersten Sympathie-Punkte kann der Fußball-Zweitligist schon einmal verbuchen. Eigentlich stand die Partie gegen den 1. FC Köln ganz im Zeichen von Lukas Podolski, aber stattdessen sorgten die Koblenzer für die große Show: Vor 15 000 Zuschauern im Stadion Oberwerth gab"s ein verdientes 3:1 gegen die Domstädter.

Während das Ergebnis der Mannschaft in den nächsten, nicht weniger mühsamen Tagen als Motivationsschub dient, lieferte die Partie vor allem erste Hinweise darauf, wie die TuS in der anstehenden Saison aufgestellt sein dürfte. Im Angriff führt nicht zuletzt mangels Masse kein Weg am Brüderpaar Kuqi vorbei, wobei der designierte Neuzugang Shefki einmal mehr unter Beweis stellte, dass er im Strafraum keine Kompromisse macht. In der 18. Minute holte der 32-Jährige zunächst den Elfmeter heraus, den Matej Mavric zum 1:0 verwandelte, dann sorgte er nach Flanke von Lars Bender für das 2:0 (38.). Damit nicht genug: In der 66. Minute markierte er auch noch das 3:0. Nach Pass des eingewechselten Lucas Musculus zog er aus 18 Metern beherzt ab - der bullige Finne weiß, wo das Tor steht.


Aktuell-2009_14Blumen für Evangelos Nessos

Blumen für den Koblenzer Publikumsliebling: Vor der Partie des Testspiels gegen den 1. FC Köln wurde Evangelos Nessos von der TuS verabschiedet, nachdem er seine Karriere wegen einer Knieverletzung beenden musste. Der 30-Jährige hatte im April 2007 sein letztes Spiel für die TuS absolviert. "Ich hoffe, dass ich dem Verein in irgendeiner Form erhalten bleiben kann", so der Grieche, der von den Fans gefeiert wurde.
 

 


Müller und Morack schließen zwei Lücken bei der TuS

Morack Koblenzer Defensive ist nahezu komplett - Shefki Kuqi versichert: Ich bleibe - 2:2 im Test bei Wormatia WormsChristian_Mueller_01

Die Verträge mit den Neuzugängen sechs und sieben sind unter Dach und Fach, die restlichen sollen alsbald folgen. Mit den Verpflichtungen von Christian Müller und Rico Morack ist Fußball-Zweitligist TuS Koblenz sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der rechten Offensivseite komplett. Beide Akteure kommen ablösefrei und erhalten einen Zweijahresvertrag. Müller (25) stammt von Hertha BSC, wo er bereits 21 Bundesligaspiele bestritt, ehe er in der Vorsaison bei Energie Cottbus ins zweite Glied rutschte und sich mit Einsätzen in der Regionalliga-Elf begnügen musste. Auf der rechten Außenbahn der TuS rangelt er nun mit Johannes Rahn und Lars Bender um einen Platz in der Startelf.

Morack gilt als Alternative in der Innenverteidigung. "Er passt bei uns sehr gut ins Gefüge", sagt TuS-Trainer Uwe Rapolder über den 21-Jährigen, der ebenfalls aus Berlin stammt und dort in der Regionalliga-Elf von Hertha BSC II zu den Stammkräften zählte. In Koblenz wird er sich zunächst hinter Dominique Ndjeng, Matej Mavric und Martin Hudec anstellen müssen, wobei die Ausleihe des Tschechen von Sigma Olmütz nur noch als Formsache gilt. Ähnlich verhalten sich offenbar die Dinge bei Mittelfeldmann Melinho - und auch die bislang fehlende Unterschrift von Torjäger Shefki Kuqi beunruhigt die TuS-Verantwortlichen (noch) nicht. "Ich habe dem Trainer mein Wort gegeben, dass ich hierbleibe", so der kantige Finne.

Am Abend musste sich die Mannschaft in ihrem dritten Testspiel mit einem 2:2 bei Wormatia Worms begnügen. Shefki Kuqi (26.) und Hudec (45.) erzielten die Treffer zur 2:1-Halbzeitführung, ehe der Regionalligist in der 59. Minute ausglich. Trainer Rapolder gab nach der Pause etlichen Akteuren aus der zweiten Reihe die Chance, Spielpraxis zu sammeln.


Rapolder bekommt sein Wunsch-Trio

Aktuell-2009_19TuS Koblenz holt Kuqi, Hudec und Melinho - Bajic in die Türkei

Bei TuS Koblenz sind vier wesentliche Personalien vom Tisch: Während Shefki Kuqi, Martin Hudec und Melinho wie erwartet ihre Verträge unterschrieben haben, verlässt Branimir Bajic den Fußball-Zweitligisten in Richtung Türkei.

Die Nachricht kommt nicht wirklich überraschend, sorgt im Lager von TuS Koblenz aber dennoch für Erleichterung. Nach einer rund zweiwöchigen Hängepartie kann Trainer Uwe Rapolder definitiv mit Shefki Kuqi, Martin Hudec und Melinho planen - seine Wunschspieler gehören nun auch offiziell zum Kader. Inzwischen sind die abschließenden Formalitäten geregelt worden, die Verträge sind unterschrieben.

"Eigentlich waren wir schon länger einig, ehe dann doch noch ein kleineres Problem aufgetreten ist", sagt TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos über den Abschluss mit Kuqi, der einen Zweijahres-Vertrag bis 2011 unterschrieben hat. Bei den "kleineren Problem" dürfte es wohl ums liebe Geld gegangen sein, was aber nun aus der Welt ist. Nach einem abschließenden Gespräch von Rapolder mit Kuqi wurden dann Fakten geschaffen.

Der "fliegende Finne", wie Kuqi auf der britischen Insel aufgrund seines besonderen Torjubels genannt wird, gilt als Eckpfeiler im Angriff und soll für die nötigen Tore zum Klassenverbleib sorgen. Ähnlich verantwortungsvolle Aufgaben fallen Hudec und Melinho zu, was beide bereits im Test gegen den 1. FC Köln angedeutet haben. Hudec gilt neben Matej Mavric als erste Wahl in der Innenverteidigung, der Brasilianer Melinho hat sich gleich zum Dreh- und Angelpunkt im zentralen Mittelfeld entwickelt. Das Duo wird zunächst für ein Jahr von Sigma Olmütz ausgeliehen, zudem hat sich die TuS eine Kaufoption gesichert. Über die Höhe einer möglichen Ausleih-Gebühr wollte sich Loos nicht äußern - die Vereine haben Stillschweigen vereinbart.

Parallel dazu hat die TuS für den ersten der fünf ausgemusterten Profis einen Abnehmer gefunden. Ex-Kapitän Branimir Bajic heuert beim türkischen Erstligisten Denizlispor an. Ein Klub im Südosten des Landes, der in der Vorsaison mit knapper Not dem Abstieg entronnen ist.


Hohes Pensum hinterlässt bei der TuS Spuren

Aktuell-2009_20Shefki Kuqi erzielt auch beim 1:1 des Koblenzer Zweitligisten im müden Vorbereitungsspiel gegen den Wuppertaler SV in Bad Ems einen Treffer

Die TuS Koblenz bleibt in der Testphase weiter ungeschlagen. Gegen den Wuppertaler SV gab"s am Samstag in Bad Ems ein 1:1-Unentschieden. Der Kräfteverschleiß infolge des strammen Vorbereitungsprogramms machte sich aber bemerkbar.

TuS Koblenz - Wuppertaler SV 1:1 (1:0)

Spiele im Zwei- bis Drei-Tages-Rhythmus hinterlassen einfach ihre Spuren an der körperlichen Frische. Das mussten auch die Koblenzer Fans unter den rund 1000 Zuschauern im Stadion Silberau in Bad Ems am Samstagnachmittag einsehen, die in der Partie gegen den Drittligisten Wuppertaler SV den dritten Sieg im vierten Test erwarteten. Am Ende stand"s nach 90 Minuten 1:1. "Vier Partien innerhalb einer Woche gehen natürlich an die Substanz. Die Spieler sind richtig müde. Das konnte man heute auf dem Platz deutlich sehen", sagte Trainer Uwe Rapolder. Die Addition aus erschöpften Koblenzern und engagiert aufspielenden Wuppertalern ergab ein Spiel, in dem sich die Blau-Schwarzen nicht über das Resultat beschweren durften. Rapolder bot durch die Grippekrankheiten von Manuel Hartmann, Matej Mavric und Benjamin Lense sowie Oberschenkel- bzw. Hüftprobleme von Tom Geißler und Johannes Rahn stattdessen Lucas Musculus und Philipp Langen von Beginn auf.

 


Sukalo zu Augsburg

aktion-2008_15Die TuS und der Slowene lösen ihren Vertrag

Letztlich hat Goran Sukalo das Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorgezogen: Der slowenische Nationalspieler hat gestern seinen ursprünglich bis 2011 datierten Vertrag mit der TuS Koblenz im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst und wechselt mit sofortiger Wirkung zum Ligakonkurrenten FC Augsburg. Sukalo erhält dort einen Zweijahresvertrag und reist bereits am kommenden Wochenende mit seinen neuen Mitspielern ins Trainingslager nach Österreich. "Ich habe mich superwohl in Koblenz gefühlt und wäre gerne langfristig geblieben", sagt Sukalo, der für die TuS in 67 Zweitligaspielen 14 Tore erzielte. Der zusammen mit vier weiteren Spielern ausgemusterte Mittelfeldakteur erkannte nach eigenen Angaben "Anfang der Woche, dass es keinen Sinn mehr in Koblenz macht". Den Wechsel nach Augsburg begründet Sukalo mit den "großen Plänen und Ambitionen des Vereins - ich will hier nun mein Ziel erreichen, in der ersten Liga zu spielen." Durch die Vertragsauflösung lassen die Koblenzer Sukalo ablösefrei ziehen, sparen allerdings die nicht unerheblichen Gehaltskosten. TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos führt entsprechend "wirtschaftliche Gründe" an - die zum jetzigen Zeitpunkt auch weitere Verpflichtungen unmöglich machen. Vielmehr seien nun die von Vereinsseite geplanten Abgänge von Lomic, Maletic und Ziehl "die Grundvoraussetzung für unser Überleben", so Loos.
 


TuS-Zugang Christian Müller zieht mit links eiskalt ab

Zweitligist aus Koblenz setzt sich beim SV Wehen Wiesbaden knapp durch - Erstes Testspiel ohne Kuqi-Tor

SV Wehen Wiesbaden - TuS Koblenz 0:1 (0:1)

Fußball-Zweitligist TuS Koblenz bleibt in der Saisonvorbereitung weiter erfolgreich: Gestern Abend gewann die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 (1:0). Den Treffer für die Koblenzer erzielte Christian Müller in der 36. Minute - nach einem Missverständnis in der Wehener Abwehr schoss Müller mit links eiskalt ins SV-Tor. Die erste Chance des Spiels hatten allerdings die Gastgeber, denen in der siebten Minute ein Abseitstor gelang. Danach war von Wehen nichts mehr zu sehen, dafür umso mehr von der TuS: Nach schöner Vorbereitung von Tom Geißler und Manuel Hartmann scheiterte Shefki Kuqi am Wehener Torwart (9.); es war übrigens das erste Testspiel ohne ein Tor von Shefki Kuqi. Der Koblenzer Neuzugang befand sich jedoch im Auslassen von Chancen in guter Gesellschaft: Melinho köpfte knapp übers Tor (16.), Geißler schoss daneben (31.), und Benjamin Lense köpfte nach einer Melinho-Ecke genau in die Arme des Torhüters (41.). In der zweiten Hälfte verhinderte Test-Torhüter Dieter Paucken mit einer Glanzparade gegen Jovan Damjanovic den Wehener Ausgleich (63.), der fast noch in der 90. Minute gefallen wäre, aber Steffen Bohl brachte den Ball nicht im Kasten unter.


TuS Koblenz besiegt Kubas Nationalelf

1857 Zuschauer in Kruft sehen den Erfolg des Zweitligisten

Die TuS Koblenz bleibt auch nach dem sechsten Spiel der Saisonvorbereitung ungeschlagen. Beim Erfolg über die kubanische Nationalelf zeigte der Fußball-Zweitligist gestern Abend vor 1857 Zuschauern im Krufter Vulkanstadion eine solide Leistung.

TuS Koblenz - Kuba 1:0 (1:0)

Am Ende des Tages durfte man bei der TuS Koblenz auf den gelungenen Abschluss eines gelungenen Trainingslagers zurückblicken. Nach anderthalb Wochen Schwerstarbeit in Bad Bertrich demonstrierte die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder gestern Abend beim 1:0 (1:0)-Sieg über die Nationalmannschaft Kubas, dass das Defensivverhalten sowie die Abstimmung im Zusammenspiel schon ganz ordentlich funktionieren. Wenngleich die zuletzt intensiven Einheiten sichtlich an den Koblenzer Kickern gezehrt haben, war der Zweitligist vor 1857 Zuschauern im Krufter Vulkanstadion gegen den auf gutem Regionalliga-Niveau agierenden Kontrahenten aus der Karibik zu jeder Zeit feldüberlegen. "Die Ballzirkulation war gut, man hat gesehen, dass es an der Frische fehlt", sagte der insgesamt zufriedene Rapolder nach einer relativ chancenarmen Partie, in welcher seiner Mannschaft mangels Kraft der rechte Zug zum Tor fehlte. Insofern blieb es beim Treffer des Tages durch Shefki Kuqi (31.) - der stärkste Mann im TuS-Trikot war gleichwohl der Brasilianer Melinho, der nahezu an jeder Koblenzer Offensivaktion beteiligt war und durch Zweikampfstärke und Passgenauigkeit auffiel.



