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Saisonrückblick 2009/10
Juni 2009
Bei der TuS herrscht nicht nur im Angriff Handlungsbedarf
Koblenzer Zweitligist wird auch in der kommenden Saison sparsam haushalten müssen - Trainer Uwe Rapolder auf Spielersuche in Tschechien Während die Spieler von TuS Koblenz über den halben Erdball verstreut sind und ihren Urlaub genießen, müssen sich die Verantwortlichen des Zweitligisten auch in der fußballlosen Zeit nicht über mangelnde Arbeit beklagen. Geschäftsführer Wolfgang Loos ist in diesen Tagen dabei, letzte Nachbesserungen in Sachen Lizenzierung auf den Weg zu bringen, am Mittwoch um 15.30 Uhr müssen die letzten Unterlagen bei der DFL in Frankfurt auf dem Tisch liegen. Zu den Details wollte sich Loos nicht äußern, seine Anmerkung, "dass wir uns in der kommenden Saison nach der Decke strecken müssen", lässt indes die Vermutung zu, dass die Bundesliga-Bosse letzte Klarheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der kommenden Saison haben wollen.
Koblenz bald mit K&K-Sturm? Planungen der TuS nehmen Formen an - Shefki Kuqi ein Thema Die Unterschriften möglicher Neuzugänge stehen noch aus, aber die Personalplanungen haben bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz deutlich an Fahrt gewonnen. "Ich bin mit etlichen Akteuren, die zu uns kommen würden, weitgehend einig", sagt Trainer Uwe Rapolder, der derzeit nahezu pausenlos telefoniert. Mit Namen möglicher Neuzugänge ist der Coach noch sehr zurückhaltend, zu zwei Akteuren gibt es indes eine heiße Spur. Einer davon dürfte Shefki Kuqi sein, älterer Bruder von TuS-Angreifer Njazi Kuqi. Der Finne mit Wurzeln im Kosovo hat eine durchaus beachtliche sportliche Vita vorzuweisen, neben rund 100 Zweitliga-Partien in England hat der nunmehr 32-Jährige auch 44 Mal in der Premier League gespielt. Zudem ist Kuqi aktueller finnischer Nationalspieler. Sein bestes Jahr hatte er 2004, als er bei Ipswich Town in 42 Spielen 20 Treffer markierte. Zuletzt war er bei Zweitligist Crystal Palace aktiv, wo sein Vertrag ausläuft. In englischen Medien hat er bereits mehrfach durchblicken lassen, dass er noch einmal gemeinsam mit seinem Bruder auf Torejagd gehen würde - in Koblenz gäbe es jetzt die Gelegenheit dazu. "Er ist ein Kandidat für uns", räumt Rapolder ein. Fakt ist: In nahezu allen Mannschaftsteilen ist bei der TuS eine Blutauffrischung geplant, Rapolder spricht von einem "kleinen Umbruch", den er einleiten will. Dazu gehört auch, verstärkt deutsche Akteure in den Kader einzubauen. Johannes Rahn würde nahezu perfekt in dieses Raster passen. Das 23-jährige Koblenzer Eigengewächs war vor zwei Jahren zum VfB Stuttgart II gewechselt, wo er sich zu einer der tragenden Säulen in der Drittliga-Elf entwickelt hat. Eine Rückholaktion des aus dem Westerwald stammenden Rahn nimmt derzeit offenbar Formen an. "Wir haben uns lange unterhalten, es kann für die TuS nur von Vorteil sein, wenn junge Leute aus der Region integriert sind", hofft Rapolder auf ein Ja-Wort des groß gewachsenen Angreifers, der auch auf der Außenbahn eingesetzt werden kann.
TuS-Profis in neuem Gewand Koblenzer Zweitligist wechselt den Ausrüster - Vertragsangebote für Richter, Forkel und Wiblishauser In Sachen Personal gibt's bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz noch diverse offene Fragen, die Ausrüstung für die nächsten Jahre ist indes gesichert. Der gesamte Verein wird fortan von der Firma Saller ausgestattet. Es ist gleichermaßen traditionell wie modern, und wer genau hinschaut, entdeckt einen besonderen Clou in Form von zwei Toren. Die Rede ist vom Trikot, in dem TuS Koblenz in der kommenden Saison auflaufen wird. Natürlich ist das Ganze in blau-schwarz gehalten, natürlich bestimmen wie seit jeher die Längsstreifen die Optik. Als Ergänzung zu den vergangenen Jahren gibt's nun auch noch Gelb-Anteile, um die Vereinsfarben des Klubs komplett zur Geltung bringen zu können. Gestern wurde das Leibchen vorgestellt, zu kaufen sein wird es erstmals am 6. Juli im Rahmen des TuS-Testspiels gegen den 1. FC Köln. Zuvor ist es bereits auf den Dauerkarten zu sehen. Ebenfalls noch nicht bekannt ist, welche Spieler künftig in die schicke Arbeitskleidung schlüpfen werden. Bevor Trainer Uwe Rapolder am Sonntag in seinen Kuba-Urlaub aufbricht, stehen noch etliche Gespräche an - im TuS-Kader ist derzeit vieles im Fluss. Inzwischen scheint klar, dass es für Angreifer Ardijan Djokaj kein neues Vertragsangebot geben wird, während den altgedienten Haudegen Andreas Richter, Martin Forkel und Frank Wiblishauser eine weitere Zusammenarbeit für ein Jahr vorgeschlagen wurde. "Es sind charakterstarke Typen, die man in einer Mannschaft braucht", sagt Rapolder. Wobei Richter das Angebot der TuS nicht eben als einen Vertrauensbeweis ansieht. "Mit meinen 31 Jahren würde ich mir schon eine längere Laufzeit wünschen", hält sich die Begeisterung beim Innenverteidiger in Grenzen, "auch finanziell bin ich nicht ganz zufrieden." Ob sich sein Engagement nach vier Jahren in Koblenz dem Ende entgegenneigt, ist noch nicht abschließend entschieden.
Du-Ri Cha verlässt TuS Koblenz in Richtung Freiburg
TuS Koblenz muss künftig auf einen der Leistungsträger verzichten: Du-Ri Cha, dessen Vertrag beim Fußball-Zweitligisten ausläuft, hat sich gegen die Offerte der TuS entschieden und wechselt ablösefrei zum Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg. "Ich denke, wir hatten ihm ein gutes Angebot unterbreitet", sagte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos, "wir müssen aber akzeptieren, dass er sich anders orientiert." Cha zählte zuletzt zu den konstantesten Koblenzer Akteuren, in 33 Partien brachte er es auf sechs Vorlagen und zwei Tore. In mehreren Gesprächen hatte ihm Trainer Uwe Rapolder einen Verbleib schmackhaft gemacht, zwischenzeitlich war die Vertragsverlängerung bei der TuS fast schon fix. Letztlich lockt den Koreaner aber wohl die Perspektive, sich noch einmal eine Etage höher beweisen zu können. Beim SC Freiburg ist er allerdings zunächst nicht als erste Wahl auf der rechten Seite vorgesehen, sondern soll den zu Hansa Rostock abwandernden Kevin Schlitte ersetzen. Neben Cha wollen die Badener noch einen weiteren Rechtsverteidiger verpflichten.
TuS kommt allen Forderungen nach Gute Nachricht der DFL für Koblenzer Zweitligisten - Loos: "Alle Spiele werden im Stadion Oberwerth stattfinden" Fußball-Zweitligist TuS Koblenz kann aufatmen: Die Deutsche Fußball-Liga hat dem Verein die Lizenz für die kommende Saison erteilt. Um 13.42 Uhr am gestrigen Nachmittag durfte Wolfgang Loos die gleichermaßen ersehnte wie beruhigende Nachricht der Deutschen Fußball-Liga (DFL) aus seinem Faxgerät ziehen. Der Inhalt des Schreibens bestätigte dem Geschäftsführer der TuS Koblenz, dass seinem Verein die Lizenz für die kommende Saison erteilt wurde - "alle von der DFL aufgelegten Bedingungen wurden erfüllt", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Koblenzer. Damit hat die TuS nach dem sportlichen Klassenverbleib, der am letzten Spieltag der vergangenen Saison erreicht wurde, nun auch die wirtschaftliche Qualifikation für das nunmehr vierte Spieljahr in der Zweiten Fußball-Bundesliga vollzogen.
Viele Fragezeichen bei der TuS Bislang steht nur Verpflichtung von Rahn fest - Gerüchte um Lense, Geißler und Musculus - Skela umworben Bis auf die Verpflichtung von Johannes Rahn gibt es beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz noch keine neuen Fakten zu vermelden. Allerdings sind einige Namen bei der TuS im Gespräch. Neben den beiden bekannten Personalien sind offenbar auch zwei weitere Spieler in die Verlosung geraten, denen die Prädikate deutsch und bissig zugeschrieben werden können. So kursieren im Umfeld des Vereins Gerüchte über ein Interesse der Koblenzer an den Spielern Benjamin Lense (Hansa Rostock) und Tom Geißler (VfL Osnabrück). Lense war noch in der Vorrunde der vergangenen Saison als Rechts- oder Innenverteidiger Stammkraft beim Bundesliga-Absteiger und steuerte unter anderem einen Treffer zum geschichtsträchtigen 9:0-Sieg über die TuS bei. In der Rückrunde wurde er vom neuen Hansa-Trainer Andreas Zachhuber aus dem Kader suspendiert und befindet sich nun auf Vereinssuche. Bei früheren Stationen in Bochum, Nürnberg und Bielefeld brachte er es insgesamt auf 64 Bundesliga-Einsätze (1 Tor). Geißlers eigentlich bis 2010 datierter Vertrag wurde mit dem Abstieg des VfL Osnabrück unwirksam. Der offensive Mittelfeldspieler hat zwar ein unbefriedigendes Spieljahr mit nur acht Einsätzen hinter sich, gilt aber als brauchbarer Vorlagengeber. In 92 Zweitliga-Einsätzen erzielte Geißler neun Tore. Ein noch größeres Fragezeichen steht hinter der Verpflichtung von Erwin Skela: Beim albanischen Routinier, der gerade mit Energie Cottbus abgestiegen ist und nicht allzu billig sein dürfte, haben dem Vernehmen nach neben der TuS noch weitere Vereine ihre Hüte in den Ring geworfen.
Andreas Richter verlässt die TuS
Verteidiger wechselt von Koblenz nach Chemnitz - Kommt der brasilianische Spielmacher Melinho? Andreas Richter kehrt dem Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz den Rücken. Der 31 Jahre alte Verteidiger hat einen Vertrag beim Regionalligisten Chemnitzer FC unterschrieben. So hat Verteidiger Andreas Richter nach vier Jahren und 95 Pflichtspielen, in denen er das TuS-Trikot trug, ein neuerliches Vertragsangebot ausgeschlagen und wird zur kommenden Saison zum Nord-Regionalligisten Chemnitzer FC wechseln. Damit kehrt der in Cottbus geborene Verteidiger aus dem rheinischen Exil zurück in heimische Gefilde - die Entscheidung Richters ist vor allem eine perspektivische mit Blick auf das nicht mehr allzu ferne Karriereende des 31-Jährigen. "Ich habe mir meinen Entschluss wirklich nicht leicht gemacht, weil wir uns in Koblenz sehr wohlgefühlt haben", sagt Richter, "aber natürlich fange ich langsam an, mir Gedanken darüber zu machen, was nach dem Fußball ist." In diesem Zusammenhang hat Richter aus Chemnitz ein "richtig schmackhaftes" Angebot erhalten, dem der stets bodenständige Spielertyp nicht widerstehen mochte: Richter unterschreibt beim letztjährigen Regionalliga-Siebten für zwei Jahre, wobei eine Option auf ein weiteres Jahr als Spieler sowie ein Anschlussvertrag für eine Funktion im Vereinsmanagement bestehen. "Natürlich - wer will schon von der zweiten in die vierte Liga absteigen?" sagt Richter, schildert aber, dass der frühere Zweitligist und DDR-Meister von 1967 ein Konzept für einen sportlichen Neuaufbau erarbeitet hat, in dem er selbst eine tragende Rolle spielen soll. Die Stadt Koblenz und ihren führenden Fußballverein verlässt er in der Gewissheit, "dass es vier erfolgreiche Jahre waren - wir sind aufgestiegen und haben dreimal trotz erheblicher Probleme den Klassenerhalt geschafft". Schließlich fügt er mit einem Schmunzeln hinzu: "Mehr Auf und Ab als in den letzten Jahren in Koblenz geht ja gar nicht." Anders als bei Andreas Richter deutet bei Martin Forkel alles auf eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr hin, die in einem abschließenden Gespräch noch besiegelt werden muss. Wahrscheinlich ist dabei, dass der kleine Rechtsverteidiger in der kommenden Saison auf neue Kollegen treffen wird, die ihre Sporen zuletzt in der ersten tschechischen Liga verdient haben. Dabei handelt es sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge um den brasilianischen Spielmacher Melinho (29) sowie um Verteidiger Martin Hudec (25), beide zuletzt beim Meisterschaftsvierten und Europa-League-Teilnehmer Sigma Olmütz tätig.
Werner Hecker ist neuer Präsident von TuS Koblenz Die Führungsspitze von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ist nach sechsmonatiger Vakanz wieder komplett. Auf der Mitgliederversammlung wurde Werner Hecker ohne Gegenstimme zum Präsidenten gewählt, neuer Vize-Präsident ist Gerd Kohns (59). Als Vorstand Sport wurde Hans Dill für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Hecker, 58-jähriger Professor an der Fachhochschule Koblenz, tritt ein schwieriges Amt an: Die TuS Koblenz e.V. kämpft laut Finanzvorstand Rolf Schmitz nach wie vor gegen eine "prekäre Liquiditätslage" an. Hecker freut sich allerdings auf die Herausforderung. "Ich habe die Vision, dass wir 2011 wirtschaftlich gesundet sind und in einem neuen Stadion spielen können", sagte Hecker, der seit seiner Kindheit TuS-Mitglied ist. Weiterhin will sich der neue Präsident dafür einsetzen, "dass sich der Verein mit den Fans als wirkliche Einheit versteht". Anders als in den Vorjahren verlief die Versammlung der 339 anwesenden Mitglieder harmonisch.

Kein Platz mehr für Fußball-Touristen TuS-Chef Walterpeter Twer setzt auf Profis mit Herz - Lense verpflichtet, Langen soll kommen Passend dazu nimmt die geplante Ausleihe von Philipp Langen konkrete Formen an, das Koblenzer Eigengewächs soll für ein Jahr von Greuther Fürth losgeeist werden. Während hier noch letzte Verhandlungen anstehen, wurde gestern die Verpflichtung von Benjamin Lense unter Dach und Fach gebracht. Der Ex-Rostocker erhält einen Vertrag bis 2011.
Langen freut sich auf den Neustart
TuS Koblenz leiht Eigengewächs von Greuther Fürth aus - Käufer für Lomic gesucht - Sukalo in Kontakt mit Cottbus? Drei Tage vor dem Trainingsauftakt nimmt der Kader von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz erste Konturen an. Nach den Verpflichtungen von Benjamin Lense und Philipp Langen ist zumindest die Defensiv-Abteilung bereits ordentlich besetzt. Die Vorfreude ist Philipp Langen anzuhören. Die Freude darauf, endlich wieder Fußballspielen zu können. Und weil es in einer vertrauten Umgebung zumeist leichter fällt, seine Fähigkeiten zu demonstrieren, soll die Rückkehr zu TuS Koblenz für den 22-Jährigen ein Schritt nach vorn in seiner schon nicht mehr ganz jungen Profi-Karriere werden. Langen, der aus St. Sebastian stammt, war vor der Saison zu Greuther Fürth gewechselt, wo er aus verschiedenen Gründen aber bislang nicht den Durchbruch geschafft hat. Der Linksfuß steht dort noch bis 2011 unter Vertrag, die Franken haben nun der schon länger im Raum stehenden Ausleihe nach Koblenz zugestimmt. "Für mich ist es jetzt einfach wichtig, wieder spielen zu können", so Langen, der es in der abgelaufenen Saison gerade mal auf drei Einsätze gebracht hatte. "Ich hatte anfangs immer wieder mit den Nachwirkungen meines Kreuzbandrisses zu kämpfen", so Langen. Als dann in der Winterpause Ex-Nationalspieler Christian Rahn für seine Position nachverpflichtet wurde, war klar, dass der Weg zurück ins Team schwer werden würde. Zumal die Fürther lange Zeit ein ernsthafter Aufstiegs-Kandidat waren und deshalb auf bewährte Kräfte setzten. "Der Schritt nach Fürth war dennoch richtig", sagt Langen.
Das Knie von Nessos spielt nicht mit
Verletzung zwingt den Profi von TuS Koblenz zum Karriereende - Grieche will dem Verein erhalten bleiben Über zwei Jahre hat Evangelos Nessos gekämpft, aber der Körper spielt einfach nicht mehr mit. Nach einer Knieverletzung muss der einstige Publikumsliebling und Leistungsträger bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz seine Profi-Karriere beenden. Wenn Trainer Uwe Rapolder am Donnerstag um 14 Uhr den Kader von Zweitligist TuS Koblenz zum Aufgalopp für die anstehende Saison bittet, wird es wieder einer jener Momente sein, die Evangelos Nessos mächtig aufs Gemüt schlagen. Den Duft des frisch gemähten Rasens zu spüren, dem Ball hinterherzujagen und womöglich sogar ein Tor zu schießen, diese für einen Vollblut-Fußballer durch nahezu nichts zu ersetzenden Gefühle sind für den fast 31-Jährigen inzwischen nicht mehr als eine Erinnerung. Und Nessos ist Vollblut-Fußballer, sonst hätte er den Kampf gegen seinen Körper wohl schon viel früher aufgegeben. Über zwei Jahre hat sich der Mann mit der Trikot-Nummer 26 dagegen gewehrt, nun ist in ihm die Erkenntnis gereift, dass es keinen Sinn mehr macht. Den Fußballprofi Evangelos Nessos wird es nicht mehr geben. "Den Alltag kann ich ganz gut bewältigen, aber größere Belastungen verträgt das Knie einfach nicht mehr", erzählt Nessos. Seine Patellasehne ist zur Achillesferse geworden. Es ist der (zu) teure Preis für seinen Einsatzwillen und den Ehrgeiz, der Mannschaft helfen zu wollen. "Heute weiß ich, dass ich zu lange mit Schmerzen gespielt habe", blickt der Grieche zurück. Im Frühjahr 2007 hatte er im tobenden Abstiegskampf mit der TuS die Signale beiseite geschoben oder mit Schmerzmitteln betäubt. Ehe das Knie vollends streikte. Nach 91 Spielen für die TuS, in denen Nessos dank seiner mitreißenden Spielweise auf der Außenbahn Kult-Status bei den Fans erlangt hatte. Zusammen mit Brenny Evers bildete er ein Duo, das maßgeblichen Anteil am Zweitliga-Aufstieg hatte.
TuS baut ihren Kader kräftig um
Zweitligist Koblenz trennt sich von 18 Spielern - Kommt Kuqi? Wer kennt sie nicht, "Die drei ???", die Kultnummer unter den Detektivserien des Jugendstils. Mysteriöse Fälle, von drei Nachwuchsschnüfflern im Handumdrehen gelöst. Doch was sind drei Fragezeichen gegen all die offenen Fragen, all die Mysterien, die beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz zum Saisonauftakt noch einer Antwort und einer Lösung harren. Nur eines steht fest: Was als kleiner Umbruch zur Spielzeit 2009/2010 geplant war, entpuppte sich gestern beim offiziellen TuS-Saisonauftakt als veritables Stühlerücken. 18 Spieler hat die TuS aussortiert - und noch längst nicht jeder der frei gewordenen Stühle ist wieder besetzt. Die Fragezeichen sind gegenüber den Gewissheiten noch deutlich in der Überzahl. Vier neue Akteure indes konnte Trainer Uwe Rapolder schon einmal präsentieren. Benjamin Lense (von Hansa Rostock), Tom Geißler (VfL Osnabrück) und die Heimkehrer Philipp Langen (Fürth) und Johannes Rahn (Stuttgart) tummelten sich mit einer Reihe von Testspielern, möglichen und wahrscheinlichen Neuzugängen auf dem Rasen. Während dort 23 Feldspieler ihrer Arbeit nachgingen, drehte die vom Coach aussortierte "Jugo-Fraktion" (Branimir Bajic, Marko Lomic, Goran Sukalo, Darko Maletic, dazu der nicht mehr gelittene Rüdiger Ziehl) ihre Laufrunden ums Wasserwerk. So bald wie möglich sollen für dieses Quintett möglichst potente Abnehmer gefunden werden. Erst dann kann der endgültige Kader festgezurrt werden. Nur so viel: In den nächsten Tagen soll der Vertrag mit Shefki Kuqi, torgefährlicher Bruder von TuS-Stürmer Njazi, fix gemacht werden. Der Rest sind Fragezeichen.
Viele neue Gesichter zum Aufgalopp
TuS Koblenz startet mit runderneuertem Kader in die Saisonvorbereitung - Keine Verträge für Vata und Pektürk Aufgalopp bei TuS Koblenz: Mit einem runderneuerten Kader hat der Fußball-Zweitligist die Saison-Vorbereitung begonnen, die Fans werden sich an diverse neue Gesichter gewöhnen müssen. 13.58 Uhr, Stadion Oberwerth. Es ist nicht nur das Ende des Urlaubs für die Spieler von TuS Koblenz und der Auftakt in die Saison-Vorbereitung. Mit dem ersten Training vor der Spielzeit 2009/2010 wurde gestern auch offenkundig, was sich in den letzten Wochen abgezeichnet hatte: Beim Fußball-Zweitligisten wird in diesem Sommer ein kräftiger Umbruch vollzogen. Nicht nur die schmucken Leibchen sind neu, auch der Inhalt. Und so fiel es dann beim Elf gegen Elf auf dem Rasen gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. 23 Feldspieler und zwei Torleute haben ihren Dienst angetreten, wobei im TuS-Kader noch zahlreiche Personalien offen sind. Fest steht inzwischen, dass der auslaufende Vertrag von Fatmir Vata nicht verlängert wird. Der Angreifer hatte gehofft, noch ein Jährchen bei der TuS dranzuhängen, fand aber bei den Koblenzer Verantwortlichen kein Gehör. Ebenso wird allem Anschein nach Tayfun Pektürk den Verein verlassen. Der 21-Jährige war in der vergangenen Saison immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen worden und hatte demnach wenig Argumente für eine Vertragsverlängerung. Nachdem das Arbeitsverhältnis mit Salvatore Gambino vorzeitig aufgelöst wurde, sind bislang 13 Abgänge zu verzeichnen. Geht es nach Trainer Rapolder, sollen noch fünf Akteure hinzukommen. Goran Sukalo, Branimir Bajic, Marko Lomic, Darko Maletic und auch Rüdiger Ziehl spielen in den sportlichen Planungen keine Rolle mehr. Über die Gründe schwieg sich der Coach gestern aus, das Verhältnis zu diesen Spielern gilt aber als zerrüttet. Das Quintett trainierte gar nicht erst mit dem Rest der Mannschaft, sondern wurde zum Laufen rund ums Stadion abkommandiert. Ein Szenario, das sich in den kommenden Tagen wiederholen dürfte, nicht zuletzt um den Druck auf Sukalo und Co. zu erhöhen, sich nach einem neuen Arbeitgeber umzusehen. Entsprechend viele neue Gesichter galt es im Trainingsspiel zu identifizieren. Was bei Johannes Rahn und Philipp langen noch am einfachsten war. Während die beiden Rückkehrer in Koblenz einen neuen Anlauf starten, um ihre Profi-Karriere voranzutreiben, darf sich Benjamin Lense berechtigte Hoffnungen machen, als etablierter Akteur von Beginn an zum Stammpersonal zu zählen. "Es darf nicht unser Anspruch sein, nur gegen den Abstieg zu spielen", sagt der 30-Jährige, den Uwe Rapolder noch bestens aus der gemeinsamen Zeit bei Arminia Bielefeld kennt. Neben Tom Geißler als weiterem festen Neuzugang mischten auch der Brasilianer Melinho und Martin Houdec mit. Das Duo von Sigma Olmütz soll kommen, im Fall von Melinho ist dem Vernehmen nach eine Ausleihe mit Kaufoption geplant, um die im Raum stehende Ablöse von 400 000 Euro zu umgehen. Mittelfeldmann Melinho jedenfalls deutete mit einem feinen Tor schon mal seine Qualität an. Ebenfalls zur Probe kickte Außenspieler Christian Müller mit, der bei Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus zuletzt überwiegend in der Regionalliga-Elf aktiv war. Ob der 24-Jährige kommt, ist ebenso offen wie eine Verpflichtung von Aljmir Murati, der im internen Duell an der Seite von Shefki Kuqi stürmte. Der Schweizer mit Wurzeln im Kosovo fiel zunächst nur durch seine gelben Schuhe auf, hat aber eine ordentliche Vita vorzuweisen. Der 23-Jährige verdiente zuletzt sein Geld beim Schweizer Zweitligisten La Chaux-de-Fonds, wo ihm in 24 Spielen acht Tore gelangen. Zudem hat die TuS offenbar einen Perspektivspieler an der Angel. Angreifer Lucas Musculus von den A-Junioren des 1. FC Köln will bei der TuS den Sprung in den Profi-Fußball schaffen, in den nächsten Tagen sollen Fakten geschaffen werden. Von den 250 Kiebitzen gab"s nach der 75-minütigen Einheit jedenfalls schon mal aufmunternden Applaus für alle Akteure - auch wenn es noch eine Zeit dauern wird, ehe die Fans alle Gesichter der "neuen TuS" kennen.
