Trifft die TuS nach langer Zeit wieder das Tor?

Fußball-Regionalliga Koblenzer müssen am Samstag bei Eintracht Stadtallendorf spielen

 Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

 Koblenz. Ein wenig aus dem Spielrhythmus geraten ist die TuS  Koblenz am ersten März-Wochenende. Weil zunächst der geplante Test gegen den SV Gonsenheim ausfiel und dann auch kurzfristig der Ersatztermin  mit dem Bonner SC platzte, sehen die Schängel nach der ungewollten Pause nun dem Spiel der Fußball-Regionalliga Südwest beim TSV Eintracht  Stadtallendorf (Samstag, 14 Uhr) mit gemischten Gefühlen entgegen.

 Aufgrund des miserablen Wetters gingen nur drei Ligaspiele am  vergangenen Wochenende über die winterliche Bühne, dafür dann aber  insgesamt fünf von Montag bis Mittwoch. Gut für die TuS: Der einen Punkt über den Koblenzern postierte TSV Schott Mainz verlor seine beiden  Spiele beim SC Freiburg II (0:2) und drei Tage später bei der SV  Elversberg (2:4). Dafür sendete das Schlusslicht aus Kassel ein  Lebenszeichen und schickte die TSG 1899 Hoffenheim II mit einer  1:2-Niederlage im Gepäck auf die Heimreise.

 Der kommende Koblenzer Gegner aus Stadtallendorf war am Dienstag im  Einsatz, der Klassenneuling ergatterte nach einem späten Tor von Mihovil Geljic (85.) mit Mühe ein 1:1 beim FC-Astoria Walldorf genau die  Mannschaft, gegen die Koblenz unlängst beim 0:0 offensichtlich das  Toreschießen vergessen hatte. Damit warten die Schängel nach dem 3:1  beim FSV Mainz 05 II im Dezember nun schon geschlagene sechseinhalb  Stunden auf ein Erfolgserlebnis.

 TuS-Trainer Anel Dzaka absolvierte wegen der Wetterkapriolen lediglich  eine Trainingseinheit am Samstag und gab seinen Schützlingen  anschließend zwei Tage frei: Das haben sie sich verdient, da konnten  sie mal die Köpfe frei bekommen. Seit Dienstag wird wieder fleißig  geübt. Es fehlte zunächst allerdings Daniel von der Bracke, den es in  der Wade zwickte. Nichts Ernstes, beurteilte sein Trainer dieses  kleine Handicap. Ansonsten ist auch die Grippewelle im Koblenzer Lager  weitgehend abgeklungen. Marco Koch, Marco Müller und auch Dieter  Paucken, die es in der Vorwoche erwischt hatte, sind nach Aussage ihres  Trainers alle wieder gesund.

 Was ist mit André Marx, der gegen Walldorf verletzt aussetzen musste?  Dzaka: Da gibt es nichts Neues, er kann am Samstag auf keinen Fall  spielen. Ich hoffe, dass er nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann. Neben dem ehemaligen Kapitän wird auch sein Nachfolger im Amt  fehlen. Michael Stahl sah bei der Nullnummer gegen Walldorf seine fünfte Gelbe Karte und muss einmal pausieren. Die Spielführerbinde dürfte  demzufolge wohl Andreas Glockner tragen.

 Der auf diese Weise frei gewordene Stahl-Platz wird wohl Ricardo  Antonaci zugutekommen, wenn er seine Achillessehnenprobleme überwunden  hat. Sollte er als Rechtsverteidiger auflaufen, kann sich Dzaka auch  Marco Müller gut auf der Sechserposition vorstellen: Viele  Möglichkeiten bleiben mir ja nicht. Ein, zwei Optionen habe ich aber  noch im Kopf. An das Hinspiel am 16. September gegen Stadtallendorf  haben die Schängel und auch Dzaka als stiller Beobachter am Rande noch  die allerbesten Erinnerungen zumindest mit Blick auf das Endergebnis.  Das 1:0 nach einem Treffer von Koch in der Schlussphase (77.) war der  erste Saisonsieg der Koblenzer überhaupt, der aber nicht unbedingt in  die Kategorie verdient einzustufen war. Ein wirklich guter und  robuster Gegner. Respekt, was die in dieser Saison schon geleistet  haben, zollt Dzaka der Eintracht gebührenden Respekt.

Quelle Rhein-Zeitung vom 09.03.18