Murati und Paucken verpflichtet

TuS Koblenz verstärkt die zweite Reihe mit jungem Stürmer und Torhüter

Aktuell-2009_24Zehn Tage vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison beim Oberligisten Concordia Hamburg hat TuS Koblenz den Spielerkader nahezu komplettiert. Gestern Nachmittag gab der Verein die Verpflichtungen von Aljmir Murati sowie Dieter Paucken bekannt, die jeweils für ein Jahr das TuS-Trikot überstreifen werden. Offen ist damit - neben den angestrebten Abgaben von Marko Lomic, Darko Maletic und Rüdiger Ziehl - nur noch die Personalie Shqipran Skeraj. Der Kosovare spielte zuletzt für KF Pristina, nahm als Testspieler am gesamten Koblenzer Trainingslager in Bad Bertrich teil und wirkte beim 1:0-Sieg über den SV Wehen-Wiesbaden über die volle Distanz mit.Aktuell-2009_25

Mit Murati verpflichten die Koblenzer einen Stürmer, der im vergangenen Jahr beim Schweizer Zweitligisten FC La Chaux-de-Fonds acht Treffer in 24 Spielen erzielte und sowohl einen Schweizer als auch einen serbischen Pass besitzt. Der 23-Jährige wird für ein Jahr ausgeliehen und versuchen, im Sturm auf erste Einsatzzeiten im deutschen Profifußball zu kommen.

Torhüter Dieter Paucken trainierte bereits seit einigen Monaten bei TuS Koblenz mit und erhält nach seinem Intermezzo beim Regionalliga-Nachwuchs des 1. FC Köln sowie beim Oberligisten SV Roßbach/Verscheid einen Einjahresvertrag als Amateur. Damit ist der 26-jährige Paucken, der im FC-Trikot im September 2006 das Tor des Monats erzielte, für das Bezirksliga-Team der TuS einsatzberechtigt und soll dort Spielpraxis sammeln. Der gebürtige Neuendorfer war bereits im Jugendbereich für die TuS aktiv und kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück.


TuS bleibt auch im siebten Test unbesiegt

Aktuell-2009_27Koblenz bezwingt spanischen Erstligisten Racing Santander

Erstligisten scheinen TuS Koblenz zu liegen: Nach dem 3:1 gegen den 1. FC Köln überzeugte der Fußball-Zweitligist auch beim Sieg gegen Racing Santander aus der spanischen Primera Division.

TuS Koblenz - Racing Santander 1:0 (0:0)

90 Minuten Fußball gegen einen Erstligisten aus der spanischen Primera Division waren Uwe Rapolder nicht genug. Nach dem 1:0- Testspielsieg des Zweitligisten TuS Koblenz gegen Racing Santander schickte der Trainer seine Schützlinge noch einmal auf den Trainingsplatz; offenbar ging es dabei auch um die Sichtung eines weiteren möglichen Neuzugangs.
Gelungene Generalprobe
Denn, so stellte Rapolder trotz des beachtlichen Erfolges bei der Saison-Generalprobe vor rund 3000 erfreuten Zuschauern fest: "Wir brauchen noch einen Top-Mann." Einen, den Rapolder als "Neuneinhalber" bezeichnet, also ein offensiver Mittelfeldmann, der "Druck machen und Tore erzielen kann".

Ob der Wunsch des Trainers in Erfüllung geht, lässt Geschäftsführer Wolfgang Loos offen: "Erst wenn wir die überzähligen drei Spieler Lomic, Maletic und Ziehl von der Gehaltsliste bekommen, können wir über weitere Verpflichtungen nachdenken." Rapolders Vorstellung, der neue Mann könne durch einen externen Sponsor finanziert werden, scheint derzeit ebenfalls wenig Chancen auf Realisierung zu haben. So steht auch weiterhin ein (finanzielles) Fragezeichen hinter dem Engagement von Shqipran Skeraj. Der Kosovare, der schon beim Sieg gegen Kuba am Mittwoch überzeugte, durfte auch gegen Santander eine Halbzeit lang mitmischen und deutete sein Potenzial zumindest an.


Fans stürmen das Stadion

Aktuell-2009_28Tausende TuS-Anhänger beim Familienfest

Wenn die Spieler von TuS Koblenz so viele Tore schießen, wie sie gestern Autogramme schreiben mussten, dürfte das vom Aufsichtsratsvorsitzenden Walterpeter Twer keck formulierte Saisonziel - "ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften"- kein Problem sein. Denn Tausende TuS-Fans "stürmten" beim ersten Familientag gestern das Stadion auf dem Oberwerth.

Den treuen Fans etwas zurückgeben: Das war die Intention des ersten Familientages, zu dem die TuS Koblenz gestern zum Saisonstart ins Stadion auf dem Oberwerth eingeladen hatte - und die Fans nahmen das Geschenk gerne an.

Tausende Anhänger des Fußball-Zweitligisten stürmten das Vereinsgelände. Und ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Wie versprochen präsentierte sich die TuS als eine Mannschaft zum Anfassen - ohne Starallüren, ohne Berührungsängste.

So konnten die Fans nicht nur während einer Autogrammstunde ganz nah ran an die Spieler, sondern jeder hatte auch die Gelegenheit, im Stadion sein ganz persönliches Mannschaftsfoto zu schießen. Heiß begehrt zudem: die offizielle Klappkarte der Mannschaft.

Dass das Team von den Fans in der neuen Spielzeit ebenso unterstützt wird wie in der vergangenen Saison, dafür warb auch TuS-Aufsichtsratsvorsitzender Walterpeter Twer, der in Richtung der Fans bekannte: "Ohne eure Unterstützung hätten wir den Klassenerhalt nicht geschafft." Deshalb versprach Twer auch: "Das Familienfest wird eine feste Einrichtung werden!"

Freuen wird dies TuS-Anhänger aller Altersklassen, denn auch der Fußballfan-Nachwuchs kam beim ersten Familienfest des Vereins voll auf seine Kosten, wofür vor allem die Rhein-Zeitung verantwortlich zeichnete. Nicht nur Summi, das Sommer-Spaß-Maskottchen unserer Zeitung, schwirrte unermüdlich über das Stadiongelände, im RZ-Kinderzelt lockten unter anderem auch ein Kicker und Maltische.

Außerdem angesagt bei Groß und Klein: Einen Blick in den Mannschaftsbus der TuS werfen, der vor dem Stadioneingang parkte. Auch das war natürlich möglich - inklusive Probesitzen auf dem Trainerplatz...


TuS-Serie hält auch gegen den BVB

Aktuell-2009_30Koblenzer Zweitligist trotzt dem Bundesligisten Borussia Dortmund ein verdientes Remis ab - 7396 Zuschauer

Auch im achten Vorbereitungsspiel ist Zweitligist TuS Koblenz unbesiegt geblieben. Gegen Bundesligist Borussia Dortmund erkämpfte und erspielte sich die TuS ein verdientes Remis.

TuS Koblenz - Borussia Dortmund 1:1 (0:1)

Die Personalsorgen des Bundesligisten FSV Mainz 05 haben TuS Koblenz zum Abschluss der Vorbereitung noch einmal einen hochkarätigen Gegner und 7396 Zuschauern ein sehenswertes Fußballerlebnis beschert. Gegen Borussia Dortmund - eine Mannschaft, die gewiss dem oberen Drittel der Ersten Liga zuzuordnen ist - erwiesen sich die Schützlinge von Uwe Rapolder als würdiger Vertreter des verletzungsgeplagten Aufsteigers.

TuS-Trainer Uwe Rapolder hatte die Elf vom samstäglichen 1:0 gegen den spanischen Erstligisten Racing Santander auf einigen Positionen verändert. Im linken Mittelfeld feierte Zoltan Stieber sein Comeback nach zweiwöchiger Verletzungspause mit nachvollziehbaren Anlaufschwierigkeiten, und Manuel Hartmann rückte aus der Innenverteidigung wieder auf die Abräumerposition vor, wo der Brasilianer Everson den Trainer zuletzt nicht überzeugt hatte.

Dauer-Gastspieler Shqipran Skeraj begann auf der rechten Außenbahn und zeigte mit starken Flankenläufen erneut, warum der Trainer ihn unbedingt auf Dauer haben will. Gegen den nominell stärksten Gegner der Testspielserie lieferte die TuS eine durchaus ansehnliche Partie ab.


Zur Eröffnung stürmen Fans neuen TuS-Shop

TuS-Shop_50Karten, Trikots und vieles mehr: Alles rund um die Blau-Schwarzen gibt"s nun bei Galeria Kaufhof

KOBLENZ. Die TuS Koblenz zieht: Riesiger Andrang herrschte gestern Nachmittag bei der Eröffnung des neuen Fanshops der Blau-Schwarzen im Untergeschoss der Galeria Kaufhof in der Löhrstraße. Zu spüren war bei den Fans dabei die Vorfreude auf die neue Saison. "Wir können es eigentlich gar nicht erwarten, dass es wieder losgeht", betonte der Koblenzer Werner Wimmer, der sich mit seinem Sohn Dominik bei der Neueröffnung nach neuen Fanartikeln umschaute.

Auf 60 Quadratmetern bietet der Fanshop, der montags bis samstags von 9.30 bis 19 Uhr geöffnet ist, alles, was das Herz eines TuS-Anhängers begehrt. "Wir haben hier alle gängigen Fanartikel von Schals über Trikots und Sportanzügen bis hin zur Bettwäsche", sagt Marco Weinand von der kaufmännischen Leitung der TuS. Und natürlich gibt es im Fanshop auch Karten für die Heim- und Auswärtsspiele des Zweitligisten. "Ab Mittwoch werden wir hier die Karten für Heimspiele gegen Bielefeld und Cottbus verkaufen", kündigt Weinand an.

Sehr zufrieden über den Umzug des TuS-Fanshops, der bislang im Schängel-Center beheimatet war, ist man auch bei Galeria Kaufhof. Geschäftsführer Michael Hövelmann: "Ich denke, mit der TuS und dem Kaufhof haben sich zwei starke Partner gefunden, die in Zukunft auch viele Aktionen gemeinsam machen werden." Ähnlich sieht dies Wolfgang Loos, Geschäftsführer der TuS: "Wir sind zudem sehr erfreut über die zentrale Lage am Eingang zur Fußgängerzone in der Löhrstraße."

Einen Stammplatz im Fanshop wird auch der ehemalige TuS-Spieler Evangelos Nessos haben, der nach seiner Spielerkarriere nun in der Merchandising-Abteilung arbeitet.

 


l_st02
August 2009

TuS: Erfolg mit Charakter

Aktuell-2009_33Koblenzer Trainer Rapolder im Interview

Zweitligist TuS Koblenz hat in der Vorbereitung mit positiven Resultaten geglänzt - trotz eines radikalen Umbruchs. Was den neuen Kader auszeichnet, erklärt Trainer Uwe Rapolder in unserem Interview.

Zweitligist TuS Koblenz ist doch immer für eine Überraschung gut. Sollten für die neue Spielzeit eigentlich nur ein paar kleinere Veränderungen vorgenommen werden, so entpuppte sich diese Kurskorrektur schnell als Radikalumbruch. Trainer Uwe Rapolder wagte den ganz großen Schnitt. Und scheint vieles richtig gemacht zu haben. In der Vorbereitung hinterließ die "neue" TuS einen guten Eindruck, der auch in Zahlen ablesbar ist.

Herr Rapolder, kein Testspiel in der Vorbereitung verloren. Wie lange hält diese Serie?
Na, hoffentlich noch sehr lange. Wobei man die Spiele differenziert betrachten muss. Gegen Wormatia Worms und Wuppertal haben wir uns sicher nicht mit Ruhm bekleckert. Aber das war am Anfang der Vorbereitung. Jetzt, gegen Ende, haben wir gegen Santander und auch gegen Dortmund eine überzeugende Leistung geboten. Die Bilanz ist also durchweg positiv. Viel wichtiger aber ist, dass wir diese vier Wochen genutzt haben, um eine völlig neue Mannschaft einzuspielen, den Einzelnen physisch und taktisch nach vorn zu bringen. Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen. Die Mannschaft ist zusammengewachsen.

Warum ist das so früh schon so gut gelungen - trotz Radikalumbruch?
Vor allem ist die Grundstimmung in der Mannschaft wesentlich besser als in der Vorsaison. Sie hat eine höhere Leistungsbereitschaft. Wir haben jetzt Leader-Typen im Team. Ein Shefki Kuqi zum Beispiel ärgert sich maßlos, wenn er beim 1000-Meter-Lauf kurz vorm Ziel noch abgefangen wird. Wenn diese Lern- und Leistungsbereitschaft da ist, dann kann ich das umsetzen, was sicher eines meiner Hauptmerkmale ist: eine Mannschaft schnell einspielen zu können. Da kommt es auf die Methodik an, Abläufe müssen schnell einstudiert werden. Das funktioniert aber nur, wenn die Köpfe der Spieler frei sind und vor allem: wenn die Motivation da ist.

