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Saison 2008/09
Juni 2008
Philipp Langen wechselt zum Ligakonkurrenten nach Fürth
Koblenzer Zweitligist verpflichtet Torhüter Marcus Rickert
Für die Anhänger des Zweitligisten TuS Koblenz gibt es eine freudige und leider auch eine eher betrübliche Nachricht, was die jüngsten Bewegungen auf dem Transfermarkt angeht. Der Klub konnte gestern die Verpflichtung eines zweiten Torhüters vermelden. Marcus Rickert wechselt von Kickers Emden zur TuS. Der 24-jährige Keeper unterschrieb in der TuS-Geschäftsstelle einen Vertrag bis 2010.
So weit das Positive. Sicherlich unerwartet kommt dagegen der Weggang von Philipp Langen. Der talentierte Linksfuß, der in der abgelaufenen Saison durch einen Kreuzbandriss zurückgeworfen wurde, verlässt Koblenz und wechselt zum Ligakonkurrenten Greuther Fßrth. "Ein Verlust, den wir sehr bedauern", kommentierte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos den Weggang Langens.
Nicht der wirtschaftliche Aspekt, sondern vielmehr die neue sportliche Herausforderung und die guten Kontakte zum neuen "alten" Fürther Trainer Benno Möhlmann seien ausschlaggebend für den Wechsel gewesen, betonte Loos und meinte weiter: "Philipp hat uns gesagt, dass er sich mal verändern wolle. Das müssen wir akzeptieren."
Langen geht, doch Rickert kommt. "Damit haben wir die gewünschte, neue Torwartkonstellation", freute sich der Geschäftsführer. Nach David Yelldell von den Stuttgarter Kickers ist Rickert die zweite Torwartverpflichtung der TuS. Dennis Eilhoff, zurück nach Bielefeld, und Michael Gurski, zum SV Sandhausen, verlassen die Koblenzer bekanntlich.
Rickert freut sich auf die neue Aufgabe und den Konkurrenzkampf mit Yelldell. "Das wird sicher spannend. Wir kommen beide aus der Regionalliga und haben somit die gleichen Voraussetzungen", meinte Rickert gestern. Zunächst aber steht bei dem Keeper Urlaub auf dem Plan. Rickert: "Es geht in meine Heimat nach Rostock. Dort werde ich meine Eltern besuchen und am Strand mal richtig ausspannen, bevor es am 26. Juni in Koblenz mit dem Training losgeht."
In den Wochen der Vorbereitung dürfte dann auch geklärt werden, wer die neue Nummer eins im TuS-Kasten wird.
TuS Koblenz II im Endspiel gegen Eintracht Trier um den Rheinlandpokal
TuS II kämpft sich in die Verlängerung
Eintracht Trier setzt sich im Rheinlandpokal gegen Koblenz durch - Witteks Freistoßtor und Müllers Foulelfmeter entscheiden die Partie
Enttäuscht und stolz verlassen die Fußballer der TuS Koblenz II das Salmrohrer Stadion. Nach einer grandiosen Serie im Rheinlandpokal, in dem der B-Ligist vier Rheinlandligisten, zwei Bezirks- und einen A-Ligisten ausgeschaltet hatte, wurde die TuS erst im Finale durch den Oberligisten Eintracht Trier gestoppt.
TuS Koblenz II - Eintracht Trier n.V. 0:2 (0:0)
Um 21.33 Uhr gestern Abend war für den B-Ligisten TuS Koblenz II der Traum vom Gewinn des Rheinlandpokals geplatzt. Die Fußballspieler von Trainer Colin Bell hatten zuvor über 120 Minuten lang in einer Regenschlacht alles gegeben, gegen den Regionalliga-Aufsteiger SV Eintracht Trier 05 mitgehalten, sich Chancen erspielt und sich in die Verlängerung gekämpft. Aber als Eintracht-Spieler Christian Müller in der zweiten Minute der Nachspielzeit der Verlängerung zum Elfmeter anlief und zum 2:0 verwandelte stand fest: Trier nimmt den Bitburger Pokal des Fußballverbandes Rheinland mit nach Hause.
Die Erste (A-Junioren) der TuS besiegt die Zweite
Rheinlandpokal für Koblenzer A-Jugend
TuS Koblenz II - TuS Koblenz 1:3 (1:2)
"Wir können einfach nur stolz auf unsere A-Jugend sein. Die Spieler haben eine herausragende Leistung in der Pokalrunde bewiesen", war TuS-Trainer Colin Bell voll des Lobes für seine Schützlinge. Für ihn gab es deshalb im Finale keine erste oder zweite Mannschaft, sondern ein einziges Kollektiv aus Gewinnern. Dies wollte Bell besonders hervorgehoben wissen: "Da die Jungs gemeinsame Trainingseinheiten bestreiten und dort keine Unterschiede gemacht werden, sind sie heute als eine Einheit Pokalsieger geworden. Da gibt es keinen echten Verlierer."
TuS Koblenz: Lizenz erteilt!
Die TuS Koblenz gehört zum Teilnehmerfeld der kommenden Zweitliga-Saison. Wie die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Montag entschied, erhält der Verein das Spielrecht für die nächste Runde.
Die endgültige Vergabe der Lizenz war an die Erfüllung von Bedingungen geknüpft. Diese seien vollständig erfüllt worden. Es bleibt jedoch beim Abzug von drei Punkten für das Team von Trainer Uwe Rapolder. "Wir haben in den vergangenen Wochen alle hart dafür gearbeitet und freuen uns daher über diese positive Nachricht der DFL", sagte Geschäftsführer Wolfgang Loos: "Nun stellen wir uns den nächsten Herausforderungen. Hierzu zählen in erster Linie der Verbleib in der zweiten Liga trotz des Abzugs von drei Punkten sowie die weitere wirtschaftliche Konsolidierung."
TuS angelt sich Alemanne Krontiris
Koblenzer Zweitligist verpflichtet ehemaligen U21-Nationalspieler
Er ist deutscher Fußballer mit griechischem Pass und spielte schon für die U21-Nationalmannschaft Deutschlands: Emmanuel Krontiris hat beim Zweitligisten TuS Koblenz einen Zweijahresvertrag unterschrieben.
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat einen neuen Spieler verpflichtet: Emmanuel Krontiris, zuvor in Diensten bei Ligakonkurrent Alemannia Aachen, hat einen Zweijahresvertrag bei der TuS unterschrieben - Krontiris kommt ablösefrei nach Koblenz.
"Wir wollen die beste TuS aller Zeiten schaffen"
Vier Monate nach der ordentlichen Mitgliederversammlung lud der Vorstand der TuS Koblenz e.V. um Präsident Prof. Dr. Rüdiger Sterzenbach die Mitglieder zu einer Informationsveranstaltung ein, die trotz des deutschen Viertelfinals bei der Fußball-EM auf große Resonanz stieß. "Sie haben damals gebeten, dass wir Ihnen eine Übersicht über die Vorgänge bei der TuS geben. Dieses Versprechen haben wir hiermit gehalten", so Prof. Dr. Sterzenbach. Etwa 250 Mitglieder waren ins VIP-Zelt gekommen. Anwesend waren auch der Aufsichtsratsvorsitzende Walterpeter Twer, TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Der Präsident gewährte dabei nochmals einen Einblick in die finanzielle Situation des Vereins, die nach wie vor angespannt, aber nicht hoffnungslos sei.
Ndjeng zur TuS
Innenverteidiger hat bis 2010 unterschrieben
Die Spatzen hatten es bereits von den Dächern gepfiffen, gestern nun wurde der Vollzug offiziell vermeldet: Abwehrspieler Dominique Ndjeng hat bei TuS Koblenz einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 unterschrieben und ist damit der fünfte Neuzugang des Zweitligisten zur kommenden Saison.
Der Innenverteidiger kommt ablösefrei vom Klassenkonkurrenten VfL Osnabrück, für den er in den vergangenen beiden Jahren 13 Zweitliga- und 30 Regionalligaspiele absolvierte. In den Jahren zuvor hatte Ndjeng für die U 23 des 1. FC Köln sowie für LR Ahlen die Schuhe geschnürt. Insgesamt kommt der 27-Jährige auf 78 Einsätze in der Regionalliga und auf 38 Partien im Fußball-Unterhaus.
Anel Dzaka verlässt die TuS Koblenz
Ex-Kapitän unterschreibt beim Zweitliga-Rivalen Kaiserslautern
Nach vier gemeinsamen Jahren gehen der Fußball-Zweitligist TuS Koblenz und Anel Dzaka künftig getrennte Wege. Der Ex-Kapitän wechselt nach der Vertragsauflösung zum 1. FC Kaiserslautern, wo er am kommenden Montag unterschreiben wird.
Am Ende des Tages waren alle verbliebenen Optionen ausgeschöpft. Bis zuletzt hatte sich Fußball-Zweitligist TuS Koblenz in zähen Verhandlungen um die Zukunft von Mittelfeldspieler Anel Dzaka befunden, am gestrigen Abend stand der endgültige Wechsel des langjährigen Kapitäns dann fest. Dzaka, dessen bis 2010 laufender Kontrakt aufgelöst wurde, wechselt für drei Jahre zum Koblenzer Zweitliga-Konkurrenten 1. FC Kaiserslautern, wo er am Montagmorgen beim Trainingsauftakt seinen ersten öffentlichen Auftritt haben wird.
Juli 2008
Gambino ist ein "Wunschspieler"
TuS-Trainer Rapolder setzt auf die Schnelligkeit des Neuzugangs - Vertrag von Ouedraogo um ein Jahr verlängert. Die Grundlagenarbeit abseits des Fußballplatzes hatte bereits vor dem ersten Training zum gewünschten Erfolg geführt. Umgesetzt werden kann Rapolders System vor allem nur dann, wenn sich auf den Flügeln des Spielfeldes geeignetes Personal befindet. In diesem Zusammenhang erhofft man sich in Koblenz einiges von der Verpflichtung Salvatore Gambinos. "Er ist einer meiner Wunschspieler, weil er über seine Schnelligkeit ins Spiel kommt", sagt Rapolder über den 24-Jährigen, der beim 1. FC Köln in den vergangenen beiden Jahren kaum zu Einsätzen gekommen war.
"Ich war im Grunde, der einzige, der unter Christoph Daum keine richtige Chance bekommen hat", blickt Gambino auf die Zeit in der Domstadt zurück - in den kommenden Wochen will sich der kleine Flügelflitzer mit italienischen Wurzeln in die Stammformation der TuS spielen. "Hier in Koblenz wird sehr viel klein-klein gespielt, schnelle Kurzpässe sind enorm wichtig, das kommt mir entgegen", sagt der gebürtige Dortmunder, der für die Borussia bereits 45 Bundesliga-Einsätze (5 Tore) absolviert hat.
Hohe Motivation wird hart bestraft
TuS-Zugang Matthias Franz muss beim Trainingsauftakt zusehen
Einen Fehlstart in die Saisonvorbereitung hat Matthias Franz erlebt. Der Neuzugang von Zweitligist TuS Koblenz musste beim Trainingsauftakt zusehen, weil er zuvor beim Joggen in ein Loch getreten war und sich verletzte.
Dass ihm der erste Arbeitstag bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ein derartiges Frusterlebnis bescheren würde, hätte Matthias Franz selbst noch vor zwei Wochen wohl am wenigsten gedacht.
Voller Tatendrang blickte der 23-Jährige auf die ihm bevorstehende Herausforderung - seine erste Profistation in einer Karriere, die bislang recht vielversprechend verlaufen war. A-Jugendspieler beim großen VfB Stuttgart, zwei Lernjahre in der Oberliga Baden-Württemberg und dann der Wechsel zur U23 des Hamburger SV, die in den vergangenen beiden Jahren in der Regionalliga Nord an den Start ging. 47 Spiele absolvierte Franz in zwei Spielzeiten für die Hanseaten - und das in der Mehrzahl überzeugend
"Ich bin beim Joggen in ein Loch getreten", war es Franz unmöglich, seinen Frust über die Ereignisse an diesem Tag zu verbergen. Die Diagnose: Beim Umknicken war ein Bänderanriss im Knöchel entstanden
Schienbeinbruch bei Daham
TuS-Angreifer verletzt sich im Testspiel gegen Osijek schwer
Trotz der letztlichen 1:2-Niederlage hätte es für die Männer in Blau-Schwarz also ein erfreulicher Nachmittag werden können - wären da nicht die Ereignisse der 76. Spielminute gewesen. Da nämlich erwischte Osijeks Torhüter Marin Skender den Koblenzer Stürmer Noureddine Daham unabsichtlich, aber nicht weniger unglücklich bei einem Zusammenprall. Die bittere Folge: Daham zog sich einen glatten Bruch des Schienbeins zu und wurde bereits am Samstagabend in Koblenz operiert. "Das ist natürlich tragisch", sagte TuS-Trainer Uwe Rapolder zur schlimmen Verletzung seines Stürmers, dessen Verbleib in Koblenz bislang noch ungeklärt war. "Es ist kein Geheimnis, dass er in Gesprächen mit anderen Vereinen war, aber nun sind unsere Planungen natürlich über den Haufen geworfen", kommentierte Wolfgang Loos die neue Konstellation um Daham.
Sukalo muss wieder verletzt pausieren
Der Mittelfeldspieler der TuS fällt mindestens zwei Wochen aus
Goran Sukalo bleibt das Pech treu: Die alte Muskelverletzung macht dem 26-jährigen Mittelfeldspieler des Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz wieder zu schaffen und setzt ihn voraussichtlich für zwei weitere Wochen außer Gefecht.
Eigentlich wollte Goran Sukalo Zeiten wie diese längst hinter sich gebracht haben. Gemeinsam mit den Kollegen auf dem Trainingsplatz stehen, wenn in diesen Tagen langsam der Ball zum Bestandteil der Trainingseinheiten bei TuS Koblenz wird - das war noch vor einer Woche die Perspektive des 26-jährigen Slowenen, der nach einer leidvollen Rückrunde endlich wieder auf bestem Wege war, ein verletzungsfreies Mitglied des Koblenzer Spielerkaders zu werden. Mit dieser Hoffnung ist es für Sukalo seit dem vergangenen Wochenende einstweilen vorbei: Bei der alten Muskelverletzung, die den Slowenen bereits nahezu ein halbes Jahr außer Gefecht gesetzt hatte, ist die Narbe wieder aufgebrochen - innere Blutungen haben eingesetzt und setzen Sukalo für voraussichtlich zwei Wochen außer Gefecht.
Schmidt erhält Profivertrag
20-Jähriger aus Rheinböllen glaubt an seine Chance bei der TuS Koblenz
Der Rheinböllener Patrick Schmidt gehört mittlerweile zu der Kategorie "Fußball-Profi". Der 20-Jährige unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag beim Zweitligisten TuS Koblenz.
Parmak hin, Traut her
Der Wechsel von Mittelfeldspieler Mustafa Parmak von Drittligist Stuttgarter Kickers zum Zweitligaverein TuS Koblenz ist nach einigem Hin und Her nun vollzogen worden.
Der 26-Jährige unterschrieb am Montag einen Vertrag bis 30. Juni 2010, er trainierte am Nachmittag bereits mit der Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder mit.
Parmaks Berater Michael Hofstetter bestätigte den Wechsel nach wochenlangen Verhandlungen gegenüber der dpa.
Im Gegenzug verlässt Mittelfeldspieler Sascha Traut (23) die TuS.
Kein Angebot für Lomic - Ziehl bleibt
Für TuS-Profi Marko Lomic ist derweil noch kein Angebot eingegangen. Ein Wechsel von Rüdiger Ziehl hat sich schon erledigt. Nachdem der Routinier auf der Sechser-Position erst in den letzten sieben Spielen der vergangenen Runde regelmäßig zum Einsatz gekommen war, wollte er sich neu orientieren. Zwei für ihn interessante Angebote konnten aber nicht realisiert werden, Ziehls Vertrag läuft noch bis 2010. Durch neuerliche Verletzungssorgen bei Goran Sukalo steigen Ziehls Chancen auf mehr Einsatzzeit bereits wieder.
Mader krönt Leistung mit dem Siegtor
TuS Koblenz gelingt beim Neu-Regionalligisten in Worms nach Anlaufproblemen ein knapper Erfolg
Wormatia Worms - TuS Koblenz 1:2 (1:0) Mit einem blauen Auge kam Fußball-Zweitligist TuS Koblenz im Testspiel bei der zwei Klassen tiefer angesiedelten Wormatia aus Worms davon: Erst nach einer merklichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit kam die dann einmal mehr komplett umgekrempelte TuS-Elf zu einem knappen 2:1 (0:1)-Erfolg.
TuS Koblenz fehlen plötzlich 18 Spieler
Zu den Verletzten kommen zwölf Akteure mit Magen-Darm-Infekt hinzu - Zweitligist verliert Testspiel bei Fortuna Düsseldorf
Gedämpfte Stimmung bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz: Vor dem Testspiel bei Fortuna Düsseldorf fielen zwölf Spieler wegen eines Magen-Darm-Infektes kurzfristig aus. Dass die TuS gegen den Drittligisten verlor, war eher Nebensache. Heute nun fahren die Koblenzer ins Trainingslager nach Bad Bertrich.
Evers: So ging es nicht mehr weiter
TuS-Verteidiger sucht neuen Verein
Sein erster Torerfolg seit März 2002 blieb ihm auch in Koblenz verwehrt. 68 absolvierte Pflichtspiele in drei Jahren sind jedoch eine Bilanz, auf die Brenny Evers zufrieden zurückblicken kann, nachdem er seinen bis 2009 laufenden Vertrag bei der TuS aufgelöst hat. Unter Trainer Milan Sasic war der Niederländer seit seiner Verpflichtung im Jahr 2005 eine feste Größe in der Viererkette, als Nachfolger Uwe Rapolder das Zepter übernahm, machten Evers jedoch seine fehlenden Offensivqualitäten sowie eine hartnäckige Virus-erkrankung zu schaffen. Die Koblenzer Fans werden den 29-Jährigen als zuverlässigen Arbeiter in Erinnerung behalten, der seinen Teil zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga beisteuerte.