Pokal-Los führt TuS nach Hamburg Koblenzer bekommen es in der ersten Runde mit Oberligist Concordia zu tun - Everson soll zum Kader stoßen Mit diesem Los kann TuS Koblenz durchaus leben: Der Fußball-Zweitligist muss in der ersten Runde des DFB-Pokals zum Oberligisten SC Concordia Hamburg reisen. Renate Lingor hat es gut gemeint mit der TuS: Die ehemalige Fußball-Nationalspielerin, die jetzt als Botschafterin für die Frauen-WM 2011 in Deutschland aktiv ist, bescherte dem Koblenzer Zweitligisten bei der Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal den SC Concordia Hamburg - ein Kontrahent, gegen den ein Weiterkommen praktisch Pflicht ist. Aber: Nachdem sich die TuS vor Jahresfrist beim Bremer Vorort-Klub FC Oberneuland bis auf die Knochen blamiert hat, hob TuS-Trainer Uwe Rapolder gleich warnend den Finger: "Es gibt für uns keinen Grund, die Hamburger zu unterschätzen. Es ist aber eine Aufgabe, die wir lösen müssen." Eine Forderung, die nicht zuletzt aus finanzieller Sicht vonnöten ist. Wie im Vorjahr bekommt jeder der 64 Teilnehmer 97 942 Euro an Fernsehgeld, in der zweiten Runde wären es schon 227 133.
Lense hat ehrgeizige Ziele in Koblenz
TuS-Neuzugang bringt reichlich Erfahrung mit - 30-Jähriger spielte schon in Bielefeld unter Trainer Uwe Rapolder Er soll eine der Stützen bei TuS Koblenz werden: Neuzugang Benjamin Lense darf sich beim Fußball-Zweitligisten berechtigte Hoffnungen auf einen Stammplatz machen. Noch gibt's diverse Vakanzen bei der TuS. Während zum Beispiel der Angriff noch ziemlich überschaubar besetzt ist, kann der Fußball-Zweitligist zumindest auf einer Position guten Gewissens in die Saison gehen: Auf der rechten Abwehrseite stehen auch nach dem Weggang von Du-Ri Cha zwei routinierte Kräfte zur Verfügung: Martin Forkel, der seinen Vertrag verlängert hat, gilt als verlässlicher Arbeiter in der Defensive. Dazu gesellt sich mit Benjamin Lense ein Kandidat, den Trainer Uwe Rapolder aus seiner Zeit bei Arminia Bielefeld bestens kennt.
Juli 2009
TuS steckt in einer verzwickten Situation
Koblenzer Zweitligist muss zweimal zum Mannschaftsfoto antreten - Igor Lazic und Thomas Klimmeck komplettieren das Trainerteam Neue Saison, neues Foto: 23 Feldspieler und drei Torleute haben sich im Trikot von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ablichten lassen. Ob alle auch in der anstehenden Saison zum Kader zählen werden, ist allerdings noch nicht klar. Beinahe wäre auch noch der zweite Termin ins Wasser gefallen. Kaum waren die letzten Bilder geschossen, öffnete der Himmel über Bad Ems wieder seine Pforten. Wolkenbruch, wie schon am Tag zuvor. Improvisation war angesagt beim Shooting des Mannschaftsfotos von TuS Koblenz - das ist beim Fußball-Zweitligisten aber praktisch Alltag. Und so passte es fast schon ins Bild, dass von den 26 auf dem Foto postierten Kickern bislang nur 18 mit einem Vertrag ausgestattet sind. In der strahlenden Menge fehlte Emmanuel Krontiris, der in der Nacht Vater geworden war und deshalb seiner Frau zur Seite stand. Nachwuchs-Angreifer Renaldo Rama war nach einer Knöchel-OP ebenso nicht vor Ort wie die fünf von Uwe Rapolder aussortierten Akteure. Immerhin: Drei Personalien sind schon mal aus der Welt. Zum einen wurde der Vertrag mit Nachwuchsstürmer Lucas Musculus fixiert. Der 18-Jährige kommt von der U19 des 1. FC Köln und hat in Koblenz einen Vertrag bis 2012 unterschrieben. Zudem hat sich auch im Betreuerstab etwas getan. Für Colin Bell, der sich künftig verstärkt der U23 widmen wird, übernimmt Igor Lazic neben Uwe Koschinat den Posten als Co-Trainer. Der 42-jährige Lazic kennt Rapolder aus Bielefelder Zeiten und soll ihm nun bei der TuS zur Seite stehen. Als Konditionstrainer komplettiert Thomas Klimmeck das Team rund um die Profis.
TuS freut sich mit neuem Partner
Bitburger Brauerei steigt für sechs Jahre beim Koblenzer Zweitligisten ein - Suche nach Trikot-Sponsor geht weiter TuS Koblenz hat einen neuen Groß-Sponsor für sich gewonnen. Die Bitburger Brauerei steigt in den kommenden sechs Jahren als sogenannter Premium-Partner bei dem Fußball-Zweitligisten ein. Am Ende durfte ein "kühles Blondes" natürlich nicht fehlen, um die künftige Zusammenarbeit noch einmal symbolisch zu dokumentieren. Und TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos schmeckte das Bier nicht nur aufgrund der Hitze besonders gut. Der Koblenzer Zweitligist hat mit der Bitburger Brauerei einen renommierten Partner für sich gewinnen können, zumal die Zusammenarbeit langfristig fixiert ist: Der Konzern aus der Eifel wird in den kommenden sechs Jahren als Sponsor die TuS unterstützen.
Es gehört wohl auch zu den Gepflogenheiten bei derlei Anlässen, dass man nur ungern über Geld spricht. "Wir haben vereinbart, dass wir uns zu den Modalitäten nicht äußern", sagte Bitburger Vertriebsdirektor Heinrich Wurster im Rahmen der Präsentation auf der Festung Ehrenbreitstein. Folglich kann über die Höhe der Zuwendungen nur spekuliert werden. Branchenüblich dürfte es sich vermutlich um eine jährliche Summe im unteren sechsstelligen Bereich handeln.
TuS: Kuqi trifft auch ohne Vertrag
Designierter Koblenzer Neuzugang erzielt das erste Tor der Vorbereitung - Solider Auftritt gegen Polizei-Nationalmannschaft Ein Neuzugang sowie ein Fast-Neuzugang erzielten die Treffer beim ersten Auftritt der TuS Koblenz in der neuen Saison. Heute steht für den Zweitligisten um 19 Uhr vor vollem Haus die Partie gegen den 1. FC Köln auf dem Programm. TuS Koblenz - Polizei-Nationalelf 2:0 (1:0) In der 35. Minute dieses Testspiels bekam der Finne Shefki Kuqi erstmals eine Ahnung davon, was den Unterschied zwischen internationaler Härte und den Gepflogenheiten im deutschen Fußballwesen ausmacht. Der Angreifer mit der bulligen Statur hat seine letzten Berufsjahre in England verbracht, wo Fußball bekanntlich als eine in erster Linie körperbetonte Sportart verstanden wird - und wollte nun, in seiner ersten Partie im Trikot der TuS Koblenz, eine Flanke von Johannes Rahn mit dem Kopf erreichen. Mit allem, was er hatte - aber keineswegs unfair -, warf sich Kuqi in Ball und Gegenspieler und drückte das Leder eindrucksvoll in den Tor-Winkel. Was folgte, war ein Pfiff des Unparteiischen, der ein Stürmerfoul anzeigte - und ein Gesichtsausdruck Kuqis, der nicht anders ausgesehen hätte, wäre er gerade Michael Jackson begegnet. Neun Minuten später kam der 32-Jährige dann doch noch zum Torerfolg, den er sich redlich erarbeitet hatte. Nach schönem Pass in die Tiefe und einem Querpass von Lense erzielte Kuqi das erste Tor der TuS Koblenz (44.) in der Saison 2009/10. Ansonsten dürfte es an diesem Nachmittag nicht nur für den möglichen Neuzugang vom englischen Zweitligisten Crystal Palace Anlass gegeben haben, sich umzustellen - auch die 1953 Zuschauer, die ins Polcher Maifeldstadion gelockt worden waren, mussten sich angesichts der Flut neuer Gesichter im TuS-Trikot mit einigen Veränderungen anvertrauen. Von den 22 eingesetzten Spielern gehörte sage und schreibe die Hälfte im letzten Jahr noch nicht zum Koblenzer Kader. Daneben wurden auf der Bank der angeschlagene Neuzugang Philipp Langen sowie Testspieler Christian Müller von Energie Cottbus geschont. Ehe zur Pause fast komplett durchgetauscht wurde, präsentierte Trainer Uwe Rapolder vor allem in der ersten Halbzeit eine TuS-Elf mit völlig neuem Gesicht. Neben den feststehenden Neuzugängen Benjamin Lense und Johannes Rahn, die auf der rechten Seite schon ordentlich zusammenspielten und im Verbund einige Angriffe einleiteten, versuchte sich der aus Osnabrück gekommene Tom Geißler als Kreativkraft hinter den Spitzen. Dahinter agierte im zentralen Mittelfeld der Brasilianer Everson. Außerdem boten die Koblenzer die Testspieler Martin Houdec, Melinho, Aljmir Murati sowie eben Kuqi auf. Bemerkenswert: Alle Akteure liefen bereits mit zugewiesener Rückennummer sowie Namensschriftzug in den neuen TuS-Trikots auf. Allerdings "müssen wir noch sehen, ob es zu Verträgen kommt", wie Trainer Uwe Rapolder erklärte - "Namen auf Trikots kann man ja noch schnell ändern."
Everson bis 2011 bei der TuS
Bei TuS Koblenz ist die Verpflichtung von Neuzugang Nummer sechs perfekt. Am Samstag unterschrieb der Brasilianer Everson einen Zweijahres-Vertrag bis 2011. Der 33-Jährige kommt ablösefrei vom tunesischen Klub Etoile de Sousse und ist für einen Platz im zentralen Mittelfeld vorgesehen. Everson hat in seiner Profi-Karriere bereits etliche Stationen hinter sich. Unter anderem war er bereits für Benfica Lissabon aktiv, in Deutschland schnürte er für Eintracht Braunschweig, den VfL Osnabrück und Arminia Bielefeld die Schuhe.
TuS fährt die ersten Sympathiepunkte ein
Koblenzer überzeugen auf ausverkauftem Oberwerth gegen Köln Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat den ersten Härtetest der Vorbereitung erfolgreich bestanden. Und wie: Die Elf von Trainer Uwe Rapolder gewann im ausverkauften Stadion Oberwerth (!) gegen den 1. FC Köln. TuS Koblenz - 1. FC Köln 3:1 (2:0) Noch hat die TuS nichts gewonnen, aber die ersten Sympathie-Punkte kann der Fußball-Zweitligist schon einmal verbuchen. Eigentlich stand die Partie gegen den 1. FC Köln ganz im Zeichen von Lukas Podolski, aber stattdessen sorgten die Koblenzer für die große Show: Vor 15 000 Zuschauern im Stadion Oberwerth gab"s ein verdientes 3:1 gegen die Domstädter.
Während das Ergebnis der Mannschaft in den nächsten, nicht weniger mühsamen Tagen als Motivationsschub dient, lieferte die Partie vor allem erste Hinweise darauf, wie die TuS in der anstehenden Saison aufgestellt sein dürfte. Im Angriff führt nicht zuletzt mangels Masse kein Weg am Brüderpaar Kuqi vorbei, wobei der designierte Neuzugang Shefki einmal mehr unter Beweis stellte, dass er im Strafraum keine Kompromisse macht. In der 18. Minute holte der 32-Jährige zunächst den Elfmeter heraus, den Matej Mavric zum 1:0 verwandelte, dann sorgte er nach Flanke von Lars Bender für das 2:0 (38.). Damit nicht genug: In der 66. Minute markierte er auch noch das 3:0. Nach Pass des eingewechselten Lucas Musculus zog er aus 18 Metern beherzt ab - der bullige Finne weiß, wo das Tor steht.
Blumen für Evangelos Nessos
Blumen für den Koblenzer Publikumsliebling: Vor der Partie des Testspiels gegen den 1. FC Köln wurde Evangelos Nessos von der TuS verabschiedet, nachdem er seine Karriere wegen einer Knieverletzung beenden musste. Der 30-Jährige hatte im April 2007 sein letztes Spiel für die TuS absolviert. "Ich hoffe, dass ich dem Verein in irgendeiner Form erhalten bleiben kann", so der Grieche, der von den Fans gefeiert wurde.
Müller und Morack schließen zwei Lücken bei der TuS
Koblenzer Defensive ist nahezu komplett - Shefki Kuqi versichert: Ich bleibe - 2:2 im Test bei Wormatia Worms Die Verträge mit den Neuzugängen sechs und sieben sind unter Dach und Fach, die restlichen sollen alsbald folgen. Mit den Verpflichtungen von Christian Müller und Rico Morack ist Fußball-Zweitligist TuS Koblenz sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der rechten Offensivseite komplett. Beide Akteure kommen ablösefrei und erhalten einen Zweijahresvertrag. Müller (25) stammt von Hertha BSC, wo er bereits 21 Bundesligaspiele bestritt, ehe er in der Vorsaison bei Energie Cottbus ins zweite Glied rutschte und sich mit Einsätzen in der Regionalliga-Elf begnügen musste. Auf der rechten Außenbahn der TuS rangelt er nun mit Johannes Rahn und Lars Bender um einen Platz in der Startelf. Morack gilt als Alternative in der Innenverteidigung. "Er passt bei uns sehr gut ins Gefüge", sagt TuS-Trainer Uwe Rapolder über den 21-Jährigen, der ebenfalls aus Berlin stammt und dort in der Regionalliga-Elf von Hertha BSC II zu den Stammkräften zählte. In Koblenz wird er sich zunächst hinter Dominique Ndjeng, Matej Mavric und Martin Hudec anstellen müssen, wobei die Ausleihe des Tschechen von Sigma Olmütz nur noch als Formsache gilt. Ähnlich verhalten sich offenbar die Dinge bei Mittelfeldmann Melinho - und auch die bislang fehlende Unterschrift von Torjäger Shefki Kuqi beunruhigt die TuS-Verantwortlichen (noch) nicht. "Ich habe dem Trainer mein Wort gegeben, dass ich hierbleibe", so der kantige Finne. Am Abend musste sich die Mannschaft in ihrem dritten Testspiel mit einem 2:2 bei Wormatia Worms begnügen. Shefki Kuqi (26.) und Hudec (45.) erzielten die Treffer zur 2:1-Halbzeitführung, ehe der Regionalligist in der 59. Minute ausglich. Trainer Rapolder gab nach der Pause etlichen Akteuren aus der zweiten Reihe die Chance, Spielpraxis zu sammeln.
Rapolder bekommt sein Wunsch-Trio
TuS Koblenz holt Kuqi, Hudec und Melinho - Bajic in die Türkei Bei TuS Koblenz sind vier wesentliche Personalien vom Tisch: Während Shefki Kuqi, Martin Hudec und Melinho wie erwartet ihre Verträge unterschrieben haben, verlässt Branimir Bajic den Fußball-Zweitligisten in Richtung Türkei. Die Nachricht kommt nicht wirklich überraschend, sorgt im Lager von TuS Koblenz aber dennoch für Erleichterung. Nach einer rund zweiwöchigen Hängepartie kann Trainer Uwe Rapolder definitiv mit Shefki Kuqi, Martin Hudec und Melinho planen - seine Wunschspieler gehören nun auch offiziell zum Kader. Inzwischen sind die abschließenden Formalitäten geregelt worden, die Verträge sind unterschrieben. "Eigentlich waren wir schon länger einig, ehe dann doch noch ein kleineres Problem aufgetreten ist", sagt TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos über den Abschluss mit Kuqi, der einen Zweijahres-Vertrag bis 2011 unterschrieben hat. Bei den "kleineren Problem" dürfte es wohl ums liebe Geld gegangen sein, was aber nun aus der Welt ist. Nach einem abschließenden Gespräch von Rapolder mit Kuqi wurden dann Fakten geschaffen. Der "fliegende Finne", wie Kuqi auf der britischen Insel aufgrund seines besonderen Torjubels genannt wird, gilt als Eckpfeiler im Angriff und soll für die nötigen Tore zum Klassenverbleib sorgen. Ähnlich verantwortungsvolle Aufgaben fallen Hudec und Melinho zu, was beide bereits im Test gegen den 1. FC Köln angedeutet haben. Hudec gilt neben Matej Mavric als erste Wahl in der Innenverteidigung, der Brasilianer Melinho hat sich gleich zum Dreh- und Angelpunkt im zentralen Mittelfeld entwickelt. Das Duo wird zunächst für ein Jahr von Sigma Olmütz ausgeliehen, zudem hat sich die TuS eine Kaufoption gesichert. Über die Höhe einer möglichen Ausleih-Gebühr wollte sich Loos nicht äußern - die Vereine haben Stillschweigen vereinbart. Parallel dazu hat die TuS für den ersten der fünf ausgemusterten Profis einen Abnehmer gefunden. Ex-Kapitän Branimir Bajic heuert beim türkischen Erstligisten Denizlispor an. Ein Klub im Südosten des Landes, der in der Vorsaison mit knapper Not dem Abstieg entronnen ist.
Hohes Pensum hinterlässt bei der TuS Spuren
Shefki Kuqi erzielt auch beim 1:1 des Koblenzer Zweitligisten im müden Vorbereitungsspiel gegen den Wuppertaler SV in Bad Ems einen Treffer Die TuS Koblenz bleibt in der Testphase weiter ungeschlagen. Gegen den Wuppertaler SV gab"s am Samstag in Bad Ems ein 1:1-Unentschieden. Der Kräfteverschleiß infolge des strammen Vorbereitungsprogramms machte sich aber bemerkbar. TuS Koblenz - Wuppertaler SV 1:1 (1:0) Spiele im Zwei- bis Drei-Tages-Rhythmus hinterlassen einfach ihre Spuren an der körperlichen Frische. Das mussten auch die Koblenzer Fans unter den rund 1000 Zuschauern im Stadion Silberau in Bad Ems am Samstagnachmittag einsehen, die in der Partie gegen den Drittligisten Wuppertaler SV den dritten Sieg im vierten Test erwarteten. Am Ende stand"s nach 90 Minuten 1:1. "Vier Partien innerhalb einer Woche gehen natürlich an die Substanz. Die Spieler sind richtig müde. Das konnte man heute auf dem Platz deutlich sehen", sagte Trainer Uwe Rapolder. Die Addition aus erschöpften Koblenzern und engagiert aufspielenden Wuppertalern ergab ein Spiel, in dem sich die Blau-Schwarzen nicht über das Resultat beschweren durften. Rapolder bot durch die Grippekrankheiten von Manuel Hartmann, Matej Mavric und Benjamin Lense sowie Oberschenkel- bzw. Hüftprobleme von Tom Geißler und Johannes Rahn stattdessen Lucas Musculus und Philipp Langen von Beginn auf.
Sukalo zu Augsburg
Die TuS und der Slowene lösen ihren Vertrag Letztlich hat Goran Sukalo das Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorgezogen: Der slowenische Nationalspieler hat gestern seinen ursprünglich bis 2011 datierten Vertrag mit der TuS Koblenz im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst und wechselt mit sofortiger Wirkung zum Ligakonkurrenten FC Augsburg. Sukalo erhält dort einen Zweijahresvertrag und reist bereits am kommenden Wochenende mit seinen neuen Mitspielern ins Trainingslager nach Österreich. "Ich habe mich superwohl in Koblenz gefühlt und wäre gerne langfristig geblieben", sagt Sukalo, der für die TuS in 67 Zweitligaspielen 14 Tore erzielte. Der zusammen mit vier weiteren Spielern ausgemusterte Mittelfeldakteur erkannte nach eigenen Angaben "Anfang der Woche, dass es keinen Sinn mehr in Koblenz macht". Den Wechsel nach Augsburg begründet Sukalo mit den "großen Plänen und Ambitionen des Vereins - ich will hier nun mein Ziel erreichen, in der ersten Liga zu spielen." Durch die Vertragsauflösung lassen die Koblenzer Sukalo ablösefrei ziehen, sparen allerdings die nicht unerheblichen Gehaltskosten. TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos führt entsprechend "wirtschaftliche Gründe" an - die zum jetzigen Zeitpunkt auch weitere Verpflichtungen unmöglich machen. Vielmehr seien nun die von Vereinsseite geplanten Abgänge von Lomic, Maletic und Ziehl "die Grundvoraussetzung für unser Überleben", so Loos.
TuS-Zugang Christian Müller zieht mit links eiskalt ab Zweitligist aus Koblenz setzt sich beim SV Wehen Wiesbaden knapp durch - Erstes Testspiel ohne Kuqi-Tor SV Wehen Wiesbaden - TuS Koblenz 0:1 (0:1) Fußball-Zweitligist TuS Koblenz bleibt in der Saisonvorbereitung weiter erfolgreich: Gestern Abend gewann die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 (1:0). Den Treffer für die Koblenzer erzielte Christian Müller in der 36. Minute - nach einem Missverständnis in der Wehener Abwehr schoss Müller mit links eiskalt ins SV-Tor. Die erste Chance des Spiels hatten allerdings die Gastgeber, denen in der siebten Minute ein Abseitstor gelang. Danach war von Wehen nichts mehr zu sehen, dafür umso mehr von der TuS: Nach schöner Vorbereitung von Tom Geißler und Manuel Hartmann scheiterte Shefki Kuqi am Wehener Torwart (9.); es war übrigens das erste Testspiel ohne ein Tor von Shefki Kuqi. Der Koblenzer Neuzugang befand sich jedoch im Auslassen von Chancen in guter Gesellschaft: Melinho köpfte knapp übers Tor (16.), Geißler schoss daneben (31.), und Benjamin Lense köpfte nach einer Melinho-Ecke genau in die Arme des Torhüters (41.). In der zweiten Hälfte verhinderte Test-Torhüter Dieter Paucken mit einer Glanzparade gegen Jovan Damjanovic den Wehener Ausgleich (63.), der fast noch in der 90. Minute gefallen wäre, aber Steffen Bohl brachte den Ball nicht im Kasten unter.