Gibt es Spieler, die ihr Soll erfüllt, ja vielleicht sogar übererfüllt haben? Und andere, von denen Sie sich mehr erwartet haben?
Die Spieler, die wir als Leistungsträger geholt haben, haben diese Rolle bisher nahezu perfekt umgesetzt. Ich denke vor allem an Shefki Kuqi, aber auch an Melinho, an Martin Hudec und Benjamin Lense, die praktisch nur gut gespielt haben bislang. Das sind die vier erfahrenen Spieler, von denen wir uns schon erhofft haben, dass sie mit den anderen erfahrenen Akteuren wie Hartmann, Mavric und Njazi Kuqi der Mannschaft ein Gesicht geben. Diese Spieler haben sicher ihr Soll erfüllt. Andere wie die beiden Rückkehrer Philipp Langen oder Jo Rahn hinken noch etwas hinterher. Philipp hat durch seine lange Verletzungspause und die fehlende Spielzeit etwas an Spannkraft verloren. Aber er hat gegen Dortmund gute Ansätze gezeigt und wird sicher zurückkommen. Jo muss Selbstvertrauen finden, er spielt jetzt eine Klasse höher und muss sich da reinbeißen. Von den beiden erwarte ich noch einen schönen Schub.

Wenn es irgendwo hakt, dann sicher auf den Halbpositionen im Mittelfeld. Da herrscht sicher die größte Vakanz. Sehen Sie das ebenso?
Im Moment spielen wir ja ein 3-5-2-System, das ich eigentlich nicht so mag. Aber ich habe gemerkt, dass es dem einen oder anderen Spieler, insbesondere Melinho oder Everson, entgegenkommt. Also im zentralen Mittelfeld mit drei anstatt mit zwei Mann besetzt zu sein. Dieses System ist stärker individualisiert und kommt den genannten Spielertypen daher entgegen. Und bei zwei Spitzen brauchst du auch nicht diese Leute, die auf den Außenpositionen auf und ab rennen. Was nicht heißt, dass wir nicht jederzeit wieder auf 4:4:2 gehen können. Da sind nur kleine Verschiebungen vonnöten.

Es ist ja nicht neu bei der TuS , dass man als Trainer von der Hand in den Mund lebt. Wie kann das einen Trainer dauerhaft zufriedenstellen?
Im Moment haben wir gerade eine ganz schwierige Situation. Wir präsentieren den Fans jetzt eine Mannschaft, die angenommen wird. Weil in Kuqi, Melinho, Hudec oder Yeldell echte Charakterspieler dabei sind. Spieler, mit denen sich die Anhänger identifizieren können. Das merken wir am Trikotverkauf, das hat man beim Stadionfest gesehen. Die Mannschaft wird angenommen. Wir haben unseren Job gemacht. Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem eine Unternehmensanalyse gemacht werden muss. Glasklar! Jeder muss für seinen Bereich haften. Es kann nicht sein, dass wir jedes Jahr einen kleineren Etat haben. Warum kommen wir in der Mittelbeschaffung, bei der Sponsorensuche nicht weiter? Wir sind 2. Liga, wir haben ein Riesenumfeld, wir müssen die Leute aktivieren. Jeder muss in seinem Ressort überprüfen, was am Ende rauskommt. Natürlich können wir den Etat noch weiter runterschrauben. Doch dann muss man sich davon verabschieden, vorn mitspielen zu wollen. Das geht nicht.

Diese Forderung nach Professionalisierung ist ja nicht neu. Und es bewegt sich sehr wenig. Gibt es für Sie eine Grenze, wo Sie sagen: Wenn sich bis zum Tag x hier nichts getan hat, dann ziehe ich meine Konsequenzen?
Ich habe ja noch zwei Jahre Vertrag. Ich hatte dieses Jahr die Möglichkeit, den Klub zu wechseln (Eintracht Frankfurt hatte Interesse an der Verpflichtung Rapolders, Anm. d. Red.). Das kam für mich aber nicht infrage. Vor allem, weil dieser Umbruch anstand. Da konnte ich den Verein nicht im Stich lassen. Und es war richtig. Die Leute merken jetzt, dass wir konsequent waren in unserer Handlungsweise. Natürlich brauchen wir auch in der Breite einen starken Kader, um Verletzungen auffangen zu können. Dafür werde ich weiter kämpfen. Der eine kämpft eben für den sportlichen Erfolg, der andere für die wirtschaftliche Konsolidierung. Den Spagat müssen wir hinbekommen.

Haben Sie Ihren Wunsch nach einem kreativen Spieler für die Position hinter den Spitzen abgehakt?
Ja, im Moment schon.

Wir müssen noch einmal auf die fünf Spieler zu sprechen kommen, die von Ihnen aussortiert wurden. Wie war das, als Bajic, Lomic, Maletic, Sukalo und Ziehl zum Start der Vorbereitung plötzlich nicht mehr im Kader waren?
Für mich war es komisch, dass die Spieler überhaupt erschienen sind. Denn das war vorher schon kommuniziert. Aber ich will da gar nicht mehr näher drauf eingehen. Es war ein Bruch da zwischen diesen Spielern und den anderen. Es handelte sich um eine Verquickung von wirtschaftlichen Notwendigkeiten und gruppendynamischen Aspekten. Ich selbst hatte auch kein Vertrauen mehr in die Spieler.

Obwohl das Gros dieser Spieler auf ihren Wunsch hin verpflichtet wurde...
... ja, ich habe auch Bajic zum Kapitän gemacht. Grundsätzlich haben wir unterschätzt, dass wir einfach zu viele Spieler vom Balkan in unserem Kader hatten. Da stimmte die Kommunikation innerhalb der Mannschaft nicht mehr.

Zurück zum Sportlichen. Das erste Pflichtspiel steht an. Gegen Concordia Hamburg ist ein Sieg Pflicht, oder?
Klar, die Hürde muss genommen werden. Die spielen drei Klassen tiefer. So etwas wie Oberneuland darf nicht mehr passieren. Aber das war der erste von vielen Aussetzern in der vergangenen Saison, wo einfach die nötige Konzentration gefehlt hat. Ich sage immer: Konzentration ist eigentlich die größte Weisheit im Leben. Zerstreutheit kann nicht gut gehen.

Was sagen Sie den Leuten, die von mehr sprechen als dem Klassenverbleib?
(lacht) Denen sage ich, dass die Zielsetzung immer an den Etat zu koppeln ist - wie in jedem Unternehmen. Wenn es gut läuft, wenn wir keine Verletzten haben, werden wir nicht absteigen. Aber es wäre vermessen, von mehr zu träumen. Nicht unter den Voraussetzungen.


TuS sorgt früh für klare Verhältnisse

Koblenz gewinnt locker bei Concordia Hamburg - Shefki Kuqi trifft doppelt

Souverän hat Zweitligist TuS Koblenz die erste Runde des DFB-Pokals gemeistert. Beim 4:0 (3:0) bei Concordia Hamburg ließ die TuS dem Oberligisten nicht den Hauch einer Chance.

SC Concordia Hamburg - TuS Koblenz 0:4 (0:3)

Zweitligist TuS Koblenz ist ein zweites Oberneuland erspart geblieben. Im Erstrunden-Pokalspiel beim Oberligisten Concordia Hamburg im Stadion "Auf der Hoheluft" war bereits nach einer Viertelstunde die Luft raus. Zu dem Zeitpunkt führte der Zweitligist durch Tore der Neuzugänge Shefki Kuqi (13.) und Tom Geißler (15.) schon mit 2:0. TuS Koblenz stand diesmal für eine neuerliche Pokalsensation also nicht zur Verfügung. 4:0 hieß es am Ende für die Rapolder-Elf in einer einseitigen Begegnung, in der es die Gäste in Durchgang zwei versäumten, noch ein paar Treffer draufzulegen. Trotzdem - die zweite Pokalrunde kann kommen.

Aufatmen sicher auch bei TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos - schließlich sind die 227 000 Euro Fernsehgelder für Runde zwei ein willkommener Segen im knappen Budget. "Man hat gesehen, dass die Mannschaft von Beginn an Präsenz gezeigt hat und völlig verdient in Führung liegt", sagte Loos zur Halbzeit, nachdem Benjamin Lense (26.) mit dem dritten Treffer einer Neuerwerbung für eine beruhigende TuS-Führung gesorgt hatte. Shefki Kuqi (67.) sorgte schließlich für den Endstand.


Doppelte Pleite für die TuS

Zweite Liga: Koblenz verliert zum Saisonauftakt bei 1860 München das Spiel und Martin Hudec

Willkommen in der Realität. Die gute Vorbereitung inklusive der positiven Ergebnisse sind bei TuS Koblenz passé, der Saisonauftakt der Zweiten Liga verlief ernüchternd. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder war beim TSV 1860 München chancenlos.

1860 München - TuS Koblenz 2:0 (1:0)

Waren die Münchner wirklich so gut oder die TuS so schwach? Noch ist es viel zu früh, sich ein Urteil über das wahre Leistungsvermögen des Koblenzer Zweitligisten zu machen, noch lässt sich nicht sagen, ob der TSV 1860 München tatsächlich so spielstark ist, wie er es gestern gegen die Elf von TuS-Trainer Uwe Rapolder an den Tag legte. Zum Saisonauftakt der Zweiten Liga waren die Kräfteverhältnisse jedoch klar verteilt: Beim 2:0 in der Allianz Arena konnten sich die Koblenzer letztlich bei Torwart David Yelldell bedanken, der seine Kollegen vor einer höheren Pleite bewahrte.

"Das war ein verdienter Sieg für die Löwen", erkannte Rapolder denn auch die deutliche Überlegenheit der Gastgeber an, betonte aber auch: "Wir haben das erste Spiel verloren, wir müssen da jetzt kein Drama draus machen."

Fast noch mehr als die Niederlage schmerzte ihn, dass er in den kommenden Wochen auf Innenverteidiger Martin Hudec verzichten muss, der bereits unter Beweis gestellt hat, dass er der Abwehr mehr Halt gibt. In der 23. Minute knickte er bei einer Rettungsaktion um und musste ausgewechselt werden. Die erste Diagnose: Verdacht auf Knöchelbruch, möglicherweise gibt es schon heute die traurige Gewissheit. So oder so: Der Tscheche fällt vorerst aus, Rapolder sprach von einer "Hiobsbotschaft".

Während der 90 Minuten war gar nicht mal erstaunlich, dass die TuS in der Offensive nicht über Ansätze hinauskam. Dazu waren die Vorzeichen zu deutlich verteilt, ging es vor allem darum, möglichst effizient zu agieren. Was eigentlich nur in der ersten Halbzeit einigermaßen gelang, als Benjamin Lense (28.) und Shefki Kuqi (12.) zwei gute Chancen hatten, die Dinge positiv zu beeinflussen.


Dreierpack in sechs Minuten

Aktuell-2009_39TuS Koblenz kommt dank furiosem Endspurt zum Heimsieg gegen Arminia Bielefeld

Verrückter hätte die Heim-Premiere von TuS Koblenz kaum verlaufen können. Der Zweitligist stand gegen Arminia Bielefeld bis zehn Minuten vor Schluss auf völlig verlorenem Posten, ehe die Elf von Trainer Uwe Rapolder mit drei Toren das Spiel noch drehte.

TuS Koblenz - Arminia Bielefeld 3:2 (0:0)

Das war wieder eine dieser verrückten Geschichten des Fußballs. Die Partie zwischen TuS Koblenz und Arminia Bielefeld glich aus Sicht der Gastgeber bis zur 80. Minute einer Vorführung, auf dem Oberwerth machte sich reichlich Depression breit. 0:2 stand es zu diesem Zeitpunkt, ein Ergebnis, mit dem die Elf von Uwe Rapolder noch gut bedient gewesen wäre. Ehe das passierte, was hinterher keiner so recht erklären konnte: Mit drei Toren binnen sechs Minuten wurde aus einem verkorksten Saisonauftakt ein umjubelter Heimsieg. Mann des Tages war Shefki Kuqi mit zwei Treffern. Kaum zu glauben, aber wahr.

Da interessierte es denn hinterher auch niemanden im Koblenzer Lager, ob der Erfolg nun verdient war oder nicht. Und das musste es auch gar nicht. Vielmehr nahm der Coach die kuriosen Ereignisse der Schlussphase schon einmal zum Anlass, die Gefolgschaft der TuS auf eine emotionale Achterbahnfahrt in dieser Saison einzustimmen: "Die Botschaft des Spiels ist ganz klar: Man darf nie aufgeben, dann gelingen manchmal Dinge, die man nicht mehr erwartet."

Natürlich hob der Coach die Charakterstärke seiner Elf hervor, die praktisch aus dem Nichts zu den ersten drei Punkten der Saison kam. Es war wohl in der Tat eine Mischung aus Moral und Glück, hinzu kam eine gehörige Portion Arroganz der Gäste aus Bielefeld. Die hatten nämlich gnadenlos die Schwächen der TuS aufgedeckt und waren durch Giovanni Federico (60.) und Zlatko Janjic (73.) folgerichtig in Führung gegangen. Die Ostwestfalen waren individuell und im Kollektiv klar besser, ehe sie sich wohl auch angesichts der Hitze dazu entschlossen, das Ergebnis zu verwalten. Eine fatale Fehleinschätzung, sehr zur Freude der zwischenzeitlich arg desillusionierten TuS-Fans.