August 2008
TuS geht das Personal aus
Nach Verletzungen von Forkel und Gambino besteht Handlungsbedarf, doch einer blockiert
Zweitligist TuS Koblenz gerät nach den schweren Verletzungen von Martin Forkel und Salvatore Gambino in Personalnöte. Neue Spieler müssen her - doch wenn das so einfach wäre.
Uwe Rapolder ist alles andere als ein Novize im Trainergeschäft, was ihn unter anderem sensibel macht für brenzlige Situationen. In einer solchen steckt Zweitligist TuS Koblenz gut zwei Wochen vor Beginn der Meisterschaftsrunde. Der ohnehin nicht üppig bestückte TuS-Kader ist im Trainingslager in Bad Bertrich noch weiter geschrumpft. Martin Forkel fällt mit einem Achillessehnenriss rund ein halbes Jahr aus, Angreifer Salvatore Gambino ist gestern am Knie operiert worden, nachdem sich dort ein Stück Knorpel gelöst hatte. Der Ex-Kölner dürfte rund drei Monate fehlen.
Begeorgi glänzt im TuS-Trikot
Testspieler aus Frankreich empfiehlt sich bei Koblenzer Erfolg gegen KSV Roeselare - Njazi Kuqi trifft doppelt
Die Form von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz kann sich sehen lassen, die personellen Probleme bleiben. Für die dezimierte Offensiv-Abteilung ist jedoch Verstärkung in Sicht, beim souveränen Erfolg der TuS gegen den belgischen Erstligisten KSV Roeselare konnte sich Testspieler Patrice Begeorgi für eine Verpflichtung empfehlen.
Rapolder: Wir werden eine solide Saison spielen
Zweite Liga: Vor dem DFB-Pokalspiel in Oberneuland bewertet der Trainer von TuS Koblenz den Kader und gibt die Ziele für die neue Spielzeit aus - Ein Stürmer soll noch kommen
Die fünfwöchige Vorbereitung ist zu Ende, für Fußball-Zweitligist TuS Koblenz beginnt am Sonntag mit dem DFB-Pokalspiel beim FC Oberneuland die Saison 2008/2009. Weil der Verein sparen muss und obendrein drei Punkte abgezogen bekommt, geht Trainer Uwe Rapolder alles andere als sorgenfrei in die neue Spielzeit. Dennoch blickt der 50-Jährige zuversichtlich auf die nächsten zehn Monate, ärgert sich aber über interne Konflikte abseits des Rasens, wie er im Interview mit unserer Zeitung verrät.
Pokal-Blamage für die TuS
DFB-Pokal: Koblenzer Zweitligist scheitert im Elfmeterschießen am viertklassigen FC Oberneuland
Eine Woche vor dem Saisonauftakt hat Zweitligist TuS Koblenz eine herbe Schlappe kassiert. Das Aus im DFB-Pokal beim FC Oberneuland trifft den Verein nicht nur sportlich, sondern auch finanziell, aus den erhofften Mehreinnahmen wird nichts mehr.
FC Oberneuland - TuS Koblenz 5:4 i.E (1:1, 1:1, 0:0)
Diese Pokal-Überraschung hätte sich TuS Koblenz gerne erspart: Nach einer ganz schwachen Leistung ist für den Zweitligisten der Traum von der Fahrt nach Berlin auf einem Dorfplatz vor den Toren von Bremen geplatzt, bevor er überhaupt richtig begonnen hat. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder schaffte es gegen den Regionalligisten FC Oberneuland weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung, für klare Verhältnisse zu sorgen und schied nach Elfmeterschießen aus. Branimir Bajic und Manuel Hartmann hießen die Koblenzer Pechvögel, die vom Punkt aus den Ball nicht über die Linie brachten. Da nutzte es auch nichts, dass TuS-Torwart David Yelldell mit einem gehaltenen Schuss die Koblenzer zwischenzeitlich auf die Siegerstraße gebracht hatte. "Wir sind völlig zu Recht ausgeschieden", fand Rapolder nach dem bitteren Aus klare Worte, "das hatte mit Fußball wenig zu tun."
Taylor soll TuS-Angriff verstärken
Koblenzer Zweitligist reagiert auf Personalnot und verpflichtet US-Amerikaner - Am Sonntag kommt Rot-Weiß Oberhausen
Verletzungsnöte, Punktabzug, Pokal-Aus: Vor dem Saisonauftakt in der Zweiten Liga sind die Vorzeichen für TuS Koblenz denkbar ungünstig - aber gerade das soll in der Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder Kräfte freisetzen. Und es gibt im Angriff Verstärkung für den ausgedünnten Kader.
Hollywood auf Oberwerth
Erleichterung in Koblenz nach Erfolg gegen Oberhausen - Sehenswerte Tore von Ziehl und Taylor
Besser geht"s kaum: Die zuletzt arg gebeutelte TuS Koblenz hat zum Saisonauftakt Charakter gezeigt und sich mit einem Heimsieg gegen Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen für das peinliche Pokal-Aus vor Wochenfrist rehabilitiert.
TuS Koblenz - Rot-Weiß Oberhausen 3:0 (2:0)
Nachwuchs ist ohne Kabine
Verband sperrt zwischenzeitlich baufällige Umkleide auf dem Oberwerth - Stadt und Klub fehlt das Geld
Bei TuS Koblenz ist der Nachwuchs in Not. Sportlich gilt die Jugendabteilung als die beste in der Region, aber abseits des Platzes spitzen sich die Probleme zu. Die baufällige Umkleidekabine am Kunstrasenplatz Oberwerth ist vom Fußballverband Rheinland gesperrt worden.
Jungspunde der TuS unterliegen Bundeswehr-Nationalteam mit 0:3
Enttäuscht kommentierte gestern Abend Trainer Uwe Koschinat in Vertretung des unter den Zuschauern weilenden Chef-Coaches Uwe Rapolder die deutliche 0:3 (0:2)-Niederlage des vorwiegend mit U 23-Akteuren angetretenen Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz gegen die Bundeswehr-Nationalmannschaft vor knapp 1300 Zuschauern in Nassau. "Wir hatten keine Ordnung in unserem Spiel. Der Nachwuchs hat gesehen, dass nach oben noch jede Menge Luft ist." Für die hoch motivierten Soldaten trafen U 19-Europameister Marcel Risse von Bayer 04 Leverkusen (10., 32.) sowie Andreas Gerdes vom Niedersachsenligisten SV Meppen (52.) ins Schwarze. Bei der TuS, die mit Gabriel Fernandez, Emmanuel Krontiris, Alassane Ouedraogo und Marko Lomic lediglich vier Profis aufgeboten hatte, kam nach einer Stunde auch Co-Trainer Mario Basler zum Einsatz.
TuS bleibt ohne Gegentor
Koblenz fehlt bei Unentschieden in Frankfurt die Kreativität
FSV Frankfurt - TuS Koblenz 0:0
Man kann nicht gerade behaupten, dass die schmucke WM-Arena in Frankfurt ein Hexenkessel ist. Zumindest dann nicht, wenn der dorthin verbannte Zweitliga-Aufsteiger vom FSV seit Neuestem ein Heimspiel austrägt. Wobei dieser Begriff eigentlich nicht mehr als eine Formalie ist, denn in der Partie gegen TuS Koblenz versprühten die 8172 Zuschauer in dem weiten Rund eher die Atmosphäre wie bei einem Benefizspiel - die 2000 Fans der TuS waren dabei noch die lauteste Fraktion.
September 2008
TuS trifft das Tor nicht
Koblenzer müssen mit Unentschieden leben
Bei TuS Koblenz steht auch nach dem dritten Spieltag die Null. Weil die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder gegen den SV Wehen Wiesbaden aber keine Mittel und Wege fand, um einen Treffer zu erzielen, gab"s zwangsläufig ein torloses Unentschieden.
TuS Koblenz - SV Wehen Wiesbaden 0:0
Es ist ein Kreuz mit diesen Unentschieden. Keiner mag sie, aber alle müssen sich hinterher irgendwie damit arrangieren. Nachdem TuS Koblenz in der Vorwoche den einen Punkt beim FSV Frankfurt dankend mitnahm, sah das Ganze gestern ein bisschen anders aus. Wieder gab"s ein 0:0, dieses Mal gegen den SV Wehen Wiesbaden - und TuS-Trainer Uwe Rapolder war bei seiner Einschätzung wohl selbst hin und her gerissen: "Ich bin nicht glücklich, aber auch nicht unzufrieden."
M"Boma: "Endlich 2. Liga"
Koblenzer Neuzugang vom FC Oberneuland lernte das Fußballspielen in der Normandie
Der 10. August ist bei den Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz in schlechter Erinnerung. Das 4:5 nach Elfmeterschießen beim Regionalligisten FC Oberneuland in der ersten DFB-Pokalrunde war für die Koblenzer eine Blamage. Eine gute Erinnerung hat TuS-Trainer Uwe Rapolder anscheinend doch mit nach Hause genommen: die Leistung von Cesar M"Boma; den Oberneuländer angelte sich nun die TuS.
Sukalos Verletzung trübt die Stimmung
TuS Koblenz ist mit Testspiel in Burgbrohl zufrieden
Nach dem 9:0 in Burgbrohl freut sich Fußball-Zweitligist TuS Koblenz über einen Auftritt gegen einen unterklassigen Gegner, der endlich einmal durchweg erfreulich war. Rätsel gibt allerdings weiterhin die Verletzung von Goran Sukalo auf, der früh ausgewechselt werden musste.
Basler verlässt die TuS gen Trier
"Super-Mario" blieb nur 14 Monate
Im Juli 2007 war"s, da sorgte eine Personalie in Fußball-Deutschland für Aufsehen. Mario Basler wird Co-Trainer beim Zweitligisten TuS Koblenz - eine Schlagzeile, die seinerzeit das Zeug zum Hingucker hatte. Was die einen als Beweis für den gestiegenen Stellenwert des Unterhauses werteten, veranlasste andere zu der Prophezeiung, TuS-Cheftrainer Uwe Rapolder habe sich mit dem nicht immer pflegeleichten Basler ohne Not eine Menge Unruhe in den Trainerstab geholt.
14 Monate später ist die Ãra Basler in Koblenz bereits wieder beendet, und den Skeptikern sei"s ins Buch geschrieben: Mario Basler hat in Koblenz nichts kaputt gemacht! Der Ex-Nationalspieler, bei seiner ersten Trainerstation in Regensburg nicht eben vom Erfolg verwöhnt, liebäugelte stets mit einem Cheftrainer-Posten. Koblenz, das wussten beide Seiten, war für den Trainer-Novizen nur eine Durchgangsstation. Nun hat sich die Möglichkeit zur Veränderung geboten - und Basler hat zugegriffen. Er fungiert ab sofort als Chefcoach beim Regionalligisten Eintracht Trier. Sein Vertrag mit TuS Koblenz wurde aufgelöst.
TuS-Reserve setzt sich gegen SG durch
Rheinlandpokal
TuS Koblenz II - SG Mülheim-Kärlich 3:0 (1:0)
Jan Hawel war der Mann des Tages, denn der TuS-Akteur sorgte mit seinen Toren in der 10. und 57. Minute für die entscheidende 2:0-Führung der Koblenzer, die sich auch danach nicht ausruhten sondern weiter Druck aufs Mülheimer Tor ausübten. Tobias Bauer markierte den 3:0-Endstand (87.). Mülheim hatte seine besten Chancen in der 22. und 31. Minute, als Markus Pickenhahn einmal frei vor dem TuS-Tor vergab und einmal nur die Latte traf. "Meine Mannschaft hat auch nach dem 2:0 noch Vollgas gegeben", freute sich TuS-Trainer Colin Bell.
TuS macht zu viele Fehler
Koblenzer werden in Fürth die individuellen Patzer zum Verhängnis - Drei Tore reichen nicht aus
Im vierten Saisonspiel sind für TuS Koblenz gleich zwei Serien gerissen: Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder musste bei der SpVgg Greuther Fürth nicht nur ihre ersten Gegentore, sondern auch die erste Niederlage hinnehmen.
SpVgg Greuther Fürth - TuS Koblenz 4:3 (3:1)
Tag der offenen Tür am altehrwürdigen Fürther Ronhof: Da schießen die Kicker von TuS Koblenz in der Fremde gleich drei Treffer, müssen aber dennoch mit leeren Händen vom Platz trotten. 3:4 hieß es am Ende aus Sicht der TuS, die nach einer schlafmützigen ersten Halbzeit auf dem besten Weg war, zumindest einen Punkt zu ergattern. Bis zur 86. Minute, als ein abgefälschter Schuss alle Mühen zunichte machte. Der Ball trudelte ins Netz, die erste Niederlage der Saison war perfekt. Eine bittere Pleite für die TuS, die für ihre Moral nicht belohnt wurde.
Platek wird Baslers Nachfolger
Zweitligist TuS Koblenz verpflichtet zweiten Co-Trainer - 38-jähriger Pole erhält Vertrag bis zum Saisonende
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat einen Nachfolger für den zu Eintracht Trier gewechselten Mario Basler gefunden. Ab sofort wird Artur Platek als Assistent von Chefcoach Uwe Rapolder den Trainerstab komplettieren. Der 38-jährige Pole erhält einen Vertrag bis zum Saisonende.
Jubel nach Doppelschlag
TuS Koblenz ringt in einer kurzweiligen Partie den FC Augsburg nieder - Begeorgi und Mavric treffen
TuS Koblenz bleibt auf dem Oberwerth eine Macht. Durch den Heimsieg gegen den FC Augsburg ist das Team von Trainer Uwe Rapolder nun seit 15 Partien zuhause unbesiegt.
TuS Koblenz - FC Augsburg 2:1 (2:1)
Was für ein kurioser Fuäßball-Abend auf dem Oberwerth: In den 90 Minuten gegen den FC Augsburg demonstrierte TuS Koblenz eindrucksvoll, wie man sich gegen alle Widrigkeiten und einen starken Gegner durchsetzt - wenn man die Überzeugung mitbringt. 2:1 hieß es am Ende für die TuS, die damit die Niederlage vom vergangenen Sonntag in Fürth repariert hat. "Das war enorm wichtig", fand Verteidiger Frank Wiblishauser mit Blick auf die zuletzt wenig komfortable Tabellensituation.
Kein Vergleich
Rechtsstreit TuS/Gläsner geht weiter
Im Rechtsstreit zwischen dem Fußball- Zweitligisten TuS Koblenz und seinem ehemaligen Geschäftsführer Hermann Gläsner ist es zu keiner einvernehmlichen Einigung gekommen. Der im Dezember 2007 entlassene Gläsner lehnte bei der Verhandlung vor dem Landgericht Koblenz einen außergerichtlichen Vergleich ab. Der Verein hatte angeboten, den Fall bei einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 100 000 Euro zu den Akten zu legen. Zudem sollte Gläsner eingestehen, die Verträge mit den Spielen Branimir Bajic und Marko Lomic (beide Partizan Belgrad) allein getätigt zu haben. Das lehnte dieser ab. Der Prozess wird im Januar fortgesetzt.
TuS-Notelf ohne Chance
Ersatzgeschwächte Koblenzer verlieren in Unterzahl beim VfL Osnabrück - Gelb-Rot für Begeorgi
TuS Koblenz bleibt in dieser Saison weiterhin glücklos in der Fremde. Beim VfL Osnabrück setzte es eine verdiente Niederlage, die trotz guter kämpferischer Leistung höher hätte ausfallen können.
VfL Osnabrück - TuS Koblenz 1:0 (1:0)
Klares Votum für Arena-Neubau
CDU, SPD, Grüne und FDP stimmen im Koblenzer Stadtrat grundsätzlich für ein Stadion an der A 61 - Lediglich FBG sagt Nein
Zu Hause ist TuS Koblenz eine Macht - noch keine Heimniederlage in der laufenden Saison. Und diese Serie würde man nur zu gerne fortsetzen, aber in einem neuen Stadion. Und die Möglichkeit scheint nach der jüngsten Sitzung des Koblenzer Stadtrats in greifbare Nähe gerückt.
Jetzt hat es auch noch Ziehl erwischt
Zweitligist TuS Koblenz bereitet sich mit ausgedünntem Kader auf das Derby gegen Kaiserslautern vor - Routinier fällt mit Muskelfaserriss aus
Unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen hat für TuS Koblenz die Mission "Derby-Sieg" begonnen. Vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (Sonntag, 14 Uhr) bleibt die Personalnot das bestimmende Thema beim Fußball-Zweitligisten.
Oktober 2008
TuS macht aus dem Derby eine Gala
Koblenz schießt bislang unbesiegten 1. FC Kaiserslautern aus dem Stadion
Was für ein Fußballspiel auf dem Oberwerth: In einer begeisternden Partie hat TuS Koblenz den bislang ungeschlagenen 1. FC Kaiserslautern aus dem Stadion geschossen und gleichzeitig den höchsten Sieg seit viereinhalb Jahren gefeiert.
TuS Koblenz - 1. FC Kaiserslautern 5:0 (2:0)
Am Ende gab"s sogar auf den besseren Plätzen kein Halten mehr. Rhythmisches Klatschen, Gejohle, Umarmungen allenthalben. Es muss schon einiges passieren, um das Stadion Oberwerth in eine Party-Meile zu verwandeln. Gestern war so ein Tag, der allen 15 000 Zuschauern im ausverkauften Rund noch lange in Erinnerung bleiben wird. Was als munteres Spiel begann, endete als Gala, in dem der rheinland-pfälzische Rivale 1. FC Kaiserslautern von Koblenz förmlich an die Wand gespielt wurde. Sage und schreibe 5:0 hieß es für die TuS, der nahezu alles glückte.