TuS Koblenz besiegt Kubas Nationalelf 1857 Zuschauer in Kruft sehen den Erfolg des Zweitligisten Die TuS Koblenz bleibt auch nach dem sechsten Spiel der Saisonvorbereitung ungeschlagen. Beim Erfolg über die kubanische Nationalelf zeigte der Fußball-Zweitligist gestern Abend vor 1857 Zuschauern im Krufter Vulkanstadion eine solide Leistung. TuS Koblenz - Kuba 1:0 (1:0) Am Ende des Tages durfte man bei der TuS Koblenz auf den gelungenen Abschluss eines gelungenen Trainingslagers zurückblicken. Nach anderthalb Wochen Schwerstarbeit in Bad Bertrich demonstrierte die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder gestern Abend beim 1:0 (1:0)-Sieg über die Nationalmannschaft Kubas, dass das Defensivverhalten sowie die Abstimmung im Zusammenspiel schon ganz ordentlich funktionieren. Wenngleich die zuletzt intensiven Einheiten sichtlich an den Koblenzer Kickern gezehrt haben, war der Zweitligist vor 1857 Zuschauern im Krufter Vulkanstadion gegen den auf gutem Regionalliga-Niveau agierenden Kontrahenten aus der Karibik zu jeder Zeit feldüberlegen. "Die Ballzirkulation war gut, man hat gesehen, dass es an der Frische fehlt", sagte der insgesamt zufriedene Rapolder nach einer relativ chancenarmen Partie, in welcher seiner Mannschaft mangels Kraft der rechte Zug zum Tor fehlte. Insofern blieb es beim Treffer des Tages durch Shefki Kuqi (31.) - der stärkste Mann im TuS-Trikot war gleichwohl der Brasilianer Melinho, der nahezu an jeder Koblenzer Offensivaktion beteiligt war und durch Zweikampfstärke und Passgenauigkeit auffiel.
Murati und Paucken verpflichtet TuS Koblenz verstärkt die zweite Reihe mit jungem Stürmer und Torhüter
Zehn Tage vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison beim Oberligisten Concordia Hamburg hat TuS Koblenz den Spielerkader nahezu komplettiert. Gestern Nachmittag gab der Verein die Verpflichtungen von Aljmir Murati sowie Dieter Paucken bekannt, die jeweils für ein Jahr das TuS-Trikot überstreifen werden. Offen ist damit - neben den angestrebten Abgaben von Marko Lomic, Darko Maletic und Rüdiger Ziehl - nur noch die Personalie Shqipran Skeraj. Der Kosovare spielte zuletzt für KF Pristina, nahm als Testspieler am gesamten Koblenzer Trainingslager in Bad Bertrich teil und wirkte beim 1:0-Sieg über den SV Wehen-Wiesbaden über die volle Distanz mit. Mit Murati verpflichten die Koblenzer einen Stürmer, der im vergangenen Jahr beim Schweizer Zweitligisten FC La Chaux-de-Fonds acht Treffer in 24 Spielen erzielte und sowohl einen Schweizer als auch einen serbischen Pass besitzt. Der 23-Jährige wird für ein Jahr ausgeliehen und versuchen, im Sturm auf erste Einsatzzeiten im deutschen Profifußball zu kommen. Torhüter Dieter Paucken trainierte bereits seit einigen Monaten bei TuS Koblenz mit und erhält nach seinem Intermezzo beim Regionalliga-Nachwuchs des 1. FC Köln sowie beim Oberligisten SV Roßbach/Verscheid einen Einjahresvertrag als Amateur. Damit ist der 26-jährige Paucken, der im FC-Trikot im September 2006 das Tor des Monats erzielte, für das Bezirksliga-Team der TuS einsatzberechtigt und soll dort Spielpraxis sammeln. Der gebürtige Neuendorfer war bereits im Jugendbereich für die TuS aktiv und kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück.
TuS bleibt auch im siebten Test unbesiegt
Koblenz bezwingt spanischen Erstligisten Racing Santander Erstligisten scheinen TuS Koblenz zu liegen: Nach dem 3:1 gegen den 1. FC Köln überzeugte der Fußball-Zweitligist auch beim Sieg gegen Racing Santander aus der spanischen Primera Division. TuS Koblenz - Racing Santander 1:0 (0:0) 90 Minuten Fußball gegen einen Erstligisten aus der spanischen Primera Division waren Uwe Rapolder nicht genug. Nach dem 1:0- Testspielsieg des Zweitligisten TuS Koblenz gegen Racing Santander schickte der Trainer seine Schützlinge noch einmal auf den Trainingsplatz; offenbar ging es dabei auch um die Sichtung eines weiteren möglichen Neuzugangs. Gelungene Generalprobe Denn, so stellte Rapolder trotz des beachtlichen Erfolges bei der Saison-Generalprobe vor rund 3000 erfreuten Zuschauern fest: "Wir brauchen noch einen Top-Mann." Einen, den Rapolder als "Neuneinhalber" bezeichnet, also ein offensiver Mittelfeldmann, der "Druck machen und Tore erzielen kann". Ob der Wunsch des Trainers in Erfüllung geht, lässt Geschäftsführer Wolfgang Loos offen: "Erst wenn wir die überzähligen drei Spieler Lomic, Maletic und Ziehl von der Gehaltsliste bekommen, können wir über weitere Verpflichtungen nachdenken." Rapolders Vorstellung, der neue Mann könne durch einen externen Sponsor finanziert werden, scheint derzeit ebenfalls wenig Chancen auf Realisierung zu haben. So steht auch weiterhin ein (finanzielles) Fragezeichen hinter dem Engagement von Shqipran Skeraj. Der Kosovare, der schon beim Sieg gegen Kuba am Mittwoch überzeugte, durfte auch gegen Santander eine Halbzeit lang mitmischen und deutete sein Potenzial zumindest an.
Fans stürmen das Stadion
Tausende TuS-Anhänger beim Familienfest Wenn die Spieler von TuS Koblenz so viele Tore schießen, wie sie gestern Autogramme schreiben mussten, dürfte das vom Aufsichtsratsvorsitzenden Walterpeter Twer keck formulierte Saisonziel - "ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften"- kein Problem sein. Denn Tausende TuS-Fans "stürmten" beim ersten Familientag gestern das Stadion auf dem Oberwerth. Den treuen Fans etwas zurückgeben: Das war die Intention des ersten Familientages, zu dem die TuS Koblenz gestern zum Saisonstart ins Stadion auf dem Oberwerth eingeladen hatte - und die Fans nahmen das Geschenk gerne an. Tausende Anhänger des Fußball-Zweitligisten stürmten das Vereinsgelände. Und ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Wie versprochen präsentierte sich die TuS als eine Mannschaft zum Anfassen - ohne Starallüren, ohne Berührungsängste. So konnten die Fans nicht nur während einer Autogrammstunde ganz nah ran an die Spieler, sondern jeder hatte auch die Gelegenheit, im Stadion sein ganz persönliches Mannschaftsfoto zu schießen. Heiß begehrt zudem: die offizielle Klappkarte der Mannschaft. Dass das Team von den Fans in der neuen Spielzeit ebenso unterstützt wird wie in der vergangenen Saison, dafür warb auch TuS-Aufsichtsratsvorsitzender Walterpeter Twer, der in Richtung der Fans bekannte: "Ohne eure Unterstützung hätten wir den Klassenerhalt nicht geschafft." Deshalb versprach Twer auch: "Das Familienfest wird eine feste Einrichtung werden!" Freuen wird dies TuS-Anhänger aller Altersklassen, denn auch der Fußballfan-Nachwuchs kam beim ersten Familienfest des Vereins voll auf seine Kosten, wofür vor allem die Rhein-Zeitung verantwortlich zeichnete. Nicht nur Summi, das Sommer-Spaß-Maskottchen unserer Zeitung, schwirrte unermüdlich über das Stadiongelände, im RZ-Kinderzelt lockten unter anderem auch ein Kicker und Maltische. Außerdem angesagt bei Groß und Klein: Einen Blick in den Mannschaftsbus der TuS werfen, der vor dem Stadioneingang parkte. Auch das war natürlich möglich - inklusive Probesitzen auf dem Trainerplatz...
TuS-Serie hält auch gegen den BVB
Koblenzer Zweitligist trotzt dem Bundesligisten Borussia Dortmund ein verdientes Remis ab - 7396 Zuschauer Auch im achten Vorbereitungsspiel ist Zweitligist TuS Koblenz unbesiegt geblieben. Gegen Bundesligist Borussia Dortmund erkämpfte und erspielte sich die TuS ein verdientes Remis. TuS Koblenz - Borussia Dortmund 1:1 (0:1) Die Personalsorgen des Bundesligisten FSV Mainz 05 haben TuS Koblenz zum Abschluss der Vorbereitung noch einmal einen hochkarätigen Gegner und 7396 Zuschauern ein sehenswertes Fußballerlebnis beschert. Gegen Borussia Dortmund - eine Mannschaft, die gewiss dem oberen Drittel der Ersten Liga zuzuordnen ist - erwiesen sich die Schützlinge von Uwe Rapolder als würdiger Vertreter des verletzungsgeplagten Aufsteigers. TuS-Trainer Uwe Rapolder hatte die Elf vom samstäglichen 1:0 gegen den spanischen Erstligisten Racing Santander auf einigen Positionen verändert. Im linken Mittelfeld feierte Zoltan Stieber sein Comeback nach zweiwöchiger Verletzungspause mit nachvollziehbaren Anlaufschwierigkeiten, und Manuel Hartmann rückte aus der Innenverteidigung wieder auf die Abräumerposition vor, wo der Brasilianer Everson den Trainer zuletzt nicht überzeugt hatte. Dauer-Gastspieler Shqipran Skeraj begann auf der rechten Außenbahn und zeigte mit starken Flankenläufen erneut, warum der Trainer ihn unbedingt auf Dauer haben will. Gegen den nominell stärksten Gegner der Testspielserie lieferte die TuS eine durchaus ansehnliche Partie ab.
Zur Eröffnung stürmen Fans neuen TuS-Shop
Karten, Trikots und vieles mehr: Alles rund um die Blau-Schwarzen gibt"s nun bei Galeria Kaufhof Die TuS Koblenz zieht: Riesiger Andrang herrschte gestern Nachmittag bei der Eröffnung des neuen Fanshops der Blau-Schwarzen im Untergeschoss der Galeria Kaufhof in der Löhrstraße. Zu spüren war bei den Fans dabei die Vorfreude auf die neue Saison. "Wir können es eigentlich gar nicht erwarten, dass es wieder losgeht", betonte der Koblenzer Werner Wimmer, der sich mit seinem Sohn Dominik bei der Neueröffnung nach neuen Fanartikeln umschaute. Auf 60 Quadratmetern bietet der Fanshop, der montags bis samstags von 9.30 bis 19 Uhr geöffnet ist, alles, was das Herz eines TuS-Anhängers begehrt. "Wir haben hier alle gängigen Fanartikel von Schals über Trikots und Sportanzügen bis hin zur Bettwäsche", sagt Marco Weinand von der kaufmännischen Leitung der TuS. Und natürlich gibt es im Fanshop auch Karten für die Heim- und Auswärtsspiele des Zweitligisten. "Ab Mittwoch werden wir hier die Karten für Heimspiele gegen Bielefeld und Cottbus verkaufen", kündigt Weinand an. Sehr zufrieden über den Umzug des TuS-Fanshops, der bislang im Schängel-Center beheimatet war, ist man auch bei Galeria Kaufhof. Geschäftsführer Michael Hövelmann: "Ich denke, mit der TuS und dem Kaufhof haben sich zwei starke Partner gefunden, die in Zukunft auch viele Aktionen gemeinsam machen werden." Ähnlich sieht dies Wolfgang Loos, Geschäftsführer der TuS: "Wir sind zudem sehr erfreut über die zentrale Lage am Eingang zur Fußgängerzone in der Löhrstraße." Einen Stammplatz im Fanshop wird auch der ehemalige TuS-Spieler Evangelos Nessos haben, der nach seiner Spielerkarriere nun in der Merchandising-Abteilung arbeitet.
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August 2009
TuS sorgt früh für klare Verhältnisse Koblenz gewinnt locker bei Concordia Hamburg - Shefki Kuqi trifft doppelt Souverän hat Zweitligist TuS Koblenz die erste Runde des DFB-Pokals gemeistert. Beim 4:0 (3:0) bei Concordia Hamburg ließ die TuS dem Oberligisten nicht den Hauch einer Chance. SC Concordia Hamburg - TuS Koblenz 0:4 (0:3) Zweitligist TuS Koblenz ist ein zweites Oberneuland erspart geblieben. Im Erstrunden-Pokalspiel beim Oberligisten Concordia Hamburg im Stadion "Auf der Hoheluft" war bereits nach einer Viertelstunde die Luft raus. Zu dem Zeitpunkt führte der Zweitligist durch Tore der Neuzugänge Shefki Kuqi (13.) und Tom Geißler (15.) schon mit 2:0. TuS Koblenz stand diesmal für eine neuerliche Pokalsensation also nicht zur Verfügung. 4:0 hieß es am Ende für die Rapolder-Elf in einer einseitigen Begegnung, in der es die Gäste in Durchgang zwei versäumten, noch ein paar Treffer draufzulegen. Trotzdem - die zweite Pokalrunde kann kommen. Aufatmen sicher auch bei TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos - schließlich sind die 227 000 Euro Fernsehgelder für Runde zwei ein willkommener Segen im knappen Budget. "Man hat gesehen, dass die Mannschaft von Beginn an Präsenz gezeigt hat und völlig verdient in Führung liegt", sagte Loos zur Halbzeit, nachdem Benjamin Lense (26.) mit dem dritten Treffer einer Neuerwerbung für eine beruhigende TuS-Führung gesorgt hatte. Shefki Kuqi (67.) sorgte schließlich für den Endstand.
Doppelte Pleite für die TuS Koblenz verliert zum Saisonauftakt bei 1860 München das Spiel und Martin Hudec Willkommen in der Realität. Die gute Vorbereitung inklusive der positiven Ergebnisse sind bei TuS Koblenz passé, der Saisonauftakt der Zweiten Liga verlief ernüchternd. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder war beim TSV 1860 München chancenlos. 1860 München - TuS Koblenz 2:0 (1:0) Waren die Münchner wirklich so gut oder die TuS so schwach? Noch ist es viel zu früh, sich ein Urteil über das wahre Leistungsvermögen des Koblenzer Zweitligisten zu machen, noch lässt sich nicht sagen, ob der TSV 1860 München tatsächlich so spielstark ist, wie er es gestern gegen die Elf von TuS-Trainer Uwe Rapolder an den Tag legte. Zum Saisonauftakt der Zweiten Liga waren die Kräfteverhältnisse jedoch klar verteilt: Beim 2:0 in der Allianz Arena konnten sich die Koblenzer letztlich bei Torwart David Yelldell bedanken, der seine Kollegen vor einer höheren Pleite bewahrte. Fast noch mehr als die Niederlage schmerzte ihn, dass er in den kommenden Wochen auf Innenverteidiger Martin Hudec verzichten muss, der bereits unter Beweis gestellt hat, dass er der Abwehr mehr Halt gibt. In der 23. Minute knickte er bei einer Rettungsaktion um und musste ausgewechselt werden. Die erste Diagnose: Verdacht auf Knöchelbruch, möglicherweise gibt es schon heute die traurige Gewissheit. So oder so: Der Tscheche fällt vorerst aus, Rapolder sprach von einer "Hiobsbotschaft". Während der 90 Minuten war gar nicht mal erstaunlich, dass die TuS in der Offensive nicht über Ansätze hinauskam. Dazu waren die Vorzeichen zu deutlich verteilt, ging es vor allem darum, möglichst effizient zu agieren. Was eigentlich nur in der ersten Halbzeit einigermaßen gelang, als Benjamin Lense (28.) und Shefki Kuqi (12.) zwei gute Chancen hatten, die Dinge positiv zu beeinflussen.
Dreierpack in sechs Minuten
TuS Koblenz kommt dank furiosem Endspurt zum Heimsieg gegen Arminia Bielefeld Verrückter hätte die Heim-Premiere von TuS Koblenz kaum verlaufen können. Der Zweitligist stand gegen Arminia Bielefeld bis zehn Minuten vor Schluss auf völlig verlorenem Posten, ehe die Elf von Trainer Uwe Rapolder mit drei Toren das Spiel noch drehte. TuS Koblenz - Arminia Bielefeld 3:2 (0:0) Das war wieder eine dieser verrückten Geschichten des Fußballs. Die Partie zwischen TuS Koblenz und Arminia Bielefeld glich aus Sicht der Gastgeber bis zur 80. Minute einer Vorführung, auf dem Oberwerth machte sich reichlich Depression breit. 0:2 stand es zu diesem Zeitpunkt, ein Ergebnis, mit dem die Elf von Uwe Rapolder noch gut bedient gewesen wäre. Ehe das passierte, was hinterher keiner so recht erklären konnte: Mit drei Toren binnen sechs Minuten wurde aus einem verkorksten Saisonauftakt ein umjubelter Heimsieg. Mann des Tages war Shefki Kuqi mit zwei Treffern. Kaum zu glauben, aber wahr. Und dennoch: Nicht einmal nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Shefki Kuqi in der 80. Minute schöpften die 8635 Zuschauer im weiten Rund Hoffnung, zu eindeutig waren die Kräfteverhältnisse. Nicht, dass die TuS nicht gewollt hätte. Nein, es fehlten die Mittel, um die Arminia in Bedrängnis zu bringen. Die neuformierte Koblenzer Elf ist noch weit davon entfernt, Rapolders Lehre vom Vertikalspiel in die Praxis umzusetzen. Ein paar Halbchancen, mehr sprang nicht heraus. Mehr aus der (Personal-)Not denn aus Kalkül heraus half Njazi Kuqi auf dem rechten Flügel aus - ein Experiment, das nicht unbedingt nach einer Wiederholung schreit. Nicht viel besser sah es in der Defensive aus. Gerade auf den Außenbahnen wussten Benjamin Lense (rechts) und Frank Wiblishauser (links) meist nicht, wie ihnen geschah. Rapolder sprach später eher allgemein von einem "Schnelligkeitsproblem in der Rückwärtsbewegung". Ein Defizit, an dem die TuS aber nun mit einer völlig anderen Grundstimmung arbeiten kann. Denn: In der 84. Minute verlängerte Johannes Rahn eine Ecke auf Benjamin Lense, der zum 2:2 einschob. Und nur zwei Minuten später schraubte sich der völlig allein gelassene Shefki Kuqi in die Luft und nickte zum 3:2 ein. Aus Depression wurde Ekstase, es folgte Kuqis "Diver" vor der Fan-Kurve.
TuS schafft bei Skeraj Fakten Zweitligist verpflichtet Albaner - Fatmir Vata trainiert mit Verstärkung für TuS Koblenz: Der Fußball-Zweitligist hat bei der bereits länger im Raum stehenden Verpflichtung von Shqipran Skeraj Fakten geschaffen und den 23-jährigen Kosovo-Albaner mit einem Vertrag bis zum Saisonende ausgestattet. Skeraj stand zuletzt bei KF Pristina unter Vertrag und war in der Vorsaion an die SpVgg Greuther Fürth ausgeliehen. Bei den Franken kam er nicht über eine Reservistenrolle hinaus, bei der TuS gilt er indes als ernsthafter Kandidat für einen Platz auf der rechten Seite, wo Trainer Uwe Rapolder noch auf der Suche nach der Idealbesetzung ist. Handlungsbedarf entstand auch durch die langwierigen Verletzungen von Martin Hudec (Knöchelbruch) und Emmanuel Krontiris (Bandscheibe). Skeraj hat in Koblenz Teile der Vorbereitung absolviert und konnte dabei überzeugen.
TuS kommt glimpflich davon Defensivschwache Koblenzer wehren sich in Düsseldorf zu spät gegen die Niederlage Zweitligist TuS Koblenz hat noch jede Menge Arbeit vor sich, um eine gefestigte Einheit zu werden. Die Niederlage bei Fortuna Düsseldorf offenbarte, dass vor allem die Defensive noch eine Baustelle ist. Fortuna Düsseldorf - TuS Koblenz 1:0 (1:0) Das Ergebnis liest sich knapp, spiegelt aber nicht wider, was sich über weite Strecken der 90 Minuten auf dem Rasen abspielte. Eigentlich, so war zu hören, wollte TuS Koblenz nach dem Heimsieg gegen Arminia Bielefeld selbstbewusst bei Fortuna Düsseldorf auftreten. Es blieb indes beim Vorhaben, die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder kam beim 1:0 für die Gastgeber vergleichsweise glimpflich davon. Zumindest in der Anfangsphase war deutlich zu merken, dass die TuS gewillt war, die zuletzt gezeigten Schwächen in der Rückwärtsbewegung abzulegen. Als Hilfestellung hatte Rapolder seine Elf wieder mit drei Innenverteidigern (Lense, Mavric, Ndjeng) ausgestattet, zusammen mit den defensiven Außen Shqipran Skreraj und Philipp Langen wurde daraus nominell eine Fünfer-Kette. Das klingt nach stabiler Defensive, war es aber nur in den ersten 20 Minuten. Ab diesem Zeitpunkt wurde den mitgereisten Fans Angst und Bange. Eigentlich stellte sich nur noch Torwart David Yelldell den Fortunen in den Weg, die fortan im Drei-Minuten-Takt zu Chancen kamen. Ein Freistoß von Ranisav Jovanovic an die Torlatte (25.) war der Auftakt von etlichen Hochkarätern, das 1:0 in der 38. Minute nur die logische Konsequenz der einseitigen ersten Halbzeit. Jovanovic zog aus 18 Metern mit links ab, die versammelte TuS-Abwehr schaute interessiert zu. Nach der Pause konnte es eigentlich nur besser werden. Und das wurde es auch - zumindest ein bisschen. Rapolder stellte wieder auf eine Vierer-Formation um, doch die Defizite blieben. Im Defensivverhalten fehlte die Geschlossenheit, auch die Offensivbemühungen blieben im Ansatz stecken. Leichte Ballverluste ließen manchen Angriff zum Rohrkrepierer werden - an der Dominanz der Gastgeber änderte sich zunächst wenig. Es dauerte bis zur 66. Minute, ehe Shefki Kuqi erstmals gefährlich auf das Düsseldorfer Gehäuse schoss und Torwart Michael Ratajczak zu einer Glanztat zwang. Das war natürlich nicht genug, um ernsthafte Ambitionen auf einen Punktgewinn oder gar einen Sieg anzumelden. Vor allem, da der Aufsteiger von Arminia Bielefeld gelernt hatte, nicht vorzeitig die Arbeit einzustellen. Immerhin: Die TuS wollte dann doch nicht einfach so die Punkte herschenken. Rapolder wechselte in der zweiten Halbzeit drei Offensivkräfte ein, unter anderem musste Skeraj nach durchwachsenem Debüt im TuS-Trikot für Njazi Kuqi weichen (59.).
TuS Koblenz hat neuen Trikotsponsor Reise-Unternehmen steigt ab sofort beim Zweitligisten ein - Rhein-Zeitung bleibt dem Klub als Hauptsponsor treu TuS Koblenz hat einen neuen Trikotsponsor. Der Schriftzug des Reise-Unternehmens "Schauinsland" wird fortan die Trikots des Fußball-Zweitligisten zieren, die Rhein-Zeitung bleibt aber nach wie vor Hauptsponsor. Die Tinte unter dem Vertrag ist trocken, heute soll die Partnerschaft offiziell verkündet werden: Die Firma "Schauinsland" steigt ab sofort als Trikotsponsor bei TuS Koblenz ein. Der Zweitligist wird bereits in der Partie gegen Energie Cottbus (18 Uhr, Oberwerth) mit neu beflockten Leibchen auflaufen. Nach vier Jahren räumt damit die Rhein-Zeitung freiwillig die Brust der TuS-Kicker - der langjährige Hauptsponsor hält sein finanzielles Engagement aber uneingeschränkt aufrecht. "Wir wollen mit dieser Maßnahme die TuS stärken und unsere Verbundenheit zum Verein und der Region dokumentieren", sagt Walterpeter Twer. Der Aufsichtsrats-Vorsitzende der TuS und Verleger unserer Zeitung hatte sich im Hintergrund selbst für den Abschluss mit einem neuen Trikotsponsor starkgemacht.