Und dennoch: Nicht einmal nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Shefki Kuqi in der 80. Minute schöpften die 8635 Zuschauer im weiten Rund Hoffnung, zu eindeutig waren die Kräfteverhältnisse. Nicht, dass die TuS nicht gewollt hätte. Nein, es fehlten die Mittel, um die Arminia in Bedrängnis zu bringen. Die neuformierte Koblenzer Elf ist noch weit davon entfernt, Rapolders Lehre vom Vertikalspiel in die Praxis umzusetzen. Ein paar Halbchancen, mehr sprang nicht heraus. Mehr aus der (Personal-)Not denn aus Kalkül heraus half Njazi Kuqi auf dem rechten Flügel aus - ein Experiment, das nicht unbedingt nach einer Wiederholung schreit.

Nicht viel besser sah es in der Defensive aus. Gerade auf den Außenbahnen wussten Benjamin Lense (rechts) und Frank Wiblishauser (links) meist nicht, wie ihnen geschah. Rapolder sprach später eher allgemein von einem "Schnelligkeitsproblem in der Rückwärtsbewegung".

Ein Defizit, an dem die TuS aber nun mit einer völlig anderen Grundstimmung arbeiten kann. Denn: In der 84. Minute verlängerte Johannes Rahn eine Ecke auf Benjamin Lense, der zum 2:2 einschob. Und nur zwei Minuten später schraubte sich der völlig allein gelassene Shefki Kuqi in die Luft und nickte zum 3:2 ein. Aus Depression wurde Ekstase, es folgte Kuqis "Diver" vor der Fan-Kurve.


TuS schafft bei Skeraj Fakten

Zweitligist verpflichtet Albaner - Fatmir Vata trainiert mit

Verstärkung für TuS Koblenz: Der Fußball-Zweitligist hat bei der bereits länger im Raum stehenden Verpflichtung von Shqipran Skeraj Fakten geschaffen und den 23-jährigen Kosovo-Albaner mit einem Vertrag bis zum Saisonende ausgestattet.

Skeraj stand zuletzt bei KF Pristina unter Vertrag und war in der Vorsaion an die SpVgg Greuther Fürth ausgeliehen. Bei den Franken kam er nicht über eine Reservistenrolle hinaus, bei der TuS gilt er indes als ernsthafter Kandidat für einen Platz auf der rechten Seite, wo Trainer Uwe Rapolder noch auf der Suche nach der Idealbesetzung ist. Handlungsbedarf entstand auch durch die langwierigen Verletzungen von Martin Hudec (Knöchelbruch) und Emmanuel Krontiris (Bandscheibe). Skeraj hat in Koblenz Teile der Vorbereitung absolviert und konnte dabei überzeugen.


TuS-Beirat will dem Verein helfend zur Seite stehen

KOBLENZ. TuS Koblenz lässt nichts unversucht, um den Verein auf breitere Füße zu stellen. Unter anderem wurde zwischenzeitlich auch ein Beirat gegründet, der den Verantwortlichen helfend zur Seite stehen will. Insgesamt gehören dem neuen TuS-Beirat elf Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Medien an. Vorsitzender ist Generalstaatsanwalt a. D. Norbert Weise, Stellvertreter sind Gerhard Aretz (Werbeagentur SelectNY) und Trainer-Weltenbummler Rudi Gutendorf. "Wir wollen gemeinsam mit den Verantwortlichen effektive Lösungen entwickeln, von denen die TuS profitieren soll", sagt Weise. Eine Hilfestellung, auf die Hecker gerne zurückgreift: "Es wäre fahrlässig, nicht auf diese Kompetenz zurückzugreifen." Hecker betont, dass es sich dabei "nicht um einen Schatten-Vorstand handelt". Unter anderem will der Beirat nach Möglichkeiten suchen, die TuS noch stärker in der Stadt zu verwurzeln, aber auch die Suche nach weiteren Unterstützern steht ganz oben auf der Agenda.


TuS kommt glimpflich davon

duesseldorf-tus_100Defensivschwache Koblenzer wehren sich in Düsseldorf zu spät gegen die Niederlage

Zweitligist TuS Koblenz hat noch jede Menge Arbeit vor sich, um eine gefestigte Einheit zu werden. Die Niederlage bei Fortuna Düsseldorf offenbarte, dass vor allem die Defensive noch eine Baustelle ist.

Fortuna Düsseldorf - TuS Koblenz 1:0 (1:0)

Das Ergebnis liest sich knapp, spiegelt aber nicht wider, was sich über weite Strecken der 90 Minuten auf dem Rasen abspielte. Eigentlich, so war zu hören, wollte TuS Koblenz nach dem Heimsieg gegen Arminia Bielefeld selbstbewusst bei Fortuna Düsseldorf auftreten. Es blieb indes beim Vorhaben, die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder kam beim 1:0 für die Gastgeber vergleichsweise glimpflich davon.

"In der ersten Halbzeit waren wir viel zu phlegmatisch und einfach nicht gut sortiert", fasste Rapolder seine Sicht der Dinge zusammen und attestierte seinen Schützlingen, dass sie nach der Pause zumindest ein Signal setzten: "Das war okay, ich habe ordentliche Ansätze gesehen." Unter dem Strich, da war sich Rapolder mit seinem Düsseldorfer Kollegen Norbert Meier einig, "geht der Erfolg der Fortuna in Ordnung". Wohl wahr.

Zumindest in der Anfangsphase war deutlich zu merken, dass die TuS gewillt war, die zuletzt gezeigten Schwächen in der Rückwärtsbewegung abzulegen. Als Hilfestellung hatte Rapolder seine Elf wieder mit drei Innenverteidigern (Lense, Mavric, Ndjeng) ausgestattet, zusammen mit den defensiven Außen Shqipran Skreraj und Philipp Langen wurde daraus nominell eine Fünfer-Kette. Das klingt nach stabiler Defensive, war es aber nur in den ersten 20 Minuten.

Ab diesem Zeitpunkt wurde den mitgereisten Fans Angst und Bange. Eigentlich stellte sich nur noch Torwart David Yelldell den Fortunen in den Weg, die fortan im Drei-Minuten-Takt zu Chancen kamen. Ein Freistoß von Ranisav Jovanovic an die Torlatte (25.) war der Auftakt von etlichen Hochkarätern, das 1:0 in der 38. Minute nur die logische Konsequenz der einseitigen ersten Halbzeit. Jovanovic zog aus 18 Metern mit links ab, die versammelte TuS-Abwehr schaute interessiert zu.


TuS Koblenz hat neuen Trikotsponsor

Reise-Unternehmen steigt ab sofort beim Zweitligisten ein - Rhein-Zeitung bleibt dem Klub als Hauptsponsor treu

TuS Koblenz hat einen neuen Trikotsponsor. Der Schriftzug des Reise-Unternehmens "Schauinsland" wird fortan die Trikots des Fußball-Zweitligisten zieren, die Rhein-Zeitung bleibt aber nach wie vor Hauptsponsor.

Die Tinte unter dem Vertrag ist trocken, heute soll die Partnerschaft offiziell verkündet werden: Die Firma "Schauinsland" steigt ab sofort als Trikotsponsor bei TuS Koblenz ein. Der Zweitligist wird bereits in der Partie gegen Energie Cottbus (18 Uhr, Oberwerth) mit neu beflockten Leibchen auflaufen.

Nach vier Jahren räumt damit die Rhein-Zeitung freiwillig die Brust der TuS-Kicker - der langjährige Hauptsponsor hält sein finanzielles Engagement aber uneingeschränkt aufrecht. "Wir wollen mit dieser Maßnahme die TuS stärken und unsere Verbundenheit zum Verein und der Region dokumentieren", sagt Walterpeter Twer. Der Aufsichtsrats-Vorsitzende der TuS und Verleger unserer Zeitung hatte sich im Hintergrund selbst für den Abschluss mit einem neuen Trikotsponsor starkgemacht.


Heimpleite für verunsicherte TuS

Aktuell-2009_49Koblenzer zeigen gegen Energie Cottbus vor allem Mängel in der Defensive - Rapolder: Uns fehlt die Ordnung

Die TuS Koblenz sucht weiter nach der Form und der passenden Formation. Im zweiten Heimspiel gegen Energie Cottbus setzten sich vor allem die eklatanten Schwächen in der Defensive fort.

TuS Koblenz - Energie Cottbus 0:2 (0:1)

Das Schicksal lässt sich eben nicht beliebig wiederholen. Schaffte es TuS Koblenz noch vor zwei Wochen gegen Arminia Bielefeld aus unerfindlichen Gründen, ein praktisch verlorenes Spiel unverhofft zu drehen, nahmen die Dinge dieses Mal ihren Lauf. 0:2 hieß es am Ende gegen Energie Cottbus, es war ein ernüchternder Abend im Stadion Oberwerth. Uwe Rapolder hat in der anstehenden Länderspiel-Pause viel zu tun, um die offenkundigen Defizite seiner Elf aufzuarbeiten. "Wir kommen einfach noch nicht in Tritt", so der Coach, "uns fehlt im Moment einfach die Organisation auf dem Platz."

Entgegen aller guten Vorsätze war von Beginn an zu spüren, dass die ungeordneten Auftritte der ersten drei Partien ihre Spuren hinterlassen haben. Die TuS versuchte, ihre Verunsicherung mit der Flucht nach vorn zu kaschieren, aber das funktionierte nicht wirklich. Zwei Fernschüsse durch den Brasilianer Melinho (32., 37.) sowie ein abgeblockter Versuch von Shefki Kuqi sprangen dabei heraus.

Den Willen konnte man der Mannschaft nicht absprechen. Jegliche Ansätze in der Offensive wurden allerdings von den eklatanten Mängeln in der Rückwärtsbewegung überschattet, die sich langsam zu einem ausgewachsenen Problem entwickelt haben. Immer dann, wenn es den Cottbusern gelang, den Ball schnell zu machen, war die TuS komplett überfordert. Das vermeintliche Abseitstor von Sergiu Radu (14.) war nur der Auftakt zu etlichen Großchancen, die ähnlich wie in der Vorwoche in Düsseldorf fast zwangsläufig zum 0:1 führten. In der 18. Minute reichte ein Pass in die Tiefe auf Angreifer Emil Jula, der keine Mühe hatte, den Ball an TuS-Keeper David Yelldell vorbei ins Netz zu schieben - Tore schießen leicht gemacht. Nur gut, dass die Lausitzer bei ihren zahlreichen Vorstößen einigermaßen schlampig agierten, sonst wäre die einseitige Partie schon zur Pause durch gewesen.


l_st02
September 2009

TuS beendet Kapitel Lomic

Aktuell-2009_54Koblenzer Zweitligist arbeitet bis zum Transferschluss an den letzten Personalien

Mit dem Ende der Transferfrist sind auch bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz die Personalplanungen weitgehend abgeschlossen. Unmittelbar vor Toresschluss wurde der Vertrag von Marko Lomic aufgelöst. Nachverpflichtungen waren hingegen kein Thema.

Gestern glühten in der Geschäftsstelle von TuS Koblenz noch einmal bis in die Nacht die Drähte. Wie schon vorgestern und vorvorgestern. An einem Ende des Telefons war stets Wolfgang Loos, der mit Beratern und Vereinsbossen aus halb Europa verhandelte. Und das Thema war das Gleiche, das ihn schon seit geraumer Zeit beschäftigt. Unmittelbar vor dem Ende der Transferfrist hat der Geschäftsführer des Fußball-Zweitligisten einen letzten Versuch unternommen, zwei Akteure von der Gehaltsliste streichen zu können, die in den Planungen von Trainer Uwe Rapolder keine Rolle mehr spielen. Mit einem Teilerfolg. Der nicht mehr erwünschte Marko Lomic hat am Abend seinen bis zum Saisonende datierten Vertrag bei der TuS aufgelöst und wechselt nach zwei Jahren zurück zu Partizan Belgrad. Mit dem ebenfalls aussortieren Bosnier Darko Maletic, der noch bis 2011 unter Vertrag steht, wurde indes noch keine Einigung erzielt.

Zu den Transfermodalitäten wollte sich Loos nicht äußern. Es ist aber davon auszugehen, dass die Koblenzer den Linksverteidiger für einen Bruchteil dessen ziehen lassen, was sie vor zwei Jahren für Lomic berappt haben. Der seinerzeit von Ex-Geschäftsführer Hermann Gläsner abgewickelte Doppel-Transfer von Lomic und Branimir Bajic hatte die TuS an den Rand des Ruins gebracht.


TuS-Fans gründen einen Dachverband

Anhänger des Koblenzer Zweitligisten erhalten Mitspracherecht über die Geschicke des Vereins

50 plus ein Prozent der Anteile an einem Profifußballverein muss ein Verein in Deutschland haben. Dies sehen die Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL) so vor. Doch die "50-plus-eins-Regel" ist in der Diskussion. Wenn sie fällt, könnte auch in Deutschland ein Milliardär einen Verein aufkaufen und über ihn bestimmen, wie dies bereits in England der Fall ist. Dass die Geschicke ihres Vereins irgendwo in weiter Ferne entschieden werden, ist für viele Fußballfans eine Horrorvorstellung.