Bender bahnt sich den Weg
Der 20-jährige Nachwuchsprofi der TuS Koblenz überzeugt beim Spiel gegen Kaiserslautern
Spätestens seit seiner ausgezeichneten Leistung beim Koblenzer 5:0-Sieg im Zweitliga-Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern ist der Name eines jungen TuS-Kickers in aller Munde: Lars Bender.
Ob in Internet-Foren der TuS, am Stammtisch oder im Stadion - lobende Worte gibt es genügend für das Koblenzer Eigengewächs Lars Bender. Von der Kreisliga B direkt in die Zweite Bundesliga - für einen Fußballer ist das nicht nur ein gewaltiger Sprung, sondern zugleich ein Traum, der nur allzu selten wahr wird. Für Bender ist dieser Traum in dieser Saison Wirklichkeit geworden. Seitdem geht es mit der Entwicklung des 20 Jahre alten Mittelfeldakteurs steil nach oben.
TuS: Debakel in Rostock
Koblenzer lassen an der Ostsee jegliche Gegenwehr vermissen und werden am Ende vorgeführt
Die Fahrtkosten zum Auswärtsspiel nach Rostock hätte sich TuS Koblenz getrost sparen können. Exakt jene Mannschaft, die vor zwei Wochen den 1. FC Kaiserslautern aus dem Stadion geschossen hatte, blieb an der Ostsee alles schuldig und hätte fast zweistellig verloren.
FC Hansa Rostock - TuS Koblenz 9:0 (3:0)
Es war eine kurze Nacht für den Tross von TuS Koblenz. Während um 21.30 Uhr der gebuchte Charterflug von Rostock-Laage nach Köln/Bonn abhob, saß Uwe Rapolder mit seiner Mannschaft im Bus. Es galt, eine historische Klatsche aufzuarbeiten, die gestern Nachmittag keiner so recht erklären konnte. Das Ergebnis von 0:9 - die höchste Niederlage seit Einführung der eingleisigen Zweiten Bundesliga im Jahr 1981 - war auch für den erfahrenen Coach ein derart erschütterndes Ereignis, dass er nicht gleich zur Tagesordnung übergehen konnte.
"Mir fehlen ein bisschen die Worte", räumte der eloquente Rapolder unumwunden ein, "so etwas ist mir in 20 Jahren noch nicht passiert." Was besonders an ihm nagte: Im Vorfeld hatte er eindringlich mehr mentale Stabilität vom Team gefordert, mehr Überzeugung, auch in der Fremde die eigenen Chancen zu suchen. Und dann das: null zu neun.
Branimir Bajic: Wir schämen uns
Der Innenverteidiger von TuS Koblenz spricht von sportlicher "Katastrophe" - Mannschaft bezahlt den Fan-Bus
Nach dem beschämenden Auftritt in Rostock will Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ein Zeichen setzen: Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder hat sich bereit erklärt, die Kosten für den Fan-Bus zu übernehmen. Und nicht nur das: Die gedemütigten Spieler geloben Besserung.
Reise köpft die TuS aus dem Pokal
Rot-Weiß setzt sich gegen Koblenzer Zweitligareserve durch
Marco Reise heißt der Held des gestrigen Pokalabends: Der Rot-Weiß-Spieler machte das entscheidende Tor gegen die TuS-Reserve.
Als eine Nummer zu stark hat sich Fußball-Bezirksligist TuS Rot-Weiß Koblenz gegen die Überraschungsmannschaft der vergangenen Saison, TuS Koblenz II, in der dritten Rheinlandpokalrunde erwiesen. Die Zweitligareserve, die im Juni noch im Pokalfinale gestanden hatte, verlor mit 0:1. Auch der SV Untermosel II verabschiedete sich nach dem 1:5 gegen die SG Gönnersdorf aus dem Pokalwettbewerb.
TuS Koblenz II - TuS Rot-Weiß Koblenz 0:1 (0:1)
TuS belohnt sich mit einem Punkt
Koblenzer trotzen nach frühem Rückstand gegen Nürnberg allen Widrigkeiten - Kuqi trifft zum Ausgleich - Lob von Rapolder
Manchmal kann ein Unentschieden auch so etwas wie ein Sieg sein. So lässt sich die Gefühlswelt bei der zuletzt arg gebeutelten TuS Koblenz nach der Punkteteilung gegen den 1. FC Nürnberg zusammenfassen.
TuS Koblenz - 1. FC Nürnberg 1:1 (0:1)
Geht das denn schon wieder los? Auf dem Koblenzer Oberwerth waren gestern noch nicht einmal zwei Minuten gespielt, als genau das passierte, was aus Sicht der TuS nicht hätte passieren dürfen. Es war so etwas wie der größte anzunehmende Unfall, oder wie Uwe Rapolder später sagte, "ein Déjà -vu der schlimmsten Sorte". Während der gesamten Woche hatte der Trainer nach dem 0:9 in Rostock psychologische Aufbauarbeit geleistet, und dann das: Nach zwei schnellen Pässen stand Nürnbergs Marco Engelhardt völlig frei vor dem TuS-Tor und schob zum 0:1 ein. Plötzlich war das Debakel von der Ostsee wieder allgegenwärtig, schien der Albtraum kein Ende zu finden. Dass sich 88 Minuten später alle Akteure in den blau-schwarzen Trikots doch noch als Gewinner fühlen durften, lag an einer enormen Willensleistung, die man den Koblenzern nicht zugetraut hätte. 1:1 hieß es am Ende, das Wort vom "gefühlten Sieg" machte die Runde.
Ein Fazit, das man angesichts der nicht enden wollenden Widrigkeiten nachvollziehen kann. Gerade einmal 15 Feldspieler hatten die Koblenzer gegen Nürnberg noch beisammen, nachdem sich auch noch Torjäger Ardijan Djokaj im Abschlusstraining verletzt hatte. Der Rest des 30-Mann-Kaders ist entweder krank oder verletzt. Und die, die noch die Schuhe schnüren konnten, bekamen gleich den nächsten Nackenschlag verpasst. "Mir war klar, dass es ganz schwer werden würde, noch einmal zurückzukommen", wusste Rapolder, "in so einer Situation geht es eigentlich erst einmal darum, einfach nur über die Runden zu kommen."
Co-Trainer Platek von Koblenz nach Krakau
TuS-Chefcoach lässt seinen Assistenten in Richtung Polen ziehen - 38-Jähriger soll Erstligisten Cracovia retten
Die Co-Trainer von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz sind andernorts offenbar heiß begehrt: Nach Mario Basler, der als Chefcoach bei Regionalligist Eintracht Trier angeheuert hat, ist nun auch dessen Nachfolger Artur Platek abgeworben worden. Nach nur vier Wochen in Diensten der TuS zieht es den Polen zurück in seine Heimat, der 38-Jährige soll den Erstligisten Cracovia Krakau vor dem drohenden Abstieg retten.
"Das ist natürlich für uns sehr schade, aber so eine Chance konnte ich ihm nicht verwehren", entsprach TuS-Trainer Uwe Rapolder nach einem Gespräch dem Wunsch seines Assistenten, den bis zum Saisonende datierten Vertrag vorzeitig aufzulösen. Der Schritt des Ex-Profis hatte sich bereits am Wochenende abgezeichnet, gestern wurden dann die Formalitäten geregelt.
Koblenzer Kampf wird nicht belohnt
Knappe Auswärtsniederlage bei 1860
TSV 1860 München - TuS Koblenz 1:0 (0:0)
Vier Spiele, vier Siege: Die Zweitligafußballer von 1860 München haben einen goldenen Oktober hingelegt. Der Erfolg über das "allerletzte" Aufgebot aus Koblenz - auf der TuS-Bank hatten lediglich drei Feldspieler und Ersatztorwart Andre Weis Platz genommen - war allerdings hart erkämpft. Auf Fabrice Begeorgi und Gabriel Fernandez verzichtete Gästetrainer Uwe Rapolder freiwillig. Dominik Mader kam zu seinem ersten Zweitligaeinsatz im Koblenzer Trikot.
November 2008
Ein 1:1 als gefühlte Niederlage
Koblenz dominiert die Partie, spielt gefällig, hat beste Einschussmüglichkeiten - Und holt doch nur ein Remis gegen Duisburg
Klasse gespielt, den Gegner beherrscht - und nur ein 1:1 erreicht. TuS Koblenz musste sich am Ende gegen Bundesligaabsteiger MSV Duisburg mit einem Remis begnügen.
TuS Koblenz - MSV Duisburg 1:1 (0:0)
Die beeindruckende Heimserie der TuS Koblenz hat auch gegen den MSV Duisburg gehalten. Soweit die gute Nachricht. Nach dem 1:1 gegen einen erschreckend schwachen Bundesligaabsteiger war TuS-Trainer Uwe Rapolder allerdings nicht im Geringsten danach, sich im Glanze des fortdauernden Heimnimbus zu sonnen. Dazu hatte der Spieltag auf dem Oberwerth zu viele Schattenseiten offenbart.
Denn wie soll einen der Punkt freuen, wenn der Sieg in greifbarer Nähe war? Koblenz machte das Spiel, Koblenz hatte seine Chancen - aber Koblenz vergab selbst allerbeste Einschussmöglichkeiten generös. Und das weiß die Fußball-Fibel: So viel Großzügigkeit wird vom Gegner gern ausgenutzt. Das schafften gestern sogar die Duisburger mit ihrer über weite Strecken brachliegenden Offensive. Nur ein 1:1 nach 90 von der TuS dominierten Minuten - da wird die Serie auch schnell mal zum Fluch.
TuS ist auswärts einfach zu harmlos
Beim 0:2 in Aachen wachen die Koblenzer erst in Halbzeit zwei auf
Allmählich wird die Lage prekär für TuS Koblenz. Nach dem 0:2 in Aachen und einer erneut missglückten Auswärtsvorstellung rangiert die TuS nun auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Alemannia Aachen - TuS Koblenz 2:0 (2:0)
Es bleibt dabei: Wenn TuS Koblenz in Liga zwei auf Reisen geht, dürfen sich die Heimteams auf nette Gäste freuen. Nicht nett und zuvorkommend, sondern aggressiv und mutig wollte die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder gestern Abend eigentlich in Aachen zu Werke gehen. Allein, es blieb bei der Absichtserklärung.
Beim 0:2 (0:2) auf dem Aachener Tivoli währte das TuS-Versprechen ganze zehn Minuten. Anschließend schlüpften die Koblenzer Akteure vor allem in Halbzeit eins allzu bereitwillig wieder in die altbekannte Gästerolle. Was nutze es da, dass die Koblenzer in Halbzeit zwei den Ton angaben? Vor des Gegners Tor passierte herzlich wenig. Unterm Strich hatte die TuS den Aachenern das Siegen viel zu leicht gemacht.
Damit bleibt die TuS-Auswärtsbilanz eine nüchterne. In fünf von sechs Auswärts-spielen gelang der Rapolder-Elf kein Tor, ein mageres Pünktchen - das ist zu wenig, um der Krisenregion der Liga entkommen zu können.
Serie reißt gegen starke Mainzer
TuS Koblenz hat gegen den Tabellenführer nicht viel zu bestellen - Erste Heimniederlage seit dem Oktober 2007
Da war nichts drin! Mit 0:3 verlor TuS Koblenz sein Heimspiel gegen ein starkes Team von Mainz 05. Der Heimnimbus ist fürs Erste Geschichte.
TuS Koblenz - FSV Mainz 05 0:3 (0:1)
Die Serie ist gerissen, es lebe die Serie - TuS Koblenz hat nach 18 Heimspielen ohne Niederlage (5. Oktober 2007, 0:5 gegen Borussia Mönchengladbach) mal wieder auf dem Oberwerth die Waffen strecken müssen. Doch nach dem 0:3 (0:1) gegen souverän aufspielende Mainzer war TuS-Trainer Uwe Rapolder weit davon entfernt, trotz nun sechs Spielen ohne Sieg den Abgesang auf sein Team anzustimmen. "Vielleicht ist es ja ganz gut, dass die Serie heute ein Ende gefunden hat. So bietet sich uns die Chance, eine neue zu starten. Wir werden auch wieder Spiele gewinnen", zog der Fußball-Lehrer auch aus dem Negativerlebnis noch etwas Positives.
Vata wieder am Ball
TuS-Angreifer zurück im Mannschafts-Training
Fatmir Vata meldet sich zurück: Ziemlich genau sechs Monate nach seinem Achillessehnen-Anriss hat der inzwischen 37-jährige TuS-Angreifer am Samstag erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert. "Ich bin überrascht, wie gut es geklappt hat, ich hatte keine Schmerzen", so Vata am Rande der Partie gegen Mainz.
Nach zwei Kreuzbandrissen hatte der Albaner zunächst leise Zweifel, ob er noch einmal den Anschluss schaffen würde, seine Freude am Fußball war jedoch stärker. "Wegen einer Verletzung wollte ich meine Karriere auf keinen Fall beenden", sagt Vata, "ich habe mir fest vorgenommen, es noch einmal zu versuchen."
Spätes 1:1 trübt die Laune
Koblenz war in Freiburg dem ersten Auswärtssieg dieser Saison ganz nah - Richter überragt und trifft
Da war mehr drin! Beim 1:1 in Freiburg kassierte TuS Koblenz den Ausgleichstreffer erst kurz vor Schluss - und verpasste damit den ersten Auswärtssieg dieser Saison nur knapp.
SC Freiburg - TuS Koblenz 1:1 (0:0)
Drei, vier Minuten haben TuS Koblenz zur großen Überraschung an diesem 14. Spieltag in Liga zwei gefehlt. Denn eine solche Überraschung wäre ein Sieg beim Aufstiegs-Mitfavoriten SC Freiburg zweifellos gewesen. Doch dann kostete eine kleine, aber folgenreiche Unachtsamkeit in der 89. Minute die Elf von Trainer Uwe Rapolder doch noch den "Dreier". Nach zuletzt etlichen Enttäuschungen auf gegnerischen Plätzen konnten die Koblenzer beim 1:1 im Breisgau aber zumindest einen Punkt mitnehmen. Und wenn schon nicht das Spiel, so gewann die TuS doch zumindest die Erkenntnis, dass mit großem Engagement und guter Organisation auch auswärts durchaus etwas drin ist.
Bender im Pech
Wieder ein Ausfall
Die Vorgabe von Uwe Rapolder ist klar: Heute sollen gegen Rot-Weiss Ahlen drei Punkte her. Wer das Ganze in die Tat umsetzen soll, steht allerdings noch nicht fest. Nachdem Angreifer Njazi Kuqi erneut passen muss, hat es unter der Woche auch Lars Bender erwischt. Der Nachwuchsakteur zog sich bei einem Zweikampf im Training einen Knöchelbruch zu und fällt acht bis zwölf Wochen aus. "Er hätte gegen Ahlen gespielt", sagt Rapolder, der nun sehen muss, wie er die Position auf der rechten Außenbahn neu besetzt. Möglicher Anwärter auf den Posten ist Alassane Ouedraogo.
Die TuS meldet sich zurück
Koblenzer ringen in kampfbetonter Partie Aufsteiger Rot Weiss Ahlen nieder - Krontiris trifft doppelt
Der Bann ist gebrochen: Nach sieben Runden ohne Sieg hat TuS Koblenz mit dem Heimsieg gegen Rot Weiss Ahlen drei dringend benötigte Punkte im Kampf um den Klassenverbleib eingefahren.
TuS Koblenz - Rot Weiss Ahlen 4:1 (3:1)
Es ist noch sehr früh in dieser langen Zweitliga-Saison, aber es gibt schon jetzt Partien, die von größerer Bedeutung sind. Die Begegnung von TuS Koblenz gegen Ahlen war so eine. Ein Spiel voller Emotionen, nicht einmal hochklassig, aber aus Koblenzer Sicht vor allem eines: erfolgreich. Drei Punkte für die geschundenen Seelen und vor allem drei Punkte für die Tabelle waren die Botschaft des Abends. Die TuS-Kicker haben offenbar die Zeichen der Zeit erkannt und sich eindrucksvoll zurückgemeldet.
Weil sich Fußball nicht zuletzt im Kopf abspielt, wie der TuS-Coach im Vorfeld anmerkte, griff er in dieser speziellen Partie auch zu besonderen Maßnahmen. Nach sechs Monaten Verletzungspause und gerade mal zwei Wochen Training brachte er Routinier Fatmir Vata (37) gleich von Beginn an - ein Akteur, der bekannt dafür ist, dass er das emotionale Moment in die Aktionen bringt.
Ein Schachzug des Trainers, der indes beinahe danebengegangen wäre. Schon nach zehn Minuten legte sich Rapolder mit Schiedsrichter Wolfgang Walz aus Pfedelbach an, da durfte Vata nicht fehlen. Für den Albaner gab’s Gelb und eine Ermahnung obendrauf, was aber gleichsam der Auftakt einer leidenschaftlichen Partie war. Abstiegskampf eben.
Dezember 2008
TuS stellt Weichen für die Zukunft
Koblenzer Zweitligist richtet nach Mitgliederversammlung den Blick nach vorn - Diskussion über Optionsvertrag
Es war eine Art Neuanfang, den Fußball-Zweitligist TuS Koblenz auf seiner Mitgliederversammlung vollzogen hat. Mit der Aufarbeitung zahlreicher Altlasten will der Verein die finanzielle Konsolidierung vorantreiben - was aber ein schwieriges Unterfangen ist.
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Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange, ein Ende ist jedoch nicht in Sicht: Bei TuS Koblenz ist das Präsidium bemüht, den Blick nach vorn zu richten. So lässt sich die Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten zusammenfassen, in der die finanzielle Situation sowie die Verbindung zur TuS Koblenz GmbH im Mittelpunkt standen. "Wir haben Dinge zu tun, die längst erledigt sein müssten", sagte Präsident Rüdiger Sterzenbach, der sich für eine Vielzahl von Maßnahmen das Votum der Versammlung einholte. Erfreuliche Randnotiz: Die Mitgliederzahl hat sich um fast 20 Prozent auf nunmehr 1704 nach oben entwickelt.