Vata heuert in Wuppertal an Fatmir Vata hat einen neuen Verein gefunden. Der Ex-Koblenzer, dessen Vertrag bei der TuS nicht verlängert worden war, hat sich Drittligist Wuppertaler SV angeschlossen und dort einen Vertrag bis 2010 unterschrieben. Der 37-Jährige hatte in der vergangenen Woche bei der TuS mittrainiert, ein erneutes Engagement war aber kein ernsthaftes Thema. Beim WSV hält man große Stücke auf den Albaner. "Er wird der Chef auf dem Platz", sagt Vereinsboss Friedhelm Runge.
Heimpleite für verunsicherte TuS
Koblenzer zeigen gegen Energie Cottbus vor allem Mängel in der Defensive - Rapolder: Uns fehlt die Ordnung Die TuS Koblenz sucht weiter nach der Form und der passenden Formation. Im zweiten Heimspiel gegen Energie Cottbus setzten sich vor allem die eklatanten Schwächen in der Defensive fort. TuS Koblenz - Energie Cottbus 0:2 (0:1) Das Schicksal lässt sich eben nicht beliebig wiederholen. Schaffte es TuS Koblenz noch vor zwei Wochen gegen Arminia Bielefeld aus unerfindlichen Gründen, ein praktisch verlorenes Spiel unverhofft zu drehen, nahmen die Dinge dieses Mal ihren Lauf. 0:2 hieß es am Ende gegen Energie Cottbus, es war ein ernüchternder Abend im Stadion Oberwerth. Uwe Rapolder hat in der anstehenden Länderspiel-Pause viel zu tun, um die offenkundigen Defizite seiner Elf aufzuarbeiten. "Wir kommen einfach noch nicht in Tritt", so der Coach, "uns fehlt im Moment einfach die Organisation auf dem Platz." Entgegen aller guten Vorsätze war von Beginn an zu spüren, dass die ungeordneten Auftritte der ersten drei Partien ihre Spuren hinterlassen haben. Die TuS versuchte, ihre Verunsicherung mit der Flucht nach vorn zu kaschieren, aber das funktionierte nicht wirklich. Zwei Fernschüsse durch den Brasilianer Melinho (32., 37.) sowie ein abgeblockter Versuch von Shefki Kuqi sprangen dabei heraus. Den Willen konnte man der Mannschaft nicht absprechen. Jegliche Ansätze in der Offensive wurden allerdings von den eklatanten Mängeln in der Rückwärtsbewegung überschattet, die sich langsam zu einem ausgewachsenen Problem entwickelt haben. Immer dann, wenn es den Cottbusern gelang, den Ball schnell zu machen, war die TuS komplett überfordert. Das vermeintliche Abseitstor von Sergiu Radu (14.) war nur der Auftakt zu etlichen Großchancen, die ähnlich wie in der Vorwoche in Düsseldorf fast zwangsläufig zum 0:1 führten. In der 18. Minute reichte ein Pass in die Tiefe auf Angreifer Emil Jula, der keine Mühe hatte, den Ball an TuS-Keeper David Yelldell vorbei ins Netz zu schieben - Tore schießen leicht gemacht. Nur gut, dass die Lausitzer bei ihren zahlreichen Vorstößen einigermaßen schlampig agierten, sonst wäre die einseitige Partie schon zur Pause durch gewesen.
TuS beendet Kapitel Lomic
Koblenzer Zweitligist arbeitet bis zum Transferschluss an den letzten Personalien Mit dem Ende der Transferfrist sind auch bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz die Personalplanungen weitgehend abgeschlossen. Unmittelbar vor Toresschluss wurde der Vertrag von Marko Lomic aufgelöst. Nachverpflichtungen waren hingegen kein Thema. Gestern glühten in der Geschäftsstelle von TuS Koblenz noch einmal bis in die Nacht die Drähte. Wie schon vorgestern und vorvorgestern. An einem Ende des Telefons war stets Wolfgang Loos, der mit Beratern und Vereinsbossen aus halb Europa verhandelte. Und das Thema war das Gleiche, das ihn schon seit geraumer Zeit beschäftigt. Unmittelbar vor dem Ende der Transferfrist hat der Geschäftsführer des Fußball-Zweitligisten einen letzten Versuch unternommen, zwei Akteure von der Gehaltsliste streichen zu können, die in den Planungen von Trainer Uwe Rapolder keine Rolle mehr spielen. Mit einem Teilerfolg. Der nicht mehr erwünschte Marko Lomic hat am Abend seinen bis zum Saisonende datierten Vertrag bei der TuS aufgelöst und wechselt nach zwei Jahren zurück zu Partizan Belgrad. Mit dem ebenfalls aussortieren Bosnier Darko Maletic, der noch bis 2011 unter Vertrag steht, wurde indes noch keine Einigung erzielt.
TuS-Fans gründen einen Dachverband gewählt wurde von den 18 anwesenden Fanclubs als 1. Vorsitzender Thomas (Buzze) Haake (Blue Boys Kowelenz) 2. Vorsitzender Andreas Stein (Kamikaze) Kassenwart Marco (Bobby) Schnitzler (Blauhelmpower) Schriftführer Christian Krey (PQB) Jugendwart Daniel (Langen) Marth
 von Links nach rechts Marco (Bobby) Schnitzler, Thomas (Buzze) Haake, Christian Krey, Daniel (Langen) Marth, Andreas Stein
Zwanziger: Neues Stadion ist die "beste Sozialarbeit" in Koblenz
Präsident des Deutschen Fußballbundes fordert forcierte Planung 19 000 Zuschauer soll das neue Stadion in Koblenz fassen. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2010 geplant, fertiggestellt soll die Arena im August 2011 sein. Eine private Investorengruppe unter Führung des Mittelrhein-Verlags will rund 25 Millionen Euro in das Projekt stecken. Massive Unterstützung für die Pläne zum Stadionneubau gibt es jetzt gleichsam von höchster Stelle: vom Präsidenten des Deutschen Fußballbundes, Dr. Theo Zwanziger. "Ich wünsche der TuS Koblenz von ganzem Herzen, den Fans und den Menschen in der Region, dass sie es schaffen, dieses Stadion zu bauen." In einem Fernsehinterview ließ der DFB-Präsident keine Zweifel aufkommen, was geschieht, wenn es nicht zum Bau kommen sollte: "Die Liga wird nicht sehr lange zuschauen, wenn sich das hinzieht wie ein Kaugummi. Dann wird man irgendwann auch mithilfe der Statuten die Dinge regeln." Gemeint sind damit die Verweigerung der Lizenz und somit das Ende für den Spitzenfußball in Koblenz. Zwanziger: "Das wäre sehr, sehr schade."
TuS macht Fortschritte, aber keine Punkte Koblenzer präsentieren sich trotz Niederlage in Rostock geordneter als zuletzt - Manko: 20 Minuten Überzahl verpuffen ohne Torchance Im fünften Saisonspiel hat TuS Koblenz eine deutliche Steigerung erkennen lassen. Die positiven Ansätze reichten indes nicht, um bei Hansa Rostock zumindest einen Punkt zu entführen - trotz 20 Minuten Überzahl. Hansa Rostock - TuS Koblenz 2:1 (2:1) Ärgerlich daher, dass sich dieser Fortschritt nicht in Punkten niederschlug, zumal auch Rapolder der Meinung war, "dass wir bis zur 70. Minute recht gut organisiert aufgetreten sind". Im Vergleich zu den vergangenen Wochen ließ die TuS in der Tat nur ein Bruchteil der Torchancen zu, obendrein war zwischendurch so etwas wie Struktur erkennbar. In einer Art Feldversuch hatte der Coach nach dem Langzeit-Ausfall von Abwehrchef Martin Hudec allerlei Personal- und Taktik-Varianten ausprobiert, gebracht hatte es wenig. In Rostock erinnerte sich der Coach nun daran, dass Benjamin Lense in der Mitte womöglich wertvoller denn als rechter Verteidiger ist, auch die erstmalige Hereinnahme von Martin Forkel erwies sich als richtige Entscheidung. "Beide haben ordentlich gespielt", fand der Trainer. An der Seite von Matej Mavric erwies sich Lense als stabilisierender Faktor, auch der in der zweiten Halbzeit eingewechselte und solide spielende Dominique Ndjeng darf sich Hoffnungen auf weitere Einsätze machen. Zur Pause lagen die Koblenzer allerdings schon 1:2 zurück. Schuld daran war jeweils eine Fehlerkette, die sich nicht mehr reparieren ließ. In der 10. Minute ließ Philipp Langen seine linke Seite sträflich frei, auch Benjamin Lense und Matej Mavric waren vor dem 1:0 von Martin Retov nicht richtig bei der Sache. Fast identisch die Entstehung des 2:1. Wieder kam Langen links zu spät, nach der Flanke des jungen Tobias Jänicke stocherte Marcel Schied den Ball irgendwie über die Linie. Das war in der 44. Minute, unmittelbar vor dem Gang in die Kabine. Ein sogenannter psychologisch ungünstiger Moment, weil die TuS kurz vorher bei ihrem ersten ernsthaften Angriffsversuch das 1:1 erzielt hatte (29.). Die Frage nach dem Torschützen erübrigt sich: Es war Shefki Kuqi.
Koblenzer stoppen die Niederlagenserie
Aufsteigende Tendenz beim Unentschieden gegen Aufsteiger Union Berlin Nach drei Niederlagen in Serie hat TuS Koblenz zumindest einen Teilerfolg verbucht. Beim 1:1 gegen Union Berlin zeigte die Rapolder-Elf eindeutig aufsteigende Tendenz. TuS Koblenz - 1. FC Union Berlin 1:1 (1:0) In der Situation, in der sich TuS Koblenz befindet, muss auch eine solche Punkteteilung als Erfolg und Zeichen der Besserung gewertet werden. Immerhin spielte in Union Berlin der ungeschlagene Mit-Tabellenführer vor - und da war das 1:1 ein ebenso achtbares wie dem Spielverlauf entsprechendes Resultat. Bei besserer Chancenauswertung in Halbzeit eins wäre sogar ein Sieg drin gewesen. Gleichwohl fiel das Fazit bei den TuS-Akteuren positiv aus: "Darauf können wir aufbauen", befand Zoltan Stieber, der auf links aufsteigende Form zeigte. Zuvorderst natürlich durch Shefki Kuqi, der die Union-Abwehr vor so manche Herausforderung stellte. Und dennoch war der Finne so etwas wie der tragische Held des Abends, vergab er doch zwei klare Möglichkeiten zum 2:0. Neben dem Stürmer gefiel vor allem Melinho als Schaltstation bei der TuS. Der Brasilianer war auch am 1:0 für die TuS beteiligt, als er vor dem Strafraum den Ball für den heranrauschenden Kuqi auflegte. Dessen Schuss, noch abgefälscht von Christian Stuff, fand unhaltbar für Berlins Keeper Jan Glinker den Weg ins Tor (12.). In der Folgezeit kontrollierte die TuS das Spiel, war in ihren Offensivaktionen aber oftmals zu fahrig. Konstruktives Spiel entwickelte sich zumeist nur über die linke Seite und Stieber - oder über Melinho. Die größte Chance zum 2:0 vergab kurz vorm Wechsel Kuqi, der nach schöner Stieber-Flanke aus wenigen Metern übers Tor köpfte. Wie Durchgang eins begann auch die zweite Hälfte mit einer tollen Einschussmöglichkeit für Kuqi, der es zehn Meter vor dem Kasten dann aber zu kompliziert machte. Doch Berlin mischte nun munter mit und bekam ebenfalls seine Chancen - und David Yelldell im Koblenzer Kasten ordentlich Arbeit. Einen Kopfball von Karim Benyamina (52.) und einen Klassefreistoß von Torsten Mattuschka (67.) parierte der TuS-Torsteher noch glänzend. Als Mattuschka sich aber nach 77 Minuten noch einmal per Freistoß versuchen durfte, war es passiert. Der Ball schlug unhaltbar rechts unten im Koblenzer Kasten ein. "Wir hätten die Situation vorher klären müssen", befand Manuel Hartmann selbstkritisch. Überhaupt habe man Union in Halbzeit zwei "zu viel Platz gelassen".
Everson schießt TuS ins Achtelfinale
Koblenzer Zweitligist krönt glanzvollen Pokal-Auftritt gegen Cottbus und zieht in die Runde der letzten 16 ein Was für ein packender Pokal-Abend auf dem Oberwerth: Mit Leidenschaft und Spielfreude hat Zweitligist TuS Koblenz gegen Energie Cottbus den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschafft. TuS Koblenz - Energie Cottbus n. V. 4:2 (2:2, 1:1) Der Traum von Berlin lebt. Dank zweier Tore des Brasilianers Everson und der Treffer von Zoltan Stieber und Tom Geißler steht TuS Koblenz im DFB-Pokal unter den letzten 16. Das 4:2 gegen Liga-Konkurrent Energie Cottbus bot alles, was ein packendes Fußballspiel ausmacht. Ein Spiel, das mehr als 5046 Zuschauer verdient gehabt hätte. Diejenigen, die da waren, gingen begeistert nach Hause. Schnell wurde klar, dass dies kein Spiel wie jedes andere ist. Der ganz besondere Reiz des Pokals beflügelte beide Mannschaften, die sich nicht lange mit zähen Duellen im Mittelfeld aufhielten. Mit offenem Visier ging"s nach vorn, zahlreiche Chancen waren die logische Konsequenz. Die TuS ließ sich auch nicht vom frühen 0:1, das überwunden geglaubte Schwächen aufdeckte, irritieren. Im Mittelfeld waren Manuel Hartmann und Everson nicht bei der Sache, auch die Innenverteidiger erkannten zu spät die Gefahr. Emil Jula erzielte das 0:1 ohne Mühe. Eine Szene, in der alles viel zu schnell ging für die TuS-Defensive, in der Rico Morack kurzfristig für den aus privaten Gründen fehlenden Benjamin Lense einsprang. Die Koblenzer waren aber keinesfalls angezählt. Die Antwort auf das 0:1 folgte prompt: Eine Flanke von Martin Forkel fand den kleinen Ungarn Zoltan Stieber, der den Ball mit Brachialgewalt zum 1:1 in die Maschen hämmerte. So ähnlich muss wohl der Urknall gewesen sein. Der Treffer war gleichsam das ultimative Signal, dass etwas ging an diesem lauen Spätsommerabend. Und die TuS belohnte sich nach der Pause für ihren nimmermüden Einsatz. Nach einer Ecke stand Everson am zweiten Pfosten frei und drückte den Ball ins Netz. Derartige Glücksgefühle hatte man auf dem Oberwerth selbst nach dem kuriosen Liga-Sieg gegen Bielefeld nicht erlebt. Beseelt von der Führung, stürzten sich die Blau-Schwarzen in die Zweikämpfe, ein wie selten engagierter Trainer Uwe Rapolder war fast ständig auf Ballhöhe. Aber die Gäste fügten sich nicht in ihr Schicksal. Erst traf Jula den Pfosten, dann erzielte Dennis Sörensen (79.) den Ausgleich. Und wie es sich für einen Pokal-Fight auf Augenhöhe gehört, ging das Ganze in die Verlängerung. Es sollte der große Moment von Everson werden, der mit dem Tor zum 3:2 in der 104. Minute das Stadion Oberwerth zu einer Partyzone werden ließ. Tom Geißlers 4:2 war die Zugabe, bevor der Schlusspfiff ertönte.
TuS belohnt sich nur mit einem Zähler Koblenzer bringen in Augsburg frühes Tor von Shefki Kuqi nicht über die Zeit TuS Koblenz hat beim FC Augsburg den ersten Auswärtspunkt der Saison stibitzt. Das hört sich nach einem Erfolg an, unter dem Strich ließ die Elf von Trainer Uwe Rapolder aber zwei Zähler liegen. FC Augsburg - TuS Koblenz 1:1 (0:1) Soll man sich nun freuen oder hadern? Über diese Frage hätte man im Lager von TuS Koblenz gestern wohl stundenlang philosophieren können. Die Elf von Trainer Uwe Rapolder spielte ordentlich und verdiente sich am Ende eines sonnigen Nachmittags redlich ein 1:1 beim FC Augsburg. Allein, der eine Zähler hilft dem Tabellen-16. für den Moment nicht wirklich weiter. Und, was weitaus wichtiger ist: Wohl selten war es so einfach, einen Dreier in der Fremde einzufahren. "Natürlich wäre mehr drin gewesen, aber mit einem Punkt in Augsburg kann man durchaus leben", entschied sich Rapolder für eine dritte und salomonische Variante. Für den Trainer stand unter dem Strich die Bestätigung, dass die Mannschaft auch bei einem der Top-Teams der Liga mithalten kann. "Ich hatte schon ein bisschen Bammel", gestand der Coach angesichts der individuellen Klasse in der Elf des FCA, während bei der TuS praktisch nur eine Not-Elf auf dem Platz stand. Benjamin Lense hatte kurzfristig wegen Knie-Problemen ebenso wie Christian Müller passen müssen - auf der Bank saßen gerade einmal vier Feldspieler. Aber mit einem frühen Tor im Rücken schaffte es die TuS, viele Defizite zu kompensieren. In der zwölften Minute fehlte FCA-Verteidiger Stefan Buck in der nagelneuen Arena offenbar noch die Orientierung, Shefki Kuqi schnappte sich den zu kurz geratenen Rückpass und schob eiskalt zum 0:1 ein. Am Rande bemerkt: Von sechs Liga-Toren der TuS hat der Finne nunmehr fünf erzielt.
Oktober 2009
Bei TuS Koblenz gibt"s viel Gesprächsbedarf
Nach der Pleite gegen Oberhausen fordert Trainer Rapolder Verstärkung Zweitligist TuS Koblenz ist am vorläufigen Tiefpunkt in der noch jungen Spielzeit angelangt. Das 0:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen nährte die berechtigten Zweifel an der Konkurrenzfähigkeit der Mannschaft. Eine Erkenntnis, die nach nur acht Spieltagen zu denken geben sollte. TuS Koblenz - Rot-Weiß Oberhausen 0:1 (0:0) Hans-Günter Bruns "Wir wussten, dass Koblenz nach vorne nur wenig macht. Immer nur die langen Bälle auf Kuqi, das kam uns natürlich entgegen. Das hat uns die Sache leicht gemacht", konstatierte der Manager von Rot-Weiß Oberhausen nach dem verdienten 1:0-Sieg seiner Mannschaft auf des Gegners Platz. Die ungeschminkte Wahrheit tut mitunter weh, aber Erkenntnis ist nun mal das einzig probate Mittel auf dem oftmals beschwerlichen Weg zur Besserung. Das haben nun auch die Verantwortlichen bei TuS Koblenz endgültig registriert. Fällt doch das Fazit nach der Niederlage gegen eine zwar gut organisierte, aber beileibe nicht Furcht einflößend auftretende RWO-Elf ebenso ernüchternd wie fatal aus: Mehr geht einfach nicht mit dieser Mannschaft. Oder, wie TuS-Trainer Uwe Rapolder es ausdrückte: "Mit dieser Qualität wird es schwer, die Klasse zu halten." Starker Tobak. Denn damit stellt der Fußball-Lehrer nicht nur die fußballerische Güte seiner Mannen, sondern auch sein eigenes Schaffen im Vorfeld der Saison infrage. Schließlich war es Rapolder, der dieser Elf das Gesicht gegeben hat. Ein Gesicht, in dem er auf einmal nur noch eine hässliche Fratze zu erkennen vermag. Um Selbstschutz bemüht, fügte Rapolder vor laufenden Kameras an: "Die Mannschaft kann trainieren, wer will, das ist ein strukturelles Problem. Darüber müssen wir reden."
Wunschspieler Skela kommt zur TuS Der albanische Nationalspieler soll schon am Sonntag gegen Ahlen für den Koblenzer Zweitligisten auflaufen TuS Koblenz rüstet auf: Der albanische Nationalspieler Ervin Skela, ein Mann mit reichlich Bundesligaerfahrung, wechselt ans Deutsche Eck und soll schon am Sonntag im Zweitliga-Heimspiel gegen Ahlen das blau-schwarze Trikot tragen. Heute (14.10.09) spielt Ervin Skela noch für die albanische Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel in Schweden, am Sonntag soll der 32-jährige Mittelfeldspieler bereits für den Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz auflaufen. Zwar hielt sich TuS-Manager Wolfgang Loos gestern noch bedeckt ("Ich werde noch mal mit seinem Berater telefonieren"), doch der Aufsichtsratsvorsitzende Walterpeter Twer ließ am Abend die Katze aus dem Sack: Aus dem Trainingslager der Albaner, so Twer, faxte Skela den vorbereiteten Vertrag unterschrieben zurück, am Donnerstagabend soll er in Koblenz ankommen und drei Tage später beim angestrebten Heimsieg der TuS gegen Rot Weiss Ahlen auf dem Spielfeld mithelfen. Skela selbst bestätigte den Transfer nach seiner Ankunft in Stockholm gestern Abend am Telefon mit den Worten: "Ich habe mich für Koblenz entschieden, weil ich dem Verein in seiner schwierigen Situation helfen möchte." Angebote aus der Ersten und Zweiten Liga habe er ausgeschlagen, so Skela, "weil Uwe Rapolder mich überzeugt hat, den ich als Trainer und als Mensch sehr schätze".
TuS verliert Struktur und Punkte
Koblenzer geben den Sieg gegen Rot Weiss Ahlen leichtfertig aus der Hand - In Halbzeit zwei läuft nichts mehr zusammen Die zweite Halbzeit verschlafen und den Sieg hergeschenkt. TuS Koblenz hat sich mit dem 1:1 (1:0) gegen Rot Weiss Ahlen fürs Erste im Tabellenkeller festgesetzt. TuS Koblenz - Rot Weiss Ahlen 1:1 (1:0) Bei TuS Koblenz wird ja darüber nachgedacht, eventuell noch einen Stürmer zu verpflichten, um Shefki Kuqi im Angriff das Gefühl qualvoller Einsamkeit zu nehmen. Gut, die Stürmeridee ist nach dem ernüchternden 1:1 gegen Rot Weiss Ahlen nur zu unterstreichen. Vielleicht sollten darüber hinaus Überlegungen angestellt werden, einen Psychologen mit ins Team zu holen. Denn was sich die TuS-Mannen nach ansehnlichen 45 Minuten in Halbzeit zwei zusammengegurkt haben, sprengt nicht nur das Denkvermögen des durchschnittlich fantasievollen TuS-Fans Dabei hatte alles so gut angefangen. Rapolder strahlte kurz vorm Anpfiff beim Gruppenfoto mit den Nachwuchskickern des FC Alemannia Plaidt um die Wette. Und auch seine Spieler unternahmen zunächst eine Menge, um ihren Coach bei Laune zu halten. Schon nach sieben Minuten nickte Benjamin Lense eine feine Forkel-Flanke zum 1:0 in die Maschen. Doch spätestens die 15. Minute hätte die Fans stutzig machen müssen. Da köpfte Shefki Kuqi den Ball an den rechten Innenpfosten statt ins Tor. Da war doch mal was? Richtig, auch gegen Union Berlin vor Wochen hatten es die TuS-Kicker versäumt, nach einem 1:0 nachzulegen. 1:1 stand es damals am Ende. Und so kam auch diesmal, was kommen musste. Der Zeugwart hat womöglich eine Runde Baldrianpillen in der Kabine verteilt, derart schläfrig und teilnahmslos agierte die TuS fortan auf dem Rasen. Nach zwei vergebenen Großchancen war es schließlich Lars Toborg, der eine weitere Komplett-Verwirrung bei den Koblenzern zum 1:1 nutzte. Das sah auch der Trainer so. "Ein jeder muss sich jetzt hinterfragen." Rapolder machte sogleich den Anfang, stellte sich sozusagen selbst die Trainerfrage und kam - wie zu erwarten - zu dem Schluss, dass es am Trainer nicht liegt. Im Gegenteil: "Ich bin auch in Koblenz nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung."