Um die TuS Koblenz vor einer Übernahme von außen zu schützen, hat der Mittelrhein-Verlag, der 49 Prozent der Anteile am Verein hält, 2007 einen sogenannten Optionsvertrag über weitere zwei Prozent der Anteile geschlossen. Die Rechte aus diesem Optionsvertrag übertrug der Aufsichtsratsvorsitzende der TuS Koblenz GmbH, Walterpeter Twer, Verleger unserer Zeitung, am Montagabend nun dem neu gegründeten Dachverband der Fanclubs der TuS Koblenz.

Sollte die DFL nun die "50-plus-eins-Regel" kippen, hätte der Dachverband mittels des Optionsvertrags die Chance, sich diese wichtigen zwei Prozent der Anteile zu sichern, falls die Vereinsmitglieder der TuS Koblenz zustimmen. "Dass den Anhängern ein solches Mitspracherecht eingeräumt wird, ist meines Wissens in der europäischen Fanszene ein einmaliger Vorgang, der uns mit Stolz und Dankbarkeit erfüllt", betonte Thomas


Zwanziger: Neues Stadion ist die "beste Sozialarbeit" in Koblenz

Aktuell-2009_58Präsident des Deutschen Fußballbundes fordert forcierte Planung

19 000 Zuschauer soll das neue Stadion in Koblenz fassen. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2010 geplant, fertiggestellt soll die Arena im August 2011 sein. Eine private Investorengruppe unter Führung des Mittelrhein-Verlags will rund 25 Millionen Euro in das Projekt stecken.

Massive Unterstützung für die Pläne zum Stadionneubau gibt es jetzt gleichsam von höchster Stelle: vom Präsidenten des Deutschen Fußballbundes, Dr. Theo Zwanziger. "Ich wünsche der TuS Koblenz von ganzem Herzen, den Fans und den Menschen in der Region, dass sie es schaffen, dieses Stadion zu bauen." In einem Fernsehinterview ließ der DFB-Präsident keine Zweifel aufkommen, was geschieht, wenn es nicht zum Bau kommen sollte: "Die Liga wird nicht sehr lange zuschauen, wenn sich das hinzieht wie ein Kaugummi. Dann wird man irgendwann auch mithilfe der Statuten die Dinge regeln." Gemeint sind damit die Verweigerung der Lizenz und somit das Ende für den Spitzenfußball in Koblenz. Zwanziger: "Das wäre sehr, sehr schade."

So weit muss es jedoch nicht kommen. Am 7. Mai hatte der Koblenzer Stadtrat sich in einer Grundsatzentscheidung mit großer Mehrheit für die Realisierung des Neubaus an der A 61 ausgesprochen und damit den Weg für die konkrete Planung freigemacht.


Stadionneubau ist auf gutem Weg

Rat beschäftigt sich am Donnerstag mit einem erneut geänderten Standort

Der Bau eines neuen Stadions ist - rechtzeitig vor dem 100. Geburtstag von TuS Koblenz im Jahre 2011 - offenbar auf gutem Weg: Die Investorengemeinschaft unter Federführung des Mittelrhein-Verlages geht davon aus, dass der Stadtrat am kommenden Donnerstag dem gemeinsamen Projekt weiter Anschub geben wird.

Damit könnte der gemeinsam erarbeitete Zeitplan Realität werden und ein Eröffnungsspiel im Jubiläumsjahr der TuS noch möglich machen. TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos träumt dabei bereits von einer Partie gegen Bayern München.

Noch wartet auf die Investoren, aber auch auf Rat und Verwaltung, jede Menge Arbeit. Denn erneut ist der Standort "verrückt": Zwar soll das neue Stadion weiterhin an der A 61 gebaut werden, jedoch nicht mehr - wie zuletzt geplant - südlich der

L 52, sondern weiter nördlich der Landesstraße, Richtung Autobahnkreuz.

Möglich wird dieser von allen Seiten positiv bewertete Standortwechsel, nachdem dort erhebliche Flächen frei werden, die vom Zweckverband Industriepark A 61/GVZ Koblenz für die Ansiedlung eines Textilhandelsunternehmens vorgehalten wurden. Wie es in der Beschlussvorlage für die Ratssitzung am Donnerstag heißt, habe die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises mitgeteilt, das Textilhandelsunternehmen habe sich für einen anderen Standort entschieden, an dem nunmehr nur noch 7,5 Hektar statt der ursprünglich in Koblenz nachgefragten

bis zu 28 Hektar erforderlich seien.


TuS macht Fortschritte, aber keine Punkte

Koblenzer präsentieren sich trotz Niederlage in Rostock geordneter als zuletzt - Manko: 20 Minuten Überzahl verpuffen ohne Torchance

Im fünften Saisonspiel hat TuS Koblenz eine deutliche Steigerung erkennen lassen. Die positiven Ansätze reichten indes nicht, um bei Hansa Rostock zumindest einen Punkt zu entführen - trotz 20 Minuten Überzahl.

Hansa Rostock - TuS Koblenz 2:1 (2:1)

Nein, von Zufriedenheit konnte auch nach dem fünften Spiel wahrlich nicht die Rede sein. Wie denn auch, schließlich hatte TuS Koblenz wieder einmal verloren, inzwischen schon das dritte Mal in Folge. 2:1 hieß es am Ende für Hansa Rostock, Trainer Uwe Rapolder steckt mit seiner Mannschaft in der Frühphase erst einmal im Tabellenkeller der Zweiten Liga. Was angesichts des happigen Auftaktprogramms mit Aufstiegskandidaten wie Energie Cottbus oder Arminia Bielefeld nicht einmal verwunderlich ist. Ungeachtet der mickrigen Punktausbeute gab zuletzt vielmehr das reichlich unkoordinierte Verhalten vor dem eigenen Tor Anlass zur Besorgnis. Und zumindest in diesem Punkt scheint die TuS auf dem Weg der Besserung zu sein. Die Partie an der Ostsee vermittelte erstmals das Gefühl, dass die Elf anno 2009/2010 konkurrenzfähig ist. Immerhin.

Ärgerlich daher, dass sich dieser Fortschritt nicht in Punkten niederschlug, zumal auch Rapolder der Meinung war, "dass wir bis zur 70. Minute recht gut organisiert aufgetreten sind". Im Vergleich zu den vergangenen Wochen ließ die TuS in der Tat nur ein Bruchteil der Torchancen zu, obendrein war zwischendurch so etwas wie Struktur erkennbar. In einer Art Feldversuch hatte der Coach nach dem Langzeit-Ausfall von Abwehrchef Martin Hudec allerlei Personal- und Taktik-Varianten ausprobiert, gebracht hatte es wenig. In Rostock erinnerte sich der Coach nun daran, dass Benjamin Lense in der Mitte womöglich wertvoller denn als rechter Verteidiger ist, auch die erstmalige Hereinnahme von Martin Forkel erwies sich als richtige Entscheidung. "Beide haben ordentlich gespielt", fand der Trainer. An der Seite von Matej Mavric erwies sich Lense als stabilisierender Faktor, auch der in der zweiten Halbzeit eingewechselte und solide spielende Dominique Ndjeng darf sich Hoffnungen auf weitere Einsätze machen.


Koblenzer stoppen die Niederlagenserie

Aufsteigende Tendenz beim Unentschieden gegen Aufsteiger Union Berlin

Aktuell-2009_66Nach drei Niederlagen in Serie hat TuS Koblenz zumindest einen Teilerfolg verbucht. Beim 1:1 gegen Union Berlin zeigte die Rapolder-Elf eindeutig aufsteigende Tendenz.

TuS Koblenz - 1. FC Union Berlin 1:1 (1:0)

In der Situation, in der sich TuS Koblenz befindet, muss auch eine solche Punkteteilung als Erfolg und Zeichen der Besserung gewertet werden. Immerhin spielte in Union Berlin der ungeschlagene Mit-Tabellenführer vor - und da war das 1:1 ein ebenso achtbares wie dem Spielverlauf entsprechendes Resultat. Bei besserer Chancenauswertung in Halbzeit eins wäre sogar ein Sieg drin gewesen. Gleichwohl fiel das Fazit bei den TuS-Akteuren positiv aus: "Darauf können wir aufbauen", befand Zoltan Stieber, der auf links aufsteigende Form zeigte.

Eine Halbzeit lang fragten sich die Zuschauer auf dem Oberwerth völlig zu recht: Wie konnte es diese Union-Elf nach fünf Spieltagen an die Tabellenspitze des Unterhauses schaffen? Lust- und leidenschaftslos ging der Aufsteiger auf dem Oberwerth zu Werke. Der TuS sollte es recht sein. Eine gute Spielordnung, gepaart mit Einsatz und dem Willen, mal wieder Zählbares einzufahren, reichte in Durchgang eins aus, den Gegner in Schach zu halten. Auch wenn spielerisch noch nicht alles rund lief, gab es dennoch die eine oder andere gelungene Offensivaktion zu bestaunen.

Zuvorderst natürlich durch Shefki Kuqi, der die Union-Abwehr vor so manche Herausforderung stellte. Und dennoch war der Finne so etwas wie der tragische Held des Abends, vergab er doch zwei klare Möglichkeiten zum 2:0. Neben dem Stürmer gefiel vor allem Melinho als Schaltstation bei der TuS.

Der Brasilianer war auch am 1:0 für die TuS beteiligt, als er vor dem Strafraum den Ball für den heranrauschenden Kuqi auflegte. Dessen Schuss, noch abgefälscht von Christian Stuff, fand unhaltbar für Berlins Keeper Jan Glinker den Weg ins Tor (12.).

Als Mattuschka sich aber nach 77 Minuten noch einmal per Freistoß versuchen durfte, war es passiert. Der Ball schlug unhaltbar rechts unten im Koblenzer Kasten ein. "Wir hätten die Situation vorher klären müssen", befand Manuel Hartmann selbstkritisch. Überhaupt habe man Union in Halbzeit zwei "zu viel Platz gelassen".


Everson schießt TuS ins Achtelfinale

Aktuell-2009_73Koblenzer Zweitligist krönt glanzvollen Pokal-Auftritt gegen Cottbus und zieht in die Runde der letzten 16 ein

Was für ein packender Pokal-Abend auf dem Oberwerth: Mit Leidenschaft und Spielfreude hat Zweitligist TuS Koblenz gegen Energie Cottbus den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschafft.

TuS Koblenz - Energie Cottbus n. V. 4:2 (2:2, 1:1)

Der Traum von Berlin lebt. Dank zweier Tore des Brasilianers Everson und der Treffer von Zoltan Stieber und Tom Geißler steht TuS Koblenz im DFB-Pokal unter den letzten 16. Das 4:2 gegen Liga-Konkurrent Energie Cottbus bot alles, was ein packendes Fußballspiel ausmacht. Ein Spiel, das mehr als 5046 Zuschauer verdient gehabt hätte. Diejenigen, die da waren, gingen begeistert nach Hause.

Schnell wurde klar, dass dies kein Spiel wie jedes andere ist. Der ganz besondere Reiz des Pokals beflügelte beide Mannschaften, die sich nicht lange mit zähen Duellen im Mittelfeld aufhielten. Mit offenem Visier ging"s nach vorn, zahlreiche Chancen waren die logische Konsequenz.Aktuell-2009_74

Die TuS ließ sich auch nicht vom frühen 0:1, das überwunden geglaubte Schwächen aufdeckte, irritieren. Im Mittelfeld waren Manuel Hartmann und Everson nicht bei der Sache, auch die Innenverteidiger erkannten zu spät die Gefahr. Emil Jula erzielte das 0:1 ohne Mühe.

Eine Szene, in der alles viel zu schnell ging für die TuS-Defensive, in der Rico Morack kurzfristig für den aus privaten Gründen fehlenden Benjamin Lense einsprang. Die Koblenzer waren aber keinesfalls angezählt. Die Antwort auf das 0:1 folgte prompt: Eine Flanke von Martin Forkel fand den kleinen Ungarn Zoltan Stieber, der den Ball mit Brachialgewalt zum 1:1 in die Maschen hämmerte. So ähnlich muss wohl der Urknall gewesen sein.

Aber die Gäste fügten sich nicht in ihr Schicksal. Erst traf Jula den Pfosten, dann erzielte Dennis Sörensen (79.) den Ausgleich. Und wie es sich für einen Pokal-Fight auf Augenhöhe gehört, ging das Ganze in die Verlängerung. Es sollte der große Moment von Everson werden, der mit dem Tor zum 3:2 in der 104. Minute das Stadion Oberwerth zu einer Partyzone werden ließ. Tom Geißlers 4:2 war die Zugabe, bevor der Schlusspfiff ertönte.


TuS belohnt sich nur mit einem Zähler

Koblenzer bringen in Augsburg frühes Tor von Shefki Kuqi nicht über die Zeit

TuS Koblenz hat beim FC Augsburg den ersten Auswärtspunkt der Saison stibitzt. Das hört sich nach einem Erfolg an, unter dem Strich ließ die Elf von Trainer Uwe Rapolder aber zwei Zähler liegen.

FC Augsburg - TuS Koblenz 1:1 (0:1)

Soll man sich nun freuen oder hadern? Über diese Frage hätte man im Lager von TuS Koblenz gestern wohl stundenlang philosophieren können. Die Elf von Trainer Uwe Rapolder spielte ordentlich und verdiente sich am Ende eines sonnigen Nachmittags redlich ein 1:1 beim FC Augsburg. Allein, der eine Zähler hilft dem Tabellen-16. für den Moment nicht wirklich weiter. Und, was weitaus wichtiger ist: Wohl selten war es so einfach, einen Dreier in der Fremde einzufahren.