Vorrangiges Problem von TuS Koblenz e.V. bleibt indes die finanzielle Situation, die sich seit dem vergangenen Jahr zwar verbessert, aber längst nicht entspannt hat. "Wir haben intern alles auf den Kopf gestellt und die monatlichen Kosten von 55 000 auf 35 000 Euro gedrückt", berichtete Finanzvorstand Rolf Schmitz, ehe er nachschob: "Wir können zwar die laufenden Kosten decken, aber die außergewöhnlichen Belastungen stellen uns vor eine große Herausforderung." Schmitz meinte damit in erster Linie die Abgaben an die Sozialversicherungsträger in Hähe von 474 000 Euro sowie die offenen Forderungen der Berufsgenossenschaft. Alles in allem drückt den e.V. ein Schuldenstand von rund 650 000 Euro. Zumindest ein Bruchteil davon will sich der Klub von insgesamt 33 Ex-Spielern und Mitarbeitern zurückholen, die zwischen 2003 und 2006 in den Genuss von unversteuerten Zuwendungen wie Autos, Mietzahlungen oder "Minijobs" gekommen sind.
TuS arbeitet die Vergangenheit auf
Koblenz tagt - Bell wird Co-Trainer
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat auf seiner Mitgliederversammlung erfolgreich die jüngere Vergangenheit aufgearbeitet, blickt aber nicht frei von Sorgen in die Zukunft.
"Wir wollen einen Schlussstrich ziehen", sagte Präsident Rüdiger Sterzenbach gleich zu Beginn der Veranstaltung, in der er den Anwesenden offen die wenig erfreuliche finanzielle Situation des eingetragenen Vereins darlegte. Zwar hat das Präsidium im abgelaufenen Jahr deutlich die Verbindlichkeiten senken können, zum Jahresende steht aber ein Minus im e.V. von 650 000 Euro zu befürchten.
Sterzenbach bekannte sich deutlich zu der Ausgliederung der Profi-Abteilung in eine GmbH und setzte sich zudem dafür ein, seine Vorgänger im Präsidium nicht persönlich für Zahlungen an die Sozialversicherungsträger in Haftung zu nehmen, obwohl in deren Amtszeit zwischen 2004 und 2006 unversteuerte Schwarzgelder in Höhe von 600 000 Euro geflossen sind.
Nach längerer Diskussion erteilten die Mitglieder dem Präsidium auch die Vollmacht, eine einvernehmliche Regelung darüber zu finden, unter welchen Bedingungen der Mitgesellschafter die Mehrheit an der GmbH erwerben kann, falls die DFL die bestehende "50+1-Regel" abschafft.
Mehr Personal für Rapolder
In Koblenz zeichnet sich ein Ende der Verletzungsmisere ab - Forkel, Daham und Djokaj sind wieder am Ball
Zwei Spieltage vor dem Hinrunden-Abschluss hat sich die Stimmungslage bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz merklich gebessert. Neben vier Punkten aus den vergangenen beiden Partien liegt das vor allem an der Personalsituation, die sich vor dem Spiel beim FC St. Pauli langsam entspannt.
Noch wissen wir nicht, ob die Winterpause für den Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz womöglich zur Unzeit kommt. Zwei Spiele stehen noch an, nach der Partie beim FC St. Pauli am Sonntag geht es am nächsten Freitag gegen den FC Ingolstadt. Sechs Punkte liegen für die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder im Topf, selbstredend, dass er möglichst viele davon einfahren will.
TuS: Pleite in letzter Sekunde
Koblenzer in St. Pauli vor erstem Auswärtssieg, stehen aber erneut mit leeren Händen da - Rapolder sauer auf den Schiri
Es begann als Fußballfest in St. Pauli und endete für TuS Koblenz mit einem Tiefschlag. Trotz der bislang besten Auswärtsleistung musste die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder den Platz als Verlierer verlassen - der entscheidende Treffer fiel in der Nachspielzeit.
FC St. Pauli - TuS Koblenz 3:2 (1:1)
In Deutschlands skurrilster Fußball-Oper muss man sich so ziemlich auf alles gefasst machen, aber ein Szenario wie gestern sieht man auch am Hamburger Millerntor höchst selten. Kampf, Leidenschaft, krachende Duelle, erhitzte Gemüter - all das gab"s zwischen dem FC St. Pauli und TuS Koblenz zu sehen, eine Partie, die jeden der 22 204 Zuschauer begeisterte.
Das Ende allerdings kam aus Sicht der Koblenzer einem Drama gleich. Bis fünf Minuten vor Schluss führte die TuS mit 2:1, als sich die Ereignisse überschlugen. Wie schon vor zwei Wochen beim SC Freiburg war der erste Auswärtssieg greifbar nah, ehe das Ganze in tiefer Depression endete. Plötzlich stand es 3:2 für St. Pauli, bei der TuS versteht man so langsam die Welt nicht mehr.
TuS-Niederlage mit Folgen
Nach dem 2:3 in St. Pauli fällt Du-Ri Cha aus - Drei Spiele Sperre für Rotsünder Lomic
An dieses Spiel wird man im Lager von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz noch lange denken. Beim 2:3 in St. Pauli trug die Elf von Trainer Uwe Rapolder zum wiederholten Mal zu einer spektakulären Partie bei, unter dem Strich stand aber erneut eine Auswärtsniederlage.
Rechts wird"s eng
Forkel und Cha fallen gegen Ingolstadt aus
Kaum hatte sich das Lazarett bei TuS Koblenz halbwegs geleert, gibt"s schon wieder die nächsten Ausfälle. Prominentestes Opfer ist vor der Partie gegen den FC Ingolstadt Du-Ri Cha. Der Koreaner hatte sich in Hamburg bei einem Zusammenprall mit Pauli-Torwart Mathias Hain eine Risswunde am Schienbein zugezogen, die genäht werden musste. Konsequenz: eine Woche Gips.
Damit nicht genug: Gestern musste vor dem Abschlusstraining auch noch Martin Forkel passen, eine Prellung am Mittelfuß lässt einen Einsatz nicht zu. Doppelt ärgerlich für den 29-Jährigen: Nach seinem Achillessehnen-Riss hatte er gerade erst den Sprung zurück ins Team geschafft.
Heimpleite statt Aufbruch
TuS Koblenz geht mit Niederlage gegen Ingolstadt in die Winterpause - Zu wenig Struktur im Spiel
Das erhoffte Signal zum Aufbruch ist ausgeblieben. Nach der Heimniederlage gegen den FC Ingolstadt bleibt TuS Koblenz in der Winterpause im Tabellenkeller der Zweiten Liga.
TuS Koblenz - FC Ingolstadt 0:1 (0:1)
So hat man sich im Lager von TuS Koblenz den Hinrundenabschluss wahrlich nicht vorgestellt. Die Partie gegen den FC Ingolstadt sollte so etwas wie ein Vorgriff auf ein besseres Jahr 2009 werden - umso größer ist der Frust nach dem 0:1. Ein Ergebnis, das besonders schmerzt, weil es die Ausgangslage für die Rückrunde merklich erschwert. Wenn es am Sonntag in der Partie zwischen Rostock und Wehen dumm läuft für die Koblenzer, rutschen sie auf einen Abstiegsplatz ab. "Wir haben ein ganz wichtiges Spiel verloren", räumte der enttäuschte TuS-Trainer Uwe Rapolder unumwunden ein.
Der 1. Vorsitzende Prof. Dr. Sterzenbach und der Vizepräsident Dirk Zimmer sind von ihrem Ämtern zurückgetreten
Das bestättigte Dirk Zimmer dem SWR. Über die Gründe äußerten sich beide nicht. Die Entscheidung sei bereits am Donnerstag gefallen, man habe aber vor dem Spiel gegen Ingoldstadt keine unruhe in die Mannschaft bringen wollen, hieß es. Das Verhältnis zwischen Sterzenbach und dem TuS-Aufsichtsratschef Twer galt als schon seit längerem als angespannt. Dill, Schmitz und Benner führen e.V. kommissarisch TuS-Präsident Prof. Dr. Rüdiger Sterzenbach und Vize-Präsident Dirk Zimmer sind während der Vorstandssitzung am vergangenen Donnerstag mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern zurückgetreten. Der Verein wird nun kommissarisch von den Vorstandsmitgliedern Hans Dill, Rolf Schmitz und Joachim Benner geführt. Der Vorstand hatte sich einstimmig darauf geeinigt, diese Entscheidung erst nach dem Zweitliga-Spiel der TuS gegen den FC Ingolstadt zu veröffentlichen.
Januar 2009 Auftakt ohne Fernandez und Parmak
Zweitligist TuS Koblenz startet in die Vorbereitung auf die Rückrunde - Zwei Verträge aufgelöst - Sukalo und Ndjeng melden sich zurück
Am heutigen Samstag beginnt für Fußball-Zweitligist TuS Koblenz Teil zwei der Mission Klassenverbleib. Beim Trainingsauftakt zu der am 30. Januar beginnenden Rückrunde werden allerdings zwei Spieler nicht mehr erscheinen: Die Verträge mit Gabriel Fernandez und Mustafa Parmak wurden aufgelöst.
Nach drei Wochen Urlaub ist jetzt wieder Arbeit angesagt. Um 14.30 Uhr wird Trainer Uwe Rapolder im Stadion Oberwerth erstmals im neuen Jahr den Kader des Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz um sich versammeln und seine Schützlinge auf die nächsten Wochen und Monate vorbereiten, in denen es letztlich nur um eines geht: den Klassenverbleib. Und die Vorzeichen geben durchaus Grund zum Optimismus: Bis auf Lars Bender und Salvatore Gambino dürften sich so ziemlich alle Akteure zurückmelden. Zu Beginn der Rückrundenvorbereitung sieht es ganz danach aus, als sollte das Verletzungs-Pech der vergangenen sechs Monate überwunden sein - der Neustart kann beginnen.
Mit den Rückkehrern wächst der Konkurrenzkampf
Bei den Akteuren von Zweitligist TuS Koblenz macht sich zum Start der Rückrunden-Vorbereitung Optimismus breit
Es ist der x-te Anlauf und es soll nun endlich auch der letzte sein. Nach über einem Jahr Verletzungspause und etlichen Rückschlägen hat sich Goran Sukalo bei TuS Koblenz zurückgemeldet und steht damit fast sinnbildlich für den Neuanfang, den der Fußball-Zweitligist am Samstag im Stadion Oberwerth gestartet hat. An die 500 Zuschauer nahmen erfreut zur Kenntnis, dass die TuS im Jahr 2009 wieder fast vollzählig ist - zweifellos die wichtigste Voraussetzung, um das Klassenziel zu erreichen.
"Es wird jetzt klappen, ich merke, dass es Schritt für Schritt nach vorne geht", freute sich Sukalo nach dem Aufgalopp mit dem Kader, in dem er gleich die ihm angedachte Rolle zugeteilt bekam. Beim Trainingsspiel über das gesamte Feld nahm er in der vermeintlichen A-Elf den Platz im zentralen Mittelfeld ein, wo der Mannschaft zuletzt die benötigte Ballsicherheit abhanden gekommen war. "Ich kenne meinen Körper jetzt besser als je zuvor", glaubt der 27-Jährige, der zuletzt mit Co-Trainer Uwe Koschinat Sonderschichten absolviert hatte. Trotz aller Vorsicht, mit der Sukalo die nächsten Wochen angeht, ist er selbstbewusst genug zu sagen, "dass ich auch spiele, wenn ich fit bin."
Die TuS verliert nur gegen den FC
Zweitligist überrascht beim Rheinland-Cup in Köln - Kommt VfB-Stürmer Manuel Fischer nach Koblenz?
Das war ein ordentlicher Jahresauftakt für die TuS. Beim Rheinland-Cup in der KölnArena führte der Weg die Koblenzer bis ins Finale. Dort unterlag das Team von Trainer Uwe Rapolder dem 1. FC Köln mit 1:2.
Draußen Ski und Rodel gut - die Winterpause hat sich in dieser Spielzeit ihren Namen redlich verdient. Wer in diesen Tagen Fußball auf grünem Rasen praktizieren will, muss in die Halle gehen. Das tat auch Zweitligist TuS Koblenz gestern Abend beim 2. Rheinland-Cup in der Köln-Arena. Mit großem Erfolg im Übrigen. Die TuS war die Überraschung des Turniers, drang bis ins Finale vor, wo sie vor 14150 Zuschauern dem 1. FC Köln mit 1:2 unterlag.
Am Sonntag, einen Tag nach dem Trainingsauftakt im neuen Jahr, hatte TuS-Coach Uwe Rapolder seine Spieler neben einem Laktat-Test zu einer Übungseinheit auf den Kunstrasenplatz am Stadion Oberwerth gebeten. Mit Bedacht, gemeinsam sollten Personal und Taktik für den Auftritt in der Domstadt ausgetüftelt werden.
Die akribische Vorbereitung trug schon im ersten Gruppenspiel gegen den Drittligisten Fortuna Düsseldorf Früchte. Die TuS siegte durch Treffer von Verteidiger Matthias Franz, in der Saison noch ohne Spielminute in der Meisterschaft, und Du-Ri Cha mit 2:1.
In der zweiten Gruppen-Partie ging es gegen den 1. FC Köln bereits um den Gruppensieg, weil der Gastgeber zwischenzeitlich mit 5:1 gegen Düsseldorf gewonnen hatte und der TuS damit vorzeitig ins Halbfinale verhalf. Beim 0:0 gegen den Erstligisten spielten die Koblenzer gut mit und zogen sich achtbar aus der Affäre. Die TuS wurde damit Gruppenzweiter und musste in der Vorschlussrunde gegen das technisch beste Team des Abends ran - Bayer Leverkusen.
Die waren mit zwei Siegen locker ins Halbfinale gestürmt. Dort traf das Werks-Team auf eine taktisch diszipliniert agierende Koblenzer Mannschaft, die den Leverkusenern weder Raum noch Zeit für Spielereien erlaubte. 0:0 stand es nach 20 Minuten, es ging ins Neunmeterschießen. Hier parierte der erneut starke TuS-Torhüter David Yelldell gleich den ersten Neunmeter von Simon Rolfes. Bei den Koblenzern verwandelten Matej Mavric, Andreas Richter und Frank Wiblishauser sicher - der Finaleinzug war geschafft. "Ich habe vor zwei Jahren im Pokal gegen Leverkusen verschossen, heute wollte ich es besser machen", so Wiblishauser nach bestandener Nervenprobe mit einem Schmunzeln. Yelldell nahm den gelungenen Auftritt als gutes Omen: "Wir haben uns Selbstvertrauen für die Rückrunde geholt. Das war ein erster, gelungener Teil der Vorbereitung."
Im Endspiel, so viel war klar, würde es nicht erneut eine Nullnummer geben. Auch diesmal war die TuS für den Erstligisten eine harte Nuss. Cesar M"Boma brachte die Koblenzer kurz nach dem Wechsel in Führung. Erst jetzt kam der FC stärker auf und drei Minuten später durch Taner Yalcin zum 1:1. Köln hatte Oberwasser - und in Marvin Matip den Siegtorschützen in seinen Reihen.
Der Jahresauftakt bei der TuS verläuft also durchaus vielversprechend - auch hinter den Kulissen. Wie am Rande des Kölner Hallenkicks durchsickerte, sind die Koblenzer auf einem guten Weg, Manuel Fischer, 19-jähriger Stürmer des Bundesligisten VfB Stuttgart, auszuleihen. Fischer, Nummer vier im Sturm der Schwaben, ist mit seiner Situation beim VfB unzufrieden, möchte unbedingt spielen. Und unter Uwe Rapolder könnte sich das Talent zweifellos weiterentwickeln.
Ein anderer Wunschkandidat als "Knipser" ist dagegen wieder runter von der Liste. Massimo Cannizzaro von Drittligist RW Erfurt wird auch weiterhin bei den Thüringern spielen. Wie es hieß, wollten die Erfurter den torgefährlichen Spieler nur ungern abgeben. Da hätte die TuS schon mit Geld drohen müssen, das sie bekanntlich nicht hat.
Nur das Ergebnis stimmt
TuS Koblenz müht sich zu Testspiel-Sieg gegen FC Pristina - Kommt Maletic aus Belgrad?
Zweitligist TuS Koblenz ist mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet. Die Partie gegen den FC Pristina brachte fußballerisch allerdings wenig Aufschlüsse, weil der schneebedeckte Boden in Nörtershausen schwierig zu bespielen war. In der Begegnung wurde Darko Maletic von Partizan Belgrad getestet, an dem die TuS offenbar ernsthaft interessiert ist.
TuS Koblenz - FC Pristina 1:0 (1:0)
Hohe Laufleistung, geringer Verschleiß, dazu gute Bremseigenschaften und keine Verletzten: TuS Koblenz hat das erste Testspiel der Rückrunden-Vorbereitung gegen den Spitzenklub FC Pristina aus dem Kosovo auf schneebedecktem Untergrund gut überstanden. Vor rund 800 Zuschauern - darunter knapp 500 kosovarische Anhänger - siegte der Zweitligist dank eines verwandelten Foulelfmeters von Matej Mavric (7.) glücklich mit 1:0. Dabei konnte TuS-Trainer Uwe Rapolder bis auf die beiden Verletzten Johannes Göderz (Nagelbettentzündung) und Tayfun Pektürk (Adduktorenprobleme) auf alle Akteure des Kaders zurückgreifen.