Kuqis Tore geben der TuS neue Hoffnung
Finne trifft doppelt beim verdienten Koblenzer Sieg in Fürth Nach sieben Spielen ohne Sieg hat TuS Koblenz wieder drei Punkte eingefahren - noch dazu in der Fremde. Entsprechend groß war der Jubel nach dem Erfolg in Fürth. SpVgg Greuther Fürth - TuS Koblenz 1:2 (1:2) Kuqi - immer wieder Shefki Kuqi. Man mag sich kaum vorstellen, wo TuS Koblenz ohne seinen Torjäger stehen würde. Der kantige Finne wird mehr und mehr zur personifizierten Hoffnung des Zweitligisten, den Abstiegskampf erfolgreich zu bestehen. Beim Koblenzer 2:1 in Fürth erzielte Kuqi beide Treffer und hat nun schon sieben der neun TuS-Tore erzielt. Mehr noch: Durch den Dreier wächst bei den Beteiligten der Glaube, dass der 16. Tabellenplatz bald Geschichte ist. Schon die erste Halbzeit war für die TuS nahezu nach Wunsch verlaufen. Die Koblenzer erzielten zwei Tore zu den sogenannten psychologisch wichtigen Zeitpunkten und bremsten damit die sonst so ballsicheren Franken mächtig ein. In der dritten Minute stand Kuqi da, wo ein Stürmer zu stehen hat, und schob den Ball nach einem Einwurf zum 0:1 ein. Der Treffer erwies sich als höchst hilfreich, schon allein, weil er das zuletzt arg in Mitleidenschaft gezogene Selbstvertrauen der TuS-Elf aufpolierte. Die Koblenzer störten früh, nur selten fand ein Pass der Fürther den Weg in die Spitze. Das hehre Ziel von Rapolder, erstmals in dieser Saison torlos über die 90 Minuten zu kommen, war indes auch im Playmobil-Stadion nicht zu realisieren. Was an Sami Allagui lag, der eingedenk der fehlenden Zuspiele das Toreschießen inklusive der Vorarbeit selbst übernahm. In der 26. Minute schnappte er sich das Leder, umkurvte drei TuS-Spieler und ließ dem herauseilenden Torwart David Yelldell keine Chance. Sollte das schon wieder losgehen, dass die Koblenzer nach einer Führung plötzlich den Faden verlieren? Und der Eifer von Morack wurde sogar mit einer Torvorlage belohnt. Bei einem seiner wenigen Vorstöße schaufelte er den Ball in den Strafraum, wo er den Abnehmer der TuS schlechthin fand. Natürlich war es Kuqi, der volley abzog. Das Leder schlug im langen Eck ein, es hieß 1:2. Unmittelbar danach pfiff Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus zur Pause - auf dem Rasen standen geschockte Fürther und jubelnde Koblenzer.
TuS-Bollwerk hält nur 45 Minuten Koblenzer wehren sich eine Halbzeit lang tapfer in Hoffenheim, verlieren dann aber deutlich und scheiden im Pokal aus Der Traum ist ausgeträumt. Mit 0:4 verliert TuS Koblenz bei der TSG 1899 Hoffenheim - das erwartete Aus im Achtelfinale im DFB-Pokal. TSG 1899 Hoffenheim - TuS Koblenz 4:0 (0:0) Endstation Achtelfinale. Die verwegene Hoffnung des Zweitligisten TuS Koblenz, über den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim ins Viertelfinale des DFB-Pokals vorzustoßen, blieb ein frommer Wunsch. 4:0 (0:0) hieß es am Ende für die Hoffenheimer, die den verdienten Sieg allerdings erst mit einiger Anlaufzeit unter Dach und Fach brachten. Gegen eine TuS-Elf, die sich 45 Minuten lang tapfer zur Wehr setzte, in Halbzeit zwei dann aber streckenweise den Überblick verlor. Insbesondere in der ersten Halbzeit brachte die TSG-Offensive die Koblenzer Hintermannschaft nur selten einmal ins Schwimmen. Fünf energiegeladenen Anfangsminuten folgte eine eher bräsige Vorstellung der hochfavorisierten Gastgeber. Der so gefürchtete Hochgeschwindigkeitsfußball von 1899 kam gar nicht erst in Schwung, Angriff auf Angriff der Gastgeber verfing sich im dichten Defensivgestrüpp der TuS. Die Preisfrage, auf welche Art Tor Nummer eins an diesem Abend nur fallen konnte, ist schnell beantwortet. Eine Standardsituation bescherte Hoffenheim das 1:0. Der von Sejad Salihovic von rechts scharf in den Strafraum getretene Ball fand den Weg an Freund und Gegner vorbei ins Netz (50.). TuS-Trainer Uwe Rapolder reagierte, brachte in Njazi Kuqi und Philipp Langen nach einer Stunde zwei neue Kräfte. Doch Hoffenheim spielte nun einfach zu überlegen, um sich den greifbar nahen Erfolg noch nehmen zu lassen. Es war fortan auch mehr Druck und Zielstrebigkeit in den Aktionen der Platzherren. Nach 67 Minuten waren dann auch die letzten Zweifel am Favoritensieg ausgeräumt. Vedad Ibisevic kochte TuS-Innenverteidiger Matej Mavric auf rechts ab, kurvte nach innen und schob platziert aus rund achte Metern zum 2:0 ein. Die Partie war gelaufen. Die Koblenzer waren jetzt nur noch ein Spielball der aufdrehenden Platzherren, die leichtes Spiel hatten, auch noch einen dritten Ball im TuS-Kasten unterzubringen. Beim 3:0 durch Maicosuel war er dann schließlich doch noch zu bestaunen, der gefürchtete Hoffenheimer Tempofußball. Nach Pass von Ibisevic ließ der TSG-Stürmer die TuS-Abwehr alt aussehen. Marvin Compper mit einem Kopfballtreffer setzte den Schlusspunkt in einer am Ende recht einseitigen Pokalpartie.
November 2009
TuS-Pleite ruft die Zyniker auf den Plan
Hohngesänge bei Koblenzer Niederlage gegen Duisburg - Abwehr desolat Die Tendenz stimmt bedenklich: TuS Koblenz kann zu Hause nicht mehr gewinnen. Beim 0:3 gegen den MSV Duisburg überbot sich die desolate TuS-Abwehr in Peinlichkeiten. TuS Koblenz - MSV Duisburg 0:3 (0:3) Wenn nichts mehr geht, eine ordentliche Portion Zynismus geht immer. Die Realität einfach mal wegsingen, dachten sich wohl auch die Fans in der Kurve von TuS Koblenz. Und so stimmten sie beim Spiel gegen den MSV Duisburg Mitte der zweiten Halbzeit den eigentlich für Glanzvorstellungen der eigenen Mannschaft vorgesehenen Gassenhauer "O, wie ist das schön" an. Blöderweise stand es zu dem Zeitpunkt bereits 3:0 für die Gäste, und die Koblenzer Spieler waren auf einem guten Weg, sich lächerlich zu machen. Von bemerkenswerter Hilflosigkeit geprägt, kamen zu dem Zeitpunkt die Offensivbemühungen der TuS-Akteure daher. Es blieb bei der vagen Hoffnung, die dilettantischen Abwehrfehler aus Halbzeit eins noch irgendwie reparieren zu können. Das Gefühl, einen gebrauchten Tag erwischt zu haben, hatte TuS-Trainer Uwe Rapolder nach eigenen Angaben bereits am Sonntagmorgen beschlichen. Da erfuhr er, dass Stammtorwart David Yelldell wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade nicht würde spielen können. Der zweite gravierende Ausfall für die Partie gegen Duisburg nach Innenverteidiger Benjamin Lense. Die Gäste mussten gar nicht einmal spielerisch glänzen, um zu ihren Treffern zu kommen. Die Vorarbeit erledigten zumeist die TuS-Spieler. Beim 0:1 durch Sören Larsen durfte Christian Tiffert von rechts völlig unbehelligt auflegen. Beim 0:2 durch Bruno Gabriel Soares ließ sich zuvor Martin Forkel von Änis Ben-Hatira düpieren. Und beim 0:3 kurz vorm Pausenpfiff ließen drei TuS-Abwehrspieler den einköpfenden Cajuby freundlich gewähren.
TuS hat wieder Mut zur Abwehrlücke Koblenzer Defensivpatzer machen dem SC Paderborn das Siegen leicht TuS Koblenz bleibt auch nach dem zwölften Spieltag im Unterhaus bei mageren neun Punkten stehen. Beim 1:2 (1:2) in Paderborn machten zahlreiche Abwehrfehler dem Gegner das Leben mal wieder leicht. SC Paderborn - TuS Koblenz 2:1 (2:1) Weil die Koblenzer Defensive, wie schon gegen Duisburg, weitaus mehr Fehler machte als der Gegner, verlor die TuS auch diese Partie. Schlimmer noch: Nach dem 1:2 in Ostwestfalen drohen die Koblenzer den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren. Für den TuS-Trainer war nach der Partie der Spaß vorbei. Uwe Rapolder ließ mächtig Dampf ab und ging insbesondere mit seiner indiskutablen Abwehr hart ins Gericht. Normalerweise stelle er sich hinter seine Akteure, "doch jetzt ist es mal an der Zeit, Klartext zu reden". Er habe "keinen Bock mehr, einem 30-jährigen Nationalspieler den Rücken zu stärken", hob der Coach die schwache Vorstellung von TuS-Abwehrchef Matej Mavric heraus. So könne es nicht mehr weitergehen. "Die Spieler müssen sich endlich ihrer Verantwortung bewusst werden", polterte Rapolder. Beim 0:1 durfte Sebastian Schachten ungestört flanken, Mahir Saglik in aller Ruhe mit der Brust ablegen und Enis Alushi fröhlich draufhalten (13.). Ein Tor mit Ansage, denn schon bei zwei brenzligen Szenen in den Minuten zuvor hätte es bereits klingeln können. An Weckgeräuschen mangelte es also nicht. Die schien zumindest Manuel Hartmann, noch bester TuS-Akteur, vernommen zu haben. Nach schöner Einzelleistung gelang dem Mittelfeldspieler das zu diesem Zeitpunkt überraschende 1:1 (15.). Die TuS-Defensive dagegen verharrte weiter in bequemer Schlafstellung. Nicht zum ersten Mal vergaß sie den eminent gefährlichen Daniel Brückner auf links. Der Paderborner war frei durch und narrte auch noch TuS-Keeper David Yelldell mit einem findigen Außenristschuss (31.) - 1:2. Die TuS lag wieder zurück, was trotz einiger eigener Torchancen durchaus dem Spielverlauf entsprach.
Mavric trifft gegen den Heimkomplex
Wichtiger Sieg gegen Aachen - Ergebnisfußball hat Vorfahrt Hauptsache gewonnen - mit dem 1:0 gegen Alemannia Aachen hat Zweitligist TuS Koblenz trotz wenig überzeugender Vorstellung den zweiten Heimsieg gelandet und den Anschluss ans untere Mittelfeld gewahrt. TuS Koblenz - Alemannia Aachen 1:0 (0:0) Vielleicht lag es ja auch daran, dass die Mannschaft es nicht mehr hören konnte, wenn ihr Trainer zuletzt immer wieder vom drohenden Heimkomplex geredet hatte. Seit dem 3:2 gegen Bielefeld am zweiten Spieltag wartete Zweitligist TuS Koblenz auf einen Dreier vor heimischem Publikum. Und weil an diesem Spieltag zuvor auch schon die Tabellennachbarn munter drauflos gewonnen hatten, wäre es für die TuS ein denkbar schlechter Zeitpunkt gewesen, ihren Komplex gegen Alemannia Aachen zu einem ausgewachsenen Trauma auszubauen. Doch die Mannschaft hat ihrem Trainer mit dem 1:0 gegen Aachen in Sachen Heimkomplex fürs Erste Redeverbot erteilt. Okay, es war kein glanzvoller Sieg. Doch das Erlebnis Fußball steht im Abstiegskampf auch nur selten im Vordergrund. "Wir müssen schauen, dass wir bis Weihnachten noch ein paar Punkte einfahren. In so einer Phase zählt nur reiner Ergebnisfußball", konstatierte TuS-Trainer Uwe Rapolder. Jener Fußballlehrer also, der ansonsten dem attraktiven Vertikalspiel das Wort redet, greift in dieser Situation auf die Urelemente des fußballerischen Erfolgs zurück. Hinten keinen reinlassen - und vorne wird schon irgendein Ding reinfallen. Rapolders "Urvertrauen an einen Sieg an diesem Tag", wie es der Coach im Nachhinein ausdrückte, wurde auf eine harte Probe gestellt. Bis ausgerechnet jener Mann für das erlösende Moment sorgte, der zuletzt arg in Ungnade gefallen war. Zunächst hatte Rapolder seinen Abwehrspieler Matej Mavric nach der Pleite in Paderborn namentlich kritisiert. Dann folgte die verspätete Rückkehr des slowenischen WM-Fahrers am vergangenen Freitag. "Das hat uns schon mächtig geärgert", bekannte Rapolder. Doch alles war vergessen, nachdem Mavric nach 76 Minuten eine Stieber-Flanke per Kopf im rechten oberen Giebel versenkt hatte. Ein Tor, ein Sieg, der für kollektive Erleichterung sorgte. Ja, es war gleichzeitig das erste "zu Null" seit dem März dieses Jahres (3:0 gegen Osnabrück). Der Anschluss ans untere Mittelfeld ist gewahrt - wer fragte noch danach, wie dieser Sieg zustande gekommen war? Um das Urvertrauen der Fans in ein Gelingen der Mission Klassenerhalt zu stärken, bedarf es allerdings irgendwann auch wieder eines vollauf überzeugenden Dreiers.
Koblenzer wachen zu spät auf TuS bleibt nach Niederlage in Karlsruhe auf Platz 16 - Njazi Kuqis Tor reicht nicht Nichts war"s mit dem zweiten Sieg in Folge für TuS Koblenz. Der Zweitligist wachte in der Partie beim Karlsruher SC zu spät auf und bleibt nach der Niederlage auf dem 16. Tabellenplatz. Karlsruher SC - TuS Koblenz 2:1 (0:0) Die Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis war groß bei TuS Koblenz. Irgendwie einen Punkt beim Karlsruher SC zu entführen, das war das große Ziel der Elf von Uwe Rapolder, der sich wie schon zuletzt gegen Aachen eine strikte Defensivtaktik ausgedacht hatte. Weil das Ganze aber nur eine Halbzeit funktionierte und die Koblenzer unter dem Strich zu wenig ins Spiel investierten, muste die TuS verdientermaßen mit einem 1:2 den Heimweg antreten. "Das ist eine unglückliche Niederlage, die zudem weh tut, weil der KSC ein Tabellennachbar war", resümierte Trainer Uwe Rapolder. Es war klar, dass die Rapolder-Elf mit diesem Matchplan allenfalls Anspruch auf einen Punkt würde anmelden können. Aber schon früh nach der Pause deutete sich an, dass auch daraus nichts werden konnte. Nach einem Schuss von Lars Stindl versuchte Rico Morack zwar noch das Unheil zu verhindern, klärte aber nach Meinung von Schiedsrichter Marco Fritz erst hinter der Linie - selbst die Fernsehbilder konnten die strittige Szene nicht aufklären. Die Koblenzer Mauer war durchbrochen. Und mit dem Karlsruher 1:0 waren die Kräfteverhältnisse noch eindeutiger als schon zuvor verteilt. Die Karlsruher drängten nun mit Macht auf das 2:0 und wurden in der 63. Minute belohnt: Nach einem feinen Pass in die Gasse schob Anton Fink clever ein. Das schien die Entscheidung zu sein. War es aber nicht, weil die TuS dann doch noch einen lichten Moment im Angriff hatte. In der 74. Minute spielte Shefki Kuqi seinen Bruder Njazi frei, der mit seinem ersten Saisontor der Mannschaft quasi aus dem Nichts neue Hoffnung gab. Und in der Tat war plötzlich wieder Leben im Team. Die TuS spürte, dass womöglich doch was ging beim KSC und suchte verstärkt den Weg nach vorn. Zu spät, wie sich zeigen sollte, denn für den Ausgleich reichte es nicht mehr.
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Dezember 2009
TuS präsentiert sich wie ein Absteiger
Desolate Koblenzer gehen gegen den FC St. Pauli unter - Trainer Uwe Rapolder spricht von einer Demütigung Schlimmer geht es nicht mehr: Nach einer indiskutablen Leistung erlebte TuS Koblenz auf dem Oberwerth gegen den FC St. Pauli ein fußballerisches Debakel. In dieser Form wird es für die Elf von Trainer Uwe Rapolder schwer werden, den Klassenverbleib zu schaffen. TuS Koblenz - FC St. Pauli 1:5 (0:2) Auf dem Spielplan stand TuS Koblenz gegen FC St. Pauli. Ein Zweitligaspiel auf dem Papier. Allein, die Koblenzer weigerten sich beharrlich mit Kopf und Füßen, ein dieser Klasse auch nur annähernd gemäßes Fußballspiel abzuliefern. Das Ergebnis fiel aus TuS-Sicht folgerichtig vernichtend aus. 1:5 gegen locker-flockig aufspielende Paulianer - der Koblenzer Mittelfeldspieler Manuel Hartmann brachte es auf den Punkt: "Das ist der Tiefpunkt. Schlechter geht es sicher nicht mehr." Klare Worte, wahre Worte. Was die Koblenzer vor 8555 maßlos enttäuschten Zuschauern - sofern sie TuS-Sympathisanten waren - ablieferten, war definitiv nicht zweitligatauglich. Aber um auch dieser Krise ihre Chance zu geben, vergaß Hartmann nicht hinzuzufügen, dass ein Tiefpunkt neben allen Tücken auch seine Perspektiven hat: "Es kann jetzt eigentlich nur noch besser werden." Gern möchte man es glauben. Wenn da nur die Realität nicht wäre. Bei der Suche nach Erklärungen für den sportlichen Offenbarungseid im Koblenzer Lager fündig zu werden, war ein hoffnungsloses Unterfangen. Spieler und Trainer schienen zu konsterniert über das, was da über sie hereingebrochen war. Hier eine Mannschaft, deren Defensivverhalten als lückenhaft zu bezeichnen einer völlig unangebrachten Verharmlosung gleichkäme. Dort ein wie aus einem Guss aufspielendes Hamburger Team, das Gnade im Umgang mit dem Kontrahenten walten ließ. Hätte der St.-Pauli-Sieg doch auch gut und gern zweistellig ausfallen können. Allein TuS-Torwart David Yelldell stellte sich den Hamburgern in den Weg.
Nach TuS-Pleite: Rapolder vor dem Aus Koblenzer sind im Rheinland-Pfalz-Derby in Kaiserslautern chancenlos Der erhoffte Befreiungsschlag für TuS Koblenz ist ausgeblieben. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder war im Rheinland-Pfalz-Derby bei Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern chancenlos. Der in die Kritik geratenen Coach steht nun vor der Entlassung. 1. FC Kaiserslautern - TuS Koblenz 3:0 (1:0) Ein angezählter Trainer, eine komplett unsichere Mannschaft, verärgerte Fans: TuS Koblenz gibt in der Endphase der Hinrunde ein trauriges Bild ab. Im Rheinland-Pfalz-Derby beim 1. FC Kaiserslautern konnte die Elf von Uwe Rapolder zwar ein weiteres Debakel abwenden, unter dem Strich steht mit dem 0:3 auf dem Betzenberg aber die dritte Niederlage in Folge, das Tabellenmittelfeld bleibt in weiter Ferne. Und wie es scheint, war es der letzte Auftritt des glücklosen Coachs. "Es ist vorbei, es geht nicht mehr weiter", sagte Rapolder unserer Zeitung nach der Pressekonferenz. Was gegen den derzeitigen Trainer spricht: Ein Trend, dass die TuS auf dem Weg der Besserung ist, ist nicht zu erkennen. Zu eindeutig stellten sich die Kräfteverhältnisse im stimmungsvollen Fritz-Walter-Stadion dar. Der heimische 1. FC Kaiserslautern spielte vor 35 789 Zuschauern zwar nicht die Sterne vom Himmel, aber die selbstbewussten Pfälzer taten das, was man als Tabellenführer gegen einen Abstiegskandidaten tun muss: Er gewann das Spiel, noch dazu ziemlich ungefährdet. Und es passte ins Bild des Abends, dass die Koblenzer zum wiederholten Male in dieser bislang verkorksten Serie eifrig den Gegner unterstützten. Nach einer Sondierungsphase zu Beginn der Partie führte gleich die erste gefährliche Chance zum 1:0 für die Pfälzer - eingeleitet von einem Koblenzer Akteur. In der 16. Minute setzte Ervin Skela zu einem abenteuerlichen Flankenwechsel an, der zum Rohrkrepierer wurde. Lauterns Sidney Sam schnappte sich auf halber Strecke das Leder und steckte zu Adam Nemec durch, der nervenstark zur Führung für den FCK einschob. Toreschießen leicht gemacht. Fast zeitgleich mit dem Treffer meldete sich ein Teil der TuS-Fans mit "Rapolder raus"-Rufen zu Wort, was der Moral der Koblenzer nicht eben zuträglich war. Obendrein zündeten einige Anhänger im Stehplatz-Block in der zweiten Halbzeit Leuchtraketen - eine Geldstrafe für den Verein dürfte die Folge sein. Spätestens in der 56. Minute war die leise Hoffnung auf ein wie auch immer geartetes Fußball-Wunder dahin, wieder leistete die TuS Schützenhilfe: Nach einem langen Abschlag von FCK-Torwart Tobias Sippel verschätzte sich dessen Gegenüber David Yelldell beim Herauslaufen, Erik Jendrisek nutzte den Fauxpas zum 2:0. Damit nicht genug: Der TuS-Torwart verletzte sich bei der missglückten Rettungsaktion und musste gegen Dieter Paucken ausgewechselt werden. Die passende Fußball-Binse dazu: Wenn man unten steht, kommt eben alles zusammen. Nur noch Chronistenpflicht ist, auch das 3:0 für die Lauterer zu erwähnen: In der 79. Minute drückte der eingewechselte Srdjan Lakic eine Flanke von Alexander Bugera über die Linie. Koblenzer Gegenwehr: Fehlanzeige. Trainer Uwe Rapolder nahm das Ganze fast schon mit stoischer Ruhe zur Kenntnis. War die Pleite beim Tabellenführer die eine Niederlage zu viel, um TuS-Chefcoach zu bleiben? Unmittelbar nach der Partie griff der 51-Jährige jedenfalls Teile des Präsidiums an: "Es gibt drei Herren im Vorstand, die wollen mich schon länger weghaben. Da werden bösartige Dinge gestreut, das habe ich nicht verdient."