"Natürlich wäre mehr drin gewesen, aber mit einem Punkt in Augsburg kann man durchaus leben", entschied sich Rapolder für eine dritte und salomonische Variante. Für den Trainer stand unter dem Strich die Bestätigung, dass die Mannschaft auch bei einem der Top-Teams der Liga mithalten kann. "Ich hatte schon ein bisschen Bammel", gestand der Coach angesichts der individuellen Klasse in der Elf des FCA, während bei der TuS praktisch nur eine Not-Elf auf dem Platz stand. Benjamin Lense hatte kurzfristig wegen Knie-Problemen ebenso wie Christian Müller passen müssen - auf der Bank saßen gerade einmal vier Feldspieler.

Aber mit einem frühen Tor im Rücken schaffte es die TuS, viele Defizite zu kompensieren. In der zwölften Minute fehlte FCA-Verteidiger Stefan Buck in der nagelneuen Arena offenbar noch die Orientierung, Shefki Kuqi schnappte sich den zu kurz geratenen Rückpass und schob eiskalt zum 0:1 ein. Am Rande bemerkt: Von sechs Liga-Toren der TuS hat der Finne nunmehr fünf erzielt.


l_st02
Oktober 2009

Bei TuS Koblenz gibt"s viel Gesprächsbedarf

Aktuell-2009_85Nach der Pleite gegen Oberhausen fordert Trainer Rapolder Verstärkung

Zweitligist TuS Koblenz ist am vorläufigen Tiefpunkt in der noch jungen Spielzeit angelangt. Das 0:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen nährte die berechtigten Zweifel an der Konkurrenzfähigkeit der Mannschaft. Eine Erkenntnis, die nach nur acht Spieltagen zu denken geben sollte.

TuS Koblenz - Rot-Weiß Oberhausen 0:1 (0:0)

Für gewöhnlich gehen im Fußball die Sieger in der Stunde des Triumphes recht pfleglich mit dem unterlegenen Kontrahenten um. Ja, gelegentlich wird die Leistung des Gegners gerne auch mal überhöht, um die eigene Vorstellung noch einmal in ein besseres Licht zu rücken. Manchmal aber gibt der Mund des Gegners einfach auch nur in trockenen Worten die Realität wieder.

So geschehen am Freitagabend in den Katakomben des Stadions Oberwerth. Dort machte sich Hans-Günter Bruns in keinster Weise verdächtig, der Mannschaft von TuS Koblenz schmeicheln zu wollen. "Wir wussten, dass Koblenz nach vorne nur wenig macht. Immer nur die langen Bälle auf Kuqi, das kam uns natürlich entgegen. Das hat uns die Sache leicht gemacht", konstatierte der Manager von Rot-Weiß Oberhausen nach dem verdienten 1:0-Sieg seiner Mannschaft auf des Gegners Platz.

Die ungeschminkte Wahrheit tut mitunter weh, aber Erkenntnis ist nun mal das einzig probate Mittel auf dem oftmals beschwerlichen Weg zur Besserung. Das haben nun auch die Verantwortlichen bei TuS Koblenz endgültig registriert. Fällt doch das Fazit nach der Niederlage gegen eine zwar gut organisierte, aber beileibe nicht Furcht einflößend auftretende RWO-Elf ebenso ernüchternd wie fatal aus: Mehr geht einfach nicht mit dieser Mannschaft. Oder, wie TuS-Trainer Uwe Rapolder es ausdrückte: "Mit dieser Qualität wird es schwer, die Klasse zu halten."


Wunschspieler Skela kommt zur TuS

Der albanische Nationalspieler soll schon am Sonntag gegen Ahlen für den Koblenzer Zweitligisten auflaufen

TuS Koblenz rüstet auf: Der albanische Nationalspieler Ervin Skela, ein Mann mit reichlich Bundesligaerfahrung, wechselt ans Deutsche Eck und soll schon am Sonntag im Zweitliga-Heimspiel gegen Ahlen das blau-schwarze Trikot tragen.

Heute spielt Ervin Skela noch für die albanische Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel in Schweden, am Sonntag soll der 32-jährige Mittelfeldspieler bereits für den Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz auflaufen.

Zwar hielt sich TuS-Manager Wolfgang Loos gestern noch bedeckt ("Ich werde noch mal mit seinem Berater telefonieren"), doch der Aufsichtsratsvorsitzende Walterpeter Twer ließ am Abend die Katze aus dem Sack: Aus dem Trainingslager der Albaner, so Twer, faxte Skela den vorbereiteten Vertrag unterschrieben zurück, am Donnerstagabend soll er in Koblenz ankommen und drei Tage später beim angestrebten Heimsieg der TuS gegen Rot Weiss Ahlen auf dem Spielfeld mithelfen.


TuS verliert Struktur und Punkte

Aktuell-2009_92Koblenzer geben den Sieg gegen Rot Weiss Ahlen leichtfertig aus der Hand - In Halbzeit zwei läuft nichts mehr zusammen

Die zweite Halbzeit verschlafen und den Sieg hergeschenkt. TuS Koblenz hat sich mit dem 1:1 (1:0) gegen Rot Weiss Ahlen fürs Erste im Tabellenkeller festgesetzt.

TuS Koblenz - Rot Weiss Ahlen 1:1 (1:0)

Bei TuS Koblenz wird ja darüber nachgedacht, eventuell noch einen Stürmer zu verpflichten, um Shefki Kuqi im Angriff das Gefühl qualvoller Einsamkeit zu nehmen. Gut, die Stürmeridee ist nach dem ernüchternden 1:1 gegen Rot Weiss Ahlen nur zu unterstreichen. Vielleicht sollten darüber hinaus Überlegungen angestellt werden, einen Psychologen mit ins Team zu holen. Denn was sich die TuS-Mannen nach ansehnlichen 45 Minuten in Halbzeit zwei zusammengegurkt haben, sprengt nicht nur das Denkvermögen des durchschnittlich fantasievollen TuS-Fans.

Folgerichtig war Ratlosigkeit Trumpf im Koblenzer Lager. Erklärungsversuche für den Niedergang nach der Pause kamen mindestens so hilflos daher wie das TuS-Spiel in dieser Phase. "Das ist natürlich Enttäuschung pur. Wir haben völlig die Ordnung verloren", konstatierte TuS-Trainer Uwe Rapolder. An mangelnder Erfahrung habe es nicht gelegen. "Wir hatten sechs Spieler um die 30 auf dem Platz. Da muss ich mehr Ordnung, mehr Autorität verlangen."

Doch nach dem Wechsel schienen alle TuS-Akteure genug mit sich selbst zu tun zu haben. Auch der erst in dieser Woche nachverpflichtete Ervin Skela, der in Durchgang eins mit viel Übersicht und klugen Pässen geglänzt hatte, ging nun im kollektiven Chaos mit unter.


Kuqis Tore geben der TuS neue Hoffnung

Aktuell-2009_99Finne trifft doppelt beim verdienten Koblenzer Sieg in Fürth

Nach sieben Spielen ohne Sieg hat TuS Koblenz wieder drei Punkte eingefahren - noch dazu in der Fremde. Entsprechend groß war der Jubel nach dem Erfolg in Fürth.

SpVgg Greuther Fürth - TuS Koblenz 1:2 (1:2)

Kuqi - immer wieder Shefki Kuqi. Man mag sich kaum vorstellen, wo TuS Koblenz ohne seinen Torjäger stehen würde. Der kantige Finne wird mehr und mehr zur personifizierten Hoffnung des Zweitligisten, den Abstiegskampf erfolgreich zu bestehen. Beim Koblenzer 2:1 in Fürth erzielte Kuqi beide Treffer und hat nun schon sieben der neun TuS-Tore erzielt. Mehr noch: Durch den Dreier wächst bei den Beteiligten der Glaube, dass der 16. Tabellenplatz bald Geschichte ist.

Schon die erste Halbzeit war für die TuS nahezu nach Wunsch verlaufen. Die Koblenzer erzielten zwei Tore zu den sogenannten psychologisch wichtigen Zeitpunkten und bremsten damit die sonst so ballsicheren Franken mächtig ein. In der dritten Minute stand Kuqi da, wo ein Stürmer zu stehen hat, und schob den Ball nach einem Einwurf zum 0:1 ein. Der Treffer erwies sich als höchst hilfreich, schon allein, weil er das zuletzt arg in Mitleidenschaft gezogene Selbstvertrauen der TuS-Elf aufpolierte. Die Koblenzer störten früh, nur selten fand ein Pass der Fürther den Weg in die Spitze.

Das hehre Ziel von Rapolder, erstmals in dieser Saison torlos über die 90 Minuten zu kommen, war indes auch im Playmobil-Stadion nicht zu realisieren. Was an Sami Allagui lag, der eingedenk der fehlenden Zuspiele das Toreschießen inklusive der Vorarbeit selbst übernahm. In der 26. Minute schnappte er sich das Leder, umkurvte drei TuS-Spieler und ließ dem herauseilenden Torwart David Yelldell keine Chance. Sollte das schon wieder losgehen, dass die Koblenzer nach einer Führung plötzlich den Faden verlieren?

Und der Eifer von Morack wurde sogar mit einer Torvorlage belohnt. Bei einem seiner wenigen Vorstöße schaufelte er den Ball in den Strafraum, wo er den Abnehmer der TuS schlechthin fand. Natürlich war es Kuqi, der volley abzog. Das Leder schlug im langen Eck ein, es hieß 1:2. Unmittelbar danach pfiff Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus zur Pause - auf dem Rasen standen geschockte Fürther und jubelnde Koblenzer.


TuS-Bollwerk hält nur 45 Minuten

Koblenzer wehren sich eine Halbzeit lang tapfer in Hoffenheim, verlieren dann aber deutlich und scheiden im Pokal aus

Der Traum ist ausgeträumt. Mit 0:4 verliert TuS Koblenz bei der TSG 1899 Hoffenheim - das erwartete Aus im Achtelfinale im DFB-Pokal.

TSG 1899 Hoffenheim - TuS Koblenz 4:0 (0:0)

Endstation Achtelfinale. Die verwegene Hoffnung des Zweitligisten TuS Koblenz, über den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim ins Viertelfinale des DFB-Pokals vorzustoßen, blieb ein frommer Wunsch. 4:0 (0:0) hieß es am Ende für die Hoffenheimer, die den verdienten Sieg allerdings erst mit einiger Anlaufzeit unter Dach und Fach brachten. Gegen eine TuS-Elf, die sich 45 Minuten lang tapfer zur Wehr setzte, in Halbzeit zwei dann aber streckenweise den Überblick verlor.

Dass Abwehrspieler Marvin Compper noch die meiste Torgefahr bei Hoffenheim verströmte, ist bezeichnend. Nach nur 48 Sekunden jagte der Ex-Gladbacher einen Ball allein vor David Yelldell Richtung angrenzende A6. In der 8. Minute fälschte die vielbeinige TuS-Abwehr einen Compper-Schuss so gerade noch zur Ecke ab. Danach war die TSG naturgemäß tonangebend, ohne dabei allerdings die Sterne vom Badener Himmel zu spielen.

Koblenzer Torannäherungen gingen als kostbare Rarität durch. Ein abgefälschter Schuss von Melinho (24.) war noch das Beste, was die spärlichen Angriffsbemühungen der TuS hergaben.

Die Preisfrage, auf welche Art Tor Nummer eins an diesem Abend nur fallen konnte, ist schnell beantwortet. Eine Standardsituation bescherte Hoffenheim das 1:0. Der von Sejad Salihovic von rechts scharf in den Strafraum getretene Ball fand den Weg an Freund und Gegner vorbei ins Netz (50.).

Nach 67 Minuten waren dann auch die letzten Zweifel am Favoritensieg ausgeräumt. Vedad Ibisevic kochte TuS-Innenverteidiger Matej Mavric auf rechts ab, kurvte nach innen und schob platziert aus rund achte Metern zum 2:0 ein. Die Partie war gelaufen.

Die Koblenzer waren jetzt nur noch ein Spielball der aufdrehenden Platzherren, die leichtes Spiel hatten, auch noch einen dritten Ball im TuS-Kasten unterzubringen. Beim 3:0 durch Maicosuel war er dann schließlich doch noch zu bestaunen, der gefürchtete Hoffenheimer Tempofußball. Nach Pass von Ibisevic ließ der TSG-Stürmer die TuS-Abwehr alt aussehen.

Marvin Compper mit einem Kopfballtreffer setzte den Schlusspunkt in einer am Ende recht einseitigen Pokalpartie.


l_st02
November 2009

TuS-Pleite ruft die Zyniker auf den Plan

Aktuell-2009_107Hohngesänge bei Koblenzer Niederlage gegen Duisburg - Abwehr desolat

Die Tendenz stimmt bedenklich: TuS Koblenz kann zu Hause nicht mehr gewinnen. Beim 0:3 gegen den MSV Duisburg überbot sich die desolate TuS-Abwehr in Peinlichkeiten.

TuS Koblenz - MSV Duisburg 0:3 (0:3)

Wenn nichts mehr geht, eine ordentliche Portion Zynismus geht immer. Die Realität einfach mal wegsingen, dachten sich wohl auch die Fans in der Kurve von TuS Koblenz. Und so stimmten sie beim Spiel gegen den MSV Duisburg Mitte der zweiten Halbzeit den eigentlich für Glanzvorstellungen der eigenen Mannschaft vorgesehenen Gassenhauer "O, wie ist das schön" an.