Ein gelungenes Debüt feierte Winter-Neuzugang Manuel Fischer, der wie Testspieler Darko Maletic (Partizan Belgrad) in der Startelf stand. Der Bosnier kam auf der rechten offensiven Außenbahn zum Einsatz und scheint ein Kandidat für eine Verpflichtung zu sein. Ein 77-minütiges Comeback gab Goran Sukalo, der im zentralen Mittelfeld neben Manuel Hartmann agierte. "Es war ein schönes Gefühl, wieder dabei zu sein. Ich bin überzeugt davon, dass mein Muskel jetzt hält und ich zum Start in die Rückrunde dabei sein kann", wächst bei Sukalo mit nahezu jedem Tag das Selbstvertrauen.
Koblenz muss sich mit Remis begnügen
Vier Treffer im recht munteren Fußball-Testspiel gegen Kickers Offenbach
In der vergangenen Saison trennten sich die TuS Koblenz und Kickers Offenbach im Kampf um Zweitliga-Punkte zweimal 1:1. Auch gestern Abend gab es im Testspiel vor 350 Zuschauern in Montabaur ein Unentschieden.
TuS Koblenz - Kickers Offenbach 2:2 (2:1)
Trainer Uwe Rapolder war nach dem 2:2 des Zweitligisten TuS Koblenz im Fußball-Testspiel gegen den Regionalligisten Kickers Offenbach nur bedingt zufrieden: "Die erste Halbzeit war auf dem schwer bespielbaren Boden okay, die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte auch noch, doch danach wurde es bei uns immer weniger."
Sein Offenbacher Kollege Hans-Jürgen Boysen meinte: "Wir hatten in den ersten 45 Minuten einige Probleme, haben aber nach der Pause besser ins Spiel gefunden." So sprang letztlich ein leistungsgerechtes 2:2 heraus.
Keine Tore, aber viele Erkenntnisse
Ordentlicher Auftritt von TuS Koblenz im Test gegen Frankfurt
Knapp zwei Wochen vor dem Rückrunden-Auftakt der Zweiten Fußball-Bundesliga scheint TuS Koblenz auf einem guten Weg zu sein. Beim Unentschieden im Test gegen Eintracht Frankfurt wurde in erster Linie deutlich, dass in allen Mannschaftsteilen das Gedränge um die Stammplätze zunimmt.
TuS Koblenz - Eintracht Frankfurt 0:0
Auf den ersten Blick war es eines jener Spiele, bei denen man sich zwischendurch fragt, warum man denn ins Stadion gekommen ist. Hier zwei Chancen und ein Lattentreffer, dort zwei vertane Möglichkeiten, dazu ein überschaubares Tempo - das 0:0 zwischen TuS Koblenz und Bundesligist Eintracht Frankfurt war wahrlich kein Spiel, von dem man noch lange sprechen wird. Aber es liegt in der Natur der Sache, dass die Vorbereitungs-Partien unter besonderen Aspekten betrachtet werden müssen. Aus Sicht des Koblenzer Zweitligisten fielen drei Dinge ins Auge. Erstens: Die Mannschaft steht defensiv gut. Zweitens: Die Torausbeute bleibt das Problem. Drittens: Trainer Uwe Rapolder hat wieder etliche taktische und personelle Alternativen.
"Es war ganz ordentlich", fasste der Coach später den Auftritt zusammen. Dass sein Urteil so gedämpft ausfiel, lag zuvorderst daran, dass auch im neuen Jahr eine Herausforderung bleibt, das grundlegende Manko zu beheben: aus den sich bietenden Möglichkeiten mehr Treffer zu erzielen.
Niederlage gibt Selbstvertrauen
Zweitligist TuS Koblenz verliert gegen Leverkusen, zeigt aber eine ordentliche Leistung - Zwei Testspieler im Einsatz
Diese Niederlage wird TuS Koblenz verschmerzen können: Neun Tage vor dem Rückrunden-Auftakt verlor der Fußball-Zweitligist den Härtetest gegen Bayer Leverkusen, präsentierte sich dabei aber als homogene Einheit.
TuS Koblenz - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)
TuS Koblenz kann dem Gegner das Toreschießen ganz schön schwer machen. Nach dem 0:0 am Samstag gegen Eintracht Frankfurt hätte die Elf von Trainer Uwe Rapolder gestern Abend auch im zweiten Test gegen einen Bundesligisten fast die Null gehalten - aber eben nur fast. In der Partie gegen Bayer Leverkusen musste TuS-Torwart David Yelldell erst fünf Minuten vor dem Ende hinter sich greifen, das Ergebnis von 0:1 gegen die in Bestbesetzung angetretene Werkself kann sich durchaus sehen lassen.
"Das meiste hat mir gut gefallen", war Rapolder anschließend auch durchaus angetan von der Leistung seiner Schützlinge, die dank einer guten Raumaufteilung und eines ordentlichen Zweikampfverhaltens wenig zwingende Chancen zuließen. Die Partie zeigte auch: In weiten Teilen hat der Coach seine Stammelf im Kopf.
Personalfragen bei der TuS vor der Entscheidung
Koblenzer Zweitligist hat noch eine Woche Zeit, um den Kader zu verkleinern - Trainingslager vorzeitig beendet
Parallel dazu wird die nächste Woche auch außerhalb des Platzes eine interessante werden, bis zum Ende der Transferfrist am 31. Januar dürfen die Vereine bekanntlich letzte Korrekturen am Personal vornehmen. Aus Sicht der TuS geht es dabei wohl zuvorderst darum, den einen oder anderen Kicker aus dem inzwischen fast schon überdimensionierten Kader von der Gehaltsliste streichen zu können. Fünf bis sechs Spieler wollte die TuS eigentlich im Winter abgeben, von dreien (Mustafa Parmak, Gabriel Fernandez, Fabrice Begeorgi) hat man sich bereits getrennt. Kein Geheimnis ist mittlerweile mehr, dass neben Alassane Ouedraogo auch Sommerneuzugang Matthias Franz ein weiterer Kandidat ist. Während der flinke Außenspieler aus Burkina Faso nach eigenen Angaben noch keine Angebote möglicher Interessenten hat, könnte für Linksverteidiger Franz in der nächsten Woche das Kapitel TuS Koblenz beendet sein. Der 23-Jährige, der nach einer langen Verletzungspause bislang nicht den Anschluss geschafft hat, spielt derzeit andernorts vor.
Entschieden ist freilich bei allen offenen Personalien noch nichts, weshalb sich Wolfgang Loos auch ziemlich unverbindlich gibt. "So lange der Transfermarkt offen ist, kann eine ganze Menge passieren", sagt der TuS-Geschäftsführer, der aus einem wesentlichen Sachverhalt aber keinen Hehl macht: "Aus wirtschaftlichen Gründen haben wir ohnehin nicht die Voraussetzungen, um noch Spieler zu holen." Im Jahr der Konsolidierung muss nach wie vor der Gürtel enger geschnallt werden, "wir haben schon einiges geschafft, können aber noch nicht durchatmen", ergänzt Loos. Wohl auch deshalb sind in Sachen Darko Maletic noch keine Fakten nach außen gedrungen, obwohl der Probespieler von Partizan Belgrad gefallen konnte. Pech für den Bosnier: Nach einem Zehenbruch ist er ohnehin für vier Wochen außer Gefecht gesetzt. Der Grundsatz für Loos: "Wir müssen uns an die Vorgaben aus der Lizenzierung halten."
Rama überzeugt Rapolder
Beim Koblenzer Erfolg gegen Roßbach in Andernach fallen drei Testspieler besonders auf
Eine Woche vor dem Rückrundenauftakt hat Fußball-Zweitligist TuS Koblenz mit einem standesgemäßen Erfolg gegen Oberligist SV Roßbach Selbstvertrauen getankt. In der Partie durften sich etliche Akteure aus der zweiten Reihe empfehlen, zudem überzeugten in Andernach drei Testspieler.
TuS Koblenz - SV Roßbach/Verscheid 5:0 (2:0)
Zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage - so lautet die Testspiel-Bilanz der TuS Koblenz vor dem Rückrundenstart in der Zweiten Bundesliga am Freitag (18 Uhr) bei Rot-Weiß Oberhausen. In der letzten Vorbereitungspartie kam die Elf von Uwe Rapolder vor 700 Zuschauern in Andernach zu einem souveränen 5:0 über den Oberligisten SV Roßbach/Verscheid.
Dabei drückten vor allem drei Testspieler dem TuS-Spiel ihren Stempel auf: Renaldo Rama (Olympiakos Piräus U-19), Zoltan Stieber (Aston Villa Reserve) und Michael Stahl (vereinslos, zuletzt VfR Aalen). Der 18-jährige Stürmer Rama konnte sich mit zwei Toren und einer Vorlage empfehlen, Stieber kam zunächst im linken offensiven Mittelfeld zum Einsatz und trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein. Der 21-jährige Ex-Koblenzer Stahl - er spielte bereits von 2003 bis 2005 für die U 17 und U 19 der TuS - kam im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Tayfun Pektürk und Manuel Fischer fehlten mit leichten Muskelfaserrissen.
TuS: Rückkehrer als Hoffnungsträger
In Koblenz hat Trainer Uwe Rapolder vor dem Rückrundenstart wieder Alternativen
Mit dem Ende des Verletzungspechs hält bei TuS Koblenz der Optimismus wieder Einzug. Vorbei scheint die Zeit, in der Trainer Uwe Rapolder nahezu Woche für Woche vor allem in der Offensive improvisieren musste und in der mehrfach auf dem Spielberichtsbogen manche Zeile frei blieb. Vor dem Rückrundenauftakt der Zweiten Fußball-Bundesliga bei Rot-Weiß Oberhausen (Fr., 18 Uhr) hat die TuS wieder einen Kader beisammen, der dieser Bezeichnung auch gerecht wird.
Das liegt in erster Linie daran, dass etliche der Langzeitverletzten zwischenzeitlich ihre Rückstände aufgeholt haben. Allen voran Goran Sukalo, der so etwas wie der Kopf der Mannschaft ist. "Ich habe ganz schön Muskelkater", kann der 27-Jährige mittlerweile wieder schmunzeln, nachdem ihm ein Jahr gar nicht zum Lachen zumute war. Eine Oberschenkelverletzung wollte einfach nicht ausheilen, ein Rückschlag folgte dem nächsten. Inzwischen hat der Slowene wieder Vertrauen in seinen Körper, was dem TuS-Spiel sichtbar neue Impulse verleiht. Mit Sukalo kommt mehr Struktur in die Aktionen, nimmt die Ballsicherheit im Mittelfeld zu.
TuS startet mit einem 0:0
Koblenzer holen in Oberhausen verdient einen Punkt - Abwehrspieler Branimir Bajic sieht Gelb-Rot
Punkt gewonnen, Branimir Bajic wegen einer Gelb-Roten Karte verloren: Zweitligist TuS Koblenz kann zum Rückrundenstart mit dem 0:0 bei Rot-Weiß Oberhausen leben.
RW Oberhausen - TuS Koblenz 0:0
Zugegeben, es gab schon weitaus bessere Fußballspiele als das 0:0 von Rot-Weiß Oberhausen gegen die TuS Koblenz. Doch was am Ende aus TuS-Sicht zählte, war der gewonnene Zähler auf des Gegners Platz - auf dem die TuS in dieser Spielzeit bekanntlich noch keine größeren Bäume ausgerissen hat. Der Punkt passte, zumal Koblenz die letzten zehn Minuten nach einer Gelb-Roten Karte für Branimir Bajic in Unterzahl absolvieren musste.
Der Start ins neue Fußballjahr war für beide Mannschaften ein recht holpriger. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Niederrhein-Stadion, dem beim Wettbewerb "Trostlose Arenen dieser Republik" ein Spitzenplatz sicher ist, wurde den Zuschauern wenig Erwärmendes geboten.
Die TuS war zweifellos die Mannschaft mit der reiferen Spielanlage. Dies nicht zuletzt dank des Mitwirkens des lange verletzten Goran Sukalo. Der Slowene lenkte das Koblenzer Spiel, sorgte für Stabilität und ein Übergewicht der Gäste im Mittelfeld.
Stieber unterschreibt bis 2011
Am 13.15 Uhr kam die Freigabe vom englischen Verband, die Verpflichtung von Zoltan Stieber ist perfekt: Nachdem Ungar bereits mit der Mannschaft nach Oberhausen gereist war, kam der Linksfuß in den letzten 30 Minuten in Oberhausen sogar zu seinem Zweitligadebüt. Der 20-Jährige, zuletzt bei Aston Villa angestellt, hat bis 2011 unterschrieben. "Er ist ein vielversprechender Mann", sagte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos, der betont, "dass uns der Transfer nicht über Gebühr belastet." Daneben sollen am Wochenende noch Michael Stahl (21) und Renaldo Rama (18) verpflichtet werden, die als Perspektivspieler gelten.
Februar 2009
Tausch zwischen Ziehl und Bick geplatzt
Erst überschlugen sich am Wochenende die Ereignisse, am Ende war es dann doch falscher Alarm: Der kurzfristig angedachte Tausch zwischen TuS-Mittelfeldspieler Rüdiger Ziehl und Wehens Patrick Bick ist gestern Abend geplatzt. Beide Spieler waren sich eigentlich mit den Klubs über die Modalitäten einig, ehe die Wiesbadener einen unerwarteten Rückzieher machten. Offizielle Begründung: Eine weitere Verpflichtung neben dem Georgier Levan Tskitishvili würde für unnötige Unruhe im Kader sorgen. "Das ist natürlich ärgerlich", so Ziehl, der bei der TuS nur noch Reservist ist und sich neu orientieren wollte.
TuS: Lomic-Wechsel geplatzt
Kein Blitz-Transfer zu 1860 München - Darko Maletic kommt
Eher unerwartet wurde im Laufe des Tages das Thema Marko Lomic noch akut. Der Serbe stand eigentlich schon im Sommer zum Verkauf, arbeitete sich dann aber zurück in die Mannschaft, ehe er kurz vor der Winterpause in der Partie beim FC St. Pauli die Rote Karte kassierte und derzeit gesperrt ist. Zwischenzeitlich wurden ihm Kontakte zum russischen Erstligisten Saturn Ramenskoje nachgesagt, ein konkretes Angebot gab es aber wohl nicht. Dem Vernehmen nach hatte aber nun Liga-Konkurrent 1860 München die Fühler nach dem Koblenzer Linksverteidiger ausgestreckt, der ungeachtet seiner technischen Möglichkeiten als nicht ganz pflegeleicht gilt. Nach stundenlangen Verhandlungen scheiterte allerdings am späten Abend der kurzfristig angedachte Wechsel. "Wir haben vertraglich nicht zueinander gefunden", so Loos, der stets betont hatte, "dass es wirtschaftlich passen muss". Sprich: Die Koblenzer wollten einen ihrer talentiertesten Akteure nicht zum Nulltarif ziehen lassen.
Während in Sachen Lomic fast bis um Mitternacht die Telefone und Faxe glühten, ging die angedachte Vertragsauflösung mit Matthias Franz bereits am Nachmittag über die Bühne. Es war der Abschluss eines sechsmonatigen Missverständnisses, das in "beiderseitigem Einvernehmen" ein Ende fand. Der 24-Jährige war zum Saisonbeginn vom Hamburger SV II zur TuS gekommen, blieb aber hinter den Erwartungen zurück und wurde obendrein immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Zuletzt stellte sich Franz bei einem zyprischen Erstligisten vor. "Wir wissen aber nicht, wohin er wechselt", so Loos am Abend.
Zu diesem Zeitpunkt arbeitete er auch noch fieberhaft an der Verpflichtung von Darko Maletic, die zwischenzeitlich fraglich gewesen war. Grund: Der Bosnier in Diensten von Partizan Belgrad konnte Trainer Uwe Rapolder zwar überzeugen, zog sich aber einen Zehenbruch zu und musste aussetzen. Der 29-jährige Außenbahnspieler ist nicht zuletzt aufgrund seiner aggressiven Spielweise eine Verstärkung für die Koblenzer, letztlich einigte man sich auf einen Vertrag bis 2011.
Vergleichsweise einfach gestaltete sich die Verpflichtung von Michael Stahl. Der 21-Jährige kommt als Vertragsamateur bis zum 30. Juni und gilt als Perspektivspieler. "Er kommt für ganz kleines Geld", so Loos. Gleiches gilt auch für den 19-jährigen Renaldo Rama. Im Fall des jungen Albaners musste in erster Linie ein vertragstechnisches Gewirr entzerrt werden. Der Angreifer hatte nach seiner Vertragsauflösung bei Olympiakos Piräus anschließend einen Kontrakt in seiner Heimat unterschrieben, was dessen Verpflichtung in Koblenz bis 2010 erheblich verkomplizierte.
TuS verliert im Kellerduell
Gute 45 Minuten reichen Koblenz gegen selbstbewusste Frankfurter nicht - Schwache zweite Hälfte
Im Kampf um den Klassenverbleib muss Zweitligist TuS Koblenz einen herben Dämpfer verkraften. Das 1:3 gegen den FSV Frankfurt verschärft die Situation beim Tabellenletzten.
TuS Koblenz - FSV Frankfurt 1:3 (1:2)
Die TuS ließ nun wirklich nichts unversucht, um den ersten, so wichtigen Dreier im neuen Jahr einzufahren. "Born in the USA" dröhnte es vor Spielbeginn aus den Boxen - erstmals auf dem Oberwerth. Der Spring-steen-Hit sollte wohl so etwas wie ein "Yes-we-can"-Gefühl verströmen. Doch die Koblenzer konnten eben nicht. Das 1:3 im Kellerduell mit dem FSV Frankfurt mehrt die Probleme bei der TuS, die Mission Klassenverbleib hat nicht eben an Fahrt gewonnen. Zumal die Elf von Trainer Uwe Rapolder im zweiten Durchgang das Aufbäumen vermissen ließ und einer ansehnlichen ersten Halbzeit ganz schwache zweite 45 Minuten folgen ließ.
"Wir haben uns defensiv zu doof angestellt. In Halbzeit zwei ging gar nichts mehr, erklären kann ich das nicht", gab sich TuS-Torschütze Emmanuel Krontiris nach dem Schlusspfiff ratlos.