Uwe Rapolders Zeit in Koblenz ist abgelaufen TuS trennt sich nach dem 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern vom Trainer - Entwicklung hatte sich bereits abgezeichnet - Uwe Koschinat bis zum Hinrunden-Abschluss als Interims-Chef Die Amtszeit von Uwe Rapolder bei TuS Koblenz ist beendet. Nach dem 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern verständigten sich die Verantwortlichen des Vereins am Sonntag darauf, den 51-Jährigen freizustellen. Am Abend einigten sich die Parteien dann auf eine Vertragsauflösung. Am Samstag fuhr Uwe Rapolder ein letztes Mal am Stadion Oberwerth vor. Für 14 Uhr war das obligatorische Auslaufen nach dem Spiel angesetzt, die Aufarbeitung des trostlosen 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern interessierte in der Kabine aber niemanden. Stattdessen richtete der Trainer ein paar kurze Worte an die Mannschaft und wünschte ihr alles Gute für die Zukunft. Draußen umarmte er noch ein paar Fans und Bekannte, ehe er sich wieder auf den Weg machte. Wie sich tags darauf herausstellen sollte, war dies nach rund zweieinhalb Jahren sein Abschied von TuS Koblenz. Am Sonntagmittag verkündete TuS-Aufsichtsrats-Chef Walterpeter Twer die erwartete Trennung von Rapolder. In der heutigen Aufsichtsrats-Sitzung soll das Ganze auch formal beschlossen werden. Twer hatte sich zwischenzeitlich natürlich auch mit Werner Hecker beraten. Der TuS-Präsident und der Klub-Vorstand tragen die Entscheidung geschlossen mit. "Er ist freigestellt", sagte Twer, der in mehreren Versuchen eine gütliche Einigung mit dem Coach angestrebt hatte. Darin wurde Rapolder, der noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 besitzt, eine stattliche Abfindung angeboten, um einen sauberen Schnitt zu vollziehen. Dem 51-Jährigen war aber zunächst nicht an einer Auflösung des Arbeitspapiers gelegen, ehe er am Sonntagabend einlenkte. Nach einer weiteren Verhandlungsrunde unterschrieb er einen Aufhebungsvertrag. "Wir haben eine Lösung gefunden, mit der alle Beteiligten gut leben können", sagte Twer. Über die Details wurde Stillschweigen vereinbart. Dieses Mal lagen die Dinge anders. In einem schleichenden Prozess hatte sich das Klima im Verein seit dem Klassenverbleib kontinuierlich verschlechtert. Den Anfang machte das desaströse 0:4 zum Saisonabschluss beim FC Ingolstadt, dem eine Spieler-Revolte folgte. 19 Profis sprachen sich damals gegen eine weitere Zusammenarbeit mit dem Trainer aus. Schon da wurde über eine Ablösung nachgedacht, zumal Rapolder mit einem Wechsel zu Bundesligist Eintracht Frankfurt kokettiert hatte. Stattdessen trennte sich der Klub von vermeintlichen Rädelsführern wie Branimir Bajic, Marko Lomic, Goran Sukalo oder auch Rüdiger Ziehl - einer der wenigen Identifikationsfiguren der Mannschaft. Das Tafelsilber wurde verscherbelt, mit einem radikalen Umbruch sollte es in vielerlei Hinsicht besser werden. Heute, sechs Monate später, hat sich herausgestellt, dass diese Strategie gründlich danebengegangen ist. Die Variante, unter dem wirtschaftlichen Druck auf einige wenige (gutverdienende) Leistungsträger zu setzen und daneben den Kader praktisch nur aufzufüllen, misslang. Der als Spielgestalter geholte Brasilianer Melinho hat bislang auf ganzer Linie enttäuscht, auch der Effekt um die Nachverpflichtung des Albaners Ervin Skela ist völlig verpufft. Und Kapitän Shefki Kuqi, der zweifellos gehobenen Zweitliga-Ansprüchen genügt, verhält sich wie eine launische Diva.
TuS überwintert auf einem Abstiegsplatz Koblenz unterliegt Mitkonkurrent Frankfurt nach schwacher Vorstellung Keine Besserung in Sicht: Bei Zweitligist TuS Koblenz hält der Abwärtstrend an. Nach dem 0:1 gegen den FSV Frankfurt im letzten Hinrundenspiel sind die Koblenzer auf einem Abstiegsplatz angelangt. TuS Koblenz - FSV Frankfurt 0:1 (0:1) TuS Koblenz geht mit einem weiteren Misserfolgserlebnis in die Winterpause. Auch im ersten Spiel nach dem Rauswurf von Trainer Uwe Rapolder reichte es nicht zum erhofften Sieg und zur Annäherung an die Mittelfeldränge. Im Gegenteil: Nach dem 0:1 (0:1) und einer desillusionierenden Vorstellung gegen den FSV Frankfurt ist die TuS auf einem Abstiegsplatz angekommen. Der Frust sitzt tief, zumal die aktuelle Entwicklung die Suche nach einem neuen Trainer in der kurzen Winterpause nicht leichter machen dürfte. Bei der TuS war die Bereitschaft zu einem vielversprechenden Neuanfang nach der Rapolder-Demission zunächst deutlich zu spüren. Die Spieler feuerten sich an, an der Außenlinie leistete Interims-Coach Uwe Koschinat seinen Beitrag zum ersehnten Gelingen, beklatschte in der Anfangsphase auch schon mal einen gelungenen Einwurf seiner Mannen. Die Begegnung kämpfte sich durch die erste Halbzeit, da bekam das zarte Pflänzchen Selbstbewusstsein bei den Koblenzern einen empfindlichen Wachstumshemmer. Dominique Ndjeng war im Zweikampf gegen Sebastian Göbig schlichtweg zu spät dran. Da sich das Ganze auch noch im TuS-Strafraum abspielte, entschied Schiedsrichter Michael Kempter völlig zu Recht auf Elfmeter. Den verwandelte Jürgen Gjasula - Yeldell-Vertreter Dieter Paucken half es auch nicht, dass er die richtige Ecke ahnte.
Sander will den Teamgeist stärken Der 49-jährige Fußballlehrer tritt beim Zweitligisten TuS Koblenz die Nachfolge von Uwe Rapolder an Petrik Sander heißt der neue Trainer beim Zweitligisten TuS Koblenz. Der 49-jährige Fußballlehrer setzt beim Unternehmen Klassenverbleib zuvorderst auf Teamgeist, auf Gemeinschaftssinn. Gerade an diesen Tugenden hatte es zuletzt bei der TuS gemangelt. Herr Sander, übernehmen Sie! Zweitligist TuS Koblenz wird ein Fall für den 49 Jahre alten Fußballlehrer Petrik Sander. Der in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) geborene Trainer hat bei der TuS einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 unterzeichnet - mit der Option für ein weiteres Jahr, sollte der Klassenverbleib gelingen.
Herzlicher Empfang für Petrik Sander
Rund 500 Fans von TuS Koblenz begleiten auf der Haupttribüne die Premiere des neuen Übungsleiters Am ersten Tag von Petrik Sander als neuem Trainer des Zweitligisten TuS Koblenz floss gleich Blut. Der Fußballlehrer bat seine Schützlinge zum Laktat-Test. Ein Zuschauer- und Medienaufkommen, das jedem Erstligisten zur Ehre gereicht hätte, ist bei TuS Koblenz nicht eben an der Tagesordnung. Aber die Vorstellung eines neuen Trainers ist ja auch nichts Alltägliches. So warteten Berichterstatter und rund 500 TuS-Fans (!) - die Haupttribüne war besser besetzt als beim letzten Heimspiel gegen den FSV Frankfurt - auf dem Oberwerth gespannt auf jenen Fußballlehrer, der den abstiegsbedrohten Zweitligisten aus dem Tal der Tränen führen soll. Der erste Eindruck von Petrik Sander: authentisch, ein Kumpeltyp - ohne anbiedernd rüberzukommen. Ein Mann klarer Worte und Vorstellungen - ohne diese despotisch umsetzen zu wollen. "Ich arbeite gern im Team, denn nur mit Teamarbeit kommst du im Fußball zum Erfolg", verriet der "Neue" einen seiner ehernen Grundsätze.
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Januar 2010
TuS: Null Tore im ersten Test
Koblenz offenbart altbekannte Leiden gegen Drittligisten Wehen TuS Koblenz - SV Wehen Wiesbaden 0:0 Petrik Sanders Erkenntniszuwachs nach dem ersten Testspiel unter seiner Regie musste nun wirklich niemanden überraschen. "Es bleibt nach wie vor viel Arbeit", meinte der Trainer von TuS Koblenz nach dem mageren 0:0 des Zweitligisten gegen Drittligavertreter SV Wehen Wiesbaden. Die Nullnunmmer bei klirrender Kälte offenbarte das altbekannte Problem der TuS in dieser Spielzeit. "Im Spiel nach vorn entwickeln wir zu wenig Durchschlagskraft, wir erarbeiten uns kaum Chancen", analysierte Sander das Offensivdilemma. Vielleicht bringt neues Personal ja neuen Schwung. "Wir arbeiten dran", ließ der Trainer verlauten, nachdem er zu- vor drei Akteuren - Aljmir Murati, Renaldo Rama und Darko Maletic - bedeutet hatte, nicht mehr mit ihnen zu planen. Zumindest stand hinten diesmal die Null - dank des Keepers. Bezeichnend für die Leistung des Zweitligisten, dass sich Torsteher Dieter Paucken das Prädikat "bester TuS-Spieler" verdiente.
Kapllani und Glockner verstärken die TuS Zweitligist leiht zwei Offensivspieler aus Zwei neue Offensivkräfte sollen TuS Koblenz zum Klassenverbleib in der Zweiten Fußball-Bundesliga verhelfen. Der Verein leiht Angreifer Edmond Kapllani von Liga-Konkurrent FC Augsburg bis zum Saisonende aus, vom Bundesligisten SC Freiburg kommt Außenspieler Andreas Glockner. Der 21-Jährige wird ebenfalls bis zum 30. Juni ausgeliehen. Kapllani und Glockner sollen die Probleme der TuS im Angriff beheben. Loos hofft darauf, dass der Albaner Kapllani an seine erfolgreiche Zeit beim Karlsruher SC anknüpfen kann, wo ihm in der Aufstiegs-Saison 2007 17 Treffer geglückt waren. Vor der laufenden Spielzeit wechselte der 27-Jährige zum FC Augsburg, wo er sich jedoch nicht durchsetzen konnte und angesichts der starken Konkurrenz im Angriff nur auf zwei Einsätze kam. Glockner gilt als technisch versierter und schneller Außenspieler. Das Eigengewächs des SC Freiburg kam in der Vorsaison auf 16 Einsätze und will nun bei der TuS verstärkt Spielpraxis sammeln. Die erste Gelegenheit dazu gibt"s vermutlich bereits am Sonntag. Im Test beim belgischen Erstligisten KRC Genk können sich Kapllani und Glockner an ihre neuen Kollegen gewöhnen.
TuS-Profis sind Sander zu brav Koblenzer Zweitligist verliert Test beim belgischen Pokalsieger KRC Genk - Stürmer Marvin Pourie wird getestet Im abschließenden Test vor der Rückrunde erwies sich der belgische Erstligist KRC Genk als eine Nummer zu groß für TuS Koblenz. Als Testspieler durfte dabei der 19-jährige Marvin Pourie sein Können unter Beweis stellen. KRC Genk - TuS Koblenz 3:0 (2:0) Die Rasenheizung macht"s möglich: Obwohl Tief "Daisy" halb Europa mit Schnee bedeckt hat, konnte Fußball-Zweitligist TuS Koblenz den abschließenden Test vor der Winterpause auf einem satten Grün absolvieren. Die guten äußeren Bedingungen waren einer der wenigen positiven Aspekte, die Trainer Petrik Sander dem 0:3 beim KRC Genk abgewinnen konnte: "Mir fehlt noch die gesunde sportliche Aggressivität. Wenn wir das nicht verbessern, wird es schwer werden." Beim belgischen Pokalsieger geriet die TuS früh in Rückstand. Nach einer Ecke in der neunten Minute verschätzte sich der zuletzt stark agierende Torwart Dieter Paucken und begünstigte damit das 0:1. Zehn Minuten später stand der 27-Jährige erneut im Mittelpunkt, als er nach einem heftigen Zusammenprall mit einem Stürmer der Gastgeber kurzzeitig bewusstlos war - dann aber doch bis zur Halbzeit weiterspielen konnte. Mehr Pech hatte da Innenverteidiger Martin Hudec, der bereits nach 21 Minuten wegen Schmerzen an seinem gerade erst ausgeheilten Knöchel vom Feld musste. Kurz darauf erwischte es auch Emmanuel Krontiris: Der Angreifer schied mit Wadenproblemen aus. Ob beide ernsthaft verletzt sind und möglicherweise zum Rückrunden-Auftakt am Sonntag (13.30 Uhr) gegen 1860 München passen müssen, wird sich nach einer genaueren Untersuchung zeigen. Für Krontiris kam der 19-jährige Marvin Pourie in die Partie. Der bei den Münchner "Löwen" aussortierte Angreifer stellt sich derzeit bei der TuS vor und hofft auf ein Engagement. Daneben feierten wie erwartet die beiden Leihspieler Edmond Kapllani und Andreas Glockner ihr Debüt in der TuS-Startelf. Kapllani vergab in der 35. Minute eine der wenigen Chancen der TuS, zudem hatte der wiedergenesene Benjamin Lense kurz vor der Pause das zwischenzeitliche 1:2 auf dem Fuß. Stattdessen kassierten die Koblenzer nach dem 0:2 (39.) in der 88. Minute auch noch das 0:3, wobei sich die mitten im Spielbetrieb stehenden Belgier den Luxus erlaubten, zwei Elfmeter zu verschießen - einen parierte Marcus Rickert glänzend, einer flog in Richtung Tribüne.
Hans Dill ist zurückgetreten
Hans Dill, Vorstandsmitglied der TuS Koblenz, ist zurückgetreten. Dill war Sportlicher Leiter des Vereins und vor allem Ansprechpartner für die zweite Mannschaft, die an der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga Mitte steht. TuS-Präsident Werner Hecker dankte Hans Dill für seine geleistete Arbeit und wird in der kommenden Woche anlässlich einer Vorstandssitzung die Aufgaben des Vorstandes der TuS Koblenz neu verteilen.
Gunkel freut sich auf Sander und die TuS Mittelfeldspieler wechselt von Mainz 05 nach Koblenz - Was wird aus Melinho? Rechtzeitig vor dem Rückrundenauftakt hat Fußball-Zweitligist TuS Koblenz die erhoffte Verstärkung für das defensive Mittelfeld an Land gezogen. Von Mainz 05 kommt Daniel Gunkel, der schon seit einigen Wochen als möglicher Neuzugang gehandelt wurde. Der 29-Jährige unterschrieb vorerst einen Vertrag bis zum Saisonende und könnte somit bereits am Sonntag in der Partie gegen 1860 München auflaufen. Nach den beiden Leihspielern Edmond Kapllani und Andreas Glockner ist Gunkel der dritte Winter-Zugang der TuS, bei der aber nach wie vor die finanzielle Vernunft wichtigstes Kriterium bleibt. "Wir haben eine Lösung gefunden, die für uns wirtschaftlich darstellbar ist", sagt Geschäftsführer Wolfgang Loos, der auf der anderen Seite eifrig dabei ist, Gehaltsposten streichen zu können. Nach der Vertragsauflösung mit Renaldo Rama steht offenbar auch der Abschied der Offensivkräfte Darko Maletic und Aljmir Murati bevor.
TuS mit neuem Mut im Abstiegskampf
Koblenz zeigt bei Remis gegen 1860 München deutlichen Aufwärtstrend TuS Koblenz lebt. Zum Rückrundenauftakt mussten der neue Trainer Petrik Sander und die umformierte Mannschaft zwar mit einem Unentschieden gegen 1860 München leben, ein Aufwärtstrend ist aber unverkennbar. TuS Koblenz - TSV 1860 München 2:2 (1:1) Das hat"s im Stadion Oberwerth schon lange nicht mehr gegeben: eine Mannschaft, bei der zu erkennen war, dass sie sich auch als solche versteht - und die nach 90 Minuten mit Applaus verabschiedet wird. Nach einer Hinrunde voller Frust und weniger Höhepunkte macht sich bei TuS Koblenz wieder die Hoffnung breit, die Saison zu einem guten Ende zu führen. Im Jahr 2010 soll und muss bei dem Zweitligisten vieles besser werden, der Anfang wurde mit einem 2:2 gegen 1860 München gemacht. Wobei weniger das Ergebnis als vielmehr die Art und Weise, wie sich die TuS präsentiert hat, Mut für die nächsten Wochen und Monate macht. "Wir haben ein erstes Signal gesetzt", konnte Trainer Petrik Sander zufrieden festhalten, dass sein Team offenbar die Lektion aus der Vorbereitung verstanden hat. Die da lautet: zu laufen und zu kämpfen. Zudem wurde deutlich sichtbar, dass die Blutauffrischung der zuletzt verunsicherten Mannschaft enorm hilft: Daniel Gunkel, Edmond Kapllani und Andreas Glockner setzten fußballerisch deutliche Impulse, Glockner gelang sogar ein Tor. Und was für eins: In der 54. schnappte sich die Leihgabe des SC Freiburg kurz hinter der Mittellinie das Leder, zog auf und davon, um aus 25 Metern genau in den Winkel zu treffen. Ein Treffer eben, der nur dann fällt, wenn der Schütze mit dem nötigen Selbstvertrauen ausgestattet ist. Dass der Kunstschuss des 21-Jährigen zum zwischenzeitlichen 2:1 nicht zum Sieg reichte, lag nicht zuletzt an einer umstrittenen Szene in der 71. Minute. Rechtsverteidiger Martin Forkel bekam im Strafraum den Ball an den Arm, Schiedsrichter Felix Zwayer zeigte auf den Elfmeterpunkt. Ein Strafstoß der Marke "kann man geben, muss man aber nicht". Alexander Ludwig waren die Diskussionen egal, der Mittelfeldmann setzte den Ball zum 2:2 ins Netz. "Ich werde aus einem Meter angeschossen, was soll ich da machen?", fragte Forkel verärgert.
TuS-Tore kommen zu spät Turbulente Schlussphase bei der Koblenzer Niederlage in Bielefeld - Hartmann und Lense treffen Eigentlich chancenlos und trotzdem kurz am Remis geschnuppert. Beim 2:4 von TuS Koblenz bei Arminia Bielefeld gab es - wie schon im Hinspiel - einen kuriosen Spielverlauf. Arminia Bielefeld - TuS Koblenz 4:2 (2:0) Das ist Trainer-Philosophie. Petrik Sander nahm nach dem 2:4 (0:2) der Koblenzer bei Arminia Bielefeld das Positive mit nach Hause. "Man hat gesehen, was möglich gewesen wäre, wenn wir über die gesamte Spielzeit mit dieser Überzeugung zu Werke gegangen wären", rettete sich der TuS-Coach in den Konjunktiv. Wobei es Sander unerwähnt ließ, dass es vor allem der Bielefelder Sorglosigkeit in der turbulenten Schlussphase zu verdanken war, dass die TuS für Sekunden noch einmal an einem Punkt schnuppern durfte. Bis zur 84. Minute waren die Gäste eindeutig Herr im Hause und führten nahezu unangefochten mit 3:0. Nachlässigkeiten in der Arminen-Abwehr erlaubten den nicht aufsteckenden Koblenzern dann noch das 3:1 durch Benjamin Lense (84) und den Anschlusstreffer durch Manuel Hartmann (90.), bevor der Bielefelder Pavel Fort mit dem 4:2 in der Nachspielzeit alles klar machte.
TuS gewinnt gegen Immendorf - Kohns tritt zurück Mit 7:1 hat eine zweite Garnitur des Zweitligisten TuS Koblenzgestern Abend ein Freundschaftsspiel gegen den Bezirksligisten TuS Immendorf gewonnen. Auf dem Kunstrasenplatz am Oberwerth erzielten Njazi Kuqi (2), der stark aufspielende Gastspieler Marvin Pourie (2), Zoltan Stieber, Oliver Laux und der A-Jugendliche Albert Buhler die TuS-Tore. Der Bezirksligist war mit 1:0 in Führung gegangen.
Unterdessen hat Vizepräsident Gerd Kohns mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt, "aus persönlichen Gründen", wie es in einer Pressemitteilung des Vereins heißt. Der 60-Jährige tritt damit auch aus dem Aufsichtsrat der TuS Koblenz GmbH zurück. Nachdem zuvor Hans Dill als Vorstand Sport des Vereins zurückgetreten ist, sollen die Nachfolger auf der anstehenden Mitgliederversammlung am 16. März gewählt werden.
Pourie kommt Angreifer erhält die 36 Die abschließenden Formalitäten sind geregelt, TuS-Trainer Petrik Sander hat eine zusätzliche Option für den Angriff: Wie erwartet hat der Koblenzer Zweitligist Marvin Pourie (Foto) von Schalke 04 bis zum Saisonende ausgeliehen. "Das Ganze ging unkompliziert über die Bühne", berichtet TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos nach einem Gespräch mit Schalkes Trainer-Manager Felix Magath. Pourie absolvierte neun Partien für die U18-Auswahl des DFB und war zuletzt für 1860 München aktiv, wo seine Dienste aber nicht mehr gefragt waren. "Ich freue mich, dass jetzt alles geklappt hat", sagt Pourie, der bereits seit zwei Wochen mit dem Team trainiert. Das Angriffs-Talent erhält die Rückennummer 36, rechtzeitig vor der Partie gegen Düsseldorf soll die Spielberechtigung von der Deutschen Fußball-Liga vorliegen.
Mavric trifft zum Sieg und lässt TuS hoffen
Wichtiger Dreier für Koblenz gegen Düsseldorf - Wille führt zum Erfolg Der Anfang ist gemacht: Mit dem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf und dem ersten Sieg unter der Ägide von Trainer Petrik Sander hat TuS Koblenz eine lange Durststrecke beendet. Der Klassenverbleib bleibt für Mannschaft und Verein ein machbares Ziel. TuS Koblenz - Fortuna Düsseldorf 1:0 (0:0) Löst dieser Erfolg jetzt die so herbeigesehnte Aufbruchstimmung aus? Beim 1:0 (0:0) gegen Fortuna Düsseldorf beendete TuS Koblenz eine Serie von sechs sieglosen Partien in Serie und schöpft mit diesem - dank enormen Willen - verdienten Erfolg nun neuen Mut und neue Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib. Beim 1:0 gegen die Rheinländer stand, wie vom Trainer gefordert, nicht nur hinten endlich einmal die Null. Für die eins im vorderen Teil des Ergebnisses nach 90, von Kampf auf schwer bespielbarem Boden geprägten Minuten, zeichnete derselbe Spieler verantwortlich, der auch schon beim letzten TuS-Sieg am 13. Spieltag gegen Aachen als Siegtorschütze zu Buche schlug: Matej Mavric. Endgültig Drehbuchreife erlangte der Treffer des Slowenen durch die Tatsache, dass Mavric gestern seinen 31. Geburtstag feierte. Der Abwehrspieler traf in der 70. Minute nach einer Ecke von Emmanuel Krontiris, die Daniel Gunkel noch entscheidend verlängert hatte. "Das war wie im Training, so haben wir das geübt", freute sich Mavric, der jetzt auf den Beginn einer Serie hofft. "Vielleicht schaffen wir den Klassenverbleib ja doch, ohne in die Relegation zu müssen."