Blöderweise stand es zu dem Zeitpunkt bereits 3:0 für die Gäste, und die Koblenzer Spieler waren auf einem guten Weg, sich lächerlich zu machen. Von bemerkenswerter Hilflosigkeit geprägt, kamen zu dem Zeitpunkt die Offensivbemühungen der TuS-Akteure daher. Es blieb bei der vagen Hoffnung, die dilettantischen Abwehrfehler aus Halbzeit eins noch irgendwie reparieren zu können.

0:3 hieß es folgerichtig auch am Ende nach einer aus Koblenzer Sicht rundum misslungenen Darbietung. Das Fazit von Neuerwerbung Ervin Skela war überdeutlich: "So können wir in der Liga nicht bestehen. Wir müssen besser stehen und aggressiver spielen", analysierte der Albaner.


TuS hat wieder Mut zur Abwehrlücke

Koblenzer Defensivpatzer machen dem SC Paderborn das Siegen leicht

TuS Koblenz bleibt auch nach dem zwölften Spieltag im Unterhaus bei mageren neun Punkten stehen. Beim 1:2 (1:2) in Paderborn machten zahlreiche Abwehrfehler dem Gegner das Leben mal wieder leicht.

SC Paderborn - TuS Koblenz 2:1 (2:1)

So viel Spaß kann Fußball bereiten - wenn die jeweiligen Abwehrreihen ihre Arbeit nicht mit dem notwendigen Ernst versehen. In der Paderborner Energieteam-Arena wohnten die 6176 Zuschauer beim Spiel des SC Paderborn gegen TuS Koblenz einer unterhaltsamen, mit Torraumszenen reich gesegneten Zweitligapartie bei.

Weil die Koblenzer Defensive, wie schon gegen Duisburg, weitaus mehr Fehler machte als der Gegner, verlor die TuS auch diese Partie. Schlimmer noch: Nach dem 1:2 in Ostwestfalen drohen die Koblenzer den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren.

Für den TuS-Trainer war nach der Partie der Spaß vorbei. Uwe Rapolder ließ mächtig Dampf ab und ging insbesondere mit seiner indiskutablen Abwehr hart ins Gericht. Normalerweise stelle er sich hinter seine Akteure, "doch jetzt ist es mal an der Zeit, Klartext zu reden". Er habe "keinen Bock mehr, einem 30-jährigen Nationalspieler den Rücken zu stärken", hob der Coach die schwache Vorstellung von TuS-Abwehrchef Matej Mavric heraus. So könne es nicht mehr weitergehen. "Die Spieler müssen sich endlich ihrer Verantwortung bewusst werden", polterte Rapolder.


Stadion: Vergleich mit Oberwerth

Stadtrat gibt überraschend Machbarkeitsanalyse zur Sanierung in Auftrag

Neue Überlegungen in Sachen Stadion: Der Koblenzer Stadtrat hat in nicht öffentlicher Sitzung die Verwaltung ermächtigt, drei Architekturbüros zu beauftragen, eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Stadions Oberwerth zu erstellen. Die Ergebnisse sollen bereits im Dezember im Rat präsentiert werden.

Stadt und Investoren seien an der insgesamt kostengünstigsten Lösung interessiert, hieß es dazu am Freitag in einer Pressemitteilung. Dazu sollen den bisher vorliegenden Plänen für einen Neubau an der A 61 objektive Zahlen für den Ausbau am alten Standort Oberwerth gegenübergestellt werden. Bei einer noch für dieses Jahr zu erwartenden Entscheidung sollen dabei auch die Realisierungszeiträume für die bestehenden Forderungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) berücksichtigt werden.

Deutlich spricht sich der Rat dafür aus, die Bedingungen für den Profifußball von TuS Koblenz sowohl für den Spielbetrieb als auch für die Stadionbesucher zu verbessern. Der Standort Oberwerth, so die Stadt, biete mehrere Möglichkeiten wie die Nutzung der bereits vorhandenen technischen Infrastruktur, einen Umbau im Bestand, die Doppelnutzung zweier möglicher neuer Park-and-ride-Parkdecks und einen Schienenhaltepunkt als Langfristoption.

Erst das Ergebnis der Machbarkeitsstudien soll als Entscheidungsgrundlage dienen, ob die Planung eines Neubaus an der A 61 weiter vorangetrieben wird oder aber der Ausbau und die Sanierung des alten Stadions Oberwerth favorisiert werden sollen. Dabei müsste unter anderem auch der Leichtathletiksport (Rundlaufbahn) herausgenommen und an einen anderen Standort verlagert werden.

Die Stadt widersprach damit gleichzeitig Falschmeldungen des FBG-Fraktionsvorsitzenden Manfred Gniffke, der aus nicht öffentlicher Sitzung gegenüber dem SWR von einem "Aus" für den Neubau eines Stadions an der A 61 gesprochen hatte.


Mavric trifft gegen den Heimkomplex

Aktuell-2009_114Wichtiger Sieg gegen Aachen - Ergebnisfußball hat Vorfahrt

Hauptsache gewonnen - mit dem 1:0 gegen Alemannia Aachen hat Zweitligist TuS Koblenz trotz wenig überzeugender Vorstellung den zweiten Heimsieg gelandet und den Anschluss ans untere Mittelfeld gewahrt.

TuS Koblenz - Alemannia Aachen 1:0 (0:0)

Vielleicht lag es ja auch daran, dass die Mannschaft es nicht mehr hören konnte, wenn ihr Trainer zuletzt immer wieder vom drohenden Heimkomplex geredet hatte. Seit dem 3:2 gegen Bielefeld am zweiten Spieltag wartete Zweitligist TuS Koblenz auf einen Dreier vor heimischem Publikum. Und weil an diesem Spieltag zuvor auch schon die Tabellennachbarn munter drauflos gewonnen hatten, wäre es für die TuS ein denkbar schlechter Zeitpunkt gewesen, ihren Komplex gegen Alemannia Aachen zu einem ausgewachsenen Trauma auszubauen.

Doch die Mannschaft hat ihrem Trainer mit dem 1:0 gegen Aachen in Sachen Heimkomplex fürs Erste Redeverbot erteilt. Okay, es war kein glanzvoller Sieg. Doch das Erlebnis Fußball steht im Abstiegskampf auch nur selten im Vordergrund. "Wir müssen schauen, dass wir bis Weihnachten noch ein paar Punkte einfahren. In so einer Phase zählt nur reiner Ergebnisfußball", konstatierte TuS-Trainer Uwe Rapolder. Jener Fußballlehrer also, der ansonsten dem attraktiven Vertikalspiel das Wort redet, greift in dieser Situation auf die Urelemente des fußballerischen Erfolgs zurück. Hinten keinen reinlassen - und vorne wird schon irgendein Ding reinfallen.

So könnte in etwa auch die Kurz-Zusammenfassung der Partie gegen Aachen aussehen. Mit einer Dreierkette, die in der Rückwärtsbewegung flugs zu einer massiven Fünferkette mutierte, machten die Koblenzer hinten die Räume dicht. "Ich wollte endlich mal Überzahl in der Abwehr schaffen", begründete Rapolder seinen Schritt zu mehr Absicherung. "Nur nicht dem Gegner ins offene Messer laufen", wie es der stark aufspielende Martin Forkel formulierte, lautete das Gebot der Stunde.

Doch alles war vergessen, nachdem Mavric nach 76 Minuten eine Stieber-Flanke per Kopf im rechten oberen Giebel versenkt hatte. Ein Tor, ein Sieg, der für kollektive Erleichterung sorgte. Ja, es war gleichzeitig das erste "zu Null" seit dem März dieses Jahres (3:0 gegen Osnabrück). Der Anschluss ans untere Mittelfeld ist gewahrt - wer fragte noch danach, wie dieser Sieg zustande gekommen war?



Koblenzer wachen zu spät auf

TuS bleibt nach Niederlage in Karlsruhe auf Platz 16 - Njazi Kuqis Tor reicht nicht

Nichts war"s mit dem zweiten Sieg in Folge für TuS Koblenz. Der Zweitligist wachte in der Partie beim Karlsruher SC zu spät auf und bleibt nach der Niederlage auf dem 16. Tabellenplatz.

Karlsruher SC - TuS Koblenz 2:1 (0:0)

Die Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis war groß bei TuS Koblenz. Irgendwie einen Punkt beim Karlsruher SC zu entführen, das war das große Ziel der Elf von Uwe Rapolder, der sich wie schon zuletzt gegen Aachen eine strikte Defensivtaktik ausgedacht hatte. Weil das Ganze aber nur eine Halbzeit funktionierte und die Koblenzer unter dem Strich zu wenig ins Spiel investierten, muste die TuS verdientermaßen mit einem 1:2 den Heimweg antreten. "Das ist eine unglückliche Niederlage, die zudem weh tut, weil der KSC ein Tabellennachbar war", resümierte Trainer Uwe Rapolder.

Die Partie im Wildparkstadion war die erwartet zähe Angelegenheit. Abstiegskampf ist eben wahrlich nichts für Fußball-Ästheten. Zu denen zählt eigentlich Rapolder, der aber in diesen Tagen auch mal fünfe gerade sein lässt. Wie schon gegen Aachen wachten gleich drei Akteure im Defensivzentrum, zudem machten die Außenverteidiger ihre Seiten zu. Was für den Koblenzer Trainer ein 3-5-2-System darstellte, kam den Zuschauern und vor allem den KSC-Akteuren wohl wie ein 8-1-1 vor. Will heißen: Die TuS rührte Beton an.

Die Koblenzer Mauer war durchbrochen. Und mit dem Karlsruher 1:0 waren die Kräfteverhältnisse noch eindeutiger als schon zuvor verteilt. Die Karlsruher drängten nun mit Macht auf das 2:0 und wurden in der 63. Minute belohnt: Nach einem feinen Pass in die Gasse schob Anton Fink clever ein.

Das schien die Entscheidung zu sein. War es aber nicht, weil die TuS dann doch noch einen lichten Moment im Angriff hatte. In der 74. Minute spielte Shefki Kuqi seinen Bruder Njazi frei, der mit seinem ersten Saisontor der Mannschaft quasi aus dem Nichts neue Hoffnung gab. Und in der Tat war plötzlich wieder Leben im Team. Die TuS spürte, dass womöglich doch was ging beim KSC und suchte verstärkt den Weg nach vorn. Zu spät, wie sich zeigen sollte, denn für den Ausgleich reichte es nicht mehr.


l_st02
Dezember 2009

TuS präsentiert sich wie ein Absteiger

Aktuell-2009_119Desolate Koblenzer gehen gegen den FC St. Pauli unter - Trainer Uwe Rapolder spricht von einer Demütigung

Schlimmer geht es nicht mehr: Nach einer indiskutablen Leistung erlebte TuS Koblenz auf dem Oberwerth gegen den FC St. Pauli ein fußballerisches Debakel. In dieser Form wird es für die Elf von Trainer Uwe Rapolder schwer werden, den Klassenverbleib zu schaffen.

TuS Koblenz - FC St. Pauli 1:5 (0:2)

Samstag, 13 Uhr. Eine gute Zeit, um etwas Sport zu treiben, Wochenendeinkäufe zu tätigen oder - in diesen Tagen - den ersten Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt in Angriff zu nehmen. Stattdessen Profifußball kurz nach dem Aufstehen und doch zum Einschlafen. Denn es war eine Begegnung mit falschen Versprechungen, die da auf dem Oberwerth über den Rasen ging.

Auf dem Spielplan stand TuS Koblenz gegen FC St. Pauli. Ein Zweitligaspiel auf dem Papier. Allein, die Koblenzer weigerten sich beharrlich mit Kopf und Füßen, ein dieser Klasse auch nur annähernd gemäßes Fußballspiel abzuliefern. Das Ergebnis fiel aus TuS-Sicht folgerichtig vernichtend aus. 1:5 gegen locker-flockig aufspielende Paulianer - der Koblenzer Mittelfeldspieler Manuel Hartmann brachte es auf den Punkt: "Das ist der Tiefpunkt. Schlechter geht es sicher nicht mehr." Klare Worte, wahre Worte. Was die Koblenzer vor 8555 maßlos enttäuschten Zuschauern - sofern sie TuS-Sympathisanten waren - ablieferten, war definitiv nicht zweitligatauglich.



 Legt die TuS im Winter nach?

Trainer Uwe Rapolder steht in Koblenz nicht zur Disposition - "Gemeinsame Lösungen"

Es geht weiter mit Uwe Rapolder - möglicherweise aber nicht mit dem einen oder anderen Spieler. Das ist Resümee und Zukunftsperspektive zugleich für Zweitligist TuS Koblenz nach der herben Pleite gegen den FC St. Pauli.

Uwe Rapolder hat in den vergangenen Wochen des Öfteren den Vergleich mit dem VfB Stuttgart bemüht. Zur Veranschaulichung sozusagen. Um zu zeigen, dass auch namhafte und für ihre Spielstärke gerühmte Mannschaften dorthin abrutschen können, wo sich Zweitligist TuS Koblenz schon seit geraumer Zeit eingenistet hat. Einen solchen Quervergleich wird sich der Trainer von TuS Koblenz fürderhin verkneifen. Stuttgart steht zwar in Liga eins - wie die TuS im Unterhaus - nach wie vor unten, hat aber im Gegensatz zu den Koblenzern jetzt auf die Talfahrt reagiert und den Trainer gewechselt. Mit Babbels Schicksal indes wird Rapolder sich kaum gemein machen wollen.