Trainer Marc Mies freut sich über das Traumlos
DFB-Pokal: A-Junioren der TuS erkämpfen sich Sieg über MSV Duisburg
TuS Koblenz - MSV Duisburg 4:3 n. V. (2:2)
Einen laut dem Koblenzer Trainer Marc Mies "echten Pokalfight mit allem drum und dran" haben sich die A-Junioren der TuS und des MSV Duisburg in Mülheim-Kärlich geliefert. In der Verlängerung des DFB-Junioren-Pokal-Achtelfinales bewiesen die Koblenzer den längeren Atem und setzten sich nach Verlängerung mit 4:3 durch.
In der ersten Hälfte der heiß umkämpften Partie, die für beide Mannschaften in die Vorbereitungsphase auf die Meisterschaftsspiele fiel, hatte es noch ganz nach einem Erfolg für die MSV-Elf ausgesehen. Durch Tore in der 20. und 38. Spielminute führte der Bundesligist zur Halbzeit.
Daran hatte auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer Albert Buhlers (34.) nichts ändern können. Erst fünf Minuten vor dem Ende der Partie führten die kämpferisch auftretenden Koblenzer durch Kai Eulers Treffer zum 2:2 die Verlängerung herbei. Nun hatte der Regionalligist Blut geleckt und entschied durch zwei Tore von Dzenis Ramovic (95.) und Antony Pritchard (102.) die Partie. Der MSV Duisburg verkürzte in der 115. Minute auf 4:3, mehr ging nicht mehr.
Mehr Kampfgeist in Koblenz
TuS-Trainer Uwe Rapolder setzt vor allem auf die einfachen Dinge
Ein Sieg aus den letzten zwölf Spielen, Tabellenplatz 18 - und obendrein der Genickschlag in Form des 1:3 gegen den FSV Frankfurt: Die Lage und folglich auch die Stimmung bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz war schon mal besser. "Das war ein richtiger Niederschlag", weiß Trainer Uwe Rapolder, der sich mit seinen Schützlingen aber nicht lange an der traurigen Pleite aufhalten darf. "So eine Situation birgt immer auch eine Chance", richtet der Trainer bereits den Blick nach vorn - was bleibt ihm auch anderes übrig?
Und der Spielplan will es, dass den Koblenzern bereits in dieser Woche die Möglichkeit eingeräumt wird, sich zurückzumelden. Weil die Konkurrenten aus Rostock (3:3 in Aachen) und Wehen Wiesbaden (1:2 in Duisburg) nicht dreifach punkten konnten, ist die Konstellation im Tabellenkeller längst nicht aussichtslos für die TuS. Am Freitag geht"s für Rapolder und Co. eben zu den Wehenern, die zwei Zähler vor den Koblenzern rangieren. Ein Sieg in Wiesbaden, und die Blau-Schwarzen sind wieder im Geschäft.
Selbst die TuS-Techniker kämpfen
Die Gründe für den Koblenzer Erfolg beim SV Wehen Wiesbaden - Doppeltorschütze Njazi Kuqi: Das kann nur der Anfang sein
Es war ein sogenanntes "Sechs-Punkte-Spiel" für TuS Koblenz. Entsprechend groß ist die Erleichterung nach dem 3:1 beim SV Wehen Wiesbaden. Für Euphorie besteht aber längst kein Grund, die TuS-Kicker wollen nun gegen Fürth den Auswärtssieg abrunden.
Warm eingepackt saß Manuel Hartmann neben seiner Freundin und seinem Vater auf der Tribüne der Brita-Arena und verfolgte von dort aus den ansehnlichen Auftritt seiner Mannschaft. "Nicht mithelfen zu können, ist viel schlimmer als die Kälte", beantwortete der 24-Jährige die Frage, aus welchem Grund er mehr zittern musste. Dabei hätte es für beides Anlass geben können. Denn der frühere Stuttgarter war nicht nur wegen seiner fünften Gelben Karte aus dem Spiel gegen Frankfurt gesperrt. Wegen einer Grippe hätte Hartmann ohnehin in Wiesbaden nicht mitwirken können. "Ich bin krankgeschrieben. Besser jetzt als später. So fehle ich hoffentlich nur dieses eine Spiel."
Auf dem Spielfeld wurde Hartmann auf einer der beiden Sechser-Positionen im taktischen System von Trainer Uwe Rapolder derweil glänzend vertreten. Von Rüdiger Ziehl, der vor zwei Wochen selbst fast zum SV Wehen Wiesbaden zurückgekehrt wäre, von wo er 2004 nach Koblenz gewechselt war. "Ja, es gab eine Idee", sagte der 31-Jährige. "Ich wohne noch in Frankfurt, und wir haben gerade Nachwuchs bekommen", erklärte er kurz, ohne näher auf das angedachte Tauschgeschäft mit Wehens Patrick Bick einzugehen. "Ich wusste, dass irgendwann wieder meine Chance kommen wird. Dass das jetzt in Wehen war, ist umso schöner, dass wir gewonnen haben, umso besser", berichtete Ziehl spürbar gelöst.
Wandel zum Guten bei der TuS
Starke Koblenzer fahren beim klasse herausgespielten 3:0 gegen Fürth zweiten Sieg in Serie ein - Die Abstiegsränge verlassen
TuS Koblenz ist wieder da. Beim 3:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth bot die Rapolder-Elf eine beeindruckende Vorstellung und verließ überdies die Abstiegsplätze.
TuS Koblenz - SpVgg Greuther Fürth 3:0 (2:0)
Vor zwei Wochen, nach dem 1:3 gegen FSV Frankfurt, waren die Fans der TuS Koblenz zu Tode betrübt. Gestern, nach dem toll herausgespielten 3:0 über die SpVgg Greuther Fürth, herrschte plötzlich ein ganz anderes Stimmungsbild. Himmelhoch jauchzend und mit "Oh wie ist das schön"- Gesängen feierten die Fans ihre Mannschaft. Nahezu im Zeitraffer hat sich auf dem Oberwerth Fußball-Geschichte zum Guten gewandelt.
Sechs Punkte, 6:1 Tore, die Bilanz der beiden Partien nach dem Frankfurt-Desaster kann sich wahrlich sehen lassen. Schönes Nebenprodukt dieses energischen Zwischenspurts: Die TuS hat im Sauseschritt die Abstiegsplätze verlassen. So soll es jetzt weitergehen und in Augsburg die Erfolgsserie fortgeschrieben werden.
Dass dies ein durchaus realistisches Unterfangen ist, davon ist TuS-Trainer Uwe Rapolder vollauf überzeugt. "Jetzt haben wir hoffentlich die Kurve gekriegt. Wir können endlich in Ruhe arbeiten, die Mannschaft hat sich gefunden", konstatierte der Coach nach der fußballerisch beeindruckenden Vorstellung sichtlich gelöst.
Die Rückkehr von Goran Sukalo, der mit zwei Treffern gegen die Franken zum Mann des Tages avancierte, die stabile Defensive mit den Säulen Matej Mavric und Branimir Bajic, die Rückkehr des geläuterten Marko Lomic und der Gewinn fußballerischer Potenz durch die Neuzugänge Zoltan Stieber und Darko Maletic - all diese Mosaiksteinchen ergeben auf einmal ein harmonisches, weitaus hoffnungsvolleres TuS-Bild. Auch für den Trainer, der allerdings bemüht war, die Geschehnisse zu relativieren: "Nach dem Frankfurt-Spiel haben einige hier schon alles infrage gestellt. Heute aber hat man gesehen, wie wichtig es ist, wenn alle Leistungsträger wieder an Bord sind."
Rapolders Hunger ist noch nicht gestillt
TuS Koblenz plant beim FC Augsburg, den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortzusetzen - Gastgeber dienen als Vorbild im Abstiegskampf
Nach zuletzt zwei Siegen reist TuS Koblenz selbstbewusst zum FC Augsburg. Die Rapolder-Elf will die Gunst der Stunde nutzen und die Mini-Serie weiter ausbauen.
Aus Sicht von TuS Koblenz lohnt der Blick auf den FC Augsburg gleich aus zweierlei Gründen. Da ist natürlich zuerst einmal die Tatsache, dass die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder am Sonntag um 14 Uhr in der weitläufigen Schüssel des Rosenau-Stadions antreten muss. Einem Ort, an dem die Koblenzer schon einiges erlebt haben, Demütigungen und Triumphe.
März 2009
TuS Koblenz erzwingt das Glück
Zweiter Auswärtssieg für den Zweitligisten beim FC Augsburg - Drei Schlüsselszenen vor der Pause entscheiden das Spiel
Die Koblenzer Trostlosigkeit in den Auswärtsspielen ist endgültig Vergangenheit. Der Sieg beim FC Augsburg war der zweite in Folge auf des Gegners Platz, noch dazu ein hochverdienter. Grundlage dafür ist die stabile Defensive, die auch gestern über 90 Minuten kaum zwingende Chancen zuließ.
FC Augsburg - TuS Koblenz 0:2 (0:2)
Spiele werden oft in wenigen Situationen entschieden. Umso mehr dann, wenn eine Mannschaft so stabil in der Abwehr agiert wie die TuS aus Koblenz in diesen Tagen. So brachten 8:1 Tore aus den jüngsten drei Spielen nicht nur die maximale Punktausbeute ein, sondern schufen bei den TuS-Kickern ein völlig neues Selbstwertgefühl. Das 2:0 beim FC Augsburg lieferte dafür gleich mehrere Belege.
"Wir können gegen jeden Gegner gewinnen. Ich hatte nach der Pause nicht das Gefühl, dass hier noch etwas schiefgehen könnte", sagte Torschütze Fatmir Vata.
Dass man für den Erfolg auch etwas investieren muss, ist für Vata der Schlüssel: "Zoltan Stieber hat beim 1:0 Druck gemacht und Augsburg den Fehler, der zum Eigentor führte. Manchmal muss man das Glück halt erzwingen."
TuS landet vierten Sieg in Serie
Gegen den VfL Osnabrück weiß die Rapolder-Elf erneut mit einer überzeugenden Vorstellung zu gefallen - Wieder trifft Stieber
Die Serie hält, der Erfolg beflügelt. Mit dem 3:0 gegen den VfL Osnabrück gelingt TuS Koblenz der vierte Sieg in Folge. Besser noch: Die TuS gewinnt nicht nur ihre Spiele, sondern immer mehr auch an spielerischer Klasse.
TuS Koblenz - VfL Osnabrück 3:0 (2:0)
Ein Sieg macht im unteren Tabellendrittel der Zweiten Bundesliga, wo es nach wie vor eng zugeht, noch lange keinen Sommer. Nach vier Siegen in Serie ist die Tendenz aber eindeutig und die These nicht mehr allzu kühn: TuS Koblenz marschiert nach dem 3:0 (gegen den VfL Osnabrück unbeirrt Richtung Mittelfeld. Und kommt dem angestrebten Ziel Klassenverbleib damit immer näher.
"Wir haben einfach einen guten Lauf zurzeit. Es war ein verdienter Sieg", meinte TuS-Torsteher David Yeldell, der nur in Halbzeit zwei ab und an gefordert wurde. Dagegen avancierte Zoltan Stieber erneut zum Mann des Tages. Der Ungar steht vielleicht stellvertretend für den energischen Zwischenspurt der Koblenzer, der mit dem Sieg in Wehen seinen Anfang nahm. In jenem Spiel glänzte Stieber mit einem Treffer und einer Torvorlage. Und auch gestern Abend durfte der technisch versierte Linksfuß getrost zu den spielbestimmenden Figuren gezählt werden.
In einer Partie auf schwer bespielbaren Untergrund war den TuS-Akteuren die Leichtigkeit des Seins nach den jüngsten Erfolgen deutlich anzumerken. Druckvoll und mit einer gehörigen Portion Spielfreude ausgestattet, suchten die Koblenzer das nächste Erfolgserlebnis.
Dzakas Siegtor gegen den Ex-Klub
Koblenzer verlieren das Derby gegen einen kämpferisch starken FCK
Die Serie von TuS Koblenz ist gerissen. Nach vier Siegen in Folge gab es gegen einen vor allem kämpferisch starken 1. FC Kaiserslautern eine 1:2-Derbyniederlage.
1. FC Kaiserslautern - TuS Koblenz 2:1 (1:1)
Ausgerechnet Anel Dzaka, werden sich die TuS-Fans gedacht haben. Der Lauterer erzielte im Spiel gegen seinen Ex-Klub den Siegtreffer zum 2:1 und lehrte die Koblenzer nach vier siegreichen Spielen mal wieder, was es heißt, als Verlierer vom Platz zu gehen. In einem Derby auf spielerisch schwachem Niveau behielt der 1. FC Kaiserslautern am Ende die Oberhand, weil die Pfälzer den Sieg vielleicht einen Tick mehr wollten als die vornehmlich auf ihre spielerischen Fähigkeiten bedachten Koblenzer.
Der Weg der TuS bleibt steinig
Nach dem 1:1 gegen Hansa Rostock: Die Koblenzer Akteure wissen, dass der Klassenverbleib kein Selbstläufer wird
Drei Punkte waren möglich, am Ende ist es nur einer geworden. Mit dem 1:1 gegen Hansa Rostock hat TuS Koblenz zwar den erhofften Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenverbleib verpasst, hält aber immerhin einen direkten Konkurrenten auf Distanz.
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegen dann eben doch immer 90 Minuten, in denen es anders kommt, als man denkt. Ein Sieg gegen Hansa Rostock, das wär"s gewesen, dann hätte TuS Koblenz etwas entspannter in die entscheidenden Wochen der Saison gehen können. So weit die blau-schwarzen Rechenspiele, die aber letztlich für die Katz waren. Die Botschaft nach dem 1:1: Der Abstiegskampf bleibt eine zähe Angelegenheit.
"Wir haben nicht gut gespielt, aber wir hatten genug Chancen, um das Spiel für uns zu entscheiden", brachte Angreifer Ardijan Djokaj die allgemeine Gemütslage auf den Punkt. Der Montenegriner selbst hatte nach der Pause zwei Möglichkeiten, dem 29-Jährigen fehlte aber nach seiner Verletzungspause die Sicherheit im Abschluss. "Es war nicht mein Tag", zeigte sich Djokaj selbstkritisch, versuchte aber, die Dinge positiv zu sehen. "Wenn wir verloren hätten, wäre Rostock auf vier Punkte rangewesen", rechnete der TuS-Angreifer andersherum und kam zu dem Ergebnis, "dass ein Punkt besser ist als keiner."
April 2009
TuS ist in Nürnberg vom Pech verfolgt
Dezimierte Koblenzer können am Ende nur Schadensbegrenzung betreiben
Die Fahrt zum Auswärtsspiel nach Nürnberg hätte sich TuS Koblenz getrost sparen können. Neben der Niederlage verlor die personell ohnehin geschwächte Mannschaft zwei weitere Spieler wegen Verletzungen.
1. FC Nürnberg - TuS Koblenz 2:0 (1:0)
Nichts war"s mit der Rolle des Spielverderbers. Eigentlich wollte TuS Koblenz dem 1. FC Nürnberg bei dessen Aufholjagd einen empfindlichen Dämpfer versetzen, am Ende mutierten die Schützlinge von Trainer Uwe Rapolder aber lediglich zum Punktelieferanten. Nach dem 0:2 gegen den "Club" bleibt festzuhalten: Um Zähler im Kampf um den Klassenverbleib zu sammeln, war die Partie im ehemaligen Franken-Stadion gänzlich ungeeignet. "So ein Spiel muss man einfach mal akzeptieren", wusste Rapolder, dass dies nicht der Abend war, um Großtaten zu vollbringen.
Der Hauptgrund dafür liegt in einem Dilemma, das man bei der TuS schon überwunden geglaubt hatte: die Verletztenmisere. Nachdem Emmanuel Krontiris und Ardijan Djokaj ohnehin passen mussten, winkte kurzfristig auch Fatmir Vata ab. Die Schmerzen im lädierten Oberschenkel wollten einfach nicht weichen. Ohne seine Premium-Offensivkräfte blieb Rapolder nichts anderes übrig, als einen taktischen Kniff anzuwenden. Neben Manuel Hartmann und Rüdiger Ziehl als "Doppelsechs" agierte auch Goran Sukalo im zentralen Mittelfeld, im defensiv ausgerichteten 4-2-3-1-System wirkte Njazi Kuqi als einzige Spitze. Umgangssprachlich würde man sagen: Der TuS-Trainer ließ auf dem grünen Rasen Beton anrühren.
Kollektive Erleichterung in Koblenz
TuS trotzt beim Heimsieg gegen 1860 München allen Widrigkeiten - Taylor trifft doppelt - Trainer Uwe Rapolder ist sich sicher: Wir bleiben in der Liga
Die Improvisation wird bei TuS Koblenz zum Programm: Mit einer einmal mehr aus der Not geborenen Mannschaft verbuchten die Koblenzer gegen 1860 München drei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.
TuS Koblenz - TSV 1860 München 3:2 (2:0)
Es ist wohl inzwischen so eine Art Schicksalsgemeinschaft, die sich da in Koblenz gebildet hat. Immer dann, wenn"s richtig eng wird, zeigt die TuS, was in ihr steckt und werden auch die Zuschauer ihrer Rolle als "zwölfter Mann" gerecht. Am Ostersonntag war so ein Tag, an dem eine Niederlage das Unternehmen Klassenverbleib um ein Vielfaches erschwert hätte. Dieses Schreckensszenario ist um einiges unwahrscheinlicher geworden, weil die Elf von Trainer Uwe Rapolder gegen den TSV 1860 München allen Widrigkeiten getrotzt und einen Sieg eingefahren hat. Einziger Haken aus Sicht der Koblenzer: Auch für das 3:2 gegen 1860 München gibt"s nur drei Punkte.