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Februar 2010
Dzaka freut sich auf die TuS
Koblenzer Zweitligist leiht einstigen Publikumsliebling vom 1. FC Kaiserslautern aus Ein guter alter Bekannter kehrt zurück: Unmittelbar vor dem Ende der Transferfrist hat Fußball-Zweitligist TuS Koblenz den ehemaligen Mannschaftskapitän Anel Dzaka vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen. Die Verpflichtung des gewünschten Innenverteidigers ist buchstäblich in letzter Sekunde gescheitert, dafür dürfen sich die Anhänger des Zweitligisten TuS Koblenz auf die Rückkehr des einstigen Publikumslieblings freuen. Anel Dzaka trägt bis zum Saisonende wieder das TuS-Trikot. "Der Vertrag ist unter Dach und Fach", verkündete Geschäftsführer Wolfgang Loos am Mittag, wenige Minuten nach Ende der Wechselfrist um 12 Uhr. Am Ende sei es noch einmal "etwas hektisch" zugegangen, berichtete Loos. Erst um 11.56 Uhr hatte der 1. FC Kaiserslautern den Bosnier auf die Transferliste gesetzt. Ja, und dann war auch der FSV Frankfurt, Mitkonkurrent der Koblenzer im Kampf um den Klassenverbleib, auf einmal noch mit im Rennen und buhlte ebenfalls um die Gunst des beim FCK ausgemusterten Profis - erfolglos. "Anel Dzaka war bei uns im Wort. Und dazu hat er auch gestanden", freute sich Loos über den Transfer. Und der TuS-Manager kann sicher sein, einen Mann geholt zu haben, der vor Tatendrang sprüht. "Der Wechsel nach Koblenz ist für mich eine Herzensangelegenheit, schön, dass es geklappt hat", sagt der 29-Jährige, der sich beim FCK zuletzt im U23-Team fitgehalten hatte. Dzaka erhält bei der TuS die Rückennummer 21 und ist fest davon überzeugt, seinem alten und neuen Verein helfen zu können. Weniger erfolgreich verlief das Werben der TuS um einen anderen Rückkehrer. Die Koblenzer hätten Branimir Bajic gern wieder an den Oberwerth zurückgeholt. Der Innenverteidiger steht derzeit beim türkischen Erstligisten Denizlispor unter Vertrag. Mit dem Spieler sei man sich so weit auch einig gewesen, erklärte der TuS-Geschäftsführer. Am Morgen kam aber dann die ernüchternde Nachricht aus der Türkei: Denizlispor verweigerte dem Defensivspieler die Freigabe.
Sander zwischen Frust und Zufriedenheit TuS Koblenz hat in Cottbus einen Auswärtssieg vor Augen und ist am Ende mit einem Punkt gut bedient - Torwart Dieter Paucken mit Glanzleistung TuS Koblenz ist von der weiten Dienstreise nach Cottbus nicht mit leeren Händen zurückgekehrt. Die Mannschaft von Trainer Petrik Sander verdiente sich in einer am Ende turbulenten Partie redlich ein Unentschieden und untermauerte den jüngsten Aufwärtstrend. FC Energie Cottbus - TuS Koblenz 1:1 (0:1) Petrik Sander wirkte in der alten Heimat fast ein bisschen verlegen. Da wurde er in Cottbus schon vor dem Anpfiff von den Energie-Fans gefeiert, das gibt"s wahrlich nicht alle Tage. Aber schließlich hat er den Klub aus der Lausitz einst in die Bundesliga geführt und konnte sich bei der Rückkehr ins Stadion der Freundschaft da- rüber freuen, "dass es schön ist, wenn man nicht ganz in Vergessenheit geraten ist". Eine charmante Untertreibung. Wobei das mit den Emotionen nach dem Spiel seines jetzigen Klubs TuS Koblenz gegen seinen Ex-Arbeitgeber ohnehin so eine Sache war. 1:1 hatte es geheißen; und wie das häufig bei Unentschieden ist, war auch Sander hin- und hergerissen, was er von der Sache halten sollte. Das frühe 0:1 spielte der TuS dabei prima in die Karten. Nach einem Freistoß von Tom Geißler nutzte Edmond Kapllani den Stellungsfehler von FCE-Stopper Markus Brzenska und schob aus zehn Metern ein. Was dann folgte, war phasenweise eine Demonstration der Stärke, wohlgemerkt vom 16. der Tabelle. Im Mittelfeld wurden nahezu alle Räume und Passwege zugestellt, neben dem zurück ins Team gekehrten Ervin Skela avancierte Daniel Gunkel zum unerbittlichen Zweikämpfer. Aber es schien eben nur so, weil es die TuS nicht schaffte, sich für ihr Tun vollends zu belohnen. Gleich zweimal marschierte Johannes Rahn in der zweiten Halbzeit allein aufs Cottbuser Tor zu, um beide Chancen zum 0:2 liegenzulassen. Stattdessen kam es, wie es so häufig kommt. Die lange Zeit völlig konzeptlosen Gastgeber schafften es dann doch noch irgendwie, in der Schlussphase die nötige Wucht aufzubauen und in Person von Nils Petersen in der 83. Minute das 1:1 zu erzielen.
Ein Punkt für torlose TuS
Koblenzer müssen sich mit Remis gegen Rostock begnügen - Sander: Kein Vorwurf ans Team Der Abstiegskampf bleibt für TuS Koblenz eine zähe Angelegenheit. Durch das torlose Unentschieden gegen Hansa Rostock hat die Elf von Trainer Petrik Sander zwar Platz 16 zurückerobert, es aber nicht geschafft, einen Konkurrenten mit ins Dilemma zu stürzen. TuS Koblenz - Hansa Rostock 0:0 Es war eine Mischung aus den äußeren Widrigkeiten und den Unzulänglichkeiten der Koblenzer Elf, die dafür sorgte, dass die Mission Klassenverbleib für die TuS nur langsam vorangeht. Ein Punkt gegen Rostock, das ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Trainer Petrik Sander, der in der Rückrunde in Koblenz schon einiges zum Guten hin bewegen konnte, entschied sich dafür, die positiven Aspekte des Sonntags in den Vordergrund zu stellen. "Natürlich hätten wir gern gewonnen", hielt der 49-Jährige zu Beginn fest, dass er sich mit dem Ergebnis nur widerwillig anfreunden konnte. Die Art und Weise, wie sich die TuS präsentierte, gefiel ihm aber durchaus: "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat dokumentiert, dass sie dieses Spiel für sich entscheiden wollte." Was vor allem für die ersten 30 Minuten galt. Da ignorierte die TuS schlicht die winterlichen Platzverhältnisse und zeigte einen klaren Weg auf, wie die drei Punkte möglich gewesen wären. Dank eines enorm zweikampfstarken und stets präsenten Matej Mavric fanden die Gäste in der Offensive praktisch nicht statt, zudem waren die Aktionen der TuS von erfolgversprechender Schlichtheit geprägt. Den Ball nach vorn schlagen, sich die zweiten Bälle schnappen und Freistöße provozieren - dieser Plan griff. Denn so viel war klar: Wie schon vor zwei Wochen gegen Düsseldorf wäre bei diesen Platzverhältnissen wohl etwas über Standards gegangen. Die beste hatte noch Edmond Kapllani, der in der 71. Minute einen Seitfallzieher neben das Tor setzte. Oder eben Krontiris, der mit einem energischen Antritt samt Fernschuss Hansa-Torwart Alexander Walke zu einer Glanztat zwang (10.). Weil auf der anderen Seite Dieter Paucken gegen Hansa-Kapitän Enrico Kern einen Ball hielt, den man nicht halten muss (36.), blieb"s zwangsläufig beim 0:0.
Kein Happy End für die TuS
Koblenzer gleichen bei Union Berlin zweimal aus und fahren doch mit leeren Händen nach Hause Eine starke Leistung reichte TuS Koblenz im Spiel bei Union Berlin nicht, um aus der Hauptstadt zumindest einen Punkt zu entführen. Zu allem Überfluss schied Innenverteidiger Matej Mavric verletzt aus. Union Berlin - TuS Koblenz 3:2 (2:1) Der TuS blieb nach dem 2:3 der schwache Trost, Teil eines packenden Fußballabends gewesen zu sein Das Unheil hatte sich schon früh abgezeichnet. Weil Benjamin Lense schon vorher aufgrund eines grippalen Infekts passen und Matej Mavric nach nur zehn Minuten mit schmerzverzerrtem Gesicht und schwerer Bänderverletzung am linken Fuß vom Platz getragen werden musste, war es um die eingespielte Innenverteidigung geschehen. Manuel Hartmann rückte aus dem Mittelfeld neben Lense-Vertreter Dominique Ndjeng nach hinten; die Umbaumaßnahmen sollten dem Team indes nicht gut bekommen. Im Zentrum taten sich immer wieder Löcher auf, auch das neue Duo in der Abwehr hatte seine liebe Mühe, die in der Anfangsphase wild anrennenden Unioner im Zaum zu halten. Hinzu kamen Abstimmungsprobleme, die vor allem beim 1:0 offenkundig wurden. Nach einer Ecke von Torsten Mattuschka fühlte sich niemand für Hüzeyfe Dogan zuständig, der den Ball mühelos einschob. Aber die TuS anno 2010, das ist eine Mannschaft, die ungeachtet aller Defizite nicht den Kopf hängen lässt und an ihre Chance glaubt. Nur vier Minuten nach der Berliner Führung stellte Winterzugang Edmond Kapllani unter Beweis, dass er die erhoffte Verstärkung ist. Nach dem Treffer in Cottbus vor zwei Wochen erzielte er in der 14. Minute sein zweites Tor für die TuS - und das im Stile eines Klassestürmers. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison rächten sich derlei Nachlässigkeiten: Die Quittung gab"s nach knapp einer halben Stunde von Dogan, der TuS-Keeper Dieter Paucken aus 18 Metern keine Chance ließ. Streng genommen waren Sanders Mannen zur Pause damit noch gut bedient, weil Union-Stürmer John Jairo Mosquera aus drei Metern nur die Latte traf (24.). Szenen, die verdeutlichen, wie intensiv und unterhaltsam zugleich die 90 Minuten waren. Und die TuS wollte sich partout nicht in die Statistenrolle fügen dazu gab"s ja auch gar keinen Grund. Beim munteren Hin und Her brachte TuS-Kapitän Manuel Hartmann kurz nach der Pause die Gäste zurück ins Spiel, als er nach eine Ecke zum 2:2 traf. Ein Tor, das auch verdeutlichte, dass der Glaube, zumindest einen Punkt zu entführen, ungebrochen war. Doch die passende Pointe war im Drehbuch nicht vorgesehen. Nach einer Stunde verhinderte Union-Verteidiger Christian Stuff mit dem 3:2 das Happy End. Ein drittes Mal zurückzukommen, gelang der TuS nicht mehr, auch weil Daniel Gunkel (77.) und Anel Dzaka (90.) beste Ausgleichschancen nicht nutzten.
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März 2010
TuS-Offensive kommt erneut nicht ins Rollen
Hinten gut stehen reicht gegen Augsburg nicht, weil vorn zu wenig passiert 0:1 verloren - und außer viel Bemühen wenig gezeigt. Für TuS Koblenz wird es nach der zweiten Niederlage in Folge allmählich eng im Tabellenkeller. Und jetzt kommen die zwei wegweisenden Spiele in Oberhausen und Ahlen. TuS Koblenz - FC Augsburg 0:1 (0:0) Dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Christian Bandurski folgte eine fast schon hörbare Stille. Kein Pfeifkonzert, keine Buhrufe, keine Unmuts- noch sonstigen Bekundungen. Schicksalsergeben nahmen die 6585 Zuschauer auf dem Oberwerth die 0:1-Niederlage von TuS Koblenz gegen die aufstiegsambitionierten Augsburger hin. Ist der Anfangselan nach der Neuverpflichtung von Trainer Petrik Sander etwa schon wieder verpufft, lebt der Glaube an die Rettung überhaupt noch? Die Reaktion des einigermaßen desillusionierten Publikums lässt zumindest Zweifel aufkommen. Auf jeden Fall wird es nach zwei Niederlagen in Folge langsam eng für die TuS. Die Konkurrenz punktet - und Koblenz schwächelt. Dummerweise waren die Gäste so abgezockt, dass sie den einzigen Patzer der TuS-Defensive eiskalt nutzten, um das Siegtor zu erzielen. "Das war ein absolut amateurhaftes Abwehrverhalten", tadelte Sander den unnötigen Ballverlust an der Außenlinie, der das Verhängnis einleitete.
TuS: Hinten sorglos und vorn harmlos
Koblenz verliert nach Niederlage in Oberhausen allmählich den Anschluss Eine Reaktion gezeigt, mutig gespielt - und trotzdem verloren. Nach dem 0:2 von TuS Koblenz bei Rot-Weiß Oberhausen wird der Weg zum Klassenverbleib immer beschwerlicher. Rot-Weiß Oberhausen - TuS Koblenz 2:0 (1:0) TuS Koblenz verliert allmählich den Anschluss ans rettende Ufer. Trotz deutlicher Leistungssteigerung kassierte die TuS beim 0:2 in Oberhausen die nächste empfindliche Niederlage und rutschte gar auf den letzten Tabellenplatz ab. Die Koblenzer begannen in der Tat wie echte Männer, die Oberhausener indes schienen Standardtänzer erwartet zu haben. Ganze TuS-Kerle gingen engagiert zur Sache, pressten gut und verhinderten schon früh einen geordneten Spielaufbau beim leicht ratlosen Gastgeber. Doch das Überraschungsmoment der agil beginnenden TuS-Elf verpuffte nach 20 Minuten. Da nutzte es nichts, dass Sander nach dem Ausfall der verletzten Daniel Gunkel und Manuel Hartmann risikoreich aufgestellt hatte. Ervin Skela sollte Linie ins Spiel bringen, Johannes Rahn rückte bei Ballbesitz vor in den Angriff, um dort Edmond Kapllani zu unterstützen. Zudem verteidigte der offensiv stärkere Shqipran Skeraj anstelle von Martin Forkel. David Yelldell hütete wieder das Tor. RWO wurde stärker, vor allem wenn Marcel Landers mal wieder auf rechts entwischte. Das 1:0 für die Platzherren aber resultierte aus einer Schlafmützigkeit der Koblenzer Innenverteidigung. Nach schnell ausgeführtem Freistoß segelte der Ball in den Strafraum. Dort durfte erst Mike Terranova freistehend köpfen, dann Moritz Stoppelkamp einschieben. "Bis zum 0:1 waren wir klar tonangebend. Doch die Tore, die wir kassieren, sind zu einfach. Wir glauben nicht richtig an uns", haderte Kapllani mit dem fehlenden Selbstbewusstsein. Halbzeit zwei begann mit einer Doppelchance für die TuS. Erst scheiterte Marvin Pourie (50.) an Christoph Semmler im RWO-Tor, anschließend vergab Kapllani. Pourie war zur Pause für den mannhaften, aber völlig überforderten Rahn gekommen. Die TuS-Spieler wollten ihrer Männer-Attitüde endlich Zählbares zur Seite stellen, nur mit dem Toreschießen klappte es weiter nicht. Erneut Pourie (71.) und Glockner (72.) verpassten. Dann die Entscheidung: Stoppelkamp luchste Dzaka den Ball ab und schoss zum 2:0 ein (85.). Fazit: Auch richtige Männer können verlieren - wenn sie hinten vermeidbare Fehler machen und vorn nicht treffen.
TuS haucht sich neues Leben ein Koblenzer gewinnen das Kellerduell bei Rot Weiss Ahlen und verlassen den letzten Tabellenplatz TuS Koblenz hat im Abstiegskampf der Zweiten Bundesliga ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Nach dem Auswärtssieg beim unmittelbaren Konkurrenten Rot Weiss Ahlen rückt der Relegationsplatz 16 wieder in Reichweite. Rot Weiss Ahlen - TuS Koblenz 0:2 (0:1) Das war Balsam auf die geschundenen Fußballer-Seelen von TuS Koblenz. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen elf Runden hat es die Mannschaft von Trainer Petrik Sander tatsächlich geschafft, die im Vorfeld als "Endspiel" eingestufte Partie beim Vorletzten Rot Weiss Ahlen zu gewinnen. Dank der Tore von Emmanuel Krontiris und Andreas Glockner sowie einer leidenschaftlichen Leistung lebt in Koblenz wieder die Hoffnung auf den Klassenverbleib. Offenbar hatte die Aussprache unter der Woche Wirkung gezeigt, jedenfalls waren die Koblenzer von der ersten Minute an bei der Sache. Auf dem Morast im Wersestadion, der schon nach wenigen Minuten aussah wie ein Bolzplatz hinter der Schule, entwickelte sich ein Spiel auf Biegen und Brechen. Der Ball flog kreuz und quer durch die Gegend, Kombinationen ließ der ramponierte Rasen ohnehin nicht zu. Auf der anderen Seite war von der TuS wenig zu sehen. Jung-Stürmer Marvin Pourie, der erstmals von Beginn an mitspielen durfte, bekam kaum Bälle und gewann noch weniger Zweikämpfe. Einzig eine sehenswerte Einlage von Edmond Kapllani (17.) brachte einen Hauch von Gefahr vor das Ahlener Tor. Dann kam die 42. Minute und ein Moment, der möglicherweise zur entscheidenden Szene in dieser für die TuS bislang reichlich unglücklich verlaufenen Saison werden könnte. Irgendwie landete der Ball vor den Füßen von Emmanuel Krontiris, der aus 25 Metern einfach mal abzog - und wohl selbst erstaunt war, dass seine Bogenlampe unhaltbar im Ahlener Kasten einschlug. Praktisch mit dem Schlusspfiff traf Andreas Glockner nach Christian Müllers Vorlage ins verwaiste Ahlener Gehäuse zum 0:2-Endstand. Dass die Koblenzer angesichts ihrer wackeren Defensivarbeit zuvor kaum noch dazu gekommen waren, für Entlastung zu sorgen, konnte ihnen herzlich egal sein. Es wurde im wahrsten Sinne des Wortes ein "dreckiger Sieg". Aber auch dafür gibt es bekanntlich drei Punkte - und die waren diesmal nötiger denn je.
2:0 gegen Fürth: TuS setzt Aufholjagd fort
Koblenzer legen mit einer starken ersten Halbzeit den Grundstein für den zweiten Sieg in Folge - Kunstschütze Krontiris trifft auch gegen die Franken TuS Koblenz macht im Kampf um den Klassenverbleib weiter Boden gut. Mit dem 2:0 (1:0) gegen Greuther Fürth sind die Chancen auf ein versöhnliches Saisonende weiter gestiegen. TuS Koblenz - SpVgg Greuther Fürth 2:0 (1:0) So macht sogar Abstiegskampf Spaß. Mit dem 2:0 (1:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth fuhr TuS Koblenz binnen einer Woche den zweiten Dreier ein und nährte damit die Hoffnung, dass es in diesem Existenzkampf nicht nur zum Lebens-, sondern zum Überlebenszeichen reichen könnte. "Wir haben all das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten", freute sich der stark verbesserte Daniel Gunkel und meinte weiter: "Vor allem die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, stimmt mich zuversichtlich." Mit Mut raus aus dem Keller, die Devise scheint sich in den Köpfen der Spieler endlich festgesetzt zu haben Doch einer traf, der auch schon in Ahlen das wichtige 1:0 erzielt hatte. Wobei sich Emmanuel Krontiris ein weiteres Mal um den Titel des Kunstschützen vom Dienst bewarb. Gelang ihm in Ahlen mit einer herrlichen Bogenlampe aus der zweiten Reihe der Führungstreffer, so war es diesmal ein Heber von der rechten Flanke, der sich unhaltbar für den starken Fürther Torwart Max Grün ins Netz senkte (15.). Vor diesem so eher ungewollten Treffer war Krontiris zweimal aus aussichtsreicher Position gescheitert. Und auch nach dem 1:0 war es nur die TuS, die in den ersten 45 Minuten Gefahr verströmte. Ein Freistoß von Daniel Gunkel landete am Innenpfosten (25.), einen satten Distanzschuss des Ex-Mainzers kratzte Grün so gerade noch von der Linie (39.). Fürth war mit dem 0:1 noch gut bedient, Koblenz hätte mit einem zweiten Treffer für etwas mehr Ruhe im Spiel sorgen können. Der unbedingte Wille zum Sieg war"s, der den Koblenzern den entscheidenden Vorteil brachte. Ein Wille, der auch nach der Pause belohnt wurde. Eine scharfe Glockner-Flanke lenkte Stephan Fürstner ins eigene Tor. 2:0 für die TuS (57.). Aufholjagd - dem Credo dieser Tage konnte getrost der Zusatz verliehen werden: ... wird fortgesetzt!
Hecker stellt mit der TuS die Weichen für die Zukunft
Mitglieder des Zweitligisten bestätigen den Präsidenten in seinem Amt und segnen eine neue Satzung ab - Finanzlage des Vereins hat sich erheblich verbessert TuS Koblenz hat sich für die kommenden drei Jahre neu aufgestellt. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde das Präsidium des Fußball-Zweitligisten verschlankt, zudem die Satzung in zahlreichen Punkten geändert und neu verabschiedet. Präsident bleibt Werner Hecker, der die Modernisierung des Vereins maßgeblich vorantreibt. Es war sein Abend. 20 Tagesordnungspunkte inklusive einer umfangreichen Satzungsänderung in drei Stunden abzuarbeiten und gleichzeitig die nötigen Diskussionen souverän zu moderieren - das gab"s bei TuS Koblenz in der jüngeren Vergangenheit noch nie. Und selten ging es auf den meist erhitzten Mitgliederversammlungen des Vereins derart gesittet zu wie am späten Dienstagabend. Und doch war Werner Hecker weit davon entfernt, sich im Glanz der Scheinwerfer zu sonnen, als ihn die 268 anwesenden Mitglieder von TuS Koblenz mit einem überwältigenden Ergebnis und lang anhaltendem Beifall für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigten.
TuS zeigt Lethargie statt Leidenschaft
Für Koblenzer verschärft sich nach der Pleite in Duisburg die Lage im Abstiegskampf - Schwache Abwehrleistung Rückschlag im Abstiegskampf für TuS Koblenz: Weil der Zweitligist im Auswärtsspiel in Duisburg leer ausging und der direkte Konkurrent FSV Frankfurt gewann, beträgt der Abstand zum Relegationsplatz wieder fünf Punkte. MSV Duisburg - TuS Koblenz 4:1 (1:0) Die TuS Koblenz und ihre Anhänger stehen vor einem nervenaufreibenden Endspurt der Zweitligasaison 2009/2010. Nachdem die Elf von Petrik Sander im Kampf um den Klassenverbleib zuletzt massiv Boden gutgemacht hatte, ist die Lage nach dem 1:4 beim MSV Duisburg und dem 2:1 des FSV Frankfurt gegen Union Berlin wieder äußerst prekär geworden. Ursache der TuS-Pleite war ein mangelhaftes Abwehrverhalten. "Es hat nichts zusammengepasst", ärgerte sich Coach Sander, "wenn wir nicht an unsere absolute Leistungsgrenze gehen, haben wir keine Chance." Nein, die Koblenzer bekamen auf dem geschundenen Grün einfach keinen Zugriff auf das Spiel und schon gar nicht auf den Gegner. Warum? Weil sie das kleine Einmaleins des Fußballs nicht beherzigten. Die TuS-Kicker gaben in den Zweikämpfen artig Geleitschutz und weigerten sich schlicht, der Sasic-Elf Einhalt zu gebieten. Resultat des Ganzen war eine ziemlich einseitige erste Halbzeit. Der MSV konnte mühelos den Ball zirkulieren lassen und tauchte nahezu im Fünf-Minuten-Rhythmus gefährlich vor dem TuS-Tor auf. Wobei das Strickmuster eigentlich recht einfach zu durchschauen war. Nahezu jeder Diagonalball von MSV-Oldie Ivica Grlic (34) brachte die Koblenzer in Verlegenheit. Die Quittung für derlei sorgloses Defensivverhalten ließ allerdings bis zur 26. Minute warten, als Srdjan Baljak eine Flanke von Olcay Sahan nur noch einschieben musste. Gegenwehr: Fehlanzeige. Die TuS-Abwehr offenbarte das gelebte Chaos. Als sich dann auch noch Torwart David Yelldell unmittelbar nach Wiederanpfiff dem Niveau seiner Vorderleute anpasste und einen 22-Meter-Schuss von Sahan zum 2:0 passieren ließ (48.), nahm das Schicksal seinen Lauf. Die TuS schöpfte zwar im direkten Gegenzug mit dem 2:1 durch Matej Mavric neue Hoffnung (49.), verteidigte aber insgesamt einfach zu schlecht, um Ansprüche auf einen Punktgewinn anzumelden. Frank Fahrenhorst beendete mit dem 3:1 in der 64. Minute die kurzzeitige Drangperiode der Koblenzer, in der Anel Dzaka sogar die Chance zum Ausgleich hatte. Stattdessen war Caiubys Tor zum 4:1 (87.) letztlich auch ein Beleg für die schwache Koblenzer Leistung.