Aber Koblenz ist nicht Stuttgart, und selbiges Ungemach muss Rapolder (noch) nicht fürchten. Der Koblenzer Coach, so die Lage der Dinge, sitzt auch nach dem desaströsen 1:5 gegen den FC St. Pauli stabil und relativ bequem auf dem Koblenzer Trainerstuhl. Die Losung der Stunde gab Wolfgang Loos gestern noch einmal aus - und sie klingt nicht viel anders als in den vergangenen Wochen auch: "Wir kriegen das hier nur gemeinsam hin", verkündete der TuS-Geschäftsführer den großen Schulterschluss - allen Unmutsäußerungen einiger Fans nach dem Pauli-Spiel und der klaren Anti-Rapolder-Stimmung in den einschlägigen Fan-Foren zum Trotz.


Nach TuS-Pleite: Rapolder vor dem Aus

Koblenzer sind im Rheinland-Pfalz-Derby in Kaiserslautern chancenlos

Der erhoffte Befreiungsschlag für TuS Koblenz ist ausgeblieben. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder war im Rheinland-Pfalz-Derby bei Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern chancenlos. Der in die Kritik geratenen Coach steht nun vor der Entlassung.

1. FC Kaiserslautern - TuS Koblenz 3:0 (1:0)

Ein angezählter Trainer, eine komplett unsichere Mannschaft, verärgerte Fans: TuS Koblenz gibt in der Endphase der Hinrunde ein trauriges Bild ab. Im Rheinland-Pfalz-Derby beim 1. FC Kaiserslautern konnte die Elf von Uwe Rapolder zwar ein weiteres Debakel abwenden, unter dem Strich steht mit dem 0:3 auf dem Betzenberg aber die dritte Niederlage in Folge, das Tabellenmittelfeld bleibt in weiter Ferne. Und wie es scheint, war es der letzte Auftritt des glücklosen Coachs. "Es ist vorbei, es geht nicht mehr weiter", sagte Rapolder unserer Zeitung nach der Pressekonferenz.

Was gegen den derzeitigen Trainer spricht: Ein Trend, dass die TuS auf dem Weg der Besserung ist, ist nicht zu erkennen. Zu eindeutig stellten sich die Kräfteverhältnisse im stimmungsvollen Fritz-Walter-Stadion dar. Der heimische 1. FC Kaiserslautern spielte vor 35 789 Zuschauern zwar nicht die Sterne vom Himmel, aber die selbstbewussten Pfälzer taten das, was man als Tabellenführer gegen einen Abstiegskandidaten tun muss: Er gewann das Spiel, noch dazu ziemlich ungefährdet.

Und es passte ins Bild des Abends, dass die Koblenzer zum wiederholten Male in dieser bislang verkorksten Serie eifrig den Gegner unterstützten. Nach einer Sondierungsphase zu Beginn der Partie führte gleich die erste gefährliche Chance zum 1:0 für die Pfälzer - eingeleitet von einem Koblenzer Akteur. In der 16. Minute setzte Ervin Skela zu einem abenteuerlichen Flankenwechsel an, der zum Rohrkrepierer wurde. Lauterns Sidney Sam schnappte sich auf halber Strecke das Leder und steckte zu Adam Nemec durch, der nervenstark zur Führung für den FCK einschob. Toreschießen leicht gemacht.

Fast zeitgleich mit dem Treffer meldete sich ein Teil der TuS-Fans mit "Rapolder raus"-Rufen zu Wort, was der Moral der Koblenzer nicht eben zuträglich war. Obendrein zündeten einige Anhänger im Stehplatz-Block in der zweiten Halbzeit Leuchtraketen - eine Geldstrafe für den Verein dürfte die Folge sein.


Uwe Rapolders Zeit in Koblenz ist abgelaufen

TuS trennt sich nach dem 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern vom Trainer - Entwicklung hatte sich bereits abgezeichnet - Uwe Koschinat bis zum Hinrunden-Abschluss als Interims-Chef

Die Amtszeit von Uwe Rapolder bei TuS Koblenz ist beendet. Nach dem 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern verständigten sich die Verantwortlichen des Vereins am Sonntag darauf, den 51-Jährigen freizustellen. Am Abend einigten sich die Parteien dann auf eine Vertragsauflösung.

Am Samstag fuhr Uwe Rapolder ein letztes Mal am Stadion Oberwerth vor. Für 14 Uhr war das obligatorische Auslaufen nach dem Spiel angesetzt, die Aufarbeitung des trostlosen 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern interessierte in der Kabine aber niemanden. Stattdessen richtete der Trainer ein paar kurze Worte an die Mannschaft und wünschte ihr alles Gute für die Zukunft. Draußen umarmte er noch ein paar Fans und Bekannte, ehe er sich wieder auf den Weg machte.

Wie sich tags darauf herausstellen sollte, war dies nach rund zweieinhalb Jahren sein Abschied von TuS Koblenz. Am Sonntagmittag verkündete TuS-Aufsichtsrats-Chef Walterpeter Twer die erwartete Trennung von Rapolder. In der heutigen Aufsichtsrats-Sitzung soll das Ganze auch formal beschlossen werden. Twer hatte sich zwischenzeitlich natürlich auch mit Werner Hecker beraten. Der TuS-Präsident und der Klub-Vorstand tragen die Entscheidung geschlossen mit.


David Yelldell im Pech

TuS-Torwart fällt mit Bänderriss vier Wochen aus

Wer den Schaden hat, braucht bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen. Da machte die TuS am Freitagabend auf dem Betzenberg keine Ausnahme. "Wir steigen auf, und ihr steigt ab", schallte es aus der Westkurve des Fritz-Walter-Stadions, wo quasi das Herz des 1. FC Kaiserslautern schlägt. Die Schlussphase der Partie war ein einziges Schaulaufen für die Gastgeber, die Koblenzer dienten nur noch als Staffage der Pfälzer Party.

Die Schmach, sich die Gesänge der FCK-Fans anzuhören, blieb David Yelldell erspart, aber ein Trost wird das dem Koblenzer Torwart nicht sein. Im Gegenteil: Für den 28-Jährigen war die Partie ein Abend zum Vergessen. Vor dem 2:0 verschätzte er sich beim Herauslaufen und leistete damit tatkräftige Mithilfe bei Erik Jendriseks Treffer.

Was noch schwerer wiegt. Yelldell zog sich dabei einen Innenbandriss im rechten Knie zu, eine Kernspin-Untersuchung bestätigte die erste Diagnose. Der TuS-Torwart wird damit zumindest vier Wochen pausieren müssen und steht wahrscheinlich auch zum Rückrunden-Auftakt am 17. Januar gegen den TSV 1860 München noch nicht zur Verfügung. Wobei die Torwart-Frage derzeit wohl die kleinste Baustelle beim Koblenzer Zweitligisten ist: Dieter Paucken wusste nach seiner Einwechslung zu überzeugen, auch Marcus Rickert hat bereits unter Beweis gestellt, dass man auf ihn zählen kann.


TuS überwintert auf einem Abstiegsplatz

Koblenz unterliegt Mitkonkurrent Frankfurt nach schwacher Vorstellung

Keine Besserung in Sicht: Bei Zweitligist TuS Koblenz hält der Abwärtstrend an. Nach dem 0:1 gegen den FSV Frankfurt im letzten Hinrundenspiel sind die Koblenzer auf einem Abstiegsplatz angelangt.

TuS Koblenz - FSV Frankfurt 0:1 (0:1)

Bei passablen Wintersportbedingungen entwickelte sich eine Partie, wie sie bei dem Untergrund und dem Tabellenstand beider Teams zu erwarten war. Spielzüge über mehr als drei, vier Stationen blieben die Ausnahme, dafür war jeder Zentimeter Rasen hart umkämpft.

Bei der TuS war die Bereitschaft zu einem vielversprechenden Neuanfang nach der Rapolder-Demission zunächst deutlich zu spüren. Die Spieler feuerten sich an, an der Außenlinie leistete Interims-Coach Uwe Koschinat seinen Beitrag zum ersehnten Gelingen, beklatschte in der Anfangsphase auch schon mal einen gelungenen Einwurf seiner Mannen.

Die Begegnung kämpfte sich durch die erste Halbzeit, da bekam das zarte Pflänzchen Selbstbewusstsein bei den Koblenzern einen empfindlichen Wachstumshemmer. Dominique Ndjeng war im Zweikampf gegen Sebastian Göbig schlichtweg zu spät dran. Da sich das Ganze auch noch im TuS-Strafraum abspielte, entschied Schiedsrichter Michael Kempter völlig zu Recht auf Elfmeter. Den verwandelte Jürgen Gjasula - Yeldell-Vertreter Dieter Paucken half es auch nicht, dass er die richtige Ecke ahnte.

Der Rückstand hinterließ seine Spuren bei den TuS-Akteuren. Ein neuer Trainer an der Außenlinie, doch im Spiel schlichen sich die altbekannten Unzulänglichkeiten ein. Die Pässe von Ervin Skela fanden nur selten einen Adressaten. Über die Außen Christian Müller und Emmanuel Krontriris kam wenig, Shefki Kuqi war im Sturmzentrum gegen den knüppelharten Gledson zumeist nur zweiter Sieger.

Aufregung gab es dann mal in Minute 36, als FSV-Keeper Patric Klandt einen Hartmann-Schuss nur abklatschen konnte. Doch dann stand Skela beim Nachschuss im Abseits. Nein, die Partie war aus TuS-Sicht nicht dazu angetan, die 5853 frierenden Zuschauer zu erwärmen.

 


TuS: Trainer stehen Schlange

Zweitligist erstellt Anforderungsprofil - Über 80 Anfragen

In den Internet-Foren wird wild diskutiert. Die Frage, wer denn nun der richtige Trainer für Fußball-Zweitligist TuS Koblenz sein könnte, treibt die Fans um. Und, wie könnte es anders sein: Wie überall, wenn in der Szene eine Stelle besetzt werden muss, werden die üblichen Verdächtigen gehandelt: Holger Fach, der zuletzt beim FC Augsburg sein Geld verdient hat, Werner Lorant, der in Münchner Zeitungen kryptische Aussagen über seine nahe Zukunft gemacht hat, und natürlich auch der Name von Peter Neururer macht die Runde. Ebenfalls bei den Anhängern im Gespräch: Paul Linz, Klaus Toppmöller, Mike Büskens und, und, und.

Und so werden vorerst vor allem die Anfragen sondiert, über 80 Kandidaten sollen mittlerweile selbst oder über Berater bei der TuS vorstellig geworden sein. Wer letztlich den Zuschlag bekommt, wird vor allem davon abhängen, ob er das Koblenzer Anforderungsprofil erfüllt. "Er muss menschlich und inhaltlich zu uns passen", umreißt Loos grob seine Gedankenspiele. Was in erster Linie heißt: Der neue Mann an der Seitenlinie wird mit dem Kader zu arbeiten haben, den Rapolder zusammengestellt hat. Für größere Transferaktivitäten in der anstehenden Wechselfrist fehlt der TuS das Geld.

Zudem, und davon ist Loos fest überzeugt, "kann die Mannschaft wesentlich mehr, als sie zuletzt gezeigt hat". Es wird die Aufgabe des künftigen Cheftrainers sein, diese Fähigkeiten in der zuletzt verunsicherten Mannschaft zu wecken. Loos: "Das wird sicher jemand sein, der eine gewisse Erfahrung hat." In diesem Fall käme dann wohl sogar der 84-jährige Dettmar Cramer infrage, dessen Name ebenfalls in den Foren die Runde macht. Was natürlich als Scherz gedacht ist - aber ansonsten haben die TuS- Fans ja derzeit auch nicht viel zu lachen.


Göggelmann verlässt die TuS

Fußball-Zweitligist TuS Koblenz und Team-Koordinator Hanspeter Göggelmann gehen fortan getrennte Wege. Wie TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loss erklärte, haben sich beide Parteien nach einem gemeinschaftlichen Gespräch darauf verständigt, den Vertrag aufzulösen.

Der 61-jährige Göggelmann fungierte seit dem 1. Juli 2007 an der Seite von Trainer Uwe Rapolder als Team-Koordinator bei der TuS. Zuvor war Göggelmann als Spieler-Beobachter und sportlicher Leiter bei Rot Weiss Ahlen tätig.


Petrik Sander wird neuer Cheftrainer der TuS Koblenz
Zweitligist TuS Koblenz hat Petrik Sander als neuen Trainer verpflichtet. Der 49-Jährige übernimmt das Amt des Cheftrainers mit sofortiger Wirkung und unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende.


Hanspeter Göggelmann verlässt die TuS – Mannebach übernimmt
TuS Koblenz und Hanspeter Göggelmann haben sich auf eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsvertrages verständigt. Seit Sommer 2007 arbeitete Hanspeter Göggelmann als Teamkoordinator für die TuS.
Sein Nachfolger wird Markus Mannebach. Der 34-Jährige ist seit Anfang des Jahres Ausbildungsleiter im Verein.