Göderz genießt den Moment
TuS-Nachwuchsmann freut sich über sein Debüt in der Zweitliga-Elf
Als Uwe Rapolder irgendwann am Sonntagmorgen den jungen Johannes Göderz zur Seite nahm und ihn über seine Pläne unterrichtete, dürfte der Puls des Nachwuchsmannes enorm in die Höhe geschnellt sein. "Ich war ja bis jetzt immer froh, wenn ich überhaupt im Kader stand", erinnerte sich Göderz an die letzten Wochen, bei denen er zwar mittendrin im Geschehen rund um die TuS Koblenz war - aber so richtig dabei dann doch nicht, wenn es am Wochenende um Tore und Punkte ging.
In diesem richtungsweisenden Spiel gegen 1860 München sollte sich dies nun erstmals ändern. Göderz, der bis dahin gerade einmal 16 Minuten Zweitliga-Luft geschnuppert hatte, stand plötzlich in der Startelf, wo er in die großen Fußstapfen des verletzten Goran Sukalo zu treten hatte. Der Slowene hatte kurzfristig aufgrund einer Muskelverletzung passen müssen, ebenso spontan hatte sich nun der 20-jährige Mann, der als A-Jugendlicher vom TuS Mayen gekommen war, an den Gedanken des aktiven Mitwirkens zu gewöhnen.
Maletic ergänzt die lange Verletztenliste
Weiterhin zahlreiche Ausfälle im Koblenzer Kader - Sukalo ereilt das Aus im Abschlusstraining
TuS Koblenz bleibt vom Verletzungspech verfolgt. Jüngster Zugang auf der üppigen Liste der angeschlagenen Akteure ist Darko Maletic, der in der Partie gegen 1860 München nach einer halben Stunde vom Platz humpelte. Die Diagnose von TuS-Mannschaftsarzt Gerd Blaumeiser: Muskelfaserriss im Oberschenkel, zwei Wochen Pause.
Goran Sukalo, der im Abschlusstraining einen Schmerz im Oberschenkel verspürt hatte und gegen die "Löwen" passen musste, wird vermutlich in dieser Woche wieder ins Training einsteigen und könnte damit in der anstehenden Partie beim MSV Duisburg (Sonntag, 14 Uhr) mitwirken. Gleiches gilt für Emmanuel Krontiris, der nach seiner Wadenverletzung inzwischen aber schon fast seit drei Wochen nicht am Mannschaftstraining teilgenommen hat und sich auf Laufeinheiten beschränken musste.
Lediglich in Zivil erschien auch Rüdiger Ziehl. Den Mittelfeldabräumer plagten nach seinem verletzungsbedingten Aus in Nürnberg immer wieder Kopfschmerzen. Am Mittwoch will der 31-Jährige einen neuen Versuch unternehmen, ins Training einzusteigen.
TuS zwingt in Duisburg das Glück
Koblenzer schaffen mit Auswärtssieg beim MSV Duisburg einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf - Entscheidung durch Cha
TuS Koblenz hat im Abstiegskampf einen Befreiungsschlag gelandet. Durch den verdienten Auswärtssieg beim MSV Duisburg beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz 16 bereits sechs Punkte.
MSV Duisburg - TuS Koblenz 2:3 (1:1)
Die Anzeichen verdichten sich, dass für TuS Koblenz das Thema Abstieg bald keines mehr ist. Sechs Spieltage vor dem Saisonende hat es die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder beim MSV Duisburg geschafft, aus einem zunächst nur gefühlten Sieg unmittelbar vor dem Abpfiff einen realen zu machen. Bis zur Nachspielzeit hatten sich die Koblenzer ein 2:2 redlich verdient, ehe Du-Ri Cha goldrichtig stand und das Leder zum 2:3 über die Linie drückte. Ein Treffer, der für den Verein so etwas wie ein Meilenstein auf dem Weg zum abermaligen Klassenverbleib bedeutet.
"Wir haben natürlich alle strahlende Gesichter", freute sich Rapolder über den starken Auftritt gerade in der zweiten Halbzeit, um dann die Dimension des Dreiers zu verdeutlichen: "Wenn wir es jetzt schaffen, gegen Aachen zu gewinnen, wird der Monat Mai hoffentlich nicht ganz so hektisch wie im Vorjahr."
Dass sich die TuS-Akteure nach den 90 Minuten von den völlig entrückten Fans feiern lassen durften, lag auch ein Stück weit an Rapolders taktischer Marschroute. Der Coach hatte nach den Ausfällen von Kapitän Branimir Bajic und Matthew Taylor einmal mehr aus der Not eine Tugend gemacht und seine Elf mit einem 3-4-3-System ins Rennen geschickt. Eine Variante, die an diesem Nachmittag perfekt passte. Grund: Vor drei Abräumern in der Abwehr, von denen Dominique Ndjeng seine ersten Minuten im TuS-Trikot absolvierte, konnten vor allem Du-Ri Cha und Marko Lomic auf den Außenbahnen immer wieder für Entlastung sorgen, die dann fast zwangsläufig in Toren mündete. Nach schwachem Beginn und etlichen Ballverlusten war spätestens nach einer halben Stunde nur noch schwer zu erkennen, wer die Heimelf ist.
TuS-Reserve feiert den Aufstieg
Fußball-Kreisliga A Koblenz: Koblenz II überrollt Moselweiß - Sektduschen und Zigarren zur frühzeitigen Meisterschaft
Bereits fünf Spieltage vor Saisonende hat die TuS Koblenz II die Meisterschaft in der Kreisliga A Koblenz perfekt gemacht. Auf dem Sportplatz in Moselweiß feierten die TuS-Spieler kräftig - und sprachen sogar schon von der Rheinlandliga.
SC 07 Moselweiß - TuS Koblenz II 0:23 (0:9)
Großer Jubel mit Sektdusche ist bei den Fußballern der TuS Koblenz II nach dem 23:0 im Auswärtsspiel beim Tabellenschlusslicht SC Moselweiß ausgebrochen, denn mit dem Sieg hat die TuS-Reserve auch die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A Koblenz und den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt gemacht. Fan-Sprechchöre, bengalisches Feuer und ein Freudentanz der erfolgreichen Spieler brachten Stadionflair auf den Moselweißer Sportplatz in der Steinstraße.
Nach dem 1:0 in der fünften Minute setzten die Moselweißer alles daran, den ungeschlagen Tabellenführer von ihrem Tor fernzuhalten. Alles schien auf eine klassische "Abwehrschlacht" hinauszulaufen - aber gute 20 Minuten später brach die Verteidigung der Gastgeber ein, und die TuS erzielte einen Treffer nach dem anderen.
DFL bemängelt TuS-Stadion
Koblenzer müssen bei der Lizenzierung noch nachbessern
Die erste Hürde auf dem Weg zur Lizenz für die kommende Saison ist genommen, frei von Sorgen ist Wolfgang Loos aber noch nicht. "Wir haben bis zum 3. Juni noch einiges zu tun", sagt der Geschäftsführer der TuS Koblenz nach dem Bescheid der Deutschen Fußball Liga (DFL).
Wie zahlreiche andere der 36 Erst- und Zweitligisten muss die TuS noch diverse Auflagen erfüllen. Unter anderem, so Loos, müssen bereits vorgelegte Sponsorenverträge nochmals eingereicht werden, weil zum Teil die Abschlüsse noch nicht unterschrieben sind. Was in Teilen zwar nur eine Formalie ist, für den TuS-Geschäftsführer steht aber auch fest, "dass wir jetzt nochmals im Marketing-Bereich tätig werden müssen".
Problemfall Nummer eins ist und bleibt das Stadion Oberwerth. Die Arena aus dem Jahr 1936 ist trotz einiger kosmetischer Maßnahmen nicht zeitgemäß und erfüllt in etlichen Punkten nicht die Zweitliga-Standards. Nur ein Beispiel sind die Holzbänke auf der Haupttribüne. Bereits seit Jahren drückt die DFL ein Auge zu, drängt den Verein aber nun verstärkt zum Handeln. Sogar die Frage eines Ausweich-Stadions ist zum Thema geworden. "Die DFL will nun von uns einen detaillierten zeitlichen und wirtschaftlichen Plan haben, wie es um einen möglichen Stadion-Bau steht", sagt Loos und fügt an: "Ein unverbindliches Schreiben wird die Herren nicht mehr zufriedenstellen." Das Problem der TuS: Die Standortfrage der geplanten Arena ist noch nicht abschließend geklärt, der Klub fühlt sich von der Stadt hingehalten. "Wir spielen seit Jahren in einem Provisorium", so Loos, "das Oberwerth ist einfach nicht zweitliga-tauglich." Schwacher Trost für den Geschäftsführer: "Das beste am Stadion ist der Rasen."
TuS-Teilerfolg vor Gericht
Im Zivilprozess gegen den ehemaligen Geschäftsführer Hermann Gläsner hat TuS Koblenz vor dem Landgericht einen Teilerfolg erzielt. Der Verein wirft Gläsner vor, eigenmächtig und ohne Wissen des Aufsichtsrats Verträge unterschrieben zu haben. Inzwischen hat dessen Anwältin bereits zwei Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter Ulrich Weiland gestellt, die beide abgelehnt wurden. Nun muss das Oberlandesgericht über diese Anträge entscheiden. Die von der Gläsner-Seite ebenfalls vorgeschlagene Einstellung des Verfahrens kommt für die TuS nicht infrage.
TuS: Mehr Personal
Verletzte melden sich im Training zurück
Rechtzeitig vor den entscheidenden Wochen scheint sich die Personallage bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz zu entspannen. Mit zwei Einheiten hat die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder gestern mit der Vorbereitung auf das Heimspiel am Sonntag (14 Uhr, Stadion Oberwerth) gegen Alemannia Aachen begonnen. Nach Gymnastik- und Kraftübungen am Vormittag versammelte der Coach am Nachmittag seinen inzwischen wieder besser bestückten Kader auf dem Südplatz um sich.
Mit im Einsatz waren auch Goran Sukalo, Branimir Bajic, Matthew Taylor oder auch Fatmir Vata, die beim jüngsten 3:2 in Duisburg noch verletzungsbedingt gefehlt hatten. Auch Matej Mavric, der am Sonntag mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vorzeitig aus der Partie genommen werden musste, war mit von der Partie. "Man muss jetzt abwarten, wie die Rückkehrer auf die Belastung reagieren", wagte Rapolder noch keine Prognose, wer gegen die Alemannia einsatzbereit ist.
Eine gute Halbzeit reicht nicht
TuS Koblenz gestaltet gegen Alemannia Aachen nur die ersten 45 Minuten offen - Klarer Elfmeter für die Gäste
Ein ansprechender zweiter Durchgang reichte Aachen, um drei Zähler aus Koblenz zu entführen. Die TuS hat es verpasst, sich sehr deutlich von den verschmähten Abstiegsrängen zu distanzieren.
TuS Koblenz - Alemannia Aachen 0:2 (0:0)
Auf die Halbzeitpause hätten sie besser verzichtet - aus Sicht des Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz. Im Anschluss an die Unterbrechung verriet die Leistung der Alemannia aus Aachen, dass sie noch auf den Bundesliga-Aufstieg hofft - sie gewann auf dem Oberwerth verdient mit 2:0.
Mai 2009
TuS fehlt in Mainz die Konsequenz
Koblenzer schaffen es am Bruchweg nicht, sich für ein ordentliches Spiel zu belohnen - Rapolder: Eine unnötige Niederlage
Ein ordentlicher Auftritt, aber keine Punkte: So lässt sich der Auftritt von TuS Koblenz beim FSV Mainz 05 zusammenfassen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder ging als Verlierer vom Platz, weil sie die Konsequenz im Abschluss vermissen ließ.
FSV Mainz 05 - TuS Koblenz 2:0 (1:0)
Uwe Rapolder lächelte, als er mit 05-Präsident Harald Strutz und dem Mainzer Trainer Jörn Andersen ein paar nette Worte im Presseraum austauschte. Aber man konnte es deutlich erkennen: Der Trainer von TuS Koblenz hatte gestern nach dem 0:2 seiner Mannschaft am Mainzer Bruchweg einen richtig dicken Hals. Die meisten Niederlagen im Fußball sind bekanntlich vermeidbar - und diese war es allemal. "Das war komplett unnötig. Wir hätten hier nie und nimmer verlieren dürfen", ärgerte sich der Koblenzer Chefcoach, "das Ergebnis spiegelt in keiner Weise den Spielverlauf wider."
Eigentlich konnte der Coach seinem Team noch nicht einmal viel vorwerfen, einen gravierenden und letztlich entscheidenden Mangel gab es dann doch: Die Chancenauswertung war mangelhaft. "Wir haben da einfach nicht entschlossen genug agiert." In erster Linie war damit wohl Keilstürmer Njazi Kuqi gemeint, der einmal mehr ein enormes Pensum abspulte, aber ebenso unterstrich, dass er beileibe kein Torjäger ist. Weil ihm obendrein mehrfach die beherzte Unterstützung aus dem Mittelfeld fehlte, versandeten etliche Angriffe kurz vor dem Strafraum. Immerhin: Zwei zwingende Chancen gab"s dann doch: In der 31. Minute musste sich 05-Torwart Dimo Wache nach einem Kopfball von Zoltan Stieber mächtig strecken, kurz vor der Pause kratzte Chadli Amri einen Kopfball von TuS-Verteidiger Dominique Ndjeng von der Linie.
Gambino abgestraft
Unmissverständliche Worte von Uwe Rapolder
Uwe Rapolder steht im kommenden Jahr das zwanzigjährige Dienstjubiläum als Fußballlehrer ins Haus - man sollte also meinen, dass der Trainer der TuS Koblenz bereits alles erlebt hat, was man an der Seitenlinie eben so erleben kann.
Und doch brachte das Spiel in Mainz auch für Rapolder eine Premiere der unerfreulichen Art mit sich: "Das war das erste Mal in meiner Karriere, normalerweise mache ich solche Aktionen nicht", erläuterte der 50-Jährige die Turbulenzen rund um Salvatore Gambino, der nur zwanzig Minuten nach seiner Einwechslung auf Geheiß des Trainers wieder duschen gehen durfte. In seinem erst zweiten Pflichtspiel für Koblenz war der kleine Italiener "vom schnellen und aggressiven Spiel überrollt" worden, wie Rapolder es umschrieb - tatsächlich hatte Gambino zwischen der 58. und 78. Minute nicht einen Zweikampf gewinnen können. "Ich habe mit ihm mitgefühlt", begründete Rapolder - ausdrücklich ohne Ironie - seine Entscheidung und kündigte unmissverständlich an: "Von weiteren solcher Situationen werde ich Gambino in dieser Saison verschonen."
Bezeichnend: Für den zu Saisonbeginn vom 1. FC Köln gekommenen Flügelspieler wurde Jan Hawel eingewechselt. "Eigentlich hätte ich heute in Pfaffendorf gespielt", sagte der wackere Akteur der zweiten Mannschaft.
TuS Koblenz geht in Klausur
Zweitligist absolviert Trainingslager in Bad Bertrich - Torwart Yelldell droht Saison-Aus
Um vor den abschließenden vier Partien in der Zweiten Fußball-Bundesliga noch einmal die Kräfte zu bündeln, zieht sich TuS Koblenz für drei Tage in ein Trainingslager zurück. Dabei wird David Yelldell fehlen, dem Torwart droht nach einer Handgelenksverletzung das vorzeitige Saisonende.
Es ist inzwischen schon fast ein festes Ritual bei TuS Koblenz geworden. Vor englischen Wochen versammelt Uwe Rapolder schon mal gerne seinen Kader mehrere Tage um sich, um die Sinne zu schärfen und optimal auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet zu sein. Wenn heute um 14 Uhr der Fußball-Zweitligist einmal mehr ins Trainingslager nach Bad Bertrich aufbricht, ist die Traditionspflege für den Chefcoach jedoch ziemlich nebensächlich. Vielmehr haben die Ereignisse des Wochenendes den Klub in eine Situation gebracht, in der es geboten ist, sich im Abstiegskampf noch einmal neu zu sammeln.
Yelldell fällt drei Wochen aus
Torwart von TuS Koblenz muss nicht nur gegen Freiburg passen
Während der Kader von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz heute noch in Bad Bertrich weilt und im Rahmen des Trainingslagers seine letzte Übungseinheit absolviert, steht im Vorfeld der Partie gegen den SC Freiburg (Sonntag, 14 Uhr) eine wichtige Personalie bereits fest: Wie sich zu Beginn der Woche angedeutet hat, wird Torwart David Yelldell gegen die Breisgauer definitiv nicht zur Verfügung stehen. Nach weiteren Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass der 27-Jährige zwar nicht operiert werden muss, aber rund drei Wochen ausfällt. Somit besteht zumindest eine minimale Chance, dass er zum Saison-Finale in Ingolstadt wieder zwischen den Pfosten stehen könnte. Neben Yelldell wird gegen Freiburg auch Matthew Taylor erneut ausfallen. Der US-Amerikaner laboriert nach wie vor an Problemen am Knie und ist gar nicht erst mit in die Eifel gefahren.
Stadtrat: Klares Ja zum neuen Stadion
Grundsatzentscheidung in der gestrigen Sitzung - Planungen für das Projekt an der A 61 können in Angriff genommen werden
Der Weg für die weiteren Planungen der neuen TuS-Arena ist frei. Der Koblenzer Stadtrat stellte sich gestern mit großer Mehrheit hinter das Projekt, das eine Investorengruppe mit eigenen Mitteln realisieren will.
Der Koblenzer Stadtrat stärkt die Investorengruppe unter Führung des Mittelrhein-Verlags, die nahe der Anschlussstelle Metternich der A 61 für insgesamt 25 Millionen Euro ein neues Stadion errichten will. Lediglich die Freie Bürgergruppe und die Grünen lehnten die gestrige Grundsatzentscheidung ab. Gegenstimmen kamen auch von der SPD.