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April2010
TuS: Mit Wind und Willen zum Erfolg
Kraftakt in Halbzeit zwei beschert Koblenz wichtigen Sieg gegen Paderborn Mit einem Kraftakt hat sich TuS Koblenz die Chance auf den Verbleib in Liga zwei erhalten. Das 2:1 gegen den SC Paderborn veranschaulichte einmal mehr, was mit dem Willen zum Erfolg alles möglich ist. TuS Koblenz - SC Paderborn 2:1 (0:1) Wenn die Verwunderung über den Erfolg fast ebenso groß ist wie die Freude, dann zeigt das nur, welcher Kraftakt letztlich für dieses Erfolgserlebnis vonnöten war. Wer sich, wie TuS Koblenz am Ostersonntag gegen den SC Paderborn, 70 Minuten lang einen schönen Mist zusammenspielt und nach 90 Minuten doch noch jubelnd die Arme in die Höhe reißen darf, ist der im Kampf um den Klassenverbleib nicht zu Höherem berufen? TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos, sichtlich mitgenommen von des Spiels Turbulenzen, beantwortete die Frage mit einem klaren "Ja". Und bemühte altbekannte Fußballweisheiten, als er nach dem erzitterten 2:1 gegen die Ostwestfalen festhielt: "Wer solche Spiele gewinnt, der wird seine Ziele erreichen." 70 Minuten lang erweckten die TuS-Akteure gegen die Ostwestfalen nicht den Eindruck, mental gewappnet zu sein für die entscheidenden Wochen. Vielmehr schien die Last, diese Begegnung unbedingt gewinnen zu müssen, die meisten zu erdrücken. "Der Druck war den Spielern in nahezu jeder Szene anzumerken", interpretierte Loos das Festival an Fehlpässen und anderen Unzulänglichkeiten im Koblenzer Spiel ganz richtig. Der Wind blies den TuS-Akteuren gehörig ins Gesicht. Was durchaus wörtlich zu nehmen war, erschwerte der böige Gegenwind in Halbzeit eins die Situation für die Gastgeber noch zusätzlich. Und dann gingen die Paderborner eben mithilfe des Windes durch einen Sonntagsschuss von Sven Krause auch noch in Führung. Alle Kräfte schienen sich gegen die TuS verbündet zu haben. Doch Sander redete die Seinen in der Kabine stark. Mit Rückenwind ging es in Durchgang zwei. "Und wenn aus dem Spiel nichts läuft, müssen eben Standards herhalten", erinnerte Sander daran, wie seine Mannschaft den "Sieg der Moral und des Willens" letztlich doch noch einzutüten vermochte. Erst stocherte Edmond Kapllani den Ball im Anschluss an eine Ecke über die Linie (70.). Vier Minuten später versenkte Daniel Gunkel mit List endlich seinen ersten Freistoß im gegnerischen Kasten.
Dzaka rettet TuS einen Punkt Kampfstarke Koblenzer verdienen sich das Remis bei Alemannia Aachen - Yelldell muss verletzt raus Punkt gewonnen, aber den Torwart verloren. Während Torschütze Anel Dzaka der umjubelte Spieler beim 1:1 von TuS Koblenz bei Alemannia Aachen war, musste Keeper David Yelldell mit Verdacht auf Bänderriss vorzeitig vom Platz. Alemannia Aachen - TuS Koblenz 1:1 (1:0) TuS Koblenz erhöht den Druck auf die Konkurrenz und bleibt im Abstiegskampf weiter aussichtsreich im Rennen. Beim 1:1 bei Alemannia Aachen ergatterte die Elf von Trainer Petrik Sander verdient einen Punkt und verkürzte den Abstand zum FSV Frankfurt und damit auf den Relegationsplatz auf einen Zähler. "Unsere Chancen, die Klasse zu halten, sind nach wie vor intakt. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie im Abstiegskampf brennt", zeigte sich Sander zufrieden mit dem Teilerfolg. Die beiden wichtigsten Szenen einer leidlich unterhaltsamen ersten Halbzeit spielten sich binnen einer Minute ab. Die Aachener erzielten mit ihrer ersten und einzigen Ballstafette den bis dahin schmeichelhaften Führungstreffer. Im vierten Versuch drückte Benni Auer gegen die orientierungslose TuS-Abwehr den Ball über die Linie. Im Gegenzug hätte es womöglich prompt den Ausgleich gegeben, wenn Schiedsrichter Thorsten Schriever nach einem klaren Handspiel von Alemannia-Verteidiger Mirko Casper im Strafraum auf Elfmeter für Koblenz entschieden hätte. "Das ist für mich völlig unverständlich. Jeder im Stadion hat das Handspiel gesehen, nur das Schiedsrichtergespann nicht", ärgerte sich Sander. Während Aachen zu Beginn von Halbzeit zwei das Fußballspielen gänzlich einstellte, witterte die TuS ihre Chance. Das verdiente 1:1 resultierte aus der guten Vorarbeit zweier Abwehrspieler. Benjamin Lenses Flankenball köpfte Matej Mavric in die Mitte, wo der aufgerückte Anel Dzaka wenig Mühe hatte, die Kugel aus kürzester Distanz per Kopf über die Linie zu drücken. Jetzt war zumindest ein Teilerfolg in greifbarer Nähe. Kurz vor dem Ausgleichstreffer hatten die Koblenzer eine weitere Schrecksekunde zu verdauen. David Yelldell verletzt sich beim Zweikampf mit Auer und musste mit Verdacht auf Bänderriss im linken Knöchel den Platz für Dieter Paucken räumen.
Gläsner will sich nicht mit der TuS einigen Ex-Geschäftsführer lehnt Vergleich erneut ab Der Rechtsstreit zwischen TuS Koblenz und seinem ehemaligen Geschäftsführer Hermann Gläsner geht in die nächste Runde. Vor dem Landgericht Koblenz lehnte Gläsner erneut einen Vergleich mit dem Fußball-Zweitligisten ab. Während Gläsner gegen zwei fristlose Kündigungen klagt, macht die TuS im Gegenzug Schadenersatzansprüche in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro geltend, die dem Verein durch dessen Verfehlungen entstanden sein sollen. Hintergrund des Verfahrens sind die von Gläsner getätigten Transfers der Profis Marko Lomic und Branimir Bajic im Sommer 2007. Der Zweitligist wirft Gläsner vor, höhere Ablöseverträge für besagte Spieler unterschrieben zu haben - nachträglich und ohne Wissen des Aufsichtsrates. Weil diese nicht bei der DFL vorgelegt worden waren, wurde TuS Koblenz wegen Verstößen im Lizenzierungsverfahren mit Punktabzügen und einem Bußgeld von 200 000 Euro bestraft. Der Verein hat nun zum wiederholten Male angeboten, den Fall zu den Akten zu legen, wenn Gläsner 100 000 Euro Schadenersatz zahlt. Als zusätzliches Entgegenkommen sollte Gläsner nach der Zahlung von 70 000 Euro der Rest erlassen werden. Zudem sollte Gläsner zugeben, seinerzeit als Geschäftsführer eigenverantwortlich gehandelt zu haben. Auch die Vorsitzende Richterin Ingrid Metzger legte dem einstigen TuS-Manager indirekt nahe, einer gütlichen Einigung zuzustimmen, da Gläsners Risiko bei einer Klärung der Sachlage in der nun folgenden Beweisaufnahme ungleich höher sei. Dass der Vergleich vorerst nicht zustande kommt, liegt wohl auch an den Prozesskosten, die bei geschätzten 50 000 Euro liegen und geteilt würden. Die Gläsner-Seite lehnte auch hier ab. "Das Gericht hat ihm eine goldene Brücke gebaut", sagte Rechtsanwalt Christoph Schickhardt, der die TuS vertritt.
Nur 2:2: Ernüchterung im Abstiegskampf
TuS Koblenz kann Vorsprung gegen den KSC nicht über die Zeit retten Die Chancen von TuS Koblenz auf den Klassenverbleib sind nicht eben gestiegen. Nach verpennter erster halben Stunde stimmten zwar Einsatz und Moral bei der TuS - am Ende aber nicht das Ergebnis. Das 2:2 ist womöglich zu wenig. TuS Koblenz - Karlsruher SC 2:2 (1:1) Am Ende war die Ernüchterung mit Händen zu greifen im Stadion Oberwerth. Ein Sieg von TuS Koblenz war angepeilt im so wichtigen Heimspiel gegen den Karlsruher SC. Doch selbst zwei Elfmeter für die TuS reichten nur zu einem Punkt - womöglich zu wenig für den Klassenverbleib. "Wir lassen uns die Hoffnung nicht nehmen. Das sind wir uns und dem Verein schuldig", meinte ein sichtlich niedergeschlagener Benjamin Lense dennoch trotzig. 2:2 nach einem in Halbzeit zwei dramatischen Spielverlauf und zeitweiliger Führung - da war mehr drin gewesen. Bis der späte Ausgleichstreffer der Gäste TuS-Spieler und -Fans aus allen Träumen riss. Entsprechend enttäuscht sanken die Akteure nach dem Schlusspfiff auf den Rasen. Dabei hatte der Abend noch weitaus katastrophaler begonnen, als er dann endete. Exakt eine Minute und 20 Sekunden war gespielt, da lag die TuS bereits in Rückstand. Der Koblenzer Mut zur Lücke in der Defensive entpuppte sich schnell als Übermut. Lars Stindl durfte ungestört aufs Tor marschieren. Gegen seinen platzierten Rechtsschuss war Dieter Paucken im TuS-Kasten machtlos. Von Abstiegskampf war bei der TuS wenig zu spüren. Vom 0:1 verunsichert, spielte die TuS 30 Minuten lang wie der Überraschungsgast bei einem Einladungsturnier auf dem Land. Es sah nicht gut aus fürs Unternehmen Klassenverbleib. So war es nicht eigenes Vermögen, sondern Unvermögen des Gegners, das die Gastgeber wieder ins Spiel zurückbrachte. Nach einer Flanke von Frank Wiblishauser, die KSCler Sebastian Langkamp unfreiwillig mit dem Kopf verlängerte, stand Edmond Kapllani plötzlich völlig blank vor dem Kasten von Markus Miller und versenkte den Ball zum 1:1. "Von da an war es eine andere Partie", so Lense. Allein der Defensivauftritt durfte weiter als grob fahrlässig angesehen werden. Zum Glück für die TuS bestätigte KSC-Stürmer Alexander Iaschwili seinen Ruf als Chancentod, als er freistehend den Ball übers Tor jagte (44.). Sander brachte zur zweiten Halbzeit in Marvin Pourie einen zweiten Stürmer. Und der machte alsbald von sich reden. Nach schöner Einzelaktion wurde der Angreifer von Miller rüde gestoppt. Doch Referee Christian Fischer entschied auf Weiterspielen (47.). 13 Minuten später brachte Marvin Matip Pourie im Strafraum zu Fall - jetzt gab Fischer den Elfmeter. Matej Mavric trat an und verwandelte, aber zu früh gejubelt. Fischer fand Gefallen an dramatischen Auftritten und ließ wiederholen. Mavric behielt die Nerven und traf zum 2:1. 30 Spieltage gab es keinen Elfmeter für die TuS, da bestand Nachholbedarf. Nach Foul von Matthias Langkamp an Kapllani entschied Fischer erneut auf Strafstoß. Mavric wählte erneut die rechte Ecke. Doch diesmal parierte Miller (67.) und wehrte auch den Nachschuss ab. Damit nicht genug: Eine letzte Unaufmerksamkeit erlaubte dem KSC den Ausgleich durch Timo Staffeldt. Der Rest war Ernüchterung.
TuS Koblenz steht vor dem Abstieg Zweitligist geht in St. Pauli unter und hat jetzt nur noch theoretische Chancen auf den Klassenverbleib Nach vier Jahren in der Zweiten Fußball-Bundesliga steht TuS Koblenz vor dem Abstieg. Weil die Elf von Trainer Petrik Sander beim FC St. Pauli unterging und Hansa Rostock zeitgleich in Kaiserslautern gewann, sind die Chancen auf die Rettung nur noch theoretischer Natur. FC St. Pauli - TuS Koblenz 6:1 (2:0) Konkurrent Hansa Rostock führte mit 1:0 auf dem Betzenberg, die TuS lag 0:2 hinten - den rund 300 mitgereisten Koblenzer Fans war an der Hamburger Partymeile wahrlich nicht nach Feiern zumute. Entsetzen machte sich breit. Mehr noch: Die TuS hätte das Schicksal zu ihren Gunsten beeinflussen können, allein, es fehlte die letzte Überzeugung vor dem Tor. Neben einem Kopfball von Edmond Kapllani (24.) hatte Marvin Pourie zwei Mal die Chance zum 0:1; in der 40. Minute konnte Paulis Fabio Morena den Ball gerade noch von der Linie kratzen. Nachlässigkeiten, für die die TuS-Elf später bitter bestraft werden sollte. Da fiel es am Ende noch nicht einmal ins Gewicht, dass die Kiez-Kicker gleich zwei Elfmeter nicht im Tor unterbringen konnten. Zunächst schoss Florian Bruns das Leder vorbei, ehe Dieter Paucken gegen Matthias Lehmann parierte - der Strafstoß musste wiederholt werden. Das alles war aber spätestens zur Pause nur noch eine Randnotiz. Binnen zwei Minuten schaffte es die Sander-Elf, alles über den Haufen zu werfen, was sie zuvor mühsam aufgebaut hatte. In der 42. Minute durfte Charles Takyi aus 18 Metern abziehen, dieses Mal kam Paucken nicht mehr ran - 1:0. Und spätestens, als Deniz Naki kurz darauf das 2:0 erzielte, nahm das Unheil seinen Lauf. Nachdem die TuS in den vergangenen Wochen schon mehrfach mentale Stärke bewiesen und Rückstände egalisiert hatte, war sie gegen den potenziellen Aufsteiger dazu nicht mehr in der Lage. In den zweiten 45 Minten brachen stattdessen alle Dämme. St. Pauli drehte auf, die Koblenzer waren fortan restlos überfordert. Mit dem erneuten Doppelschlag durch Takyi (58.) und Marius Ebbers (59.) war die Entscheidung gefallen, der Rest geriet zur Demütigung ersten Grades. Rouwen Hennings (69., 5:0) und Lehmann per Foulelfmeter zum 6:0 (72.) schossen die TuS regelrecht aus dem Stadion, das 6:1 durch Marvin Pourie konnte man da noch nicht einmal mehr als Ehrentreffer gelten lassen. Wie schon beim 1:5 im Hinspiel wurden die Koblenzer am Ende vorgeführt, mit jeder Minute wurden die Beine schwerer und der Geist schwächer.
TuS: Lizenz mit Auflagen - Loos: Dritte Liga ist machbar Bei TuS Koblenz ist man seit gestern ein bisschen schlauer, was die sportliche Zukunft betrifft. Der Deutsche Fußball-Bund hat dem Klub die Lizenz für die Dritte Liga erteilt - unter Auflagen und Bedingungen, die die TuS bis zum 4. Juni zu erfüllen hat. Der zum Abstieg verurteilte Zweitligist suchte noch am Abend den Schulterschluss mit den Sponsoren - im Rahmen des traditionellen Sponsorenabends im Volkswagen Zentrum Koblenz vor rund 300 geladenen Gästen. Zuvor hatte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos betont, dass der Klub in den nächsten Wochen seine Hausaufgaben machen wird - und dabei natürlich auch auf die Unterstützung seiner Freunde und Förderer angewiesen ist. Der TuS-Manager will nun die DFB-Unterlagen studieren und dann zusammen mit dem Aufsichtsrat des Vereins die nächsten Schritte beraten. Loos ist nach wie vor optimistisch, dass der Verein in der nächsten Saison in der Dritten Liga spielt: "Ich gehe davon aus, dass unsere Pläne umsetzbar sind." Klar sei allerdings auch, dass die TuS einen strikten Sparkurs fahren muss. Präsident Werner Hecker betonte: "Die Situation ist sehr, sehr schwer. Aber es wäre dramatisch, den Kopf in den Sand zu stecken."
TuS: 2:2 gegen FCK ist ein Prestigegewinn
Koblenzer erkämpfen sich gegen den Aufsteiger aus der Pfalz ein verdientes Unentschieden und werden mit viel Applaus vom Publikum verabschiedet TuS Koblenz hat sich mit einer ordentlichen Vorstellung von seinen Fans verabschiedet. Nach dem 2:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern ist zwar auch jede rechnerische Chance auf den Klassenverbleib dahin. Doch das Remis gegen den Aufsteiger war zumindest ein Prestigegewinn. Die Zuschauer dankten es mit viel Applaus. TuS Koblenz - 1. FC Kaiserslautern 2:2 (2:1) Zumindest was den Oberwerth angeht, ist der Zweitliga-Vorhang für TuS Koblenz gefallen. Und entgegen allen Befürchtungen geriet die Abschiedsvorstellung vor eigenem Publikum gegen Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern keineswegs zur Demütigung. Wobei die Vorzeichen im vorerst letzten Rheinland-Pfalz-Derby unter Wettkampfbedingungen eigentlich auf eine klare Angelegenheit hingedeutet hatten. Doch die TuS-Spieler wollten sich bei diesem Prestigeduell nicht kampflos dem Favoriten unterwerfen. Charakterstärke war gefragt, und die zeigte die TuS beim 2:2 (2:1) gegen den spielerisch zwar überlegenen, im Angriff aber reichlich unentschlossenen Gegner. "Der Trainer hat vor dem Spiel an unsere Ehre appelliert. Und ich denke, wir haben uns mit einer guten Vorstellung verabschiedet", sagte TuS-Mittelfeldakteur Manuel Hartmann. TuS-Keeper Dieter Paucken hatte nach der Partie sogar ein Versprechen parat: "In der nächsten Saison greifen wir wieder an." Nur Schiedsrichter Peter Gagelmann schien das Bild eines zwar engagiert geführten, aber weitestgehend friedlichen Derbys zu stören. Wenig nachvollziehbar, warum der Referee nach 14 Minuten auf Elfmeter für den FCK entschied. Everson hatte Markus Steinhöfer regelgerecht mit Ball abgegrätscht. Srdjan Lakic verwandelte zum 1:0 für Kaiserslautern (15.). Lautern war die spielerisch klar überlegene Mannschaft, beschränkte sich aber zumeist auf Spielkontrolle. Bei der TuS war viel Bemühen zu spüren, aber auch so manches Unvermögen zu beobachten. Ein Standard brachte dann den gar nicht einmal unverdienten Ausgleich. Nach einer Ecke von Andreas Glockner war Everson per Kopf zur Stelle - 1:1 (33.). Die Partie war nun ausgeglichen. Und weil Gagelmann wohl etwas gutzumachen hatte, entschied er kurz vor der Pause auf Strafstoß für die TuS, als Anel Dzaka von Rodnei im Strafraum zu Boden gezogen wurde. Matej Mavric verwandelte cool, indem er den Ball in die Mitte des FCK-Kastens schlenzte. 2:1 für Koblenz nach Halbzeit eins - das war so gar nicht nach dem Geschmack von FCK-Trainer Marco Kurz. Der beorderte seine Mannen nach kurzer Pause schnell wieder auf den Rasen und hatte ihnen auch die passenden Worte mit auf den Weg gegeben. Lautern agierte nun druckvoller. Der Erfolg stellte sich schnell ein. Nach einer Flanke von Florian Dick war Lakic per Kopf zum 2:2 zur Stelle (57.). Damit war es um den Tatendrang des FCK dann aber auch wieder weitestgehend geschehen. Lautern bestimmte zwar das Geschehen, verzichtete aber auf die letzte Konsequenz im Abschluss.
TuS: Abschied als Neuanfang Trainer Petrik Sander bleibt Koblenz erhalten – Unentschieden beim FSV FSV Frankfurt - TuS Koblenz 1:1 (0:1) Das war’s dann also in Liga zwei. Die Tränen sind längst vergossen, der Frust ist bereits der Professionalität gewichen: Nachdem TuS Koblenz in dieser Saison viele Wünsche offen gelassen hat und nach vier Jahren den Gang in die Drittklassigkeit antreten muss, können sich nach dem abschließenden 1:1 beim FSV Frankfurt alle Beteiligten zumindest damit trösten, sich mit Anstand verabschiedet zu haben. Die Vertragsverlängerung ist wohl in erster Linie als Zeichen zu werten, dass die TuS die Planungen für die Dritte Liga vorantreibt. „Es gibt Kontakt zu Spielern, die wissen wollen, wer bei uns Trainer ist“, sagt Loos. Allein: Nach wie vor müssen die Koblenzer noch einige Hausaufgaben machen, um die Auflagen des DFB zu erfüllen. „Wir werden versuchen, dem Trainer die Perspektiven zu eröffnen, die er sich für die kommende Saison erhofft“, ergänzte TuS-Präsident Werner Hecker. Parallel dazu wird Sander in den kommenden Tagen beginnen, sein Personaltableau zu erstellen und die ersten Gespräche mit den aktuellen Akteuren sowie potenziellen Neuzugängen führen. „Wir werden gemeinschaftlich gravierende Änderungen vornehmen und müssen künftig wieder dahin kommen, dass eine Einheit auf dem Platz steht, die charakterlich zusammenpasst“, umreißt TuS-Geschäftsführer Loos das wesentliche Anforderungsprofil für die Kaderzusammenstellung. Was durchaus den Schluss zulässt, dass es damit in weiten Teilen dieser Saison nicht weit her war.
Lense organisiert TuS-Abwehr
Spieler der zweiten Koblenzer Mannschaft integrieren sich gut TuS Koblenz - Regionale Auswahl 11:0 (5:0) Das Ergebnis des Fußball-Freundschaftsspieles zwischen der TuS Koblenz und einer regionalen Auswahl aus Mieden und Nassau plus Torwart Markus Hille vom FC Metternich gestern Abend auf dem Sportplatz in Nassau war eher Nebensache. Wichtiger beim 11:0 (5:0) der Koblenzer: Die Spieler der zweiten Mannschaft, die von Trainer Petrik Sander getestet wurden, integrierten sich sehr gut ins stark reduzierte Profiteam. Ob Oliver Laux, Timo Schlabach, Eike Mund oder Tobias Bauer – die Spieler, die mit der Reservemannschaft souverän in die Rheinlandliga aufgestiegen sind, machten das Gros der Tore auf dem Nassauer Rasenplatz. 200 Zuschauer sahen ein Spiel auf ein Tor – Kapitän Benjamin Lense organisierte die Abwehr, die während der 90 Minuten keinen Torschuss auf das eigene Gehäuse zuließ. Bester Spieler des Koblenzer Gegners war der Torwart: Markus Hille vom FC Metternich half der Auswahl aus und verhinderte eine noch höhere Niederlage. In der 46. Minute hatte Hille zwar Glück, weil Shqipran Skeraj den Ball bei einem Elfmeter knapp am Tor vorbeischoss, in der 78. Minute vereitelte der FC-Torhüter mit toller Parade den Elfmeter von Tom Geißler. Den Torreigen für die TuS hatte schon in der achten Minute Oliver Laux eröffnet. Timo Schlabach (16.) erhöhte auf 2:0. Die weiteren Tore für die TuS markierten Marvin Pourie (37.), Laux (41.), Michael Stahl (45.), zweimal Tobias Bauer (80, 84.) und Eike Mund. Zwei Tore schob sich die Auswahl selbst in den Kasten.
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