Das Votum des Rates ist psychologisch und strategisch wichtig: Es ist ein deutliches Signal an die TuS und die Investorengruppe. Letztere ist daran interessiert, eine Fußball-Infrastruktur zu schaffen, die auch Erstligaansprüchen genügen soll. Alle Beteiligten sind sich aber darüber im Klaren, dass noch viel Arbeit geleistet werden muss. OB Dr. Eberhard Schulte-Wissermann sprach von einem "Weg zum Ziel, der steinig ist".
Aufsteiger ist zu stark für die TuS
Koblenzer stehen nach Heimpleite gegen den SC Freiburg unter Zugzwang - Rapolder-Elf mit zu vielen Fehler in der Defensive
Triumph für den SC Freiburg, Trauer und Trotz bei TuS Koblenz: Während die Badener auf dem Oberwerth den Bundesliga-Aufstieg feierten, steht die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder in den abschließenden drei Partien unter Zugzwang, um den Klassenverbleib auf direktem Weg zu schaffen.
TuS Koblenz - SC Freiburg 2:5 (2:2)
Die Szenerie mutete fast schon unwirklich an. Fans, die den Rasen stürmen; Fußballer, die außer Rand und Band in den Katakomben mit Sekt und Bier um sich spritzen - all das hat man in den vergangenen Jahren schon mehrfach im Stadion Oberwerth erlebt. Gestern allerdings wurde die altehrwürdige Arena nicht von Spielern und Anhängern der TuS zur Party-Zone umfunktioniert, sondern von den Gästen. Nach dem 2:5 der Koblenzer gegen den SC Freiburg gab"s für die Breisgauer kein Halten mehr, die durch das Remis im Fürther Frankenderby vorzeitig den Bundesliga-Aufstieg unter Dach und Fach gebracht haben.
Die Koblenzer werden sich mächtig strecken müssen, um in spätestens zwei Wochen ebenfalls eine große Sause steigen lassen zu können. Nach den Siegen der Konkurrenz ist die TuS auf den Relegationsplatz 16 abgerutscht. Die Hoffnung, den großen Favoriten ärgern zu können und im Abstiegskampf ein Zeichen zu setzen, ist dahin. "Wir haben noch drei Spiele", rechnet Trainer Uwe Rapolder vor, "und davon müssen wir zwei gewinnen." Überflüssig zu erwähnen, dass er die nächsten beiden Partien in Ahlen und gegen den FC St. Pauli meint, um wie schon in den vergangenen beiden Spielzeiten vor der finalen Begegnung (in Ingolstadt) aller Sorgen ledig zu sein.
TuS zeigt starke Nerven
Koblenzer Zweitligist erkämpft spätes Unentschieden bei Rot Weiss Ahlen - Mavric trifft
Aus dem erhofften Auswärtssieg bei RW Ahlen ist nichts geworden, aber Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat nach einem hart erkämpfen Unentschieden seine Position im Abstiegskampf gestärkt.
Rot Weiss Ahlen - TuS Koblenz 1:1 (0:0)
Die TuS hat in dieser Saison wahrlich schon bessere Spiele abgeliefert. Aber das 1:1 desKoblenzer Fußball-Zweitligisten bei Rot Weiss Ahlen bringt vor allem eine Botschaft mit sich: Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder hat gestern Abend unter Beweis gestellt, dass sie sich mit Macht gegen den Abstieg stemmt und die beiden drohenden Relegationsspiele vermeiden will.
Zumindest für fünf Minuten schien dieses Szenario ganz nah. Es war die 80. Minute, als die Gastgeber erst zum zweiten Mal gefährlich vor das Tor von TuS Koblenz kamen. Deniz Naki traf, 1:0 für Ahlen. Mancher der mitgereisten Fans dachte wohl schon über eine mögliche Fahrt zu Drittligist Paderborn oder Unterhaching nach, als Matej Mavric fünf Minuten vor dem Abpfiff den Ausgleich für die Koblenzer regelrecht erzwang. Nach einer Ecke von Marko Lomic wuchtete er den Ball zum 1:1 ins Netz. "Wir haben uns damit für unsere Mühsal belohnt", merkte Rapolder erleichtert an.
Für die TuS zählt nur ein Sieg
Koblenzer müssen das letzte Heimspiel der Saison gegen St. Pauli gewinnen, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten
Das letzte Heimspiel der Saison wird für TuS Koblenz das wichtigste: Im Idealfall kann die Mannschaft mit einem Erfolg gegen St. Pauli den Klassenverbleib praktisch unter Dach und Fach bringen. Andernfalls bleibt die Relegation ein Thema.
Der Worte sind genug gewechselt, auch die Trainingsarbeit ist im Prinzip getan. Jetzt gilt"s für die Profis von TuS Koblenz, die Ärmel hochzukrempeln und die Saison zu einem guten Ende zu bringen. Die Konstellation vor der Partie gegen den FC St. Pauli ist denkbar einfach: Gewinnt die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder und verliert zeitgleich der VfL Osnabrück gegen RW Ahlen, wäre der Klassenverbleib aufgrund des um neun Treffer besseren Torverhältnisses praktisch geschafft. Bei allen anderen Ergebnissen kommt es am kommenden Wochenende zu einem Fernduell um den ungeliebten 16. Platz.
Wechsel-Fehler trübt die Freude bei der TuS
Koblenzer benötigen nach Heimsieg gegen St. Pauli noch einen Zähler zum Klassenverbleib - Eingewechselter Kuqi nicht auf dem Spielberichtsbogen
Für TuS Koblenz ist der direkte Klassenverbleib greifbar nah. Nach dem Sieg gegen den FC St. Pauli fehlt der Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder im abschließenden Spiel beim FC Ingolstadt noch ein Punkt, um endgültig feiern zu können. Getrübt wurde der Koblenzer Jubel durch einen Wechselfehler, dessen Konsequenzen noch nicht absehbar sind.
TuS Koblenz - FC St. Pauli 2:1 (2:1)
Immer wieder der Blick zur Uhr. Und dann der Blick zum Schiedsrichter. Anspannung pur auf der Koblenzer Ersatzbank. Minuten können im Fußball manchmal zu Ewigkeiten werden. Und selbst der Schlusspfiff brachte noch nicht die erhoffte Erlösung. 2:1 hatte die TuS Koblenz gegen den FC St. Pauli gewonnen und damit ihren Teil dazu beigetragen, wieder einmal den Klassenverbleib zu schaffen. Was folgte, waren bange Blicke auf die Anzeigetafel im Stadion Oberwerth, ehe feststand: Durch das Unentschieden des VfL Osnabrück kann die TuS am letzten Spieltag beim FC Ingolstadt mit einem Remis aus eigener Kraft den Abstieg verhindern.
Schiris retten TuS vor Punktabzug
Warum Zweitligist TuS Koblenz nach einem Wechselfehler gegen den St. Pauli mit einer Geldstrafe davonkommt
Glimpfliches Ende eines Wechselfehlers bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz. Weil das Schiedsrichter-Gespann Trainer Uwe Rapolder auf ein Missgeschick im Spielberichtsbogen aufmerksam gemacht hat, kommt der Verein mit einer Geldstrafe statt einem Punktabzug davon.
Am Nachmittag um 17.05 Uhr kam aus Frankfurt die erwartete und für TuS Koblenz dennoch erlösende Nachricht. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) belegt den Fußball-Zweitligisten nach einem Regelverstoß in der Partie gegen den FC St. Pauli (2:1) mit einer Geldstrafe von 3000 Euro. In der 69. Minute war Njazi Kuqi für Fatmir Vata auf den Platz gekommen, der Finne hatte jedoch nicht auf dem Spielberichtsbogen gestanden. Die Aberkennung der drei Punkte, die kurzzeitig im Raum gestanden hatte, war für den DFB kein Thema, nicht zuletzt, weil die Partie nach dem Patzer nicht fortgesetzt worden war. In dem Urteil der DFB-Richter wurde den Koblenzern "nur eine leichte Fahrlässigkeit" nachgewiesen. "Ich bin froh, dass dieses Thema vom Tisch ist", sagte ein erleichterter TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos.
Dienstreise wird kein Betriebsausflug
Zweitligist TuS Koblenz will sich vor der abschließenden Partie in Ingolstadt nicht mit Rechenspielen beschäftigen
Ein Punkt muss her, egal wie: Dies ist die Ausgangslage für TuS Koblenz vor dem abschließenden Zweitliga-Spieltag beim FC Ingolstadt. Andernfalls benötigt die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder Schützenhilfe, um die Relegation zu vermeiden.
Die Konkurrenten haben den Koblenzern sozusagen einen Steilpass maßgerecht serviert, jetzt müssen die TuS-Fußballer den Ball nur noch über die Linie drücken. Nach dem 2:1 gegen den FC St. Pauli wäre in der allgemeinen Diskussion um die missglückte Einwechslung von Njazi Kuqi fast untergegangen, dass die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder zum großen Gewinner des 33. Spieltags geworden ist. Der Dreier wurde dadurch veredelt, dass sowohl Osnabrück, als auch Frankfurt und Rostock nicht mehr als einen Punkt einfahren konnten. Das heißt: Ein Unentschieden beim FC Ingolstadt würde reichen, um am Sonntag definitiv die Korken knallen zu lassen. Es gibt auch diverse Konstellationen, nach denen eine Niederlage reicht, um gesichert zu sein.
Desolat zum Klassenverbleib
TuS Koblenz ist nach dem peinlichen Auftritt beim FC Ingolstadt nicht zum Feiern zumute
TuS Koblenz hat zum Abschluss der Saison einen schlimmen Eindruck hinterlassen. Die Mannschaft von Uwe Rapolder lieferte beim FC Ingolstadt einen blutleeren Auftritt ab und muss nur deshalb nicht in die Relegation, weil die Konkurrenz ebenfalls verlor.
FC Ingolstadt - TuS Koblenz 4:0 (2:0)
Spöttisch könnte man sagen, dass Wolfgang Loos gestern mehr Meter zurückgelegt hat als das Koblenzer Personal auf dem Rasen. Während die Kicker einen Schreckens-Auftritt zeigten, fungierte der TuS-Geschäftsführer in Ingolstadt als Ergebnis-Informant und pendelte ständig zwischen Fernsehschirm und Ersatzbank.
Was Loos an Zwischenständen von den anderen Plätzen übermittelte, machte schnell klar: Die TuS wird am Ende einer turbulenten Saison mit einem blauen Auge davonkommen - trotz eines 0:4 bei den bereits abgestiegenen Bayern. Kaum zu glauben, aber wahr. Höchste Zeit, dass diese Spielzeit nun endlich vorbei ist.
Kurioserweise war nach den 90 Minuten nur den Fans der bereits als Absteiger feststehenden Bayern nach Feiern zumute, die sich auf die vom Verein ausgelobten 1100 Liter Freibier stürzten. Die rund 500 mitgereisten Koblenzer waren indes restlos bedient. Nach dem Abpfiff gab"s Schmährufe für die Profis, die sich der Kurve näherten, vereinzelt flogen sogar Bierbecher.
Pfeifkonzert nach der Rettung
Akteure von TuS Koblenz enttäuschen zum Saison-Abschluss auf der ganzen Linie - Keine Freude über Klassenverbleib
Rund 500 Fans waren TuS Koblenz hoffnungsfroh nach Ingolstadt gefolgt, aber am Ende blieb bei Anhängern und Akteuren trotz des Klassenverbleibs nur Frust.
Es war ein charmantes Spiel mit der Ironie, als die Anhänger des FC Ingolstadt eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie gegen TuS Koblenz ein Lied über den Stand der Dinge anstimmten. "Wir steigen ab, und ihr bleibt drin", höhnte es den rund 500 mitgereisten Koblenzer Fans entgegen, die neben einer indiskutablen Leistung ihrer Mannschaft auch noch den Spott des Gegners hinnehmen mussten.
Viele offene Fragen bei der TuS
Nach dem Klassenverbleib beginnt beim Koblenzer Zweitligisten die schwierige Planung für die neue Saison
TuS Koblenz hat dem Punktabzug und den Personalnöten getrotzt und auch das dritte Jahr in der Zweiten Liga erfolgreich beendet. So weit die guten Nachrichten, die allerdings von dem peinlichen 0:4 in Ingolstadt überschattet werden. Eine Pleite, die sich vermutlich auf die anstehenden Planungen auswirkt.
Am Tag danach haben die ersten Aufräumarbeiten begonnen. Einige Spieler von TuS Koblenz holten ihre persönlichen Sachen aus den Spinden, die Betreuer machten im Kabinentrakt des Stadions Oberwerth klar Schiff, ehe es in die Sommerpause geht. Tagesgeschäft sozusagen, beim Fußball-Zweitligisten wickelt man die Saison 2008/2009 ab. Am Ende des Ganzen steht Tabellenplatz 14, rein sportlich wären die Koblenzer mit 41 Punkten Zehnter geworden. Eine solide Bilanz, zumal schon zu Beginn der Saison klar war, dass es angesichts des Abzugs von drei Punkten einzig um den Klassenverbleib gehen würde.
Offizielle Verlautbarungen über Personalien gibt es indes noch nicht, zumal die Gespräche mit den Profis noch ausstehen. Gleichwohl deutet einiges darauf hin, dass die TuS-Elf in der kommenden Saison ein anderes Gesicht erhalten wird. Offen scheint zum Beispiel, ob die auslaufenden Verträge mit den Akteuren aus der zweiten Reihe verlängert werden. Zum Beispiel Andreas Richter, Martin Forkel oder auch Frank Wiblishauser, die in der Rückrunde die meisten Partien von der Bank aus verfolgen mussten. Offen ist auch, ob Angreifer Fatmir Vata ("Ich würde gerne bleiben") noch ein Jahr dranhängen darf, auch die Zukunft von Du-Ri Cha ist ungeklärt. Die TuS würde den Koreaner gerne halten, dessen Ja-Wort steht aber aus.
Und dann ist da auch noch die Frage, ob möglicherweise der eine oder andere Leistungsträger für gutes Geld der TuS den Rücken kehrt. Liga-Konkurrent TSV 1860 München denkt offenbar über eine Verpflichtung von Mittelfeldmann Goran Sukalo nach, auch Marko Lomic gilt dort als Kandidat. Fraglich allerdings, ob die klammen "Löwen" eine Ablöse am Rande der Millionen-Grenze stemmen könnten.
Bis zum Trainingsauftakt am 25. Juni bleiben dann erst einmal die Bälle im Schrank, werden die Rasenflächen geschont. Dass die Zeit bis dahin ereignisarm wird, ist jedoch nicht zu erwarten.
TuS: Loos spekuliert nicht über Rapolder
Koblenzer Geschäftsführer hat keine Anfragen für den Trainer - Taylor zum FSV Frankfurt
Drei Tage nach dem Ende der Saison ist bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz eine erste Personalentscheidung gefallen. Unmittelbar vor dem Abflug in seine Heimat Kalifornien hat der US-Amerikaner Matthew Taylor den Verein gewechselt und beim Liga-Konkurrenten FSV Frankfurt einen Zweijahres-Vertrag bis 2011 unterschrieben.
Eine Entscheidung, die TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos nicht überrascht, der aber irritiert darüber ist, dass der 27-Jährige den Verein nicht über seinen Schritt informiert hat. "Er war vertragsfrei, insofern haben wir das zu akzeptieren", so Loos. Hintergrund: Taylor, der vor der Saison vom Amateur-Klub Hollywood United nach Koblenz gewechselt war und in 22 Partien sieben Treffer erzielt hat, hatte in seinem Vertrag eine Klausel, wonach sich das Engagement in Koblenz bei einer gewissen Zahl von Einsätzen automatisch um ein Jahr verlängert hätte. Dazu kam es nicht, Taylor stürmt künftig am Bornheimer Hang in Frankfurt.
Bei der TuS herrscht nicht nur im Angriff Handlungsbedarf
Koblenzer Zweitligist wird auch in der kommenden Saison sparsam haushalten müssen - Trainer Uwe Rapolder auf Spielersuche in Tschechien
Während die Spieler von TuS Koblenz über den halben Erdball verstreut sind und ihren Urlaub genießen, müssen sich die Verantwortlichen des Zweitligisten auch in der fußballlosen Zeit nicht über mangelnde Arbeit beklagen.
Geschäftsführer Wolfgang Loos ist in diesen Tagen dabei, letzte Nachbesserungen in Sachen Lizenzierung auf den Weg zu bringen, am Mittwoch um 15.30 Uhr müssen die letzten Unterlagen bei der DFL in Frankfurt auf dem Tisch liegen. Zu den Details wollte sich Loos nicht äußern, seine Anmerkung, "dass wir uns in der kommenden Saison nach der Decke strecken müssen", lässt indes die Vermutung zu, dass die Bundesliga-Bosse letzte Klarheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der kommenden Saison haben wollen.
Hattrick von Rahic beendet SVU-Traum
Im Kreispokal setzt sich TuS-Reserve gegen Untermosel durch
Die Feierstimmung in Koblenz geht weiter. Auch im Finale um den Fußball-Kreispokal ließ sich die Reserve der TuS Koblenz nicht stoppen und feierte nach dem Aufstieg den zweiten Triumph binnen weniger Tage. Gegner Untermosel hielt nur in der Anfangsphase mit und musste sich schlussendlich beim Torwart bedanken, dass die Niederlage nicht zweistellig ausfiel.
TuS Koblenz II - SV Untermosel 6:1 (3:0)
Am Ende war genug Bier für alle da. Zunächst erwischte es Trainer Colin Bell, dann Co-Trainer Marc Mies, und zu guter letzt fingen die Spieler auch noch ihren Betreuer ein. Bierdusche für jedermann hieß es zum Abschluss einer beeindruckenden Saison, bei dem die Reserve der TuS Koblenz nach dem Klassenverbleib der Profis in der Zweiten Bundesliga und dem lupenreinen Aufstieg des eigenen Teams von der Kreis- in die Bezirksliga für den dritten Koblenzer Feiertag binnen weniger Tage sorgte.
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